Rückblick: Letzten Samstag sprachen Zeitzeugin und Co-Gründerin der Initiative «Den Kindern von Tschernobyl» Irina Gruschewaja und Menschenrechtsexpertin Ina Rumiantseva (Taskforce Belarus e.V.) mit Kuratorin Philine Bickhardt unter anderem über die Rolle von Tschornobyl für die demokratische Bewegung im Belarus der späten 1980er-Jahre – ergänzt durch persönliche Einblicke und Bezüge zu Swetlana Alexijewitsch.
Vielen Dank nochmals für dieses anregende und wichtige Gespräch!
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Nächste Veranstaltungen:
Mittwoch, 20. Mai | 12.15 Uhr: Öffentliche Führung mit Kuratorin Philine Bickhardt im Strauhof
Donnerstag, 21. Mai | 12.15 Uhr: Atomare Schweiz – eine Spurensuche. Gespräch mit Historikerin Monika Gisler, Moderation: Philip Sippel
Die Ausstellung ist noch bis und mit Pfingstmontag (25. Mai) geöffnet!
Heute erschien in der @woz_die_wochenzeitung die Übersetzung der grossartigen Rede von Swetlana Alexijewitsch, die sie am 6. Mai 2026 an der Universität Zürich gehalten hat. Sie sprach über Unsichtbarkeit und darüber, was in der Geschichte häufig weggelassen wird – und stellt auch einen direkten Bezug zu Tschornobyl her: «Im Fall von Tschernobyl liegt das Unsichtbare vor uns, es muss begriffen werden, doch dazu fehlen uns die Vorstellungskraft und das Wissen, und es fehlt uns die Sprache.»
Den ganzen Artikel gibt es hier zu lesen: https://www.woz.ch/2620/swetlana-alexijewitsch/unsichtbarkeiten-und-neue-gespenster/!MGFY0BV0FC74
Rede: Swetlana Alexijewitsch
Übersetzung: Iryna Herasimovich, Sylvia Sasse und Philine Bickhardt
@iryna_herasimovich@uzh.isos@bickhardtphiline
Foto: Florian Bachmann
Tipp: Der @strauhof zeigt 40 Jahre nach Tschernobyl neue Zugänge zur nuklearen Katastrophe und stellt die Frage, wie wir über das Unfassbare sprechen können.
Ausstellung: «Tschornobyl»
🗓️ bis 25. Mai 2026
📍 Strauhof
Die Ausstellung zeigt, wie Radioaktivität nicht nur Landschaften, sondern auch Wahrnehmung, Wissen und Geschichten verändert – und wie Literatur zwischen Dokumentation und Fiktion zur «Chronistin der Zukunft» wird.
«Ewiges Tschernobyl» ein Beitrag über Kuratorin Philine Bickhardt jetzt im Magazin vom Kulturzüri lesen (Link in Bio🔗) #Kulturzüritipps
Foto: @studiogataric
Jetzt anmelden: Öffentliche Führung mit Kuratorin Philine Bickhardt | Mittwoch, 13.5., 12.15 Uhr
Dauer: ca. 50 Minuten
Anmeldung unter [email protected]
Gültiger Eintritt + 6 CHF
Mit Jahreskarte gratis
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Nächste Veranstaltungen:
Mittwoch, 20. Mai | 12.15 Uhr: Öffentliche Führung mit Kuratorin Philine Bickhardt im Strauhof
Donnerstag, 21. Mai | 12.15 Uhr: Atomare Schweiz – eine Spurensuche. Gespräch mit Historikerin Monika Gisler, Moderation: Philip Sippel
Die Ausstellung ist noch bis und mit Pfingstmontag (25. Mai) geöffnet!
Menschenrechte: Belarus im Fokus | Samstag, 9. Mai, 11 Uhr im Strauhof
Podiumsdiskussion mit Ina Rumiantseva (Taskforce Belarus e.V.) und Prof. Irina Gruschewaja (Den Kindern von Tschernobyl e.V.)
Moderation: Philine Bickhardt
Anmeldung unter [email protected]
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Welche langfristigen Folgen hat die Nuklearkatastrophe von Tschornobyl für Belarus – gesundheitlich, politisch und gesellschaftlich? Und wie wird sie zum Impuls für eine engagierte Zivilgesellschaft? Darüber sprechen Irina Gruschewaja, Gründerin von «Den Kindern von Tschernobyl e.V.», und Menschenrechtsexpertin Ina Rumiantseva. Im Mittelpunkt stehen gesundheitliche Spätfolgen, staatliche Repressionen und die Rolle von Tschornobyl für die demokratische Bewegung im Belarus der späten 1980er-Jahre – ergänzt durch persönliche Einblicke und Bezüge zu Swetlana Alexijewitsch.
Foto: Ein Spielplatz in der Sperrzone | Still: Videomaterial der Reise von 1995/96 in die kontaminierte Zone, Kamera: Tatjana Loginowa (Blinken OSA Archivum)
Swetlana Alexijewitsch im Gespräch mit Kuratorin @bickhardtphiline , in Berlin am 21. März 2026.
Diesen Donnerstag, 7. Mai um 18.30h ist die Nobelpreisträgerin zu Besuch in der Kirche St. Peter!
Anmeldung über [email protected]
Video: Nikita Fedosik
Interview: Philine Bickhardt
Lektorat: Sylvia Sasse und Iryna Herasimovich
Das ganze Interview gibt es bis zum 25. Mai in der Ausstellung im Strauhof zu sehen.
Öffentliche Führung mit Kuratorin Philine Bickhardt | Sonntag, 3. Mai, 14 Uhr
Dauer: ca. 50 Minuten
Anmeldung unter [email protected]
Gültiger Eintritt + CHF 6
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Nächste Veranstaltungen im Strauhof:
Donnerstag, 7. Mai | 18.30 Uhr: Gespräch mit Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch in der Kirche St. Peter
Samstag, 9. Mai | 11 Uhr: Menschenrechte – Belarus im Fokus. Podiumsdiskussion mit Ina Rumantsieva und Prof. Irina Gruschewaja, Moderation: Philine Bickhardt
Donnerstag, 21. Mai | 12.15 Uhr: Atomare Schweiz – eine Spurensuche. Gespräch mit Historikerin Monika Gisler, Moderation: Philip Sippel
Foto: @studiogataric
Rückblick: Gestern fand im @kulturhaus_helferei eine Veranstaltung zu Tschornobyl in Literatur und Künsten statt. Es wurde darüber gesprochen, wie diese helfen können, die Tragödie in Erinnerung zu behalten, und dem Leid der Menschen eine Stimme und ein Gesicht zu geben.
Vielen Dank an Philine Bickhardt, Iryna Herasimovich, Nanina Graf und Sofiya Schweizer für das spannende Gespräch!
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Nächste Veranstaltungen:
Mittwoch, 29.4. | 12.15 Uhr: Öffentliche Führung mit Kuratorin Philine Bickhardt im Strauhof
Donnerstag, 30.4. | 18.30 Uhr: Tschornobyl – Alltag und Besatzung. Filmvorführungen «Pripyat» (Nicolas Geyrhalter, 1999) und «Special Operation» (Oleksiy Radynski, 2025) im Filmpodium
Donnerstag, 7.5. |18.30 Uhr: Gespräch mit Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch in der Kirche St. Peter
Heute vor 40 Jahren: Am 26. April 1986 ereignet sich im ukrainischen Tschornobyl der grösste Unfall in der Geschichte der zivilen Nutzung der Kernenergie. Ein Reaktor explodiert und die freigesetzte radioaktive Strahlung macht riesige Gebiete unbewohnbar – doch die sowjetische Presse (ver)schweigt.
Swetlana Alexijewitsch verleiht gerade den Menschen eine Stimme, die bisher nicht zur Sprache gekommen sind: Sie führt Interviews mit Zeitzeug*innen und verdichtet diese zu einem literarischen Werk, das 1997 als «Tschernobyl-Gebet – Eine Chronik der Zukunft» erscheint. Die Ausstellung im Strauhof rekonstruiert den Entstehungsprozess des Buches und präsentiert erstmals Materialien aus dem umfangreichen Videoarchiv, das die Erinnerungen belarusischer und ukrainischer Zeug*innen sichtbar und hörbar macht.
Veranstaltungen: 26. April 1986 – 40 Jahre Tschornobyl | Sonntag, 26.4.
14 Uhr: Öffentliche Führung durch die Ausstellung mit Kuratorin Philine Bickhardt
Anmeldung unter [email protected], gültiger Eintritt + CHF 6
Im Strauhof
16 Uhr: Lesung und Gespräch zu Tschornobyl in Literatur und Künsten mit Iryna Herasimovich und Philine Bickhardt, Moderation: Sofiya Schweizer
Anmeldung unter: https://www.kulturhaus-helferei.ch/event-details/lesung-und-gesprach-was-bedeutet-es-tschornobyl-zu-uberleben-1
Im Kulturhaus Helferei
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Was bedeutet es, Tschornobyl zu überleben? Was bleibt, wenn eine ganze Region verstummt? Wie lebt man in kontaminierten Dörfern? Wie lebt man mit Krankheiten – oder mit der Unmöglichkeit einer Rückkehr? Das Gespräch erkundet, wie Literatur und Kunst helfen, die Tragödie in Erinnerung zu behalten und dem Leid der Menschen eine Stimme und ein Gesicht zu geben. Ergänzt wird das Gespräch mit einer Lesung aus «Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft» von Swetlana Alexijewitsch.
Die «Ressource Schweigende Dörfer» im Kulturhaus Helferei widmet sich der Vielstimmigkeit von Erinnerungen und fragt nach dem gegenwärtigen Schicksal der kontaminierten Gebiete – auch vor dem Hintergrund des aktuellen russischen Krieges gegen die Ukraine.
Das Erinnerungswochenende zu Tschornobyl (25.4.–26.4.) findet in diesem Rahmen im Kulturhaus Helferei statt.
Bild 1: Der zerstörte Reaktor am 26. April 1986 | Foto: Anatoli Rassakow
Bild 2: Porträtwand der Zeug*innen, Ausstellungsansicht | Foto: @studiogataric
Bild 3: Blick in die Ausstellung im Strauhof | Foto: @studiogataric
Letzte Woche fand die Vernissage der neuen Ausstellung «Swetlana Alexijewitsch: Tschornobyl – Archiv der unsichtbaren Katastrophe» statt. Vielen Dank an alle, die mitgewirkt haben, und auch an alle, die an dem Abend dabei waren!
Die Ausstellung läuft bis und mit 25. Mai.
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Nächste Veranstaltungen:
Sonntag, 26.4. | 14 Uhr: Öffentliche Führung mit Kuratorin Philine Bickhardt
Sonntag, 26.4. | 16 Uhr: 26. April 1986 – 40 Jahre Reaktorkatastrophe. Lesung und Gespräch zu Tschornobyl in Literatur und Künsten im Kulturhaus Helferei
Donnerstag, 30.4. | 18.30 Uhr: Tschornobyl – Alltag und Besatzung. Filmvorführungen «Pripyat» (Nicolas Geyrhalter, 1999) und «Special Operation» (Oleksiy Radynski, 2025) im Filmpodium
Fotos: @studiogataric