Raus aus der Filterblase, rein in die Lüdenscheider Einkaufsstraße.
Ich habe 10 Tage lange meine Fotografien in der Lüdenscheider Innenstadt gezeigt. Für mich war diese Ausstellung meine bisher lehrreichste darüber, was Kunst kann und was nicht und auch darüber wo die Gesellschaft eigentlich steht, wenn es um Männlichkeit, Macht, Identität und Ungleichheit geht.
Die Arbeit war Teil der
@Lichtrouten_luedenscheid und hatte im ehemaligen Herrenausstatter Strodel & Jäger einen eigenen Standort der thematisch nicht besser hätte passen können. Durch die Hängung im Schaufenster des Kleidungsgeschäft waren Passant*innen der Einkaufsstraße meistens unfreiweillig mit den Bildern konfrontiert. Die Reaktionen waren krass gespalten: Von „der [Künstler] muss ja eine ganz schlimme Kindheit gehabt haben“, „Krank!“ und vielen „Schwul!“- Ausrufen bis hin zu emotionalen, sehr offenen Gesprächen mit Menschen, die sich in der Thematik sehr wiedergefunden haben (vor allem Männer). Allgemein konnte ich vielmals erleben, dass die erste Irritation oder andere Gefühle, die zum Stehenbleiben bewegten, gut eingefangen werden konnten durch Informationsvermittlung. Meistens führte das zu spannenden tiefergehenden Interpretationen und inhaltlichen Diskussionen – auch untereinander zwischen zuvor fremden Betrachter*innen.
Worum es mir mit der Arbeit geht könnt ihr im Interview und in einer Sprachnachricht auf Lichtrouten.de lesen und hören.
Kuratiert von Bettina Pelz
@kunstpelz , Tom Groll
@tomgroll und Alexia Alexandropoulou
@alexia_allex
Danke für die schöne Zusammenarbeit! Danke an die vielen vielen Assistent*innen, die jeden Tag Kunst vermittelt haben und an alle anderen Menschen die sich um so vieles gekümmert haben.
Fotografische Dokumentation:
Slide 1, 2, 5
© LICHTROUTEN Lüdenscheid 2025 Foto Lars Gonikman
@vastsilver
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© LICHTROUTEN Luedenscheid 2025 Foto Jennifer Braun
@jenniferbraunfotografie
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eigene Fotos