Im Oktober 2025 haben wir, das X3 Kollektiv, gemeinsam mit über 30 Mitunterzeichner*innen einen offenen Brief an die Intendanz der Volksbühne Berlin verfasst — als Kritik an der unreflektierten Verwendung des Begriffs PostOst in der Programmreihe „Futures East“.
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Unsere Kritik richtete sich gegen die institutionelle Aneignung jahrelanger zivilgesellschaftlicher und migrantischer Wissensproduktion. Wir forderten Kontextualisierung, Anerkennung der Herkunft des Diskurses — und einen tatsächlichen Dialog mit denjenigen, die ihn seit 2019 gemeinsam mit verschiedenen Akteur: innen mittragen
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Dieser Brief hat ein Gespräch mit der Institution Voksbühne eröffnet – am 20. Mai 2026 sind wir Teil von Futures East #2. Wir verstehen unsere Präsenz dort als die nächste Etappe einer langen, kollektiven Arbeit — und als Einladung, diesen Diskurs institutionell weiter zu etablieren..
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Kommt vorbei. Hört zu. Sprecht mit uns. Teilt diesen Post.
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📍 Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz · Mi 20.05.2026, ab 18:00
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Den offenen Brief in voller Länge findet ihr in unserer Bio.
!!!OPEN CALL BEENDET!!! Wir sind allen Teilnehmerinnen sehr dankbar für ihr Vertrauen und ihre Bereitschaft, ihre Erfahrungen zu teilen.
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Bürokratie ist nicht für alle gleich.
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Für unser Audiokunstwerk „Stimmen vom Arsch der Welt“ sammeln wir Erfahrungsberichte von deutschen Behörden.
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🔊 Du hast eine Behördengeschichte, einen Flashback, ein absurdes Zitat, eine Szene, die du nicht vergessen kannst?
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👉 Schreib uns eine DM mit dem Satz:
„Ich habe eine Behördengeschichte.“
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Aus euren Beiträgen entsteht eine 10–15-minütige Soundarbeit, die am 20. Mai 2026 als Audio-Dauerschleife bei Future East #2 in der Volksbühne @volksbuehne_berlin zu hören sein wird.
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Anonymität ist möglich: Du entscheidest, ob deine Stimme, dein Name oder bestimmte Details verwendet werden dürfen. Es geht nicht um „perfekt erzählte“ Stories, sondern um ein kollektives Zeugnis von Absurdität, Angst, Müdigkeit, Ohnmacht, Humor, Wut, Überforderung, Überleben.
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Wir werden selbstverständlich im Sinne der Personen handeln, die ihre Geschichten teilen. Wenn jemand seine Geschichte anonym erzählen möchte, verfremden wir die Stimme mithilfe von Filtern.
Wir verstehen, dass gerade armutsgefährdete, marginalisierte und migrantisierte Menschen häufig von Behördenwillkür und Bürokratie betroffen und getriggert sind. Dabei haben sie kaum Möglichkeiten sich zu wehren. Die mit Behördengängen verbundenen Erfahrungen sind traumatisierend sowie belastend und werden von den Betroffenen als ihr individuelles Problem wahrgenommen. Dabei sind die Probleme strukturell und systemisch.
Wir möchten einen Safer Space für die Thematisierung dieser prägenden mit Scham behafteten Erfahrungen ermöglichen und das Schweigen darüber brechen. Gleichzeitig sind wir in unserer Produktionszeit sehr begrenzt und bitten darum, Geschichten möglichst kurz und prägnant zu halten.
Die Arbeit entsteht in Auseinandersetzung mit der künstlerischen Installation SAKO I. des IDIOLAB (konzeptuell richtungsgebend: Zoran Terzić
@idiotypus ), ermöglicht durch die Unterstützung der Volksbühne und der beteiligten Mitarbeiter:innen des Hauses.
Und welches Buch empfehlt ihr noch? 👀
Ich hab anlässlich des Feministischen Kampftages vier krasse Frauen gefragt, welches Buch sie empfehlen und herausgekommen ist eine wunderschöne, bunte Mischung verschiedenster Werke. 💖
#frauentag #feministischerkampftag #8märz #bücher
✊ Nach 6 Jahren prekärer Podcast-Arbeit brauchen wir Eure Unterstützung!
110+ Folgen, 120+ Gäst:innen, nächtliche Produktionen neben Care-Arbeit & anderen Jobs — x3 ist gewachsen, aber nie stabil finanziert gewesen.
Geplatzte Förderungen, ein Jahr Wartezeit auf Absage, ‚nicht relevante Zielgruppe‘ — wir kennen das System von innen.
Mit der Post Ost Agency gUG haben wir endlich Autonomie. Aber: Ohne materielle Basis keine langfristige Arbeit. Eure Spende sichert laufende Kosten (Social Media, Steuerberatung, Admin) und faire Honorare nach Berliner Kultursätzen.
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🎙Hört unsere letzte Folge an – auf allen Podcast-Plattformen!
🔗 Link in Bio #postost #solidarität #podcast #kulturförderung
🎙 Aus der Bubble: x3 Bericht
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Diese Folge ist unser sehr persönlicher Lagebericht aus dem Inneren des x3 Kollektivs: über Förderkrisen, überlastete Strukturen und die Frage, wie ein postmigrantisches Projekt zwischen Ehrenamt, Care-Arbeit und politischer Gegenwart überhaupt weiterexistieren kann.
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Wir brechen mit der Toxizität von sozialen Netzwerken und sprechen offen über Unsicherheit, Erschöpfung, Zorn und Trotz. Unsere Erfahrungen sind nicht einsam – wir sind eines von vielen Projekten, das trotz allen Herausforderungen weiter kämpft. Lasst uns zusammen über Krisen nachdenken!
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Ani & Julia über 110+ Folgen, nächtliche Arbeit, „Fk your Credits“ und die gUG-Gründung für Autonomie. Das Gespräch wurde von Anna Mikheeva (syg.ma Redakteurin, Künstlerin, x3 Social Media) moderiert.
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Aufgenommen bei @n_ost_org
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#PostOst #Prekarität #Förderkrise #Solidarität #Migration
🎙 Zwischen Paragraphen und Postmigrantisch: Spätaussiedler und Aktivisten in Berlin mit Eugenie Frank und Nikita Heidt
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Unsere neue Folge ist Teil einer zweiteiligen Podcast-Reihe zu transgenerationalen Traumata, Aussiedler: innen, Spätaussiedler:innen sowie hybriden und fluiden Identitäten im Spiegel des PostOst-Diskurses.
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Migration bedeutet hybride Identitäten und das ständige Sich‑Erklären‑Müssen. Die Rückkehrdebatten, die Suche nach echten Räumen, die prekäre Förderlogik und die Krisen der Gegenwart werfen Fragen auf:
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💭 Welche Narrative prägen jüngere Generationen von Spätaussiedler:innen?
💭 Wie funktioniert Empowerment, ohne transgenerationale Traumata zu negieren?
💭 Und wie schaffen wir Solidarität statt Konkurrenz zwischen neuen und etablierten Strukturen?
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🗣 Gemeinsam mit Eugenie Frank @frauknarf und Nikita Heidtt @nikitaheidt tauchen wir in die tiefen Schichten deutscher Migrationspolitik gegenüber sogenannten Russlanddeutschen, Spätaussiedler:innen und sogar Vertriebenen ein — von der Abwertung in der Sowjetunion über rechtliche Brüche seit 1993 bis hin zur Frage, wie wir heute solidarisch handeln können, ohne die Vorarbeit vorheriger Generationen zu untergraben.
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Die Aufnahme entsteht im Auftrag von @senasgiva_berlin und
@aussiedlerbeauftragter.berlin Walter Gauks, Ansprechperson für Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene in Berlin.
Herzlichen Dank an @n_ost_org für die Studio-Kooperation.
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🎧 Auf allen Plattformen jetzt hören — Link in Bio.
Gemeinsam mit Katharina Blumberg-Stankiewicz (Zwischen den Polen) und Waldemar Masson @__wiwaldi__ sprechen
wir darüber:
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💭 Wie können wir uns jenseits von technischen und historisch gewachsenen Kategorien solidarisieren?
💭 Wie funktioniert Empowerment, wenn man sich weder als „Opfer“ noch als „Vorzeige-Migrant“ labeln lassen will? Und wie finden wir neue Sprachen des Erinnerns, die über Trauerarbeit hinausgehen?
💭Können wir Migration nicht nur als problembehaftet, sondern auch als Ressource und Quelle für produktive Perspektivwechsel verstehen?
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Hört rein – es wird tiefgründig, ehrlich und hoffnungsvoll.
Link in Bio! 🎧
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Die Aufnahme entsteht im Auftrag von @senasgiva_berlin und @aussiedlerbeauftragter.berlin Walter Gauks, Ansprechperson für Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene in Berlin.
Herzlichen Dank an @n_ost_org für die Studio-Kooperation.
Hosts: Julia Boxler @boxxler & Ani Menua @ani.menua #postost #x3podcast #identität #spätaussiedler #pamelaanderson
🎙Framings, Namings, Solidaritäten
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Unsere Live-Podcast-Aufnahme in Leipzig hat gezeigt, wie vielschichtig und herausfordernd es ist, über Erfahrungen mit Imperialismus von Ost und West sowie komplexe Zugehörigkeiten innerhalb der deutschen Gesellschaft zu sprechen.
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🗣 Gemeinsam mit Elza Gubanova und Ana Tcheischvili sind wir in die „blinden Flecken“ deutscher Erinnerungskultur eingetaucht – von der fehlenden Auseinandersetzung mit anti-osteuropäischen NS-Verbrechen über sowjetischen Imperialismus bis zur Erschöpfung durch das ständige Sich-Erklären-Müssen.
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💭Wo gehören unsere Stimmen innerhalb postmigrantischer und postsozialistischer Realitäten hin?
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💭Was bewirkt der PostOst-Diskurs?
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💭Und welche politische Bedeutung kann ein Begriff als poetischer Suchraum entfalten?
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Klar ist: Wir brauchen mehr Räume für differenziertere Positionierungen.
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✨ Danke an alle, die dabei waren – Eure Geschichten machen den Diskurs lebendig und umfassend!
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Der Abend und die gesamte Reihe LOKAL DEKOLONIAL� sind eine gemeinsame Initiative der bpb� und dem Referat Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig. @bpb_de@stadtleipzig
Das Ganze fand im Rahmen des Festivals Politik im Freien Theater� statt. @politikimfreientheater
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Ana Tcheishvili
Ana ist eine in Leipzig lebende georgische Dichterin und Psychologin. Sie schreibt Lyrik auf Deutsch und Georgisch, veröffentlicht in renommierten Literaturzeitschriften und tritt regelmäßig bei Lesungen auf, zuletzt auch beim Poesiefestival 2024 in Berlin. Ihr erster Gedichtband Der Tote ist nicht von uns erschien 2024 im Verlagshaus Berlin. Neben ihrer künstlerischen Arbeit studiert sie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig.
Instagram: @anushkahasalreadyspilledtheoil
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Elza Gubanova vom Ostov Collective
Im Mittelpunkt der partizipatorischen Praxis von Elza Gubanova (𝟮𝟬𝟬𝟭, 𝗢𝗱𝗲𝘀𝗮, 𝗨𝗔) 𝘂𝗻𝗱 𝗟𝗲𝗼𝗻 𝗦𝗲𝗶𝗱𝗲𝗹 (1993, Ansbach, DE) steht die Untersuchung von Sound im Kontext von Krieg. Die spezifischen akustischen Kulissen militärischer Konflikte prägen die Kriegserfahrungen ganzer Gesellschaften, bestimmte Sounds schreiben sich in die kollektive Erinnerung der Menschen ein.
@elzagubanovva@ostov.collective
Rückblick: PostOst – Räume des Empowerments und der Selbstermächtigung 💬✨
PostOst ist mehr als Herkunft – es ist ein Raum für Selbstermächtigung, Sichtbarkeit und Solidarität für Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte aus den heutigen souveränen Staaten der ehemaligen Sowjetunion.
Gemeinsam mit dem Berliner X3 Podcast-Team – Julia Boxler und Ani Menua – haben wir im Rahmen von Lokal-Dekolonial & Politik im Freien Theater einen Raum geschaffen, in dem Gäste mit PostOst-Herkunft ihre Stimmen einbringen, Erfahrungen teilen und gemeinsam gestalten konnten. 💜 Mit dabei waren Elza Gubanova & Ana Tacheshvili sowie Petja Ivanova. Danke an Anna Koroleva, sowie Carolin Savchuk von Bundeszentrale für politische Bildung
Foto: @felixpacholleck
Danke an alle Beteiligten und Gäste – für eure Stimmen, euer Vertrauen und euer Mitwirken. 🌍🤝
#PostOst #Diaspora #Empowerment #Selbstermächtigung #Leipzig #Osteuropa #X3Podcast #JuliaBoxler #AniMenua #Migration #Solidarität #Community #Pluralität #Kulturarbeit #Postmigrantisch #Danke
✊Kommt zur Live-Aufnahme
unseres Podcasts in Leipzig!✊
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Spätestens seit russlands Vollinvasion in der Ukraine 2022 entstehen innerhalb der ohnehin heterogenen Gruppe PostOst neue Spannungen, Migra-Bubbles und Fragen:
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→ Wie prägen uns Imperialismen von West und Ost und wie lebt es sich mit diesen Intersektionalitäten?
→ Wie werden Konflikte kommuniziert, ausgesprochen oder tabuisiert?
→ Wie ist der Umgang mit diesen Spannungen aktuell und wie gehen vergleichbare Entwicklungen innerhalb einer solchen migrantisierten Gruppe wie PostOst in gesamtgesellschaftliche und dekoloniale
Diskurse ein?
Deine Stimme, deine Erfahrung, deine Fragen - sie gehören dazu.
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Lasst uns gemeinsam zuhören, sprechen und denken.
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Der Abend und die ganze Reihe LOKAL DEKOLONIAL sind eine Kooperation zwischen der bpb und dem Referat Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig. @bpb_de , @stadtleipzig
Im Rahmen des Festivals @politikimfreientheater .
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🗺️Ort: Kulturbar Froelich & Herrlich im Westflügel @westflugel_leipzig
📆Datum: 18. Oktober
⏰Uhrzeit: 19:30
🚪Open Doors: 19:00
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