Festhalten bitte: Willkommen Emilia Wilde. Wer so zart anpackt, wird alles im Griff haben. ❤️😍🫠
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IN MEMORIAM
Paul Wilde 1947–2025
„Paul Wilde malt Köpfe. Immer schon. Immer wieder Köpfe. Und wie jeder Mensch einzigartig, einmalig, unverwechselbar ist, so ist es der Kopf. Das wäre der Rede nicht wert. Spannender ist das, was in ihm abgeht. Und auch wenn man das nicht sehen kann (auch nicht in Paul Wildes Bildern) so lassen die doch ahnen, was da vor sich geht in diesem knochigen Rund am oberen Ende des Halses.
Paul Wildes Köpfe sind wüst, grob, archaisch, brachial. Alles, was er selbst nicht ist. Oder vielleicht doch. Seine Köpfe sind geschundene, verletzte und verletzende, mit maßlos rausgestreckter Zunge, die – wie zur Bestrafung – abgeschnitten wird. Seine Köpfe sind Verbildlichungen eines inneren Wütens gegen sich und die Welt.
Es spukt in ihnen. Trugbilder. Verrückte Geschichten. Die Wahnvorstellung. Die Phantasie, für die es außerhalb des Kopfes keine Entsprechung gibt. Paul Wilde bringt diese inneren Bilder und Filme nach außen, seine Köpfe machen etwas von dem sichtbar, was in ihnen verborgen wirkt und ihren Ausdruck prägt. Die äußeren Verzerrungen und Deformierungen sind die inneren. Wildes Kopfbilder sind selten schön; wie sollten sie auch? In ihnen scheint etwas vor von dem, was sich inwendig umtreibt. Schnörkellos, unprätentiös und querköpfig. Frech und unverstellt wie der Punk. Bestechender, meisterlicher Punk!“
Textausschnitt von Dr. Norbert Hilbig, Ausstellung vom Mai 2017 im Stammelbach-Speicher.
Aufnahmen: Archiv Paul Wilde
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