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VICE auf Deutsch

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Ihr habt es vielleicht mitbekommen: VICE auf Deutsch wird zugemacht, und zwar schon Ende des Monats. Für uns natürlich traurig! Aber damit es euch auch leid tut, haben wir zum Ende nochmal richtig Gas gegeben und ein allerletztes gedrucktes Magazin zusammengebastelt. Dieses Heft ist unser Abschiedsgeschenk an die Welt, in dem wir alles versammelt haben, was VICE für uns immer ausgemacht hat: Reportagen und Essays, die man sonst nirgends finden würde, Fotostrecken von den talentiertesten Fotografinnen und Fotografen unserer Generation, sogar ein echtes Gedicht, und ein paar Anekdoten darüber, was sich in 18 Jahren VICE hinter den Kulissen abgespielt hat. Wir haben das nicht aus Liebe oder einem plötzlichen Anfall von Fleiß getan, sondern aus reiner Boshaftigkeit. Denn wir hoffen: Alle, die es in die Finger kriegen, werden sich vor Kummer, dass wir nicht mehr da sind, die Haare ausreißen, mit den Zähnen knirschen und das Ende unserer Ära beweinen. Unsere The Final Issue liegt ab heute in allen Filialen von @vintage.revivals umsonst aus (die Adressen findet ihr im Link in der Bio), wir werden in den kommenden Tagen aber auch einiges daraus hier posten. So long! 📷 Cover von @zum.adler
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2 years ago
Das wars. Danke für alles, wir haben euch lieb.
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2 years ago
Der Fotograf Nikita Teryoshin zeigt das Geschäft der Händler des Todes. Wir haben mit ihm gesprochen. — VICE: Wie ist die Stimmung auf Rüstungsmessen? Nikita Teryoshin: Ein bisschen wie in schlechten Hollywoodfilmen. VICE: Was meinst du genau? Nikita: Man sieht dort viele Klischees. Zum Beispiel die typischen Bad Guys. Männer in schlecht sitzenden, glänzend-grauen Anzügen. Aber auch Saudis in traditioneller Kleidung und uniformierte Militärs aus aller Welt. Eine interessante Mischung. Dazu gibt es Häppchen, Wein und Bier – beziehungsweise in Abu Dhabi viel Süßes. VICE: Eine entspannte Atmosphäre. Nikita: Ja, tatsächlich. Man erlebt dort einen krassen Gegensatz zum Krieg. VICE: Welche irrsinnigen Geschichten hast du auf Rüstungsmessen erlebt? Nikita: Eine davon war sicher eine Torte, die in Abu Dhabi serviert wurde. Man sah darauf eine modellierte Explosion, um die Kampfjets flogen. Außerdem Panzer, ein Kriegsschiff und einen Soldaten. Irgendwelche Militärs haben sie dann mit kleinen Plastikgabeln verspeist. Ich fand das unfassbar. Man kennt solche Torten von Hochzeiten oder Firmenfeiern. Aber dort wurde damit komplett zynisch der Krieg abgefeiert. Zur gleichen Zeit führte eine Koalition aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten im Jemen einen Krieg gegen die Huthi, in dem sie auch Schulen und Krankenhäuser bombardierte. Nicht mal 1.000 Kilometer entfernt. Und dort essen sie diesen Kuchen. Das sind diese Momente, in denen du überlegst, wie du das überhaupt mit der Kamera einfangen sollst. VICE: Was hast du in all den Jahren über die Rüstungsbranche gelernt? Nikita: Je schlechter es der Welt geht, desto besser geht es Rüstungsfirmen. Wahrscheinlich ist das die zynischste Industrie der Welt. Einmal wurden meine Fotos von einem Magazin abgelehnt, weil sie zu zynisch seien. Aber es sind nicht die Bilder, die zynisch sind, sondern das, was sie zeigen. — Du findest das ganze Gespräch mit Nikita in der letzten deutschsprachigen Ausgabe von VICE. Das Heft gibt es deutschlandweit gratis in allen Filialen von @vintage.revivals . Mehr dazu in der Bio. 📝 Interview von @geyergeyer 📷 @teryoshi
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2 years ago
Manuel erzählt, was ihm während der Arbeit bei VICE passiert ist. Einfach wischen. Die Field Notes sind Teil der letzten deutschsprachigen Ausgabe von VICE. Du findest das Heft deutschlandweit gratis in allen Filialen von Vintage Revivals. Die genauen Adressen der Geschäfte und Links zu einzelnen Artikeln online findest du über den Link in der Bio. 📝 Manuel Freundt 📷 Illustration von @ssinasch
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2 years ago
“Das letzte Mal sah ich Mali auf einer der Barrikaden. In seinem abgewetzten Morgenmantel umringt von seinen Jungs und umweht von Tränengas-Schwaden wirkte er wie ein General in einem dystopischen Steampunk-Comic. Durch seine große goldumfasste Brille inspizierte er misstrauisch die Szene um sich herum: die aufgetürmten Müllcontainer, die Flaggen, die Hunderten maskierten Demonstranten, die sich mit Sprechchören, Getrommel und Pfiffen in Stimmung brachten für den nächsten Angriff. Ich weiß noch, dass ich beeindruckt war: Diese Bewegung hatte es geschafft, sogar Mali auf die Straße zu bringen. Ich freute mich irgendwie, ihn da zu sehen. Aber ich ging trotzdem nicht hin, um mit ihm zu sprechen. Das muss im Juni 2013 gewesen sein, auf dem Höhepunkt der Gezi-Proteste in Istanbul – den ersten und zugleich letzten ernstzunehmenden Protesten gegen die Regierung Erdoğans. Zwei Monate später verließ ich die Türkei, um für VICE in Berlin zu arbeiten. Wegen meiner Artikel über den Aufstand hatte man mir dort einen Job angeboten. Ich blieb für etwas mehr als zehn Jahre, bis der Laden dieses Jahr unrühmlich in sich zusammenfiel. Man kann also durchaus behaupten, dass Gezi mein Leben verändert hat. Aber trotzdem war dieser Aufstand nur eins der Phänomene, die meine Zeit in Istanbul geprägt haben. Das andere war Mali.” Für unser letztes Heft hat @m_boeselager sich noch einmal auf die Suche nach seinem Mitbewohner vor elf Jahren gemacht. Was Mali zu so einem besonderen Menschen machte, und wie die Suche nach ihm ausgegangen ist, erfahrt ihr im Heft unserer letzten Ausgabe – und über den Link in der Bio. Du findest das Heft deutschlandweit gratis in allen Filialen von @vintage.revivals . Die genauen Adressen der Geschäfte und Links zu einzelnen Artikeln online findest du über den Link in der Bio.
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2 years ago
Anika erzählt, was ihr während der Arbeit bei VICE passiert ist. Einfach wischen. Die Field Notes sind Teil von The Final Issue, der letzten deutschsprachigen Ausgabe von VICE. Du findest das Heft deutschlandweit gratis in allen Filialen von @vintage.revivals . Die genauen Adressen der Geschäfte und Links zu einzelnen Artikeln online findest du über den Link in der Bio. 📝 Anika Knudsen 📷 Illustration von @ssinasch
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2 years ago
Daten ist schwierig genug. Wenn sich dann noch deine Familie einmischt, wird es besonders kompliziert. Berivan Kilic hat aufgeschrieben, wie Dating in Deutschland ist, wenn deine Eltern aus einem anderen Land stammen. Den Text findest du über den Link in der Bio und in The Final Issue, der letzten deutschsprachigen Printausgabe von VICE. Du findest das Heft deutschlandweit gratis in allen Filialen von @vintage.revivals . Die genauen Adressen der Geschäfte findest du auch über den Link in der Bio. 📝 @hirtenmaedchen 📷 @hakki.topcu.studio
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2 years ago
Negar erzählt, was ihr während der Arbeit bei VICE passiert ist. Einfach wischen. Die Field Notes sind Teil von The Final Issue, der letzten deutschsprachigen Ausgabe von VICE. Du findest das Heft deutschlandweit gratis in allen Filialen von @vintage.revivals . Die genauen Adressen der Geschäfte und Links zu einzelnen Artikeln online findest du über den Link in der Bio. 📝 Negar Ghalamzan 📷 Illustration von @ssinasch
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2 years ago
Zunächst mal Karten auf den Tisch: Wir mögen Peaches. Von wegen journalistischer Distanz und so. Mit der in Berlin lebenden Künstlerin, Electroclash-Musikerin und Underground-Ikone verbindet uns eine lange Freundschaft. Schon Anfang des vergangenen Jahrzehnts hat Peaches VICE-Partys kuratiert, und wir haben ihr die Laserharfe spendiert, die zu einem großen Teil ihrer Live-Shows wurde. Fair, oder? Aber es gibt auch davon abgesehen wirklich gute Gründe, die Künstlerin aus Toronto gut zu finden. Peaches, die mit dem Song „Fuck the Pain Away“ bekannt wurde, setzte sich schon vor über 20 Jahren für Feminismus, queere Menschen und progressive Werte ein. Lange bevor es für Vieles überhaupt die richtigen Worte gab. Dabei bleibt ihre Kunst bis heute zeitlos und relevant, abseits jeglicher Trends. Auch wenn wir bei VICE ihr darin immer nachgeeifert haben, müssen wir eingestehen: Peaches war da, bevor es uns gab, während es uns gab, und sie wird auch noch lange da sein, nachdem es VICE nicht mehr geben wird. Höchste Zeit also, sich die von Peaches perfektionierte Kunst der ständigen Neuerfindung einmal erklären zu lassen. Das gesamte Interview findest du über den Link in der Bio. Es ist Teil von The Final Issue, der letzten deutschsprachigen Ausgabe von VICE. Du findest das Heft deutschlandweit gratis in allen Filialen von @vintage.revivals . Die genauen Adressen der Geschäfte findest du ebenfalls in der Bio. 📝 @yonilizer & @peachesnisker 📷 @marsmdl
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2 years ago
Das Internet wird immer langweiliger – das wissen alle, die noch das anarchische Internet der frühen 2000er kannten. Heute wird die digitale Welt von Konzernen kontrolliert, die mithilfe von Algorithmen auch die letzte Ecke des Netzes für Profitinteressen verwertbar machen. Content Creators und Medien spielen dabei mit. Was das alles mit VICE zu tun hat, hat Lisa Ludwig aufgeschrieben. Du findest den Artikel über den Link in der Bio. Der Text ist Teil von The Final Issue, der letzten deutschsprachigen Ausgabe von VICE. Das Heft gibt es deutschlandweit gratis in allen Filialen von @vintage.revivals . Die genauen Adressen der Geschäfte und Links zu einzelnen Artikeln online findest du über den Link in der Bio. 📝 @notstrongonlyaggressive 📷 @russlan_visual
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2 years ago
@jan_kapitaen , @becky.ruetten , @shirinesione , @teryoshi und @greyhutton erinnern sich an eines ihrer liebsten Fotos für VICE zurück. Das Titelbild stammt von Nikita Teryoshin, und er hat Folgendes dazu zu sagen: “Das Foto zeigt Heidi, das Modell einer sogenannten gläsernen Kuh an der Freien Universität Berlin. Vor der Veröffentlichung für VICE war es Teil meiner Abschlussarbeit „Hornloses Erbe – die deutsche Milchkuh im Zeitalter ihrer technischen Reproduzierbarkeit“ (2014 - 2017). Die Arbeit sollte das immer wiederkehrende Bild von Kühen auf Milchverpackungen aktualisieren und die Fotografie bringt alles auf den Punkt: Sie zeigt, wie die Industrie mit Hilfe modernster Technik über die Kuh herrscht. Sie lebt unter totaler Überwachung in der „schönen neuen Welt“ des Kuhstalls, wo im Namen von Effizienz und Milchleistungssteigerung alles automatisiert ist. Die Schläuche des Melkroboters erinnerten mich an die Matrix-Filme und so hieß dann auch die VICE-Titelgeschichte, die daraus im Juli 2017 in Vol. 13 No. 6 wurde: „Die Milch-Matrix“. Es war mein erstes Cover überhaupt. Nachdem ich viele Jahre lang VICE-Ausgaben gesammelt hatte und dank des Fotoredakteurs Grey Hutton, dem ich meine investigative Haltung und Spontanität verdanke, 2013 ein Praktikum in der Redaktion machen durfte, wurde mein großer Traum als Fotograf war, einmal mein Bild auf einem VICE-Cover zu sehen. Das werde ich nie vergessen.” Diese Fotostrecke ist Teil von The Final Issue, der letzten deutschsprachigen Ausgabe von VICE. Du findest das kostenlose Heft deutschlandweit in allen Filialen von @vintage.revivals . Die genauen Adressen der Geschäfte und Links zu einzelnen Artikeln online findest du über den Link in der Bio.
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2 years ago
Julius erzählt, was ihm während der Arbeit bei VICE passiert ist. Einfach wischen. Die Field Notes sind Teil von The Final Issue, der letzten deutschsprachigen Ausgabe von VICE. Du findest das Heft deutschlandweit gratis in allen Filialen von @vintage.revivals . Die genauen Adressen der Geschäfte und Links zu einzelnen Artikeln online findest du über den Link in der Bio. 📝 Julius Theis 📷 Illustration von @ssinasch
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2 years ago