ATTENTION! Neue Rezension meines Romans "Stratmanns Gäste" in der brandneuen Ausgabe des Filmmagazins "deadline".
Die Buchvorstellung wurde geschrieben von Marcus Alexander
@Stiglegger . Der umtriebige Publizist, Filmemacher, Musiker sowie Audiokommentator zählt zu den einflussreichsten deutschsprachigen Film- und Kulturtheoretikern im Spannungsfeld von Genrekino, Popkultur und ästhetischer Grenzüberschreitung.
Here we go (Quelle: deadline Magazin #117, Kolumne: "Im Abseits – Seltene Früchte von Prof. Dr. Marcus Stiglegger". Reel-Clips 1 – 3 via
@Stiglegger ):
>>Mit STRATMANNS GÄSTE (
@Hybrid.verlag ) legt der Tiroler Autor Günther Hotter einen Roman vor, der sich konsequent gängigen Genrezuordnungen entzieht und als düsteres, intensives Kammerspiel im Hochgebirge seine ganz eigene Atmosphäre entfaltet, die zunächst an David Morrells Lost-Place-Roman CREEPERS (2005) erinnert. Die Geschichte kreist um Isolation, Erkenntnis und den schleichenden Wahnsinn, der entsteht, wenn sich kreative Genialität von der Realität abkoppelt. Im Mittelpunkt steht Reporter Stephan Rombach, der in Südtirol eigentlich Abstand vom Berufsalltag gewinnen will, doch aus der geplanten Auszeit wird eine existenzielle Ausnahmesituation: Rombach begegnet Nikolas Stratmann, einem einst gefeierten Arzt und Nobelpreisträger, der seit Jahren als verschollen gilt. Getrieben von journalistischer Neugier beschließt er, Stratmanns Geschichte festzuhalten. Dieser lebt zurückgezogen in einem stillgelegten Berghotel, einem Ort, der bald zur klaustrophobischen Bühne eines Albtraums wird. Als Rombach bei einem Fluchtversuch schwer verunglückt, ist er gezwungen, zu bleiben. Was folgt, ist nicht nur ein Kampf ums Überleben, sondern eine beklemmende Reise in die tiefsten Schichten der eigenen Psyche. Der Roman überschreitet bewusst die Grenzen des klassischen Psychothrillers und entfaltet ein vielschichtiges Crossover aus Psychodrama, Horror, Mystery und Elementen des magischen Realismus. Auch die für den Autor typische Auseinandersetzung mit islamistischem Terror kommt intensiv vor. Dadurch entsteht ein verschachteltes Werk, das sich einfachen Deutungen entzieht und immer wieder filmische Mittel evoziert.