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Alles zur Bedeutung des Klimawandels in der Architektur, ohne Fachbücher zu wälzen. 🌎📖🏠 #klimaform nutzen und mitmachen! @wienerberger.de
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Wenn Städte zu Hitzeinseln werden, steht nicht nur das Mikroklima auf dem Spiel. Es geht um Lebensqualität, Gesundheit und die Zukunft unserer urbanen Räume. Das erläutert Roger Gmünder, Programmleiter des CAS Stadtklima an der Hochschule Luzern, in einem Interview. Gemeinsam mit Partnern wie dem Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, dem Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute, dem Bundesamt für Umwelt sowie mehreren Städten und Kantonen vermittelt das CAS praxisnah, wie sich Hitze in Städten wirksam reduzieren lässt. Im Mittelpunkt stehen drei zentrale Perspektiven: grüne Massnahmen wie Vegetation und Begrünung, blaue Massnahmen wie Wasser- und Schwammstadt-Prinzipien sowie graue Massnahmen in Form baulicher und infrastruktureller Lösungen. Teilnehmende lernen, konkrete Massnahmenpakete für reale Situationen zu entwickeln und bestehende Konzepte fachlich fundiert zu bewerten. Für Gmünder ist klar: Das Stadtklima zählt zu den drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Wer Städte heute plant, braucht interdisziplinäres Wissen und ein tiefes Verständnis dafür, wie Materialien, Wasser, Vegetation und Infrastruktur zusammenspielen. Im Interview erklärt er außerdem, warum der Austausch zwischen Stadtplaner, Landschaftsarchitekt, Ingenieur und Entscheidungsträger so wertvoll ist. Er zeigt, wie das eigens entwickelte Quartierklimamodell (QKM) verlässlich simuliert, welche Auswirkungen Gestaltungsmassnahmen auf das lokale Klima haben. Und er macht deutlich, weshalb Weiterbildung eine Schlüsselrolle spielt, um Städte langfristig klimaresilient zu gestalten. Welche Massnahmen braucht es aus deiner Sicht, damit unsere Städte auch in Zukunft lebenswert bleiben? Schreib es uns in die Kommentare. Quelle: Hslu & Hslu. (2026, 23. April). Wenn Städte zu Hitzeinseln werden. Technik & Architektur für Eine Nachhaltige Entwicklung. https://hub.hslu.ch/ta-blog/wenn-staedte-zu-hitzeinseln-werden/ #klimaform #stadtklima #klimaanpassung #wienerberger #stadt
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3 days ago
Einfacher bauen, ohne an Qualität zu verlieren? Genau darum geht es beim Gebäudetyp E. Gemeint ist keine neue Gebäudeklasse, sondern ein Weg, einfachere Baustandards rechtssicher zu vereinbaren. Spannend dabei: Vieles von dem, was aktuell unter einfachem Bauen diskutiert wird, ist im Ziegelbau längst etabliert. 💡 Robuste, monolithische Außenwände 💡 Weniger konstruktive Komplexität 💡 Weniger technische Überfrachtung 💡 Mehr Fokus auf langlebige und materialgerechte Lösungen Der Gebäudetyp E bringt diesem Thema jetzt neue politische Aufmerksamkeit. Für den Ziegel ist das vor allem eine Chance, eine bekannte Stärke neu einzuordnen: einfach, robust und wirtschaftlich bauen. Mehr über Ziegel als Lösung für den Gebäudetyp E erfahren? Direkt bei @wienerberger.de . Quellen: : Eckpunktepapier zum Gebäudetyp E (BMWSB/BMJV) | ARGE Mitteilungsblatt Nr. 260 | wienerberger GmbH #klimaform #wienerberger #ziegel #gebäudetypE #architektur
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6 days ago
Mehr Freiheit bei der Heizungswahl klingt erstmal gut. Aber was bedeutet das neue Gebäudemodernisierungsgesetz eigentlich für die Wärmewende? Während die Wärmepumpe im Neubau längst auf dem Vormarsch ist, sollen Gas und Öl über die sogenannte Bio-Treppe wieder mehr Spielraum bekommen. Die Idee dahinter: mehr Technologieoffenheit. Die offene Frage bleibt aber, ob genug klimafreundliche Brennstoffe überhaupt verfügbar sein werden. Zwischen Wärmepumpe, Biogas und Klimazielen zeigt sich: Die Debatte um das GEG ist noch lange nicht entschieden. Im heutigen Post zeigen wir dir, wieso. Quelle: Schoof, J. (2026, 24. März). Rolle rückwärts im Heizungskeller? DETAIL. tail.de/de_de/rolle-ruckwarts-im-heizungskeller #klimaform #wienerberger #gebäudemodernisierungsgesetz #heizung #architektur
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17 days ago
Bauen im Bestand ist mehr als ein Trend. Es ist eine planerische Haltung. Das zeigt Boris Brunner, Architekt und Vorstandsmitglied bei CRB (Schweizerische Zentralstelle für Baurationalisierung, vergleichbar mit Aufgaben von DIN/GAEB in Deutschland), in einem aktuellen Interview eindrücklich. Sein Büro weberbrunner architekten arbeitet derzeit an gleich drei sehr unterschiedlichen Bestandsprojekten: Wohnumbauten mit knappem Budget für geflüchtete Menschen, bei denen es darum geht, mit wenigen Mitteln ein Maximum an räumlicher Qualität herauszuholen. Die behutsame Erneuerung einer denkmalgeschützten Badeanlage, bei der hochkomplexe Technik fast unsichtbar in eine architektonische Ikone integriert werden muss. Und die datenbasierte Zustandserfassung eines Krankenhauskomplexes mit 16 Gebäuden, bei der eine gemeinsame digitale Plattform die Zusammenarbeit aller Beteiligten koordiniert. Für Brunner ist klar: Der vorhandene Baubestand ist heute die entscheidende Ressource. Wer Gebäude klug weiterentwickelt statt sie zu ersetzen, verlängert Nutzungsdauern, schont Materialien und schafft gleichzeitig räumliche Qualität. Im Interview spricht er außerdem darüber, wie BIM seine Arbeitsweise verändert hat und warum es für ihn vor allem eine Frage der Zusammenarbeit im Team ist. Er erklärt, warum er den eBKP-H (elementbasierter Baukostenplan Hochbau – der Schweizer Standard zur Kostengliederung, vergleichbar mit DIN 276 in Deutschland, jedoch mit weitergehender Verknüpfung von Kosten, Ökobilanz und Lebenszyklus) als strukturelles Fundament seiner Planung nutzt: als gemeinsame Klassifizierung, die Kostenplanung, Ökobilanzen und Lebenszyklusbetrachtungen auf einer einheitlichen Grundlage verbindet. Und er setzt sich dafür ein, dass Planende die Datenhoheit über ihre eigenen Prozesse behalten. Stimmst du der Aussage zu? Schreib es uns in die Kommentare. Quelle: Bandowski, P. (2026, 12. März). Klimaschutz im Gebäudesektor: Zwischen globalem Anspruch und nationaler Realität - DGNB Blog. DGNB Blog. /klimaschutz-im-bauen-globaler-anspruch-nationale-realitaet/ #klimaform #wienerberger #bestand #architektur #bauenimbestand
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24 days ago
Alle reden von Kreislaufwirtschaft. Doch was passiert wirklich auf der Baustelle? Im Pilotprojekt Siemensstadt wurde eine Lagerhalle rückgebaut und genau das getestet. Statt Abriss im klassischen Sinn wurden die Ziegel der Fassade gezielt ausgebaut, einzeln gesichert und auf ihre Wiederverwendbarkeit geprüft. Jeder Schritt war darauf ausgelegt, Material nicht zu verlieren, sondern zurückzugewinnen. Dabei wird klar, wie stark sich der Prozess verändert, wenn der Bestand ernst genommen wird. Rückbau wird zur präzisen Arbeit am Material. Ziegel werden bewertet, dokumentiert und nur bei Eignung wieder in den Kreislauf überführt. Das reduziert Abfall und vermeidet Emissionen aus neuer Produktion. Im heutigen Post zeigen wir dir, wie dieser Rückbau konkret ablief und welche Rolle rückgebaute Ziegel wie der Terca ReviBrick® von @wienerberger.de dabei spielen. Quellen: Terca ReviBrick® - Neu gedacht statt neu gemacht. (2023, 25. September). Germany. /produkte/fassade/wienerberger-re/revi-brick.html #wienerberger #ReviBrick #klimaform #Nachhaltigkeit #Zirkulär
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1 month ago
Robustes Bauen statt Wegwerfarchitektur. Ein Ansatz, den Stefan Forster konsequent vertritt. Im Interview mit Swiss-Architects bezieht der Frankfurter Architekt klar Position: Die diesjährigen Preisträger des DAM-Preises hält er für eine Fehlentscheidung, weil viele der ausgezeichneten Gebäude aufgrund ihrer Materialität und Konstruktion schlecht altern werden. Für ihn ist nachhaltiges Bauen keine Frage einer neuen Formensprache, sondern eine Frage der Langlebigkeit. Wer Strukturen schafft, die Jahrzehnte halten und sich gut umnutzen lassen, handelt nachhaltiger als jemand, der von vornherein den Rückbau einplant. Mauerwerkskonstruktionen aus regional beziehbaren Hintermauerziegel aus Ton kommen ohne aufwendige Haustechnik aus, lassen sich recyceln und sorgen auch an heißen Sommertagen für ein angenehmes Raumklima. Forster setzt diese Haltung in seinen Projekten konsequent um, etwa bei der Genossenschaftssiedlung in Düsseldorf mit Klinkerfassaden oder dem Umbau der Platensiedlung in Frankfurt. Beim Thema Wiederverwendung von Bauteilen ist seine Position differenziert: Im kleinen Maßstab sinnvoll, im großen Wohnungsbau scheitert es heute noch an Kosten und Gewährleistungsfragen. Seine Forderung: Die Industrie muss Bauteile zurücknehmen und recyceln, und die Politik muss zielorientierte Vorschriften schaffen, etwa verbindliche CO2-Grenzwerte pro Quadratmeter, statt das Bauen mit rund 20.000 Normen zu regulieren, die häufig von der Industrie selbst formuliert werden. Wo siehst du den größten Hebel für langlebigeres und ressourcenschonenderes Bauen? Schreib es uns in die Kommentare. Quelle: »Ich sehe keinen Grund, warum wir eine neue Architektursprache erfinden sollten« – Stefan Forster GmbH. (o. D.). /en/magazin/ich-sehe-keinen-grund-warum-wir-eine-neue-architektursprache-erfinden-sollten/ #klimaform #wienereberger #architektur #ziegel #architektursprache
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1 month ago
Der Gebäudesektor ist weltweit für ein Drittel aller energiebedingten Emissionen verantwortlich. Die EU hat klare Ziele gesetzt, die Technologie ist vorhanden und die wirtschaftlichen Argumente sprechen für sich. Und trotzdem tut sich Deutschland schwer, den nötigen politischen Rahmen zu schaffen. Was es jetzt braucht und wo die größten Hürden liegen, gibt es im heutigen Beitrag. Quelle: Bandowski, P. (2026, 12. März). Klimaschutz im Gebäudesektor: Zwischen globalem Anspruch und nationaler Realität - DGNB Blog. DGNB Blog. /klimaschutz-im-bauen-globaler-anspruch-nationale-realitaet/ #klimaform #wienerberger #klimaschutz #architektur #gebäudesektor
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1 month ago
Einfach bauen ist keine Frage des Verzichts. Es ist eine Frage der Klarheit. Im Interview mit dem DAB spricht Jens Rannow über die Frage, warum einfaches Bauen trotz breiter Zustimmung so selten konsequent umgesetzt wird. Rannow ist Architekt, Geschäftsführer von Team Rannow Architekten, Vorsitzender des AKBW-Kammerbezirks Tübingen und Mitglied des Landesvorstandes. Seine zentrale Beobachtung: Nicht fehlendes Fachwissen bremst uns aus, sondern ein System, das aus Angst vor Risiken immer neue Komplexität erzeugt. Seit Jahren steht einfaches Bauen auf der Agenda. Gleichzeitig steigen Anforderungen, Absicherungen und Abstimmungsschleifen weiter. Genau darin liegt der Widerspruch. Denn gute Planung entsteht nicht automatisch durch mehr Technik, mehr Vorgaben oder mehr Aufwand. Sie entsteht dort, wo präzise entschieden wird, was ein Gebäude wirklich braucht und was entbehrlich ist. Darin liegt eine zentrale Kompetenz von Architekt:innen. Qualität bedeutet nicht, alles mitzunehmen, was möglich ist. Qualität bedeutet, Prioritäten zu setzen, Anforderungen kritisch zu prüfen und Räume so zu planen, dass sie funktional, wirtschaftlich und dauerhaft nutzbar sind. Einfachheit ist deshalb kein Mangel. Sie ist eine bewusste planerische Haltung. Spannend ist auch, was das für die Zukunft des Bauens heißt. Zwischen individueller Planung und seriellen Prozessen, zwischen Vorfertigung und lokaler Umsetzung stellt sich neu die Frage, wie viel Komplexität tatsächlich notwendig ist. Nicht alles, was zusätzlich geplant wird, verbessert ein Projekt. Oft entstehen Klarheit und Qualität gerade dort, wo reduziert, gebündelt und sauber priorisiert wird 🌍 Wo wird das Bauen heute aus deiner Sicht unnötig verkompliziert? Und was müsste sich ändern, damit Einfachheit nicht die Ausnahme bleibt? Schreib es uns in die Kommentare. Quelle: „Wir Architektinnen und Architekten wissen, was wir weglassen können, ohne Qualität zu verlieren.“ (o. D.). Deutsches Architektenblatt. /berufspolitik/wir-architektinnen-und-architekten-wissen-was-wir-weglassen-koennen-ohne-qualitaet-zu-verlieren #klimaform #wienerberger #einfachesbauen #architektur #baukultur
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1 month ago
Planen im Bestand braucht andere Prozesse. Und genau darin liegt eine der wichtigsten Lehren aus der Denkmalpflege. Im Gespräch mit dem DAB erklärt Daniel Hoheneder, Professor für Bestandstransformation und Baudenkmalpflege in Trier, freischaffender Architekt und seit 2017 ehrenamtlich in der Baudenkmalpflege tätig, warum die Denkmalpflege heute weit über den Denkmalschutz hinaus relevant ist. Für ihn geht es nicht nur darum, einzelne Bauteile weiterzuverwenden. Entscheidend ist, ganze Gebäude weiterzudenken, sorgfältig zu analysieren und mit ihrem Bestand zu arbeiten statt vorschnell zu ersetzen. Für Architekt:innen und Planende ist vor allem der Blick auf den Prozess zentral. Im Bestand lassen sich Abläufe aus dem Neubau nicht einfach übertragen. Wer zu spät untersucht, wie ein Gebäude aufgebaut ist, welche Schäden vorliegen, wie das Tragwerk funktioniert und welche Belastungen vorhanden sind, plant auf unsicherer Grundlage. Deshalb rückt Hoheneder die frühe Analyse in den Fokus. Gerade im Bestand schaffen Vorprojekt, Bauaufnahme und genaue Bestandsuntersuchung die Grundlage für gute Entscheidungen. Ein weiterer wichtiger Punkt aus dem Gespräch: Dieses Wissen darf nicht auf denkmalgeschützte Gebäude begrenzt bleiben. 97 % des Bestands stehen nicht unter Denkmalschutz. Umso wichtiger ist es, Methoden aus der Denkmalpflege breiter in Praxis, Lehre und Weiterbildung zu verankern. Dazu gehören Raumbücher, Fensterkataster, Türkataster, ein genauer Blick auf Bautechnologien und mehr praktische Formate in der Ausbildung. Gerade für die Planungspraxis ist das ein relevanter Perspektivwechsel. Bestand verlangt nicht weniger Entwurf, sondern mehr Präzision am Anfang. Welche Methoden braucht gutes Planen im Bestand aus deiner Sicht heute besonders? Schreib es uns in die Kommentare. Quelle: „Die Denkmalpflege ist die Königsdisziplin der Kreislaufwirtschaft“. (o. D.). Deutsches Architektenblatt. /nachwuchs/die-denkmalpflege-ist-die-koenigsdisziplin-der-kreislaufwirtschaft #klimaform #wienerberger #denkmal #bauenimbestand #kreislaufwirtschaft
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1 month ago
Wohnungsbau bedeutet heute, viele Anforderungen gleichzeitig zu erfüllen. Architektur soll Qualität haben, gleichzeitig muss Wohnraum bezahlbar bleiben und dauerhaft funktionieren. Monolithische Bauweisen können hier einen konstruktiven Ansatz bieten. Tragwerk, Wärmeschutz und Speichermasse liegen in einem Material. Dadurch reduziert sich der Aufbau, ohne gestalterische Möglichkeiten einzuschränken. Voraussetzung ist, dass bauphysikalische, energetische und normative Anforderungen von Anfang an mitgedacht werden. Im Webinar der Reihe „wienerberger Wissen“ von @wienerberger.de zeigt Jan Fischer von AllesWirdGut (@alleswirdgutarchitecture ), wie monolithischer Wohnungsbau konstruktiv, gestalterisch und wirtschaftlich umgesetzt werden kann. Gezeigt werden gebaute Beispiele sowie Einblicke in Systemaufbauten, Bauphysik, Kostenrahmen, rechtliche Vorgaben, Schnittstellen und Planungsprozesse. 📅 Freitag, 27. März 2026 ⏰ 13:30–15:00 Uhr 💻 Online, 59 Euro zzgl. Mehrwertsteuer ☑️ Anerkannt bei den Architekt:innen- und Ingenieurkammern Wir verlosen zwei kostenlose Teilnahmen. Kommentiere unter dem Beitrag, wenn du dabei sein möchtest. Die Teilnahmebedingungen findest du unter wienerberger.de oder in unserer Bio. Teilnahmeschluss ist der 22. März um 23:59 Uhr. Die Gewinner:innen werden benachrichtigt. Falls du dich direkt anmelden möchtest, findest du den Anmeldelink ebenfalls in unserer Bio. Quelle: Wienerberger Wissen #klimaform #wienerberger #wohnungsbau #architektur #monolithischbau
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2 months ago
Öffentlicher Raum kippt selten wegen der Bank. Er kippt wegen der Debatte drumherum.️ Der Frankfurter Produktdesigner Jonathan Radetz arbeitet zwischen Handwerk, Innenraum und Stadtraum. Rund um die World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 beschreibt er Gestaltung als Prozess, in dem Kommunikation und Mitwirkung zentral sind. Für Architektur und alle am Bau Beteiligten ist das ein vertrauter Kern. Es geht nicht nur um Form, sondern darum, wie Entscheidungen entstehen und verstanden werden. Für Frankfurt beschreibt Radetz eine große Bereitschaft, öffentlichen Raum als gemeinschaftliche Aufgabe zu begreifen und darüber zu diskutieren. Gleichzeitig nimmt er eine starke Polarisierung wahr. Wenn neue Nutzungsangebote entstehen, werden Gestalter:innen schnell für das Verhalten vor Ort verantwortlich gemacht, etwa wenn es abends lauter wird. Diese Zuschreibung hält er für grundsätzlich falsch. Bei den Grundlagen bleibt er konkret. Ein öffentlicher Ort braucht Möglichkeiten zum Sitzen, Schatten und funktionierende Entsorgung. Und er muss Aufenthalt erlauben, ohne dass man dafür etwas kaufen muss. Fast wichtiger findet Radetz die Frage, wer solche Orte überhaupt mitgestalten darf. Weil ein gemeinsames Verständnis von Nutzung oft fehlt, braucht es Beteiligungsprozesse, die Mitwirkung tatsächlich ermöglichen. Mit Blick nach vorn betont Radetz: Reparaturfähigkeit und Kreislauf werden wichtiger. Gestaltung soll außerdem besser erklären und übersetzen, damit komplexe Zusammenhänge verständlich werden. Wo erlebst du in Projekten im öffentlichen Raum am meisten Reibung: bei der Ausstattung vor Ort oder bei der Beteiligung? Schreib es uns in die Kommentare. Quelle: Form folgt Verantwortung Produktdesigner Jonathan Radetz über nachhaltiges Möbeldesign, öffentlichen Raum und Design als gesellschaftliche Praxis. (o. D.). BauNetz. Abgerufen am 5. März 2026, von /menschen/form-folgt-verantwortung-22563430 #klimaform #wienerberger #architektur #stadt #öffentlicherraum
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2 months ago
Materialwissen entscheidet, ob Kreislauf im Bauen funktioniert. Kreislaufwirtschaft folgt keinem Standardrezept. Jedes Material bringt eigene physikalische, wirtschaftliche und logistische Bedingungen mit. Dr. Linda Hildebrand erklärt im Interview mit Martina Metzner, warum materialspezifische Ansätze die Basis für funktionierende Kreislaufstrategien sind und wie daraus neue Geschäftsmodelle entstehen können. Dr. Linda Hildebrand war von 2014 bis 2025 Juniorprofessorin für rezykliergerechtes Bauen an der RWTH Aachen. Sie hat Concular mitgegründet, ist dort als freie Beraterin aktiv und berät mit ihrem Büro cube Bauindustrie und Architekt:innen. Ihr Schwerpunkt liegt auf Wiederverwendung. Recycling folgt erst danach, weil es aus ihrer Sicht den größeren ökologischen Fußabdruck hat. Ein zentraler Befund aus dem Gespräch: Wiederverwendung funktioniert besonders dort, wo Bauteile häufig vorkommen und sichtbar sind. Gleichzeitig liegt eine aktuelle Hürde darin, unter die sichtbare Schicht zu kommen und sicher zu klären, was genau verbaut ist und welche Eingriffe möglich sind. Beim Ziegel wird das Potenzial besonders greifbar. Er bringt Materialität und Sichtbarkeit zusammen und eignet sich, um zirkuläre Verfahren konkret zu planen. In einem Lehr- und Forschungsprojekt zum selektiven Rückbau eines Schulgebäudes aus Sichtmauerwerk wurde verglichen, wie aufwendig unterschiedliche Vorgehensweisen sind und wie weit die nötigen Akteur:innen voneinander entfernt sind. Dabei hat sich gezeigt, dass großformatiges Heraustrennen als Variante funktionieren kann. Materialbibliotheken sollten nicht bei neuen Werkstoffen enden, sondern genutzte Materialien einbeziehen. Große Büros können Ressourcen und Produktlebenszyklen personell verankern. Kleinere Büros profitieren von Kooperationen mit Ressourcenplanenden. Stimmst du der Aussage zu? Schreib es uns in die Kommentare. Quelle: „Sichtbare Materialien sind zirkuläre Top-Performer“. (o. D.). Deutsches Architektenblatt. /baukultur/sichtbare-materialien-sind-zirkulaere-top-performer #klimaform #wienerberger #kreislaufwirtschaft #zirkuläresbauen #architektur
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2 months ago