Ich freue mich, am Mittwoch, den 3. Juni um 18h in der Robotron-Kantine mit Bernd Lindner zu diskutieren - über Besucher:innen, die Kunstaustellung in Dresden und die documenta!
Kommt vorbei!
📚 Neues Buch: »Handwerk Ost. Arbeits- und Lebenswelten zwischen Plan und Markt« von @poothalexia Pooth und Thomas Schaarschmidt.
Wirtschaft in der DDR – das waren nicht nur die volkseigenen Kombinate, HO-Geschäfte und Genossenschaften, sondern auch eine Vielzahl kleiner privater Handwerksbetriebe, die in der Mangelwirtschaft Reparaturen, Dienstleistungen und Waren anboten. Als letzte Überreste privaten Wirtschaftens wurden sie nach dem Fall der Mauer unversehens zu Hoffnungsträgern der Transformation. Trotz enormer Risiken behaupteten sich erstaunlich viele von ihnen in der Marktwirtschaft. Eine Welle von Neugründungen und die Abwicklung der großen VEBs hatten zur Folge, dass in den frühen 1990er Jahren mehr Ostdeutsche im Handwerk arbeiteten als in der Industrie.
Das Buch erscheint am 11. März 2026 im @ch.linksverlag und präsentiert das Forschungsprojekt »Gesellschaftsgeschichte des ostdeutschen Handwerks im Systemumbruch zwischen 1980 und 2000«.
Prof. Dr. Thomas Schaarschmidt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZZF Potsdam in der Abteilung IV »Regime des Sozialen«. Dr. Alexia Pooth ist wissenschaftliche Leiterin der Sammlung moderne und zeitgenössische Kunst an der Ruhr-Universität Bochum. Am ZZF ist sie assoziierte Wissenschaftlerin in der Abteilung IV "Regime des Sozialen".
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG ✨
POST GROUNDS Urban Stage x RUB
Wir laden ein zur Eröffnung unserer neuen Ausstellung in Kooperation mit Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM).
🗓️ Mittwoch, 28. Januar 2026, 17 Uhr
📍Kunstsammlungen der RUB, Universitätsstr. 150, Bochum
In der Ausstellung Post Grounds bringen Studierende des Seminars urban stage unter der Leitung von Mischa Kuball (Public Art) ihre eigenen künstlerischen Positionen ins Campusmuseum ein und treten mit Exponaten der Kunstsammlungen in einen Dialog. Die Beteiligten verstehen die Sammlung als einen lebendigen Ort, an dem Vergangenheit und Zukunft aufeinandertreffen. Die Ausstellung öffnet Blicke in Räume, die sonst leicht übersehen werden und tritt mit Performances, Arbeiten im öffentlichen Raum und Interventionen in den Sammlungen in Bezug zum Campus.
Post Grounds setzt die seit 2024 in den Kunstsammlungen stattfindende Ausstellungsreihe „Kunsthochschule meets Universität“ fort.
Parallel zu den Vorbereitungen der Ausstellung fand am Kunstgeschichtlichen Institut der RUB das Seminar „Künstlerische Sammlungsinterventionen“ von Fiona McGovern statt. Im Austausch mit den Kölner Studierenden haben die Teilnehmenden Vermittlungsformate entwickelt, die während der Ausstellungslaufzeit umgesetzt werden.
🖼️ Ausstellungsdauer: 28. Januar 2026 - 17. Mai 2026
📆 Öffnungszeiten der Kunstsammlungen:
Di-So 11-17 Uhr
👉 Kommt vorbei und trefft die Künstler*innen!
Beteiligte Künstler*innen:
Sihan Chen, Anna Traskaliková, Juri Lechthoff, Gabriel Hahner, Yuanjin Wu, Jini, Niels Gössel, Caroline Weyers, Dabin Kim, Alexandra Sakir, Paulina Akbay, Shinyoung Rhyu, Alexandra Nikitina, Sebastian Wilsch, Bella Comsom, Duoni Liu, Hyunju Lee, Alysha Lahner, Oksana Pyzh, Jeongan Choi, Kyuwon Moon, 17171717171717, Ahona Murkherjee, Helin Korkmaz & Yuna-Lee Pfau, Hani Gimna, Juyoung Lee, Yue Cao
Ich freue mich! Seit wenigen Tagen leuchtet endlich wieder Mischa Kuballs legendärer Schriftzug KUNSTSAMMLUNGENDERRUHRUNIVERSITÄTBOCHUM (2003).
Lichtkunst am Bau vom Feinsten - pünktlich zu Weihnachten. Endlich findet man unsere schöne Kunstsammlung wieder!
Das Manuskript ist beim Verlag, das Cover steht: ich freue mich heute schon sehr auf "Handwerk Ost", das in Zusammenarbeit mit Thomas Schaarschmidt und dem ZZF entstanden ist!
Erscheinungsdatum: 11.2.2026
-> Chr. Links-Verlag
Oral Art History - Forschendes Lernen in den Kunstsammlungen!
In den letzten beiden Semestern bot unsere Sammlungsleiterin Dr. Alexia Pooth das Seminar „Blinde Flecken und versteckte Geschichten. Oral Art History in den RUB Kunstsammlungen moderne und zeitgenössische Kunst“ an.
Im ersten Teil des Seminars lernten die Studierenden, was Oral History eigentlich ist - von den theoretischen Grundlagen bis zu den Anwendungsmöglichkeiten in der Kunstgeschichte. Sie erhielten eine Einführung in die Praxis des Interviewens: Wen kann man unter der forschungsorientierten Zielsetzung interviewen? Wie bereitet man ein Gespräch vor? Worauf kommt es bei der Durchführung an? Und wie wird ein Interview sinnvoll nachbereitet?
Im zweiten Teil ging es ans Eingemachte: Die Teilnehmenden wählten eigenständig Zeitzeug*innen aus der Vergangenheit oder Gegenwart der Kunstsammlungen aus, führten Interviews und werteten diese wissenschaftlich aus. Entstanden ist ein vielstimmiges Mosaik spannender Persönlichkeiten und bisher ungehörter Geschichten.
🎤 Das Ziel: Die Geschichte der Sammlung Moderne weiterzudenken - und vor allem auch die Geschichten zu bewahren, die bislang im Verborgenen lagen.
Mehr über das Projekt und die Interviews erfahrt ihr bald - stay tuned! ✨
Foto: Dr. Alexia Pooth
Text: Maike Dollendorf
Die documenta wird 70. Mindestens 35 Jahre davon spielte auch die DDR in Kassel eine Rolle - meist versteckt und unter der Hand. Sicher ist, Politik und Kunst gingen auf der documenta immer Hand in Hand. Für mich nach wie vor ein faszinierendes Thema!
#documenta #kerber #DDR