In Equality
Es gibt Türme, die nicht leer stehen, sondern warten. Eineinhalb Jahre lang existierte diese kühne Vision in jenem Zwischenraum, den die Träumenden bewohnen – halb Versprechen, halb Prophezeiung.
Heute hat sie Gestalt angenommen, 51 Meter hoch, sichtbar für alle, die den Mut besitzen, aufzublicken.
Seit 21 Jahren schlief dieser Turm den Schlaf jener Orte, die vergessen wurden, bevor man sich erinnern konnte, was sie bedeuten sollten. Dann kam Okuda San Miguel – und mit ihm eine Sprache aus Farbe und Form, die keine Übersetzung braucht. Seine Komposition ist kein Bild. Sie ist ein Argument. Ein lautes, leuchtendes, unübersehbares Argument für die Schönheit der Vielfalt.
Eine Woche bevor die ganze Welt nach Wien schaut, haben wir ihr etwas hingestellt, das zurückschaut.
„In Equality“ trägt einen Namen, der zwei Wahrheiten in sich vereint: die Benennung von Ungleichheiten und der Appell zu seiner Überwindung. Denn vielleicht ist das die eigentliche Magie großer Kunst – nicht, dass sie uns zeigt, wer wir sind, sondern wer wir sein könnten, wenn wir das Trennende hinter uns lassen und das Verbindende wählen.
Österreichs größtes Wandbild ist kein Abschluss. Es ist ein Anfang.
Danke an alle die an uns geglaubt haben:
@callelibre@okudart@stadtwien@ulli.sima@buwog.at
🙏
@wildimwest@mia_de_borg@stadtkrems@raff.ape@marlenemeth@lauretise
Colors by: @murexinaustria
Photos by; @stanzer.raw@marlenemetharchive
Curator: Jakob Kattner
Calle Libre Festival 2026 ✨
📅 18.05.–06.06.2026 | 3 weeks in Vienna’s 19th district - Döbling
5 local & international artists will transform murals across the city.
This year’s theme: “IN EQUALITY” — a reflection on the tension between inequality and the idea of equality that connects us all. Inspired by Article 1 of the Universal Declaration of Human Rights — “All human beings are born free and equal in dignity and rights” — the festival takes this principle as a starting point for artistic exploration.
Artists from around the world will engage with different forms of inequality: social and economic divides, discrimination and privilege, gender roles and identities, power structures, marginalization, and global imbalances. Their works don’t just expose these realities, but invite reflection and dialogue in public space.
By transforming facades and urban surfaces into large-scale artworks, Calle Libre turns the city into a canvas where inequalities become visible — but also where new perspectives, hope and visions of equality can emerge.
A reminder that while we are all different, we share the same dignity — and that these differences can be a source of strength, not division ❤️
Only possible with the best support by
@unserepost@stadtwien
Bezirk Döbling
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport
@kulturlaborgemeindebau@murexinaustria@buwog.at@nissan_austria@lavazza_de@vienna_pride@ikeaaustria@lieb.ich_productions@confluxartprojects@stoli_austria@falter.diewochenzeitung@radiofm4@schanihotels@fritzkola@ottakringerbrauerei@leapartprints
Poster illustration by @c.oin.s
Ohne sie wäre Kanada nur ein Wort geblieben. @funkelnde_nacht
Die Luft war scharf in diesem Teil der Welt, dünn wie eine Erinnerung, die sich weigert zu verschwinden. Kanada. Ein Wort wie ein Versprechen, das nie ganz eingelöst wird. Ich kam hier an mit der Erwartung von Weite, von Klarheit, vielleicht sogar von einer Art Reinigung — und stattdessen war da dieser Geruch. Anders. Fremd. Nicht unangenehm, aber durchdringend. Wie eine zweite Haut, die sich über meine Wahrnehmung legte.
Es ist seltsam mit Ländern, die sich selbst erzählen. Unter der Oberfläche dieser geordneten Straßen und höflichen Stimmen liegt ein Echo. Man hört es nicht direkt, aber es ist da, wie ein Summen in den Wänden. Die Geschichte eines Kontinents, der genommen wurde. Nicht entdeckt — genommen. Und die Gegenwart trägt diese Vergangenheit wie ein schlecht verheilter Knochenbruch. Funktional, aber nie ganz richtig.
Und dann diese Sprache. Französisch, sagen sie. Aber es ist kein Französisch wie aus Paris, kein elegantes Gleiten durch Silben. Es ist kantiger, geerdeter, ein Dialekt der Verschiebung. So wie unser Deutsch, das sich von dem der Deutschen entfernt hat — vertraut und doch fremd. Wörter kippen leicht zur Seite, Laute biegen sich, als hätten sie einen eigenen Willen. Sprache als Mutation.
Doch egal, wie weit ich reise — ich nehme mich selbst immer mit.
Und vielleicht ist das die eigentliche Reise.
Nicht nach Kanada.
Nicht in fremde Städte oder fremde Sprachen.
Sondern zurück.
Durch all den Lärm, die Fehler, die Fluchten.
Zurück zu etwas, das noch nicht ganz verloren ist. Zu mir selbst!
Time to say goodbye.
Nach 12 intensiven, wilden, erfolgreichen und unvergesslichen Jahren verlässt WARDA-Urgestein/Co-Founder/Kreativdirektor @bausolini unser Team.
Danke, dass du WAR DAST. 🤍
This was Wiener Hip Hop Ball 2026 ✨
We are happy to share some moments from last weekend at the @wienerhiphopball !
As part of the program we got to present art works from our Calle Libre Collection that included pieces from all over the world, bring a live painting experience to the rooms of @palaisnieder österreich and on top of that @bausolini got to be speaker on stage and perform his song "Graffiti" infront of the Hip Hop Ball Community! To his surprise he was also honored with the Chain of Glory, celebrating his life’s work as one of the driving forces behind the Calle Libre Festival and the Viennese Street Art Landscape.
(c) Hannes Winkler - www.imageyourlife.at
Pearl of the ocean
We followed roads that had no names,
just sun on skin and salt in air,
a compass set to wonder.
Morning arrived in colors
I had no words for,
and every wave erased
the plans we thought we needed.
On an island whispered about
as the pearl of the Ocean,
we found more than memories—
we found small eternities:
footprints racing the tide.
Serendipity was our true guide,
leading us to sunsets
that forgave the day.
Now the pearl lives in us—
in the smell of rain,
in the quiet certainty
that the best stories
are written by chance
and the heart that says yes.
Ceylon, February 15th, 2026