Die Ulrich-Seidl-Werkschau im Programmkino Ost zeigt seinen ersten Kinospielfilm HUNDSTAGE (2001) und den bislang letzten BÖSE SPIELE - RIMINI SPARTA (2023) sowie mit TIERISCHE LIEBE (1995) und IM KELLER (2014) zwei seiner aufwühlenden Doks. PARADIES LIEBE (2012) wird Teil III der Veranstaltungsreihe KINO KONTROVERS eröffnen und an diesem Abend kommt Ulrich Seidl persönlich ins „Ost“. Das herzliche Willkommen gilt einer echten Koryphäe der Filmkunst! - Andreas Körner
Sie, liebes Publikum, haben aus der Reihe der Dresdner Premieren Ihren Favoriten gewählt:
TICKET INS LEBEN
Dieser, Ihrer Meinung nach beste Film, der Publikumslieblling also, wird die Filmtage beschließen.
Die Überraschung schaut am 12. Mai um 20:15 Uhr mit. Wir präsentieren einen Film als Vorab-Premiere zusätzlich zum 27. Französische Filmtage Dresden- Programm.
Zur Karte zum Sonderpreis von 8,50 € gibt es ein Glas Wein gratis.
À votre santé !
Präsentiert wird das ganze von @jacques.dresden.blasewitz inklusive Weinverkostung ab 19 Uhr.
ARCO wurde seit seiner Premiere bei den Filmfestspielen von Cannes 2025 mit zahlreichen Preisen bedacht, zuletzt dem Europäischen Filmpreis und einer Oscar-Nominierung als bester Animationsfilm!
Die Absurdität des modernen Alltags!
Er drehte den ersten französischen Farbfilm und ließ später eine ganze Stadt als Kulisse errichten: Jacques Tati war ein Vordenker mit Ambition und ein eigensinniger Perfektionist, dem künstlerische Integrität über alles ging. Zur Ikone wurde er in Gestalt seines Alter Ego: des exzentrischen, aber gutmütigen Monsieur Hulot – unverwechselbar mit Mantel, Hut und obligatorischer Pfeife. Die Fallstricke der Modernisierung waren sein Thema, seine Vorbilder die amerikanischen Pioniere der Burleske, insbesondere Buster Keaton und W.C. Fields. Mit wenigen Worten und viel Gespür für Situationskomik treibt er in seinen Filmen die Absurditäten des täglichen Lebens auf die Spitze.
Das kaum zu bewältigende Filmüberangebot (auch das französische) fürs Kino ist seit einigen Jahren zur Normalität geworden. Wir treten mit dieser Reihe dem zwangsläufigen ÜBERSEHEN von interessanten Filmen entgegen. Einige Titel dieser Reihe waren in Dresden bisher gar nicht oder nur in wenigen vereinzelten Vorstellungen zu sehen.
Wir heben diese beachtenswerten Titel im Rahmen der Filmtage noch einmal ganz hoch auf unsere Leinwände, um Ihnen als Publikum die (vielleicht letzte) Chance zu geben, diese Filme dort sehen zu können, wo sie hingehören – im Kino.
Das französische Filmschaffen erfreut sich bester Gesundheit, zumindest in seinem Heimatland. Wer aber einen Blick in die deutschen Kinocharts des Jahres 2025 wirft, entdeckt unter den Top 100 lediglich zwei französische Titel: DIE LEISEN UND DIE GROSSEN TÖNE (Platz 57, 420.000 Besucher) und DER GRAF VON MONTE CHRISTO (Platz 85, 200.000 Besucher). Etwas dürftig, finden wir und arbeiten weiterhin daran, das frankophone Kino auch hierzulande hoch zu halten. Wir wachsen dabei mit den Herausforderungen. Denn seit einigen Jahren schwappt eine Welle überwiegend sehr belangloser, sehr mittelmäßiger und sehr ähnlich gelagerter Komödien in den deutschen Kinomarkt. Ein Ergebnis der Strategien deutscher Verleiher, die offensichtlich der Meinung sind, wenn schon französische Filme fürs deutsche Publikum, dann ginge es nur so. Gern werden die deutschen Titel noch mit französischem Vokabular wie Madame, Monsieur, Pardon, Charme, etc. „angereichert“, damit auch kein Irrtum aufkommt, worum es sich handelt.
Dass frankophones Filmschaffen deutlich vielfältiger und interessanter ist, wollen wir Ihnen wieder mit unserem diesjährigen Programm zeigen. Wir hoffen auf Ihre Offenheit und Entdeckerlust – es lohnt sich.
Ihr Programmkino Ost
Am Montag, den 27. April um 20 Uhr zeigen wir ROSE in einer Preview!
Dazu gibt es eine Live-Übertragung der Premiere im @passagekinosleipzig in Anwesenheit des Regisseurs Markus Schleinzer und den Darstellerinnen Sandra Hüller und Caro Braun.
Offiziell startet der Film ab dem 30. April täglich im Ost.
„Romería“ bezeichnet in Spanien eine Prozession zum Gedenken an die Toten, aber auch ein Volksfest. Auch Carla Simóns bewegender Film ist beides: Eine Pilgerreise auf der Suche nach den eigenen Eltern und die Feier einer Generation, die in den 1980er Jahren den gesellschaftlichen Aufbruch nach Ende der Franco-Diktatur wagte – ein Moment der Freiheit, der sich auch in wilden Feiern und Drogen ausdrückte und oft im Schmerz endete: Heroin, Überdosen, AIDS, der frühe Tod vieler junger Menschen.
ROMERÍA startet ab dem 2. April im Ost.