Wie verändert sich unser Blick, wenn wir lernen, die Welt leiser zu sehen?
„Für mich fühlt sich die Ausstellung an wie eine warme Umarmung.“ Diesen Satz sagt Anjelika heute Morgen beim Frühstück . Wir sitzen in Frankfurt, draußen ist es frostig kalt und ein wundervoller Abend liegt hinter uns.
Wir wurden vom
@staedelmuseum zum Comminityevent im Rahmen der neuen Ausstellung „Carl Schuch & Frankreich“ eingeladen und wurden, wie immer, nicht enttäuscht.
Was macht die Kunst von Carl Schuch einzigartig? Nun ja, sie ist nicht überwältigend, sondern einladend. Wie ein Raum, der dich dazu bringt, langsamer zu schauen, genauer hinzusehen. Carl Schuch malt keine fernen Orte, sondern das Nahe, das scheinbar Nebensächliche, das er so ins Zentrum rückt, dass man merkt, wie viel Schönheit im Alltäglichen steckt. Sein Blick ist aufmerksam, geduldig, fast meditativ. Man spürt: Hier beobachtet jemand die Welt mit einer Zärtlichkeit, die selten geworden ist.
Der Name Carl Schuch sagt Euch nichts? Ihr seid nicht allein! Er war „der bekannteste Unbekannte“ seiner Zeit. Zwischen den Giganten wie Delacroix oder Manet suchte er nach einer eigenen Wahrheit. In Frankreich, wo er lange lebte und arbeitete, setzte er sich mit impressionistischen Strömungen, Lichtstudien und Farbtheorien auseinander und stellte gleichzeitig etwas Eigenes gegen die akademische Malerei seiner Epoche. Kein lauter Protest, eher ein leiser, entschlossener Gegenentwurf.
Ein großes Dankeschön an das gesamte Team des
@staedelmuseum für den wunderschönen Abend.
Der Workshop von
@virag.studio hat uns noch einmal vor Augen geführt, wie anspruchsvoll „selber machen“ wirklich ist und wie viel Wissen, Körperlichkeit und Geduld in jedem Handgriff stecken. Dadurch wird Schuchs Suche nach Wahrhaftigkeit noch greifbarer.
Und ja: Ein Stück dieses Leuchtens, dieser Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge, nehmen wir am Ende mit nach Hause.
In den Kommentaren geht’s weiter 🍎👇🏼