100 Jahre alt wäre Hans Werner Henze, Gründer der Münchener Biennale, in diesem Jahr geworden. Im Rahmen von „V01CES//B0D1EZ” ist auch seine Musik beim Festival zu hören. „V01CES//B0D1EZ” ist die musiktheatrale Begegnung der Komponisten Piyawat Louilarpprasert und Hans Werner Henze.
Mit „Stimmen – Voices” (1973) hat Henze 22 Lieder für zwei Singstimmen und Instrumentalensemble komponiert. In seinem Liederzyklus vertont er Texte in verschiedenen Sprachen von Autoren wie Bertolt Brecht, Richard W Thomas, Ho Chi Min, Victor Hernandez Cruz, oder Hans Magnus Enzensberger.
„Die Stimmen des Titels stammen von jungen und alten Künstlern, deren Arbeit politisch engagiert ist”, schrieb Henze selbst über das Werk. „Diese Menschen beschäftigen sich mit ihren Mitmenschen, mit der gegenwärtigen menschlichen Situation in der sie umgebenden Welt und mit all den Rassen- und Klassenproblemen, in die sie selbst oft verwickelt zu sein scheinen.”
Eine Auswahl der Lieder bildet den ersten Teil der Musiktheaterabends „V01CES//B0D1EZ” , im zweiten Teil folgt die Uraufführung von Louilarppraserts Komposition „R3SIST4NC3 B0D1EZ”. Im Titel reflektiert der Komponist den Einfluss der Lieder Henzes auf sein Werk: „‚Voices‘ hat mich stark dazu inspiriert, mich mit der Idee des Widerstands auseinanderzusetzen: Widerstand einer Person, Widerstand als Prozess, Widerstand in unterschiedlichen Situationen.”
Mehr zu Hans Werner Henze bei der Münchener Biennale 2026:
🎬 Filmvorführung & Gespräch: Hans Werner Henze – Komponist, Kommunist, Dandy; 09/05/2026, Theatiner Filmtheater
@theatiner.film
📒 Im Festival-Magazin: DIE OPER LEBT! Hans Werner Henze und die Anfänge der Münchener Biennale – ein Text von Dr. Michael Kerstan, Vorstandsvorsitzender der Hans Werner Henze-Stiftung
V01CES//B0D1EZ
📆 09/05 – 11/05/2026
📍Akademietheater
@augusteverding
🤝 Koproduktion mit
@augusteverding & Kooperation mit
@mko_muenchen ,
@hochschuleaugsburg und
@ludwigsburgfestival
📸
Partitur-Ausschnitte „Stimmen – Voices”: Mit freundlicher Genehmigung SCHOTT MUSIC, Mainz
@schottmusic
Foto Hans Werner Henze © Hans Werner Henze Stiftung