Roja Zimanê Kurdî pîroz be!
Alles Gute zum Tag der kurdischen Sprache!
Am 15. Mai feiern Kurd:innen weltweit den Tag der kurdischen Sprache – einen Tag, der weit über die Würdigung sprachlicher Vielfalt hinausgeht. Er steht für den jahrzehntelangen Kampf um Sichtbarkeit, Anerkennung und das Recht, die eigene Muttersprache frei sprechen, lernen und weitergeben zu dürfen.
Die Geschichte der kurdischen Sprache ist geprägt von Unterdrückung und politischer Repression. In Ländern wie der Türkei, dem Iran oder Syrien wurde Kurdisch über Jahrzehnte hinweg systematisch eingeschränkt: Verbote, Diskriminierung und der Ausschluss aus Bildungseinrichtungen führten dazu, dass viele Kurd:innen ihre Sprache weder öffentlich sprechen noch schreiben oder erlernen konnten.
Auch dort, wo Kurdisch heute vereinzelt sichtbar ist (zBsp.:TRT6), fehlt oft die rechtliche Absicherung. Zwar gibt es mittlerweile einzelne kurdischsprachige Sendungen, doch solange diese nicht gesetzlich verankert sind, können sie jederzeit wieder eingestellt werden. Sprachliche Teilhabe darf jedoch nicht vom politischen Zeitgeist abhängen.
Die Folgen dieser Assimilationspolitik wirken bis heute nach. Viele Kurd:innen sprechen kaum oder gar kein Kurdisch – nicht aus mangelndem Interesse, sondern weil ihnen der Zugang zur eigenen Sprache systematisch verwehrt wurde. Zahlreiche Familien mussten auf Türkisch, Arabisch oder Persisch ausweichen, selbst im engsten privaten Umfeld. Dass Eltern aus Angst vor Repressionen ihre Muttersprache nicht an ihre Kinder weitergegeben haben, zeigt, wie tief diese Eingriffe in die kulturelle und persönliche Identität reichen.
Dabei gehört Kurdisch zur indogermanischen Sprachfamilie und ist dem Deutschen sprachwissenschaftlich näher als dem Türkischen. Doch in Wahrheit geht es um weit mehr als Linguistik: Es geht um Identität, kulturelles Gedächtnis und das grundlegende Recht auf Selbstbestimmung.
Gerade deshalb ist dieser Tag von so großer Bedeutung. Er erinnert uns daran, dass Sprache nicht nur Kommunikation ist, sondern auch Erinnerung, Zugehörigkeit und Widerstand.
#rojazimanêkurdî #Kurdi #Kurdî
Gestern fand im Rathaus die Verleihung des SOS Mitmensch-Preises für Zivilcourage statt.
Meine herzliche Gratulation an die großartigen Preisträger:innen – die Filmemacherin Olga Kosanović und Bernard Sadovnik, Bürgermeister von Globasnitz/Globasnica – zu dieser sehr sehr verdienten Auszeichnung!
Danke für eure großartige Arbeit und euren unermüdlichen Einsatz für eine menschenwürdige und solidarische Gesellschaft!
Ein großes Dankeschön auch an die beeindruckenden Laudatorinnen Solmaz Khorsand und Cornelia Kagoj.
Ihr seid alle Mutmacherinnen und Alltagsheld:innen.
Und großes Danke an SOS Mitmensch für eure wertvolle gesellschaftspolitische Arbeit – sie ist unbezahlbar!
Heute beim Empfang der neuen Staatsbürger:innen im Wien:
Es ist jedes Mal eine Freude zu sehen, wie Menschen mit Migrations- und Fluchtbiographie trotz aller restriktiven Hürden die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten.
Die österreichische Staatsbürgerschaft bedeutet für viele ein Schritt mehr zur Chancengerechtigkeit und ein Stück Freiheit.
An die neuen Staatsbürger:innen:
Herzlichen Glückwunsch zur Erlangung Ihrer neuen Staatsbürgerschaft!
Es ist ein wichtiger Schritt und eine wichtige Entscheidung in Ihrem Leben.
Möge die österreichische Staatsbürgerschaft Ihnen viele Möglichkeiten eröffnen und Ihnen Erfolg und Glück bringen!
#Staatsbürger:innenschaft #Integration
DE] Ich will heuer vorerst meine Muttertagswünsche den Müttern widmen, deren Kindern gestorben sind. Ich kann mitfühlen, wie es ist, wenn man sein eigenes Kind verliert. Dazu gehört auch meine Mutter, die insgesamt drei Söhne verloren hat.
Vorallem denke ich auch an Mütter, die ihre Kinder aufgrund repressiver Staatsgewalt, auf der Fluchtroute, im Krieg oder ähnliche Gewaltatsituationen verloren haben. Diesen Schmerz im Herzen zu tragen muss sehr schwer sein.
Ich wünsche allen Müttern, Bonusmütter, Frauen die wie Mütter zu allen Kindern sind, werdende Mütter und allen die ihre Mütter vermissen einen wunderschönen Muttertag!
[TR] Bu seneki anneler gününü ilk başta evlatlarını kayıp eden annelere adıyorum. Evlat acısının ne demek olduğunu ilk başta kendi annemde yaşadım, toplam 3 oğul verdi toprağa.
Evlatlarını savaşlarda, polis kurşunlarında, kaçış güzergahlarında ve catışmalarda kayıp eden annelere adıyorum.
Berkin'inlerin, Ceylan'arın, Eren'lerin, Uğur'ların ve daha nice suçsuz yere öldürelin çocukların annelerine adıyorum.
Ilk başta bu yüreği yaralı annelerin ellerinden öpüyorum ve diğer tüm annelerin, anne olmayan ve tüm çocuklara anne sıcaklığında yaklaşanların, anne adayların, ve gökyüzünden bize gülümseyen annelerin anneler gününü kutluyorum... #nuttertag #annelergünü #mothersday
Unter dem Motto „Solidarität für Rojava“ luden in Wien lebende Künstler:innen und Aktivist:innen zu einem Benefizkonzert ein, das ein starkes Zeichen für Freiheit, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung setzte.
Die Veranstaltung vereinte Stimmen unterschiedlicher Herkunft, um auf die prekäre humanitäre Lage der Zivilbevölkerung in Nordostsyrien aufmerksam zu machen.
Das Konzert schuf nicht nur Bewusstsein, sondern leistete auch konkrete Unterstützung:
Sämtliche Einnahmen und Spenden kommen humanitären Projekten der Volkshilfe Österreich sowie ihrer lokalen Partnerorganisationen in Syrien zugute, die Menschen vor Ort direkt unterstützen.
Ein großer Dank gilt allen Mitwirkenden für dieses bewegende Solidaritätskonzert und die großartige Organisation:
Verein LeEZA, Sakina Teyna @sakina_teyna_official , Özlem Bulut @ozlembulutmusic , Helin Çelik, Ibrahim Amir, @vooria , @omid._._.darvish Omid Darvish, Servin Hazin, Mazlum Nergiz, @kasho.chualan Kasho Chualan, Dilan Sengül, @salahammo Salah Ammo, @scharmien Scharmien Zandi , @alexiachrysomalli Alexia Chrysomalli, @oscarantolimusic Oscar Antoli, @golnarshahyar Golnar Shahyar, Marko Ferlan, Nika Bauman, Lukman Ahmad, Amir Ahmadi, Peter Gabis und @mehmetatli_official
#Rojava
Heute jährt sich die Befreiung Europas vom nationalsozialistischen Terror zum 81. Mal.
Die Grünen Wien erinnern aus diesem Anlass an die Opfer des NS-Regimes und legen traditionell einen Kranz bei der Gedenkstätte am Morzinplatz nieder.
Es sprachen heute:
Claudia Prutscher, Vizepräsidentin der IKG
Judith Pühringer, Parteivorsitzende der Grünen Wien
Mirjam Karoly, Volksgruppenbeirat für Roma in Österreich sowie IHRA (International Holocaust Remembance Alliance)
Moderation: Niki Kunrath
Musikalische Umrahmung: Eva Landkammer und Ingrid Eder
Heute Abend gibt es auch das "Fest der Freude“ am Heldenplatz, organisiert vom Mauthausen Komitee Österreich.
Die Veranstaltung verbindet Gedenken mit einem klaren Bekenntnis zu Demokratie, Vielfalt und einem friedlichen Europa. www.festderfreude.at
Vor 50 Jahren nahm Österreich 96 kurdische Geflüchtete aus der heutigen Autonomen Region Kurdistan im Irak auf.
Sie lernten Deutsch, verliebten sich, studierten, bauten sich ein Leben auf und integrierten sich mit beeindruckender Geschwindigkeit. Heute sind sie Lehrer:innen, Ärzt:innen, Ingenieur:innen und prägende Persönlichkeiten unserer Gesellschaft.
Bei einer feierlichen Veranstaltung im Palais Niederösterreich bedankten sie sich heute bei Österreich – für Schutz, Chancen und eine neue Heimat.
Vielen Dank für die Einladung an Herrn Außenminister Saafeen Dizayee, an das Wiener Vertretungsbüro der Region Kurdistan, insbesondere an Dr. Mustafa Ramazan, sowie an alle, die diese besondere Feier möglich gemacht haben.
Es war mir eine große Freude, Prof. Celile Celil und viele weitere kluge und herzliche Persönlichkeiten wiederzusehen.
Danke für diesen bewegenden Abend.
Wer darf in Wien wirklich mitbestimmen?🤔
Und wie sieht der Weg zum roten Pass eigentlich in der Praxis aus?
🧗 Der Weg zur Staatsbürger:innenschaft ist oft steinig, bürokratisch & teuer. Das wollen wir gemeinsam besprechen!
❤️ Komm vorbei, informiere dich über deine Rechte und Pflichten und diskutiere mit uns darüber, wie wir die Barrieren in Wien abbauen können.
🎤 Expertin: Integrations-& Menschenrechtssprecherin Berivan Aslan
📅 Do., 21. Mai | ab 17:30 Uhr
📍 BO15, Kriemhildplatz 10, 1150 Wien
📧 Anmeldung: Bitte schicke eine kurze Mail an [email protected]
Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch! 💚
Heute Gedenkveranstaltung
gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken
an die Opfer des Nationalsozialismus
Am 5. Mai 1945 wurde das Konzentrationslager Mauthausen von der US-Armee befreit. Über 100 000 Menschen wurden dort ermordet, mehr als 200.000 inhaftiert.
Seit 1997 ist der 5. Mai der nationale Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.
Wir Grüne fordern ein umfassendes, bundesweit einheitliches Gedenkstättenkonzept sowie den Ausbau und die finanzielle Absicherung des Gedenkdienstes!
#NieWieder #KeinVergessen
Unsere Spende ist angekommen!
Im Februar haben wir eine Benefizveranstaltung für die Menschen in #Rojava organisiert. Diese wurde unter meiner Leitung gemeinsam mit den Grünen Migrant Wien ( @zerifeyatkin ), dem Grünen Rathausklub ( @heidisequenz@diegruenenwien ), der VTID und den Grünen Favoriten (@katrin_fallmann@diegruenenfavoriten ) umgesetzt.
Der gesamte Erlös wurde über den Verein You-Are-Welcome ( @youarewelcome_wien ) – ohne Abzug von Transaktionsgebühren – direkt nach Qamishli (Rojava/Nordsyrien) weitergeleitet.
Vor Ort hat Ahmad, ein verlässlicher Partner des Vereins, mit den Spenden dringend benötigte Güter wie Kinderkleidung, Babymilch und Windeln gekauft und an geflüchtete Familien verteilt.
Mein herzlicher Dank gilt allen, die dabei waren und gespendet haben. Ebenso danke ich den GrünenMigrant:innen Wien , dem Grünen Rathausklub (, den Grünen Favoriten und der VTID für die Zusammenarbeit.
Ein ganz besonderer Dank geht an unsere großartigen Künstler:innen: Hamid Reza Ojaghi @hamidrezaojaghii , @salahammo , Deniz Öz, @ozgunyarar@nizar_ihoseng , @ozlembulutmusic , Nika Bauman, @rizgarakan , @hesenberzenci , @hewahusin , @kadirgunesh – sowie an alle engagierten Aktivist:innen!
Es macht einen Unterschied, wenn wir gemeinsam handeln. Solidarität heißt, Menschen in Not konkret zu unterstützen.
Heute gedenken wir dem Dersim-Genozid
Ich spreche damit bewusst ein Thema an, das oft ausgeblendet wird. Gerade für staatenlose bzw. nicht anerkannte Communities ist es entscheidend, sichtbar zu bleiben, denn zu oft finden ihre Geschichten kein Gehör. Denn, wenn wir als Betroffenen von diesen Communities nicht darüber sprechen, wird es kaum niemand für uns tun.
Es gibt Wunden, die nicht heilen, weil sie nie anerkannt wurden.
Fast jede kurdisch-alevitische Familie trägt diese Erinnerung in sich – Geschichten von Vertreibung, Gewalt, Verlust und Entwurzelung, schmerzvoll und leise weitergegeben über Generationen.
Unter dem Vorwand, „Aufstände“ niederzuschlagen, wurde ein gezielter Vernichtungsfeldzug geführt. Gegen Menschen. Gegen Identität. Gegen eine ganze Bevölkerung.
Zehntausende wurden ermordet, verschleppt oder zwangsassimiliert. Kinder wurden ihren Familien entrissen. Ganze Regionen entvölkert. Eine Generation wuchs heran, die ihre eigene Muttersprache nicht sprechen konnte – aus Angst vor Diskriminierung und Gewaltanwendung. Aus Zwang. Aus Anpassung.
Und bis heute fehlt, was so dringend notwendig wäre: die klare Anerkennung dieses Verbrechens.
Bis heute erleben kurdische Alevit:innen Ausgrenzung und Stigmatisierung, nicht nur in der Türkei, sondern auch in der Diaspora von anderen migrantischen Gruppen. Ihre Geschichte wird verdrängt, ihre Identität infrage gestellt. Eine ehrliche Aufarbeitung hat nie stattgefunden.
Dersim ist in unserer kollektiven Erinnerung. Die Suche nach Gerechtigkeit begleitet uns ein Leben lang.
Das ist der Grund, warum wir all die Jahren nie aufhören, auf Gerechtigkeit zu pochen. Denn, Erinnerung heißt Verantwortung. Für Anerkennung. Für ein Ende des Schweigens. #Dersim #Menschenrechte #Insanhaklari #Yüzlesme
Vor einem Jahr haben wir unseren Freund und Weggefährten Sırrı Süreyya Önder verloren.
Er fehlt uns jeden Tag...
Ruhe in Frieden abi...
[TR] Irkçılığa ve nefrete karşı kazandık…
Keşke bunu görebilseydin.
Seni özlemle ve saygıyla anıyoruz...
#SırrısüreyyaÖnder @sirrisureyya21