Instore Gig im Optimal
Unconfirmed Equations -
Andy Hope
Fr 22.05. - 20:00 Uhr
kein Eintritt, aber der Hut geht rum.
Der Künstler und Musiker Andy Hope bewegt sich in seiner Musik genreübergreifend teils intuitiv, teils wissenschaftlich in verschiedene Richtungen. Indie, Noise, American Folk, Raga, Blues, aber auch Klassik und Mittelalterliche Musik sind Quellen seines eklektischen Musikstils.
Er spielt mit Banjo, Akustik 6- und 12-Steelstring sowie elektrischer Gitarre.
@andyhope1930
Buch der Woche:
Cory Doctorow - Enshittification (Blumenbar)
Das Internet wird immer schlimmer.
Und das ist kein Zufall. Cory Doctorow hat dafür einen Namen: »Enshittification«. Das ist der Prozess, durch den Plattformen im Netz dominant wurden, weil sie praktische, zuverlässige Dienste anboten und sie dann systematisch verschlechterten. Sobald Menschen von ihnen abhängig waren, optimierten sie sich für Unternehmen, die dort Geschäfte machen wollten. Dann verschlechterten sie die Konditionen auch für die Unternehmen, bis am Ende nur noch die Investoren profitierten.
Dieses Buch ist eine Zerlegeanleitung für Big Tech, ein Fahrplan zur Rückeroberung der digitalen Infrastruktur. Es ist eine Diagnose. Und es ist eine Kur.
Platte der Woche:
Kevin Morby - Little Wide Open (@deadoceans )
For Kevin Morby, the “little wide open” is the big sky, the small lives, it’s his origins in the Midwest, and every duty and modesty and familiarity and isolation: the land, the people, and the parts of that inside him. “There’s something unintentionally musical about the Midwest; cicadas chirping in the trees, a train passing, a tornado siren going off,” explains Morby. “If you listen, there are these almost ominous sounds taking place beneath the wide-open sky—its ugliness and its beauty and how the two are often working together simultaneously. And while the Midwest isn’t technically the badlands, it’s my badlands.”
Little Wide Open is the title of Kevin Morby’s eighth studio album, produced by Aaron Dessner. In the summer of 2024, Dessner had asked Morby to support The National at their London show in Crystal Palace Park. Shortly after, Dessner—who was on a hot streak, having produced albums for Taylor Swift, Ed Sheeran, and Gracie Abrams—reached out to Morby to say he’d love to produce his next album. They began recording at Aaron’s Long Pond Studio in Stuyvesant, NY, early in 2025 and finished in September of that year.
Buch der Woche:
Lena Gorelik - Alle meine Mütter (@rowohltverlag )
Alle meine Mütter erzählt von einer besonderen, oft lebenslang komplexen Beziehung und auch davon, welche Mütter wir selbst zu sein versuchen. Wie wir manchmal scheitern, zweifeln, stolpern. Welche Ängste uns begleiten. Was uns bindet und prägt, was uns abhält. Was es heißt, ungewollt Mutter oder nicht Mutter zu sein, ein Kind anzunehmen, zu verlieren oder nicht loslassen zu können.
«Mütter prägen uns, auch wenn wir es nicht wollen», schreibt Lena Gorelik, «sie nisten sich in unseren Köpfen und Herzen ein, flüstern uns zu, schimpfen, trösten, tun es auch noch, wenn sie verstorben sind, tun es selbst dann, wenn wir sie nicht oder kaum kannten. Wir setzen unsere Schritte auf das, was wir dank oder trotz unserer Mütter wurden. Tragen sie darin für immer mit uns.»
Platte der Woche:
Attwenger - Wos (@trikont_our_own_voice )
Mit "Wos" legen Attwenger ihr zehntes Studioalbum vor - ein Werk, das erneut beweist, warum diese Band seit fast vier Jahrzehnten wie ein Naturphänomen durch die deutschsprachige Musiklandschaft fegt. Was 1991 mit einer Kassette, einem VHS-Tape und dem legendären Satz »Attwenger heißt im Dialekt denken, heißt den Schädel in den Most tunken« begann, hat sich zu einem der eigenständigsten Projekte des Landes entwickelt: Slangpunk, Dialekt-Avantgarde und anarchischer Groove, der keine Schublade akzeptiert.
Buch der Woche:
Schreibheft 106 (Hg. Norbert Wehr)
Aus dem Inhalt: / ZERSPLITTERTE GEGENWART. Rolf Dieter Brinkmann - Unveröffentlichte Texte aus dem Nachlass Mit Beiträgen u.a. von Rolf Dieter Brinkmann, Michael Töteberg und Frank Witzel / WORTPILOT. BILDERKAPITÄN. Jürgen Ploog. Im Flug über die Jahre - Unkontrolliertes Tagebuch 1964-2018 Mit Beiträgen u.a. von Roberto Di Bella, Rolf Dieter Brinkmann, Jürgen Ploog, Wolfgang Rüger und Johannes Ullmaier / SPRACHE IN BEWEGUNG. Cole Swensen Mit Beiträgen u.a. von Jürgen Brocan, den Brüdern von Limburg und Cole Swensen
Platte der Woche:
Bim Sherman - Ghetto Dub (@week_end_music )
Bim Sherman—born Jarret Lloyd Vincent, in Westmoreland, Jamaica—holds a unique place in reggae history. Emerging in the mid 70s, his ethereal, haunting vocal style quickly set him apart from his contemporaries. He was soon collaborating with the top producers and musicians of the era, including Adrian Sherwood and the On-U Sound collective, bridging the gap between roots reggae and experimental dub and laying the groundwork for the fusion of Jamaican sounds with the vibrant underground scene in the UK. His career, from Kingston to London to Mumbai, was marked by an artistic daring and spiritual intensity that has earned him enduring respect across generations.
The centerpiece of this reissue campaign is Ghetto Dub from 1988, a record that distills Sherman’s artistry into its most potent form. Originally released in a limited number, the album embodies the stark yet soulful beauty of dub production. With its reverb-drenched drums, cavernous basslines, and echo-laden atmospherics, Ghetto Dub transforms Sherman’s various tracks into spectral presences that drift in and out of the mix. The arrangement and production—minimal yet profoundly textured—captures both the raw urgency of Jamaican street culture and the forward-looking experimentation of the UK dub scene. Each track unfolds like a meditation, balancing grit with grace, density with space. Ghetto Dub is more than an album; it is an immersive soundscape that reaffirms Bim Sherman as one of reggae’s most otherworldly and visionary figures.
Buch der Woche:
Fleur Jaeggy - Die letzten Tage von Ingeborg (@suhrkampverlag )
Fleur Jaeggy erinnert sich an Ingeborg Bachmann, ihre Weggefährtin, langjährige Freundin – und große Liebe? –, an das viele, viel zu wenige gemeinsame Leben, an lichte, unbeschwerte Nähe und an das schwere Ende Ingeborgs. Und Fleur Jaeggy breitet diese Erinnerungen so aus, wie nur sie es kann, schonungslos anschaulich, in zärtlicher Lakonie.
Im Sommer 1971 fahren die beiden in einem roten Alfa Romeo von Rom aus an die toskanische Küste. Der Plan ist einfach: einen Monat zusammen verbringen, keine Briefe, keine Anrufe, Meer, Sonne. Sie gehen täglich schwimmen, reden bis tief in die Nacht. Italo Calvino kommt zu Besuch, Uwe Johnson schaut vorbei, aber eigentlich sind sie so innig, dass sie niemanden sonst sehen wollen. Nur knapp zwei Jahre später stirbt Ingeborg Bachmann und Fleur Jaeggy bleibt in tiefer Trauer zurück.
Über fünfzig Jahre nach dem viel zu frühen Tod Ingeborg Bachmanns schreibt Fleur Jaeggy dieses sehr private Buch. Die letzten Tage von Ingeborg ist eine Hommage in drei Akten: Es sind Erinnerungen an sonderbar mäandernde Gespräche, Leberwurstessen, Reisen nach Klagenfurt und Wien; es sind Reflexionen über das Altern; vor allem aber ist es das schmerzhafte Protokoll der letzten Tage von Ingeborg Bachmanns Leben im Zentrum für Brandverletzte Sant’Eugenio in Rom. Fleur Jaeggy war bis zuletzt an ihrer Seite.