Lea Schneider 许俐雅

@kailongque

writer, translator (中德) @verlagshaus @sfischerverlage interspecies relations, indigenous ontologies, foraging, fermentation, queering the human animal
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Jetzt ist die Vorschau draußen und ich kann es endlich offiziell teilen: Das wird passieren. Im September. 11 Essays: über das Reden mit klugen Pferden, den Zusammenhang von Zufall, Spiel und Freiheit, die Politik der Problemtiere, den Animismus der Gegenwart, Sex jenseits von Artgrenzen, über Träumen als Widerstand, die politische Kunst der Aufmerksamkeit, hotte Deckflügel, und das Ende der Welt. Es geht um die Geister der großen Gärtner, das Beutesein, um evolutionäre Geschenke und manchmal auch um Männer, die Tiere bewerten. Es geht, immer, um die Frage, wer eine Person ist - und wer das entscheidet. Und es geht, immer wieder, um das Zitat, mit dem es beginnt: „Insgesamt kann man sagen: Die Tiere sind jemand.“ (Eduardo Viveiros de Castro) Es ist ein bisschen irre, und ich freue mich unendlich. Ihr findet die Vorschau und alle Infos bei @sfischerverlage @s.fischer_stories . Schreibt mir gern, wenn ihr Ideen für Gemeinsames habt 🐦‍⬛ [Das wunderschöne Cover hat @san_ms gestaltet, die sofort verstanden hat, worum es mir geht, und die ich ohne @zabriskiebuchladen nie kennengelernt hätte. Und ohne @tillmann_severin wäre nicht ein Wort geschrieben worden, weil ich nicht einen Vogel gesehen hätte, der mich ins Fragen gebracht hätte. Riesige Dankbarkeit 💜 für diese Verbindungen, und für die vielen, vielen nicht-menschlichen und menschlichen Personen, die das Buch mit mir in die Welt geholt haben werden - lesend, kommentierend, zeigend, zwitschernd.]
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1 month ago
Felt cute, might delete later 🐛 Honestly though, I love this picture. It‘s the last warm day of the year, two beloved friends are getting married, and I‘m wearing my mum‘s old raw-silk suit. She got it during her first trip to Paris in the 70s, when she was dreaming of becoming a custom designer instead of studying to be a teacher, for a price she „absolutely couldn‘t afford at the time.“ It felt somehow appropriate to get it out of the closet to celebrate a Syrian-German wedding 50 years later 🥂
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3 months ago
This year, I saw a pod of humpback whales migrating along the pacific coast, and finally remembered how to write poetry. I cried in the ethnobotanical garden of Oaxaca because I couldn‘t process the beauty of the ceiba/kapok trees, and because I had stumbled into a breathtaking lesbian wedding in front of the city cathedral right before entering the garden. I discovered that at some point in the last ten years of continuous buzz cuts, my hair had turned curly. I crossed the Atlantic twice; slept outside a lot; learned how to draw yarrow and how to remember the song of the yellowhammer. I finally managed to do 5 pull-ups in a row; foraged chickweed, artemisia, ground ivy, cornel cherries, hawthorn, green walnuts, and autumn olives. In the Hudson River Valley, I swam in a waterfall and got to meet a group of incredibly talented and kind people (thank you, Art Omi). Someone I didn‘t know accidentally gifted me a witch’s recipe for working through heartbreak. I read a book about the language of weeds and a book about the language of fungi and a lusty queer poem about desiring your lover‘s body in the moonlight and figured out some very sad stuff about my internalised biphobia and made a ton of vinegar. I got to be part of beautiful, complex collectives; I got to dance excessively to „Summertime Sadness“ at the wedding of two gorgeous friends. 2025 taught me that I still read and speak Spanish, even after 15 years of barely using it; that I know how to set up a tent on my own; that the best way for my body to process abysmal sadness is to just let it ferment. It‘s been a year of being held and supported by friends, old and new, human and non-human, in more ways than I could‘ve ever imagined. A lot of people played music for me; a lot of people tolerated my extremely bad karaoke performances; a lot of people read me poems and sat with me and my sorrow. Friends: It‘s an honour and a privilege to inhabit this world ending with you. May we all move into 2026 with softness and quirky, world-rebuilding entanglements; may we keep singing cheesy popsongs to the sound of a broken piano in this and all the years to come 🪸
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4 months ago
Spätsommer-Fotodump, featuring u.a.: ein Tütchen frisch gesammelte Wilde-Möhre-Samen, @tillmann_severin beim Bücher foragen, Titel zum Zeitgeist aus dem liebsten @zabriskiebuchladen , die letzte Sonne in den noch nicht ganz letzten Blättern.
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8 months ago
Endlich, endlich gibt es einen Band mit deutschen Übersetzungen von Zheng Xiaoqiong 郑小琼. Ich durfte ein paar Gedichte für diese Auswahl beisteuern und freue mich wahnsinnig, dass diese wichtige Stimme jetzt auf Deutsch hör- und lesbar ist. Ein großer Dank für Initiative & Organisation an @christian.filips und die @urs_engeler_verlage , und natürlich an alle Mitübersetzer*innen und -lektor*innen!
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8 months ago
Weekend Fotodumb [just because] • We are the River @floatinguniversity • Reforesting the Imaginary with @maiz_brasil @hausderstatistik • Lots of foraging & fermentation 🍑🍉🫙 • klein aber langsam 🐌
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10 months ago
Sie ist da 💙💜🩷
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1 year ago
Neues Jahr, neue Lieblingstasse im Büro. Happy 2024 euch allen! Möge es ein Jahr voller guter Tassen werden.
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2 years ago
Ich kann nicht mehr. Vorgestern ist „Verlorene Gedichte“ von @tomdaedalus mit der Post aus Köln von der Parasitenpresse (@adka_cologne ) gekommen, gestern habe ich den kompletten Band in einem Rutsch und heulend, heulend, heulend durchgelesen. Dann habe ich 24 Stunden lang überlegt, wie ich euch davon überzeugen könnte, dass ihr dieses Buch lesen müsst, sofort, vor allem anderen, was ihr tut, dass dies das Buch ist, auf das wir alle gewartet haben, ohne es zu wissen, das Buch, das die Gegenwart und diese Sprache und dieses Land braucht, der absolut wahnsinnigste Lyrikband in einem Jahr voller wahnsinnig guter Lyrikbände. Aber mir ist nichts besseres eingefallen, als random ein paar Seiten abzufotografieren, wo ich am liebsten fast jede Zeile aus diesem Band zitieren würde. Ich kann mich nicht erinnern, wann mich das letzte mal ein Buch so berührt, hochgehoben, zerdrückt, neu zusammengesetzt hat. Bitte, bitte lest das! Ihr werdet es lieben, auch, vielleicht sogar gerade dann, wenn ihr sonst keine Gedichte lest. Was für ein fucking lebensveränderndes Erlebnis.
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2 years ago
Happy #indiebookday2023! Ich lese endlich wieder richtig viel richtig umwerfende Lyrik aus unabhängigen Verlagen, gerade vor allem auf Englisch (im Bild u.a. @graywolfpress und @boaeditions ). Lest euch gut in den Frühling! 🐳
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3 years ago
Wenn Abende im @hausfuerpoesie zu Massenbestellungen bei der ZVAB führen: Es ist mir nach wie vor schleierhaft, wie ich so lange durch die Welt gehen konnte, ohne von Christa Reinig zu wissen. In der Ankündigung zu dem augenöffnenden Abend mit @monikarinck , @groschnerannett , #ursulakrechel und @astraut18 vor ein paar Wochen hieß es: „Christa Reinig (geboren 1926 in Berlin, gestorben 2008 in München) schrieb auf der Rückseite von Behördenformularen Gedichte über Eingemauerte, gehenkte Henker und ausgeschiffte Piraten. Sie schrieb für alle, „die in diesem leben / nicht mehr nach hause finden“, „für asoziale elemente“. Ihre Hinwendung zum radikalen Feminismus ging auf eine Erleuchtung an einer Bushaltestelle zurück. Reinig war eine schlafende Riesin, die von einem Land ohne Männer träumte, aber eigentlich wollte sie eine „perserkatze mit dieselmotor“ sein. Kenner:innen galt sie als die einzige in Deutschland, die noch Reime machen konnte – auch deshalb übersetzte sie Marina Zwetajewa aus dem Russischen. Reinig war eine Meisterin der Ballade und des Bänkelsangs, aber hinter der gebändigten Form ist bei ihr immer ein Aufruhr zu erahnen (der Vers sitzt, in jeder Hinsicht). Trotz aller Angriffslust findet sich eine große Zartheit in ihren Gedichten, etwa, wenn sie die blind gegen das Teleskop gestellte Nacht beschreibt oder den Wind, der, vom Feuer aufgeatmet, im Wirbel steht und zögert. In der DDR durfte sie nicht veröffentlicht werden; 1964, nach der Verleihung des Bremer Literaturpreises, kehrte sie folglich nicht zurück. Auf ihrem Schreibtisch im Märkischen Museum, wo sie als Kustodin arbeitete, hinterließ sie nur ein Röntgenbild ihrer Wirbelsäule.“ ❤️ (Katzenschwanz links im Bild: (c) Lenny)
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3 years ago
😮‍💨 Zeit, sich zu entschuldigen: Bei allen Freund*innen, die ich in den letzten dreieinhalb Jahren nicht oft genug angerufen und getroffen, denen ich viel weniger Aufmerksamkeit gewidmet hab, als mir lieb ist; bei allen Menschen, die mich für großartige Projekte, Lesungen, Rezensionen, Übersetzungen angefragt haben und denen ich zähneknirschend ein ums andere mal absagen musste; bei all den liegengebliebenen Essay-, Gedicht- und Übersetzungsideen, die vorwurfsvoll aus den digitalen Schubladen starren; bei allen lieben Menschen, die sich Arbeits- und Lebensräume mit mir teilen und meine Aufs und (vor allem) Abs in den letzten dreieinhalb Jahren miterleben mussten (und ordentlich, wirklich SEHR ordentlich Care-Arbeit in meine Funktionstüchtigkeit investiert haben). Die guten Nachrichten: Ab sofort habe ich wieder ein Leben jenseits des Schreibtischs. Und ich freu mich wahnsinnig darauf, euch dort zu sehen!!
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3 years ago