Soeben erschienen: der von mir gemeinsam mit Joseph Vogl herausgegebene Sammelband zur "Treue" und der Ethik des Realismus. Es geht darin um sehr akute Themen wie Illoyalität, Herrschaftstreue und Verrat, aber auch um eine neumfassende Neuprofilierung des historischen Realismus entlang seiner ethischen Dimension. Mit wunderbaren Beiträgen u.a. von Cornelia Zumbusch, Nicola Gess, Moritz Baßler, Anja Lemke, Albrecht Koschorke etc.
Der Band steht hier zum Download bereit:
/book/10.1007/978-3-662-72873-4
«Aber Platonov hat in mehreren Erzählungen der späten 1920er und frühen 1930er Jahre mit bemerkens werter Geradlinigkeit eine Gefahr in der Entwicklung der modernen Staaten adressiert, nämlich die Gefahr der Faschisierung. Er hat dies aber nicht auf der Grundlage einer pauschalen Ablehnung des modernen Staats getan, sondern als kommunistischer Antifaschist.»
Anlässlich zweier neuer Übersetzungen schreibt Roman Widder über Platonows Gesamtwerk und seine historische Rezeption. Lest den Essay jetzt online oder in unserem Reader 6.
Endlich ist es so weit: Unser Podcast "auto:montage - Podcast zur Gegenwart der Literatur" geht an den Start. Alle zwei Monate wollen wir ab jetzt über Gegenwartsliteratur sprechen. Die erste Folge mit der unfassbar tollen Ulrike Edschmid war bezaubernd und lehrreich.
Vielen Dank fürs Mithelfen an Eva Blome, Iuditha Balint, Barbara Bausch und Diego León-Villagrá, das gesamte Team vom Literaturforum am Brecht-Haus, besonders Mareike Freysoldt, und das Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt in Dortmund.
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Auto:Montage 🎧 Podcast zur Gegenwartsliteratur
Jetzt online (Link in Bio)!
Literatur ist politisch, ob sie will oder nicht. Nach den jüngeren Debatten über Klasse, Identität und Autofiktion, Midcult, Neuen Realismus und Schreiben als Arbeit in Zeiten geringer Honorare und geteilter Preisgelder kann es daran keinen Zweifel mehr geben. Aber wie werden die Texte gemacht? Wer montiert hier was mit welchen Verfahren? Und wie werden Genres, Autor:innen und Bücher hergestellt? Welche Funktion hat das autobiografische Schreiben in der Gegenwart und wo kommt die Fiktion ins Spiel? Wer spricht dabei für wen und wovon kann noch immer nicht erzählt werden? Welche historischen Vorbilder sind für eine engagierte Gegenwartsliteratur relevant und wann wird sie tendenziös? Welche Theorien helfen bei der Einordnung literarischer Gegenwartsphänomene – und was lesen die Faschisten?
Unter dem Titel auto:montage diskutiert der Podcast literarische Neuerscheinungen im Gespräch mit Gästen aus Wissenschaft und Literaturbetrieb.
Der Podcast ist eine Initiative des Arbeitskreises Politische Ästhetiken am Literaturforum im Brecht-Haus und wird in Kooperation mit dem Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt produziert.
Folge #1: Roman Widder im Gespräch mit Ulrike Edschmid