Einblick in den Entstehungsprozess der Solo-Ausstellung NESTING von Victoria Holdt
@victoriaholdt 🐝🛖🧡
Die Ausstellung befindest sich zur Zeit im Aufbau und mit grosser Vorfreude blicken wir dem Opening am kommenden Samstag 28.03. ab 17:00 Uhr entgegen.
So schön, bist du bei uns zu Gast, liebe
@victoriaholdt 🧡
Ein Nest ist nie nur ein Nest. Es ist Zuflucht, Hülle, Haus. Es ist Vorratskammer, Brutstätte, Schutzraum. Und es ist Falle.
über die Ausstellung:
Für «NESTING» denkt Victoria Holdt vom Bau der Lehmwespe her: aus Erde geformte Kammern, angelegt für Larven, gefüllt mit reglosen Körpern, versorgt für das, was noch kommt. Care erscheint hier nicht als sanfte Geste, sondern als präzise Architektur. Was schützt, schliesst ein. Was birgt, trennt. Was Leben vorbereitet, organisiert zugleich dessen Bedingungen.
Mit Hautleim und anderen Materialien entwickelt Holdt Formen zwischen Haut und Gehäuse, Häutung und Behausung. Ihre Arbeiten wirken weich und abweisend zugleich, intim und fremd, organisch und doch gebaut. Sie erinnern an Nester, Kokons, Innenräume – an etwas, das den Körper aufnimmt, ohne ihn je ganz freizugeben. Und rühren so in ihrer Ambivalenz an das private wie kollektive Unbewusste.
«NESTING» folgt damit nicht nur einem Instinkt des Vorbereitens, Polsterns, Anordnens. Die Ausstellung liest das Nest auch als psychische Form: als Kompartmentalisierung, als inneres Kammersystem, in dem Widersprüche voneinander getrennt, Affekte isoliert, Bedrohungen auf Distanz gehalten werden. Geborgenheit und Abspaltung liegen nah beieinander.
Was wir Nest nennen, ist vielleicht nur die schönste Form der Einschliessung.
Wir freuen uns auf deinen Besuch!🌷