Hoël Duret ist ein Geschichtenerzähler. Seine Werke sind in besondere Erzähungen eingebettet, die oft Science-Fiction, Ironie und absurden Alltag mischen. Seit vielen Jahren interessiert er sich für das Leben auf und unter den Ozeanen und stellt sich verrückte Kreuzfahrten vor, die in einem Schiffswrack enden, gefälschte Dokumentationen über die Disney-Flottille oder das Leben von Quallen, die die Glasfaserkabel zwischen Amerika und Europa durchqueren. Die Frage nach den Netzwerken zieht sich wie ein roter Faden durch sein Werk, ob physisch oder digital.
In der Ausstellung präsentiert er Bildschirmskulpturen von Quallen als Symptome des fortgeschrittenen Kapitalismus. Er berichtet über die schädlichen Auswirkungen von Super-
tankern auf die Umwelt. Diese Schiffe füllen ihre Tanks irgendwo auf der Welt mit Meerwasser und lassen dasselbe Wasser Tausende von Kilometern entfernt wieder ab, wodurch Organismen wie Quallen importiert werden, die nach und nach die in diesen Regionen heimische Flora und Fauna ersetzen.
It must be a story pieced together from many sources ist eine Kooperation des Kunstverein Friedrichshafen und CAC Passerelle. Kuratiert von Tristan Deschamps, Loïc Le Gall und Marlene A. Schenk, mit Werken von Hoël Duret, Marta
Dyachenko, Ben Saint-Maxent & Sophie T. Lvoff.
Im Rahmen des Fonds PERSPEKTIVE für zeitgenössische Kunst & Architektur des Büros für Bildende Kunst des Institut français Deutschland, gefördert durch das französische Kulturministerium, das Institut français Paris und das Goethe-Institut.
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IT MUST BE A STORY PIECED TOGETHER FROM MANY SOURCES, installation view, works by Hoël Duret, Kunstverein Friedrichshafen, 2025. Credit: Dominik Dresel.