In der ursprünglichen Fassung war diese Pressemitteilung in einer Weise bebildert, die anders aufgefasst werden konnte, als sie gemeint war. Um etwaige Missverständnisse auszuschließen, haben wir das Posting ausgetauscht.
PRESSE: Der Literaturkritiker (und Mitglied von PEN Berlin) Denis Scheck
@scheck_scheck ist jetzt in massiver Weise angegriffen worden, weil er in seiner Sendung Druckfrisch, mithin in einem performativen Format, das intellektuelle Urteile in Bilder übersetzen muss, mit theatralischer Geste Bücher in die Tonne bzw. in die Altbücherkiste befördert, genauer: (auch) Bücher von Frauen dorthin befördert. Der Vorwurf lautet nicht, dass seine Urteile falsch, sondern dass sie sexistisch seien.
Wer austeilt, muss auch einstecken können. Wenn Autorinnen und Autoren – wie jetzt sophiepassmann , ebenfalls Mitglied des PEN Berlin,
@dies_ist_elke_heidenreich und
@ildikovonkuerthy – die Verdikte und Urteile der Literaturkritik in Frage stellen, ihnen widersprechen und es mithin den Kritikern mit gleicher Münze heimzahlen, ist dies nicht nur ihr gutes Recht. Es schafft überhaupt erst jenes produktive Reizklima, in dem das Gespräch über Bücher zur leidenschaftlichen Debatte wird.
»Es gibt aber einen himmelweiten Unterschied, ob man sich im Vertrauen auf das bessere Argument an einer Debatte beteiligt – auch an einer Debatte über Literaturkritik und Sexismus – oder ob man fordert, den bösen Mann endlich vor die Tür zu setzen«, sagte PEN-Berlin-Sprecher
@deniz.yucel . »Darum hoffen wir sehr, dass die Verantwortlichen bei der ARD dem Druck, der gegenwärtig auf sie ausgeübt wird, standhalten, anstatt Druckfrisch wegen des aktuellen Streits – womöglich mit etwas Karenzzeit, damit’s nicht so auffällt – einzustellen.«
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📸 Funkhaus BR. Foto: Wikipedia/Burkhard Mücke