Macht mit beim Café BGG! ♿️☕️
Eröffnet euer eigenes kleines Café im Rathaus, macht ein Kaffeekränzchen im Amt oder trinkt eine Limo in der Arbeitsagentur.
Filmt es, postet es oder schickt es uns.
Zeigt mit uns, wie absurd es ist, wenn Barrierefreiheit nur dort verpflichtend geregelt wird, wo der Staat zuständig ist und nicht dort wo unser Leben stattfindet.
Unser Leben gehört nicht ins Amt.
Barrierefreiheit überall. Jetzt.
#CaféBGG #Behindertengleichstellungsgesetz #BGG #BGGblockieren #NichtUnserGesetz
Videobeschreibung: Drei Menschen im Rollstuhl klappen einen Tisch im Hamburger Rathaus auf und servieren dort Kaffee und Kekse.
Transkript:
Wir haben ein Café im Rathaus eröffnet. Nicht, weil wir so gerne im Amt sitzen, sondern weil das Behindertengleichstellungsgesetz wieder viel zu schwach bleibt. Dort wird Barrierefreiheit wieder nur in Ämtern, öffentlichen Gebäuden und Behörden geregelt, nicht aber in der Privatwirtschaft. Wenn die Regierung meint, das reicht, dann müssen wir jetzt wohl alle unseren Kaffee in Rathäusern und Ämtern trinken. Klingt absurd? Ist es auch! Also macht mit! Eröffnet euer eigenes Café BGG, macht Kaffeekränzchen im Rathaus, trinkt eine Limo im Bürgeramt. Filmt es, postet es oder schickt es uns. Unser Leben gehört nicht ins Amt. Barrierefreiheit. Jetzt.
Heute ist der europäische Protesttag der Menschen mit Behinderung und tatsächlich gibt es etwas, gegen das man heftig protestieren muss: die Novellierung des BGG, die am Donnerstag in den Bundestag gehen soll. Da wird der Bevölkerung verkauft, dass etwas für Menschen mit Behinderung getan werden soll und eigentlich ist es das Gegenteil: die Schaffung von Barrierefreiheit soll auf unbestimmte Dauer vertagt werden.
#bgg #behindertenbenachteiligungsgesetz #barrierefreiheit #inklusion
Das, was der Gesetzgeber derzeit plant, um Barrierefreiheit auf lange Zeit NICHT umzusetzen, ist so perfide, dass ich mein Profil dazu verwenden muss, zur Diskussion etwas beizutragen.
Das BGG – das Behindertengleichstellungsgesetz - soll geändert werden und erstmals soll die Privatwirtschaft Erwähnung finden. Genau das, was Menschen mit Behinderung seit Jahrzehnten verlangen.
Aber: Die Privatwirtschaft findet eigentlich nur Erwähnung, um ihr zu sagen, dass sie gar nichts tun muss! In der Einleitung zum Gesetz wird explizit gesagt, dass man keine Barrierefreiheit normieren möchte, sondern darauf setzt, dass Absprachen zwischen dem Mensch mit Behinderung und dem Privatwirtschaftler immer dann stattfinden sollen, wenn es erforderlich ist.
Kommt euch bekannt vor? Stimmt. Genauso läuft das Leben von Menschen mit Behinderungen seit je her: Man trifft auf ein Hindernis und ist dann darauf angewiesen, dass der jeweilige Geschäftsmann/-frau so nett ist und einem behilflich ist. Oder auch nicht.
Der einzige Unterschied durch das neue Gesetz: jetzt muss der- oder diejenige noch nicht mal mehr ein schlechtes Gewissen haben - steht ja im Gesetz, dass er/sie nichts machen muss.
Die Regierung hebt hervor, dass man das Konzept der „Angemessenen Vorkehrungen“ aus der UN Behindertenrechtskonvention übernommen habe. In der UN BRK stehen angemessene Vorkehrungen tatsächlich drin - für den Fall, dass noch keine ausreichende Barrierefreiheit geschaffen ist und nicht als Ersatz für diese. Im Gegenteil: die UN Konvention verpflichtet die Staaten, durch gesetzliche Maßnahmen auf Barrierefreiheit auch in der Privatwirtschaft hinzuwirken
Aber es kommt noch besser: nicht einmal „Angemessene Vorkehrungen“ soll es (mit der üblichen Einschränkung, der Unzumutbarkeit im Einzelfall) geben, sondern hier soll auch noch festgelegt werden, dass bauliche Änderungen und Änderungen an den Dienstleistungen oder Produkten für die Privatwirtschaft nie zumutbar sind!
Also, was bleibt dann eigentlich noch? Nichts. Außer der Wegnahme des schlechten Gewissens bei der Privatwirtschaft.
Und das richtig perfide: es wird von der Regierung als ein Gesetz für die Menschen mit Behinderung verkauft🤯
Inklusion braucht Demokratie! 💪 Am 23. Februar 2025 steht eine wichtige Wahl an, und die ISL möchte mit dieser Aktion ein starkes Zeichen setzen. Schon viele Menschen mit unterschiedlichen Diskriminierungsmerkmalen haben ihre persönlichen Botschaften in Videos geteilt – jetzt seid ihr dran! 🎥💬
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