WAKWAK
Eine musikalisch-theatrale Fantasie zum Wakwak-Baum
Zwei Experten für Klang und Botanik treten zu einer routinemäßigen Untersuchung des Wakwak-Baums an. Ein Gewächs, das in östlichen Mythen als Vakvak, Jinmenju und Nariphon erscheint. An seinen Ästen wachsen zahllose Früchte, die wie Köpfe von Menschen und seltsamen Wesen erscheinen. Aus ihnen dringen fremde Klänge, Gelächter, Weisheiten und apokalyptische Prophezeiungen.
Auf einer Bühne, die einem verlassenen Gewächshaus gleicht, greifen die Figuren zu theatralen Werkzeugen wie Licht, Nebel, Audioverstärkern und Kontaktmikrofonen, um den Baum zu erforschen und den verrottenden Früchten letzte Spuren von Wissen zu entreißen. Als der Baum unvermittelt klanglich Widerstand leistet, kippen ihre routinierten Handlungen ins Rätselhafte.
In der Textfassung erscheint Ernst Jandls „Die Humanisten“ als satirischer Einspruch gegen eine westlich-aufklärerische, kolonial geprägte Vernunftlogik, die im Stück auf die tricksterhafte und eigensinnige Natur des Baums trifft. Ergänzt wird dies durch Passagen aus Sevim Buraks „Everest My Lord“, deren fragmentarische Sprache eine spekulative historische Realität entwirft und die rätselhafte, vieldeutige Dimension des Wakwak-Mythos weiter vertieft.
Das Projekt untersucht, wie der Wakwak-Baum selbst als klingendes, widerspenstiges Wesen zum Zentrum der Handlung wird. Die Performerinnen arbeiten zwischen wissenschaftlicher Präzision und ritueller Überforderung, während Sprache, Geräusch und Objekt eine instabile Erzählung formen.
Regie & Konzept:
@orknydn
Komponist:
@dogukanphsa
Objektgestaltung:
@toroherba
Es spielen
@alvaro.rentz &
@amelieleclere
⏰ 27/02
@einsteinkultur / Halle 01
📍Einsteinstraße 42, 81675, München
🎟️ Normal 10€, ermäßigt 8€
Reservierungen sind per E-Mail an
[email protected] möglich.
Die Tickets können am Veranstaltungsabend an der Abendkasse abgeholt werden.
Danke an die Otto Falckenberg Schule für die Unterstützung.
📸
@ecepahsa