Zu gegebenem Anlass: Der FC Thun ist Schweizermeister – ein schöner Moment, die Arena Thun wieder ins Blickfeld zu rücken.
Das Stadion ging aus dem Wettbewerbsgewinn 2005 mit Brügger Architekten hervor und wurde zwischen 2007 und 2011 mit Itten+Brechbühl realisiert. Am Stadteingang bei der Ausfahrt Thun Süd gelegen, steht es in direktem Bezug zum Alpenpanorama. Mit einer Kapazität von 10’000 Zuschauern und einer Gebäudehöhe von 14 Metern bleibt die Anlage in der Allmend bewusst niedrig und klar gegliedert. Die Architektur folgt einer horizontalen Schichtung aus Sockel, Netz und Dachrand, ergänzt durch eine transparente Hülle, die Einblicke in die Betonkonstruktion ermöglicht und den Bezug zur Umgebung herstellt. Bei Dämmerung treten die beleuchteten Diagonalen in Erscheinung und machen das Stadion ablesbar. Kurze Wege und ebenerdige Zugänge prägen die Nutzung und schaffen eine direkte Beziehung zum Spielfeld. Über der Haupttribüne befindet sich eine in fünf Räume teilbare Lounge mit rund 350 Plätzen.
Material und Farbigkeit sind zurückhaltend gewählt: Ein gebrochenes Weiss verbindet Beton und Stahl, während rote Eingänge gezielte Orientierungspunkte setzen. Ergänzt wird das Konzept durch die Umsetzung im Minergie-Standard sowie eine Solaranlage auf dem Dach.
Ein Projekt, das seit vielen Jahren genutzt wird und im Kontext des Titels wieder stärker in Erscheinung tritt.
Fotos: Peter Schneider, Andrea Helbling
#poolarchitekten
déjà-vu
Ausgehend von der Fragestellung „Wie geht bezahlbarer und ressourcenschonender Ersatzneubau heute?“ wurde der mit dem 2. Platz ausgezeichnete Projektvorschlag für die Schürgistrasse 62 als ruhiges, präzises Haus für Schwamendingen konzipiert, das sich in die Körnung und Typologie des Quartiers einfügt. Die kompakte Hausform mit Schrägdach, Erkern und Balkonen verleiht dem Gebäude eine klare Identität und Verankerung im Ort. Eine einfache, robuste Gebäudestruktur aus materialoptimiertem Holzbau mit hohem Wiederholungsgrad, minimaler Technik und Wiederverwendung von Bauteilen bildet die Grundlage für Kosteneffizienz und langfristige Nachhaltigkeit. Ergänzt wird dies durch suffiziente Grundrisse für rund 100 Bewohnende sowie eine aktivierte Boden- und Dachebene, die an das Erbe der Riedlandschaft anknüpft.
So erreicht der Ersatzneubau eine Nachhaltigkeit, die jener einer Bestandserweiterung ebenbürtig ist, und schafft langfristig einen sozialen, ökologischen und ökonomischen Mehrwert für Schwamendingen.
#poolarchitekten #architektur
Mit der Rue des Caractères schlagen wir im Rahmen des Studienauftrags eine Transformation vor, die weit über eine klassische Strassensanierung hinausgeht. Der öffentliche Raum wird als tragendes Gefüge urbaner Identität verstanden, das Quartiere, Landschaft und Infrastruktur miteinander verknüpft. Entlang der Hauptachse entstehen klar lesbare stadträumliche Sequenzen – vom Neuenburgerkreisel über die Route Respiratoire bis zur Porta d’Acqua und dem Jardin d’Eau – die unterschiedliche Charaktere stärken, statt sie zu vereinheitlichen. Neue Querbeziehungen, sichere Übergänge und aktivierte Freiräume verdichten das urbane Gefüge und machen die Strasse zu einem Ort der Bewegung, des Aufenthalts und der Begegnung.
Das Stadtklima steht dabei im Zentrum: Grüne Infrastrukturen, Entsiegelung, Verschattung und Cool Spots reduzieren Hitze und vernetzen Freiräume bis zum Wasserraum der Zihl. Gleichzeitig wird der Verkehr neu organisiert – mit optimierten Querschnitten, reduzierten Geschwindigkeiten und der Priorisierung von ÖV, Fuss- und Veloverkehr. So entsteht ein robuster, flexibler Stadtraum, der Aufenthaltsqualität, soziale Durchmischung und lokale Identität stärkt.
#poolarchitekten #architektur
Urbanität durch qualitätvolle Dichte.
Entlang der Badenerstrasse entwickelten wir ein Stadthaus, das zwischen bestehender Bebauung und zukünftiger Massstäblichkeit vermittelt.
Der Entwurf entstand im Rahmen eines Wettbewerbs und wurde mit dem 3. Platz ausgezeichnet. Gedacht als Baustein einer sich verdichtenden Stadtlandschaft, stärkt er den Strassenraum als urbanen Ort für Aufenthalt, Begegnung und Bewegung.
Flexible Gewerbeflächen im Erdgeschoss, differenzierte Freiräume mit waldartigem Charakter im Hof sowie gemeinschaftlich nutzbare Dachflächen schaffen vielfältige Qualitäten auf kompakter Fläche. Modulare Grundrisse und ein robustes Tragwerk ermöglichen langfristige Nutzbarkeit und eine nachhaltige Bewirtschaftung – ein präziser Beitrag im gewachsenen Kontext.
#poolarchitekten #wettbewerb
Temporäres Hotel Lauchernalp – jetzt belebt
Was als schnelle Reaktion auf den Bergsturz begann, ist heute gelebter Alltag auf 2’000 m ü. M. Bis Ende 2025 entstand auf der Lauchernalp ein dreigeschossiges Hotel in Holzelementbauweise – realisiert innerhalb von drei Monaten dank vorgefertigter Holzelemente und komplett ausgebauter Nasszellen.
Heute wird das Haus intensiv genutzt: 19 Zimmer bieten Platz für bis zu 64 Gäste. Die kompakte Organisation und flexible Belegbarkeit reagieren auf die besondere Situation vor Ort. Der Zugang erfolgt über eine vorgelagerte Sonnenterrasse, die die Eingangssituation definiert. Die durchgehende Balkonebene prägt die Fassade und erweitert jedes Zimmer um einen geschützten Aussenraum mit Blick ins Tal.
Auch im Detail bleibt der Bezug zur Region sichtbar: Eine eigens entwickelte Wolldecke greift traditionelle Lötschentaler Muster auf und ergänzt den konstruktiven Holzbau um eine textile Ebene.
Fotos: Ralph Feiner
#poolarchitekten #Lauchernalp #Lötschental #Holzbau #Temporärbau
Der Ersatzneubau der Wohnsiedlung an der Glattwiesen- und Grosswiesenstrasse befindet sich in der Ausführungsphase und orientiert sich an den besonderen Qualitäten der Schwamendinger Gartenstadt.
Im Auftrag der Zurich Invest wurde ein Projekt entwickelt, das den Erhalt und die zeitgemässe Weiterentwicklung der bestehenden Strukturen zum Ziel hat. Vier kompakte Zeilenbauten schreiben das morphologische Muster weiter und vernetzen sich mit den bestehenden
Nachbarsbauten.
Charakteristische Qualitäten überdauern den Erneuerungszyklus und werden mit neuen Inhalten gestärkt. Innerhalb des konstruktiven Rasters ist eine Vielzahl unterschiedlicher Wohnungen eingeschrieben, die grundrisstypologisch jeweils dem übergeordneten Thema der Gartenstadt gerecht werden – es entsteht eine reiche Welt zwischen privat und gemeinschaftlich, zwischen Wohnungsmitte und Siedlungsgärten.
Details zur Vermietung sind auf viavida-wohnen.ch verfügbar.
#poolarchitekten #architektur #wohnungsbau
Areal Hardturm
Vor ziemlich genau zehn Jahren konnten wir zusammen mit @boltshauserarchitekten / @carusostjohn / @studiovulkanlandscape und @hrsrealestate den Gesamtleistungswettbewerb mit dem Beitrag „Ensemble“ für uns entscheiden.
Situiert an Pfingstweid- und Hardturmstrasse soll im industriell geprägten Züri West ein gemischtnutziges Quartier entstehen, mit zwei Wohn- und Bürohochhäusern, einer Genossenschaftssiedlung und dem seit langem ersehnten Fussballstadion - das neue Zuhause der beiden Stadtzürcher Clubs FCZ und GCZ.
Einige Derbys, Abstimmungen, Gerichtsentscheide und Überarbeitungen später schliessen wir aktuell das Bauprojekt für das Stadion ab.
Visualisierungen: @nightnurseimages
#architektur #hardturm #hardturmstadion #poolarchitekten
Update: Ziegelei Ost Allschwil
Das Quartierplanverfahren für das Areal Ziegelei Ost in Allschwil befindet sich nach wie vor in Bearbeitung. Momentan wird unter anderem der Mitwirkungsbericht ausgearbeitet.
Gleichzeitig dazu wird das Gebiet in verschiedenen Hochschulformaten untersucht.
Die Hochschule Biberach aus Baden-Württemberg bearbeitet das Ziegelei-Areal im Rahmen eines laufenden Entwurfsateliers.
Nach einem ersten Besuch im Oktober 2025 analysieren die Studierenden die bestehenden Strukturen und Freiräume und entwickeln darauf aufbauend Szenarien für ein aus dem Bestand weitergedachtes, gemischt genutztes Quartier mit Wohnen, Gewerbe, sozialer Infrastruktur und vielfältigen öffentlichen Räumen.
Ab dem Frühlingssemester 2026 setzt sich auch die FHNW vertieft mit dem Areal auseinander. Das geplante Entwurfsatelier ist Teil des übergeordneten Jahresthemas «Transformation» und bildet zugleich eine Schnittstelle zum unter pool-Beteiligung laufenden BFE-Forschungsprojekt zur Wiederverwendung von gemauerten Wandstücken als Module («ReWaMo»). pool unterstützt die Arbeiten mit diversen Inputs sowie Zwischen- und Schlusskritiken.
Fotos: Roman Weyeneth
#poolarchitekten #architektur
Temporäre Turnhalle für Tössfeld
Das Tössfeld entwickelte sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts parallel zur Sulzerfabrik – und mit dem wachsenden Quartier entstand früh Bedarf an Schul- und Sporträumen. 1892 wurden Schulhaus und Turnhalle erstellt, später erweitert und über Jahrzehnte nur behutsam angepasst. Ein Garderobentrakt aus den 1940er-Jahren diente später als Kunstturnhalle; eine umfassende Sanierung folgte 1988–1990.
Der Brand von 2023 zerstörte grosse Teile der Anlage und machte einen raschen Ersatz notwendig. Die neue Einfachsporthalle setzt auf modularen Holzbau, kurze Bauzeit und Wiederverwendbarkeit. Eine transluzente Fassadenhülle aus Fiberglas-Wellplatten legt die farbig gefasste Holzunterkonstruktion sichtbar frei. Seit 2025 bietet die Halle wieder einen Sportraum für rund 350 Kinder – als funktionale Übergangslösung bis zur definitiven Dreifachturnhalle.
Fotos: Ralph Feiner
#poolarchitekten #turnhalle #architektur
Intelligente Neukonfiguration
Der neue Re-Use-Pavillon beim Schulhaus Hans Asper/Im Lee ist fertiggestellt. Ausgehend vom Bedarf nach einer gedeckten Pausenfläche und den parallel laufenden Rückbauvorbereitungen der Schulanlage Saatlen in Zürich-Schwamendingen bot sich die Chance, bestehende Bauteile weiterzuverwenden, Abfall und neue CO₂-Emissionen zu vermeiden – und zugleich der Frage nachzugehen, welchen baukulturellen Mehrwert Re-Use-Bauteile bieten.
Aus 16 Doppelstützen, 4 Sitzbänken, 16 Konsolen, 10 Pfetten, 50 Sparren und rund 40 m² Pflastersteinen entstand eine neu konfigurierte Struktur, die die Qualitäten des Bestands präzise auf den neuen Standort überträgt. Die Projektierung erfolgte im Frühjahr, die Umsetzung während der Sommerferien – begleitet von unseren engagierten Praktikant:innen.
Fotos 1+2: Ralph Feiner
#poolarchitekten #reuse #pavillon architektur
Update aus Einsiedeln!
Das Ensemble «Einsiedlerhof», bestehend aus einem Pfarreiheim für die römisch-katholische Kirchengemeinde, dem neuen Verwaltungsbau für den Bezirk Einsiedeln und zwei Wohnhäusern mit insgesamt 25 Eigentumswohnungen, nimmt Form an.
Die drei Teilprojekte mit unterschiedlichen Bauträgern, Nutzungen und Konstruktionsweisen werden in den kommenden Monaten gestaffelt fertiggestellt und bezogen: Während sich beim Pfarreiheim die Ausbauarbeiten im Abschluss befinden, werden die Fassaden der Wohnhäuser mit horizontaler Brettschalung eingekleidet und die Walmdächer vollflächig mit PV eingedeckt. Beim Verwaltungsbau werden aktuell die Stirnfassaden und Brüstungen mit KS-Steinen gemauert und anschliessend geschlämmt.
#poolarchitekten #baustelle #einsiedeln
Neubau Temporäres Hotel, Lauchernalp
Gemeinsam mit Schäfer Holzbautechnik projektieren wir auf der Lauchernalp im Wallis ein temporäres Hotel.
Hintergrund ist der Bergsturz in Blatten, durch den im Lötschental rund zwei Drittel der bestehenden Hotelbetten verloren gingen. Das Hotel soll deshalb bereits pünktlich zur Eröffnung der Wintersaison 2025 in Betrieb gehen.
Geplant ist ein dreigeschossiges Hotel mit 19 Zimmern. Dank der im Werk vorgefertigten Decken- und Wandelemente sowie der voll ausgestatteten Badezimmer-Module kann der Holzbau besonders effizient umgesetzt und innerhalb kürzester Zeit auf rund 2’000 Metern über Meer errichtet werden.
Die Konstruktion aus Holzelementbauteilen ermöglicht einen problemlosen Rück- und Wiederaufbau an einem neuen Standort.
#poolarchitekten #temporäreshotel
#lauchernalp #wallis