»War is Over« - Erinnerungs- und Begegnungsort Capa-Haus
Kaum ein Gebäude erinnert authentischer an die Befreiung Leipzigs vom Nationalsozialismus als das Eckhaus Jahnallee 61 im Leipziger Westen, das Capa-Haus. Hier entstand die weltbekannte Fotoserie »Last Man to Die« des amerikanischen Kriegsfotografen Robert Capa, der am 18. April 1945 den Tod des jungen Soldaten Raymond J. Bowman dokumentierte. Als aufrüttelndes Zeugnis der Opfer von Krieg und Befreiung ging dieses vom Life Magazine veröffentlichte Bild um die Welt.
Ein Jahr nach Wiederöffnung des Begegnungsortes Capa-Haus und gerade rechtzeitig, um das für Leipzig so prägende Gedenken an die 80. Wiederkehr des Kriegsendes 1945 einzuläuten, öffnet die runderneuerte Ausstellung im Capa-Haus ihre Pforten. Unter dem bewährten Leitwort »War is Over«, lädt die überarbeitete Dauerpräsentation zur Beschäftigung mit dem Ende der NS-Herrschaft in Deutschland und dem Opfermut der US-amerikanischen Befreier ein.
👉 So 26.1. ,11 - 16 Uhr, Sonderöffnung der Ausstellung mit Kurzführungen und Gespräch, @capahaus
#robertcapa #warisover #gegendasvergessen #stadtgeschichtlichesmuseumleipzig #stadtleipzig
Auf der Website wege-der-befreiung.org (Link in Bio) lässt sich der Weg der US-Armee nach Mitteldeutschland 1944/45 auf einer interaktiven Karte nachvollziehen. Ihr Weg geht von der Küste der Normandie bis zur Elbe bei Torgau.
Auf der Karte befinden sich verschiedene Symbole:
🏛️Ein Museum markiert Museen und Gedenkstätten von heute.
🪖Ein Soldat zeigt die US-Armeedivisionen.
🚩Eine Flagge kennzeichnet wichtige Stationen der US-Armee.
✌️Das Victory-Zeichen zeigt die Zeitpunkte der Befreiung an.
Die Seite ist auf allen Geräten mit Internetzugang abrufbar. Probiere es aus!
#roadtofreedom #wegederbefreiung1945
Der Mensch im Fokus: #Fotoausstellungen zu Fred Stein in Leipzig eröffnet
Bis zum 31. Juli 2026 widmen wir uns zusammen mit dem #Exilarchiv der @deutschenationalbibliothek dem Fotografen #FredStein zwei Ausstellungen, die sein Werk im #Exil in den Mittelpunkt stellen.
Unter dem Titel „Der Mensch im Fokus“ zeigen die Ausstellungen eindrucksvoll, wie sehr Steins #Fotografie von einem humanistischen und zugleich politischen Blick geprägt war.
Während „Fred Stein und der Spanische Bürgerkrieg“ im @capahaus den Fokus auf seine Aufnahmen geflüchteter Kinder sowie auf Porträts aus dem Umfeld von #GerdaTaro legt, gibt „Out of Exile. The Photography of Fred Stein“ in der DNB einen Einblick in sein Leben und Werk zwischen #Paris und #NewYork.
Fred Stein, 1909 in #Dresden geboren und in #Leipzig ausgebildet, wurde 1933 als Jude und Sozialist aus dem Justizdienst entlassen und ging ins Exil. In Paris und später in New York entwickelte er sich zu einem bedeutenden #Presse- und #Porträtfotografen. Seine Arbeiten dokumentieren das Leben im Exil ebenso wie die gesellschaftlichen Umbrüche seiner Zeit. Dabei entstanden nicht nur eindringliche Straßenaufnahmen, sondern auch zahlreiche Porträts bedeutender Persönlichkeiten.
Die Fotoausstellungen werden begleitet von Führungen, Filmgesprächen und einer Lesung.
👀Fred Stein und der Spanische Bürgerkrieg
1.4. - 31.7.2026
Capa-Haus, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Dienstag–Freitag 11–16 Uhr
jeden 3. Sonntag im Monat 11–16 Uhr
@fredstein.archive
Gestaltung: @simonevollenweider
☕️Kaffee, Kuchen und Kultur im Capa🍰
Die Ausstellungen „War is Over“ und „Fred Stein und der Spanische Bürgerkrieg“ sind kostenfrei zugänglich. An diesem Sonntag werden zudem Kaffee und Kuchen im Capa-Haus angeboten.
🗓️Sonntag, 17.05.2026
🕚11:00-16:00 Uhr
Eintritt frei
Keine Anmeldung erforderlich
🏛️ Lange Nacht der Museen im Capa-Haus 🦉
9. Mai | 18:00–24:00 Uhr
Auch dieses Jahr sind wir wieder bei der @museumsnachthalleleipzig dabei!
Unser Programm:
30-minütige Kurzführungen zu jeder vollen Stunde durch die Ausstellung „War is Over“ über den Kriegsfotografen Robert Capa und seine weltbekannte Fotoserie „Last Man to Die“ sowie durch die Sonderausstellung „Fred Stein und der Spanische Bürgerkrieg“ mit Fotos geflüchteter Kinder und Porträtaufnahmen von Gerda Taro, anlässlich des Beginns des Spanischen Bürgerkriegs vor 90 Jahren.
Letzte Führung um 22.00 Uhr. Mit Getränkeverkauf.
Wir freuen uns auf euch! ☺️
#museumsnachtleipzig
🗓️ Mai-Veranstaltungen im Capa-Haus Leipzig
✨Lange Nacht der Museen im Capa-Haus
9. Mai | 18:00 - 24:00 Uhr
30-minütige Kurzführungen zu jeder vollen Stunde durch die Ausstellung „War is Over“ über den Kriegsfotografen Robert Capa und seine weltbekannte Fotoserie „Last Man to Die“ sowie durch die Sonderausstellung „Fred Stein und der Spanische Bürgerkrieg“ mit Fotos geflüchteter Kinder und Porträtaufnahmen von Gerda Taro, anlässlich des Beginns des Spanischen Bürgerkriegs vor 90 Jahren. Letzte Führung um 22.00 Uhr. Mit Getränkeverkauf.
📚Alexander Walther: Die Shoah und die DDR
20. Mai | 19:00 - 20:30 Uhr
Buchvorstellung und Gespräch mit Alexander Walther
Welche Rolle spielten jüdische Überlebende in der DDR in der kulturellen Auseinandersetzung mit der Shoah und dem Nationalsozialismus? Wie konnten jüdische Verfolgungserfahrungen und antifaschistische Überzeugungen angesichts eines staatlich forcierten Antifaschismus verhandelt und artikuliert werden? Diesen Fragen geht der Historiker Alexander Walther in seinem Buch nach.
🏛️Christoph Kaufmann: Zeppelinbrücke – Die Brücke der Befreiung. Werden und Wandel
28. Mai | 18:00 - 19:30 Uhr
Vortrag von Christoph Kaufmann
Christoph Kaufmann von der Bürgerinitiative Capa-Haus geht in seinem Vortrag der Geschichte der 1915 gebauten Brücke nach. Bedeutung erlangte die Brücke bei der Befreiung Leipzigs durch US-amerikanische Truppen am 18. April 1945. Robert Capa hielt dieses Ereignis aus kürzester Distanz mit seiner Kamera fest.
„War is over“
Der 18. April ist der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus in Leipzig. Traditionell gedachten wir mit der Bürgerinitiative am Capa-Haus. An dem authentischen Ort, an dem der legendäre Kriegsfotograf Robert Capa sein berühmtes Bild vom „Letzten Toten des Krieges“ schoss.
Eindrücklich spielte Universitätsmusikdirektor David Timm den Song „War is over“ (1971) von John Lennon zur Einstimmung, passend zur gleichnamigen Dauerausstellung im Capa-Haus. Professor Ulf-Dietrich Braumann für die Bürgerinitiative, Oberbürgermeister Burkhard Jung und US-Generalkonsulin Jodie Breisler erinnerten in ihren Reden an die Befreiung Leipzigs. Josephine Ulbricht von der Gedenkstätte für Zwangsarbeit erinnerte an die Verbrechen, die selbst in den letzten Kriegstagen noch an KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern begangen wurden. Verbrechen und Befreiung, zur gleichen Zeit am gleichen Ort, diese Gleichzeitigkeit steht charakteristisch für das Kriegsende an vielen Orten in Deutschland.
#Leipzig #likezig #leipzigram #thisisleipzig #ig_leipzig
Gedenken an die Befreiung Leipzigs durch die US-Armee am 18. April 1945
Jährlich am 18. April findet das Gedenken an die Befreiung Leipzigs vom Nationalsozialismus durch die US-Armee statt. Am 18. April 1945 stießen vom Westen kommend die 2. US-Infanteriedivision und vom Süden die 69. US-Infanteriedivision Richtung Zentrum vor. Unter heftigen Gefechten wurde die Stadt eingenommen.
Der junge US-Soldat Raymond J. Bowman wird auf dem Balkon eines Hauses in der Frankfurter Straße, heute Jahnallee 61, erschossen. Ein Toter von zig Millionen, die im Kampf gegen den Nationalsozialismus ihr Leben gegeben haben. Robert Capa hielt diesen Moment fest und versah ihn mit einer Mahnung: „Es ist nicht leicht, immer nur tatenlos danebenzustehen und nichts anderes tun zu können, als das Leid um sich herum festzuhalten. Am letzten Tag sterben einige der Besten. Aber die Überlebenden vergessen das schnell.“ [1]
Die Veranstaltung beginnt am Capa-Haus um 15 Uhr. Sprechen werden Oberbürgermeister Burkhard Jung, US-Generalkonsulin Jodi Breisler, Prof. Dr. Ulf-Dietrich Braumann (Initiative Capa-Haus) und Anne Friebel (Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig). Es ist die letzte Station des Gedenktags.
Alle Veranstaltungen des Gedenktags:
13:00 Uhr
Gedenken an die Opfer des Massakers von Abtnaundorf vom 18. April 1945 am Mahnmal für die Opfer des Massakers von Abtnaundorf, Theklaer Straße 48, 04347 Leipzig
14:00 Uhr
Gedenken an die Befreiung Leipzigs durch die US-Armee an der Gedenktafel zur Befreiung Leipzigs, Dittrichring 24, 04109 Leipzig
15:00 Uhr
Gedenken an die Befreiung Leipzigs durch die US-Armee am Capa-Haus, Jahnallee 61, 04177 Leipzig
[1] “It’s not easy always to stand aside and be unable to do anything except record the suffering around one. The last day some of the best ones die. But those alive fast forget.” aus Slightly out of Focus (1947)
[2] Videoquelle: Sendung: Das Erste | Panorama | 07.11.1966 | 21:45 Uhr, /fernsehen/sendungen/panorama/archiv/1966/-,panorama10776.html
Gedenken an die Befreiung Leipzigs durch die US-Armee am 18. April 1945
🗓️ 18. April | 15:00 - 16:00 Uhr
kostenfrei
Gedenkveranstaltung mit Oberbürgermeister Burkhard Jung, US-Generalkonsulin Jodi Breisler, Prof. Dr. Ulf-Dietrich Braumann (Initiative Capa-Haus) und Anne Friebel (Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig)
Musik: Prof. David Timm
Veranstalter: Initiative Capa-Haus in Kooperation mit der Stadt Leipzig
Eine Leica reist nach Leipzig.
Der Leica Store Stuttgart hat die große Ehre an der Fred Stein Ausstellung im Capa Haus Leipzig beteiligt zu sein.
Jörg Bellinghausen, Storemanager in Stuttgart, stellte seine Leica I für die Ausstellung „Der Mensch im Fokus“ zur Verfügung. Die Kamera, mit der Fred Stein ikonische Fotos gelangen, ist dort neben anderen Exponaten zu betrachten.
Dass diese Leica‘s auch nach 100 Jahren noch funktionsfähig sind, wurde am Eröffnungsabend im extra dafür aufgebauten „Fred Stein Fotostudio“ mit einer weiteren Leica I demonstriert.
Fred Stein: Der Mensch im Fokus
Zum Jahr der jüdischen Kultur ehrt Leipzig den Fotopionier Fred Stein mit zwei besonderen Ausstellungen!
• Capa-Haus: „Fred Stein & der Spanische Bürgerkrieg“ – Bewegende Aufnahmen geflüchteter Kinder (bis 31.07.26).
• DNB: „Out of Exile“ – Sein Weg von Leipzig über Paris nach New York (bis 04.07.26).
Erlebt ikonische Aufnahmen. Begleitet von Filmvorträgen seines Sohnes Peter Stein!
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Heute Abend große Eröffnung der Fotoausstellung "Fred Stein und der Spanische Bürgerkrieg" bei uns im @capahaus in Anwesenheit seines Sohnes Peter Stein. In einer wunderbaren Kooperation des @stadtmuseumleipzig und des Exilarchivs der Deutschen Nationalbibliothek im Rahmen von @tacheles_sachsen_2026 werden sowohl bei uns als auch in der DNB Leipzig Fotos von Fred Stein gezeigt - bei uns seine während des Spanischen Bürgerkriegs entstandenen Kinderfotos und seine Porträts von Gerda Taro. Sein Doppelporträt von Gerda Taro und Robert Capa ziert auch die bei uns erschienene Doppelbiographie der beiden von Irme Schaber. Zur Eröffnung sprachen heute Ulrike Dura, stellv. Direktorin des SGM Leipzig, Sylvia Asmus, Leiterin des Exilarchivs der DNB und der Kurator Tim Rood, im Gespräch mit Peter Stein. Wir freuen uns auf viele Besucherinnen und Besucher ab morgen, 11 Uhr bis 31. Juli 2026 und beim Begleitprogramm.