Ab jetzt am Kiosk: Effilee #73! (@effilee_magazin )
Es wird gespeist, gesammelt, getaucht und genossen, zwischen Tallin und Triest, von Capetown bis China. Und Rezepte gibts auch.
Gestaltet von Hellllo mit @annika_loebel , Bildredaktion von @pia_pritzel und @milleroftheday , Coverfoto von @rbn_krnz und @vlkr_hbl , Objektleitung durch @pgrahle . Wir wünschen guten Appetit!
Klima-Pfad für Klimaoasen Oldenburg
Entwurf und Umsetzung, 2023 – 2024
@klimaoasen.oldenburg
Im Rahmen des Projekts Klimaoasen entwickelten wir einen Klima-Pfad für zwei zentrale städtische Grünanlagen in Oldenburg. Der Pfad macht geplante Maßnahmen zur klimaresilienten Aufwertung sichtbar und fungiert als öffentliche Schnittstelle des Projekts. Über kleine, im Gelände verteilte QR-Codes können Besucher:innen vielfältige Perspektiven auf die jeweiligen Orte entdecken – von ökologischen Besonderheiten bis hin zu geplanten baulichen Eingriffen.
Zentrale Anlaufpunkte bilden vier thematische Checkpoints, die sich an den Hauptschwerpunkten des Projekts orientieren: Wasser, Boden, Biodiversität und Mikroklima. An diesen Stationen werden die Inhalte gebündelt (digital wie analog) vermittelt, sodass sie auch ohne Smartphone erfahrbar bleiben.
Begleitend zum Pfad entstand eine interaktive, ortsbasierte Website, die mithilfe von Geolocation erkennt, wo sich Nutzer:innen befinden, und standortgenaue Inhalte anbietet. So können sich Spaziergänger:innen direkt vor Ort informieren, erhalten kontextbezogene Hinweise und können sich durch die verschiedenen Stationen des Klima-Pfads navigieren lassen.
In Kooperation mit: studio seekamp
Digitale Umsetzung: @timm.albers 👑
Fotografie: @franziska_von_den_driesch
Plakat und Flyer für die Ausstellung ›Out of Focus – Un/Commoning Curatorial Practices through Multimodal Engangements‹ der Arbeitsgruppe Medien im Rautenstrauch-Jost-Museum in Köln.
Für das Erscheinungsbild des Orchesters im Treppenhaus – einem freien Orchester, benannt nach seinem Gründungsort, einem Treppenhaus in Hannover – schlugen wir verschiedene Ansätze vor, in denen wir unser Augenmerk auf augenfällige Typografie in Verbindung mit intensiven Farben legten. Für spezifische Konzertprojekte entwickelten wir außerdem einen Ansatz der Bildgebung, der sich ähnlich assoziativ wie die Musik selbst seine Inhalt nähert.
Letztendlich wurde das Erscheinungsbild nicht zu hundert Prozent umgesetzt, aber immerhin einige der Poster haben ihren Weg in die physische Welt gefunden.
Der Kern des Bremer Stadtteils Kattenturm soll einer städtebauliche Erneuerung unterzogen werden. Um die Pläne den Bewohner:innen des Stadtteils zu kommunizieren fanden im Juli 2025 im Rahmen eines Stadtteilfestes verschiedene Veranstaltungsformate statt. Wir entwarfen das Erscheinungsbild, dessen Illustrationen die architektonische Situation vor Ort aufgreifen. Auf fünfzehn Fenstern einer mittlerweile geschlossenen Postfiliale gestalteten wir eine Informationsausstellung, die die Maßnahmen vorstellt.
Veranstalter: sternkultur und Autonomes Architektur Atelier • Folierung: Kalle Co-Werkstatt
Ag Medien
Visuelle Identität, 2022
Die AG Medien ist ein kuratiertes Netzwerk forschender Medienanthropolog:innen und eine Plattform für Austausch in Form von thematischen Workshops und Veranstaltungsreihen. Zwar arbeitet die Anthropologie heute mit multimodalen Herangehensweisen und einem erweiterten Medienbegriff, bleibt jedoch im Kern der Suche nach menschlichem Handeln verpflichtet. Die Wort-Bild-Marke kombiniert auf den ersten Blick scheinbar zufällige typo-(grafische) Artefakte unterschiedlichen Ursprungs. Beim genaueren Hinsehen lässt sich jedoch eine Spur verfolgen, die die Entschlüsselung von Praktiken ermöglicht. Die Reflexion der eigenen Rolle der Forschenden und den Einfluss ihrer individuellen Blickweisen haben wir in Farbverläufe übersetzt: Die Farben sind nicht voneinander abgegrenzt, sondern gehen ineinander über. Auf der Website verändert allein die Interaktion mittels Cursor (bzw. die „Anwesenheit“) die Mischungsverhältnisse der Verläufe.
Klimaoasen Oldenburg
Visuelle Identität, Projekt-Launch, 2022
Zwei innerstädtische Liegenschaften des Landesmuseums in Oldenburg sollen im Rahmen eines umfangreichen europäischen Förderprojekts klimaresilient ertüchtigt werden. Die beiden Grünflächen unterscheiden sich in ihrer Gestaltung, sind jedoch gleichermaßen bedeutend – für das Stadtklima, als Lebensraum für Tiere, als historische Orte und als Erholungsräume für die Stadtgesellschaft.
Um das Projekt entwickeln und seine Ziele wirksam kommunizieren zu können, brauchte es ein Erscheinungsbild, das vor allem wiedererkennbar und zielgruppenübergreifend funktioniert. Prägnanz, Einfachheit und Zugänglichkeit standen daher im Zentrum des Entwurfsprozesses.
Wir entschieden uns für eine Kombination aus einer starken, kontrastreichen Wortmarke und einer hellen, flächigen Farbgestaltung. Die freundlichen und originellen Illustrationen des Künstlers Matthias Ruthenberg vervollständigen das Bild und fungieren als inhaltlicher und grafischer Kontrapunkt – oft mit einem Augenzwinkern. Für den partizipativen Projektauftakt entwarfen wir einen temporären und bepflanzten Dialogort, dessen Mobilar später umgenutzt wurde.
Umsetzung Dialogort: studio seekamp
Martin Reichmann — Hyper!ons Epiphysis
Künstlerzeitung, 42 Seiten, ca. 170 × 250 mm, 2024
Martin Reichmann arbeitet brachial. Seine Skulpturen sind riesig, schwer und raumgreifend, Beton ist sein Werkstoff der Wahl. Für seine erste institutionelle Einzelausstellung in der Weserburg im Juni 2024 entstanden neue Arbeiten mit deutlichen historischen und zeitgenössischen Referenzen. Zur Ausstellung entwickelten wir gemeinsam mit Reichmann eine limitierte Edition in Form einer Künstlerzeitung. Sie beinhaltet Bildsammlungen, Notizen, Zeichnungen, Textfragemente und Querverweise aus Reichmanns Arbeitsprozessen, ist jedoch kein Begleitheft, sondern vielmehr ein eigenständiger Kommentar, der neue Bezüge herstellt und vorhandene Arbeiten ergänzt. Die leichte, flatterige Zeitung fungiert hier wie ein Gegenpol zum massiven Charakter der restlichen Exponate.
@der_andere_martin@weserburg_museum
Today, I'm breaking my self-imposed food pic ban to share with you the redesign we gave @effilee_magazin .
Thank your for all the funny (and hungry) working hours to the amazing team: @annikaloebel (fellow designer), @pia_pritzel (image desk), @pgrahle (Objektleitung), the whole editorial team and especially @rbn_krnz + @vlkr_hbl (cover image amazingness), as well as all contributors!
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Marion Bösen — An der Zeit
Künstlerinnenbuch, 512 Seiten,
ca. 130 × 215 mm, nomen nominandum buch,
2024
Seit über 35 Jahren schafft Marion Bösen Kunst – geprägt von der Beobachtung, der Absurdität des Alltäglichen. Ein scharfer Blick auf den vermeintlich beiläufigen Moment, festgehalten als unprätentiöser, zugewandter und oft humorvoller Kommentar.
Es war an der Zeit, ihr vielschichtiges Schaffen in einem umfassenden Werkverzeichnis zu dokumentieren.
Wir hatten die Ehre, sie bei diesem Vorhaben gestalterisch zu begleiten. Eine besondere Herausforderung lag in der Vielfalt der Arbeiten: gefundene Zettel, großformatige Wandtapeten, frühe Lithografien, viele Siebdrucke, Bücher und Druckgrafiken. Die Erfassung, Vermaßung und Auswahl der Werke waren neben Entwurf, Layout, Satz und täglichen Telefonaten unsere zentralen Aufgaben bei diesem Projekt.
Marion Bösens Kunst spielt sich nie in den Vordergrund. Es war selbstverständlich, dass es diese Publikation auch nicht tut. Von Typografie und Format über das Material bis zur Sortierung der Inhalte, alles ordnet sich der alltäglichen Beiläufigkeit unter:
Die Präsentation ihres künstlerischen Lebenswerks in einem labberigen Taschenbuch mit zerknicktem Titelblatt.
Visuelle Identität für einen Ausstellungswürfel im Stadtraum, 2024
Im Auftrag von studio klaasseekamp entwickelten wir eine visuelle Identität für ein Ausstellungsprojekt zum Thema Schwammstadt.
Ziel war es, einen niederschwelligen Zugang zu den wichtigsten Begriffen, Funktionsprinzipien und Wirkmechanismen zu ermöglichen.
Diese Anforderungen führten zu einer freundlichen und plakativen Gestaltung. Eine prägnante und große Typografie in Kombination mit verständlichen Headlines lädt schon aus der Distanz ein, sich dem Objekt zu nähern.
Mit sinkender Entfernung oder beim Eintritt in den Würfel, werden Inhalte vertieft und umfangreicher.
Das Projekt wurde auf dem Domshof und in der Dechanatstraße in Bremen gezeigt.
Initiiert und inszeniert von Klaas Seekamp
Texte von Eva Kirschenmann
Fotografie von Caspar Sessler
Das Mädchen aus Harrys Straße
Illustration und Typografie,
140 × 210 mm, 48 Seiten, 2024
›Das Mädchen aus Harrys Straße‹ von Sigmar Schollak erzählt die Geschichte eines zehnjährigen Jungen, der während des 2. Weltkriegs in Berlin lebt und sich mit einem jüdischen Mädchen aus der Nachbarschaft anfreundet. Durch diese Freundschaft beginnt er, Fragen zu stellen und seine Umwelt anders wahrzunehmen. Das Buch thematisiert sehr einfühlsam und kindgerecht die Verfolgung der Juden im Nationalsozialismus.
Im Auftrag des Bremer Donat Verlags haben wir das Buch neu gestaltet und illustriert. Die Spende einer Bremer Stiftung ermöglichte die Neuauflage, von der allen Berliner und allen Bremer Grundschulen kostenlos ein Klassensatz zur Verfügung gestellt wurde.
Sigmar Scholllak
Das Mädchen aus Harrys Straße
Mit Illustrationen von Anna Schilling
ISBN: 9783949116155
Donat Verlag, 2024