„Gestern ist ein Typ an der Bushaltestelle in mich reingerannt. Einfach so. Also, ich schätze mal der musste seinen Bus kriegen, aber trotzdem. Das ist doch kein Grund. Entschuldigen hätte er sich ja auch können. Quatsch wieso? Ich stand da wie jeder andere wartende Fahrgast. Ja kann sein, aber wieso ist das wichtig? Es guckt doch auch jeder andere beim warten aufs Telefon. Bei der Arbeit läufts wie immer, was soll ich da schon erzählen? Ich hab gestern meinen Schreibtisch nicht mehr gefunden. Großraumbüro eben, naja. Ich sag mal so: Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig. Wenn du weißt was ich meine… Ne, so meine ich das nicht. Du übertreibst immer gleich. Ich gucke mir in letzter Zeit täglich den selben Film an. Kannste den? Wo er am Anfang sagt: Das ist die Geschichte von einem Mann, der aus dem fünfzigsten Stock eines Hochhauses fällt. Und während er fällt, wiederholt er, um sich zu beruhigen immer wieder:
Bis hier liefs noch ganz gut. Bis hier liefs noch ganz gut. Bis hier liefs noch ganz gut…“