Carline Mohr

@mohrenpost

Kommunikationsberaterin. Früher: In den Newsrooms von BILD, SPIEGEL und der SPD. Ein Herz für schlechte Witze und guten Rotwein.
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Wenn die freundliche Filialleiterfassade schneller bröckelt, als ich ein Glas Crémant trinken kann, dann liegt das Problem nicht bei einer angeblichen „Hetzkampagne“. Dann liegt es beim Kandidaten.
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2 months ago
⚠️Wichtiger Anwendungshinweis: Formuliert den Küchenzuruf ganz frei. Übertreibt, spitzt zu, dreht mal ganz auf. Fühlt sich vielleicht komisch an. Ihr müsst den Küchenzuruf am Ende gar nicht wörtlich verwenden. Oder die Story komplett überdrehen. Es geht viel mehr darum, zu verstehen, in welche Richtung ihr eure Geschichte erzählen wollt. Oder wie sie verstanden werden KÖNNTE. 👩‍🍳 Die Leute merken sich nämlich häufig nicht das, was euch wichtig ist. Sie erzählen sich nicht das weiter, was ihr gerne hättet. Der Küchenzuruf ist im Grunde genommen eine Übung, sich in die eigene Zielgruppe hineinzufühlen. Und wer das hinkriegt, erzählt Geschichten mit Relevanz und Reichweite.
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1 year ago
AM LIEBSTEN WÜRDE ICH ALLES GROSSSCHREIBEN, WEIL ES SO AUFREGEND IST. Ich starte etwas Neues! 🥳 Ab sofort bin ich buchbar. Als Kommunikationsberaterin, Spindoktorin und Digitalstrategin. Ich habe in leitenden Funktionen in den wichtigsten journalistischen Newsrooms dieses Landes gearbeitet, im Wahlkampf unseren heutigen Bundeskanzler entscholzt und zwischen den Jobs Führungskräfte in ihrem Personal Branding beraten. Ich liebe gute Geschichten und ich weiß, wie man sie erzählt. Jetzt freue ich mich auf dieses neue Kapitel in meinem Leben. Mit euch, euren Projekten und euren Großbuchstaben! Mehr Infos auf meiner Website carlinemohr.de Hit me up! 🚀
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2 years ago
Ich bin grundsätzlich ein fröhlicher Mensch. Und ich weiß, dass sich dieser Eindruck nicht INSTANTLY aufdrängt, wenn man den Titel meiner diesjährigen Session auf der #rp26 liest. (Ursprunglich waren sogar noch mehr Ausrufezeichen drin.) Was bringt einen grundsätzlich fröhlichen Menschen wie mich so in Rage? Kommunikation ist nicht die Antwort auf alle Probleme, die gerade schiefgehen. Aber sie ist eine Antwort auf die Frage, warum Menschen nicht mehr zuhören, ihr Vertrauen verlieren und sich abwenden – von Institutionen, von Unternehmen, von Politik. Kein Wunder, wenn die Mächtigen die Regeln der redaktionellen Gesellschaft ignorieren und stur vor sich hin kommunizieren. Wenn sie ihre Kommentarspalten von Studis moderieren lassen und Zitate an die Presse geben, die nach 8 Korrekturschleifen genauso glanzlos und egal klingen wie ihre Personal-Branding-Slides aus der Agentur. Relevanz entsteht durch Dialog statt Monolog, Haltung statt Hochglanz, Menschen statt Zielgruppen. Wer Kommunikation als Werkzeug zur Durchsetzung von Botschaften versteht statt als Grundlage für Vertrauen, verliert. In der Politik gefährdet das die demokratische Legitimität. In der Wirtschaft kostet es Reputation und Marktanteile. Ein Rant darüber, was schiefläuft – und ein paar unbequeme Wahrheiten darüber, was sich ändern muss. Kommt und seid wütend mit mir!
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3 days ago
Ich war bei BILD. Habe den Newsroom im Willy-Brandt-Haus geleitet. Ich bin Mutter. Das heißt: Ich kann ganz gut mit Stress umgehen. Dienstag am frühen Abend, als ich noch sorglos auf der OMR rumturnte, kam die Anfrage. Ob ich spontan einspringen und 24 Stunden später die Eröffnungskeynote auf den #commdays halten könne. Organisiert von @vku_kommunal , @vku.akademie , @trurnit_gruppe , sollte es um Kommunikation gehen. Um Medienwandel, Krise, KI, Social Media, Journalismus, Politik und wie man verdammt nochmal im ständigen Aufmerksamkeitsgetöse mit seinen Botschaften noch durchdringen kann. AN UND FÜR SICH kein Problem für mich. Darüber rede ich häufig vor großem Publikum. Was mich wirklich gestresst hat: Die Keynote durfte nur 10 Minuten lang sein! 10!! Ich brauche länger, um das perfekte Outfit auszuwählen! Ich musste also kürzen, rausschmeißen, fokussieren. Am Ende hatte ich 15 Slides. 3 Thesen. 1 eingebauten Gag. 2 Grafiken. Und ein paar Hundert Menschen, die anschließend die richtigen Fragen gestellt haben. Ufffff ey. Bonus-Herausforderung: Die cremefarbene Seidenbluse an den ausgestreckten Patschehändchen vorbeimogeln, auf denen morgens um 8 Uhr eine unheilige Melange aus Fruchtzwerg, Wasserfarbe, Rotz und Zahnpasta klebt. Dagegen ist die spontane Eröffnungskeynote fast schon ein Achtsamkeitsretreat. Thanks for having me and Seidenbluse! 𝘍𝘰𝘵𝘰: ©𝘝𝘒𝘜 𝘚𝘦𝘳𝘷𝘪𝘤𝘦 𝘎𝘮𝘣𝘏 / 𝘑𝘰𝘯𝘢𝘵𝘩𝘢𝘯 𝘎ö𝘱𝘧𝘦𝘳
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8 days ago
Ich war noch nie bei der OMR, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Anzahl der coolen, bunten Anzüge in meinem Schrank bei exakt null liegt. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal eine Karte. Betrüblicherweise nicht etwa, weil die Programmplanerinnen darauf aufmerksam geworden sind, dass ich eine brillante Speakerin bin, die charmant und klug über den Lauf der Welt im Allgemeinen und die Lage der Kommunikation im Speziellen parliert. Dafür sind sie darauf aufmerksam geworden, dass @akgerstlauer eine brillante Speakerin ist, die - eher so Wolf-Schneider-mäßig-charmant und klug über die Lage von KI und Sprache parliert. Und weil Anne-Katrins Texter-Herz zwar hart, aber auch aus Gold ist, hat sie mir eines ihrer Freitickets überlassen. Selbstverständlich hat ihr Talk den besten Titel der OMR: Die KI-Keynote für Leute, die keine KI-Keynotes mögen: 20 Hacks, null Gelaber. Lieben wir! Habe übrigens KI gefragt, wie sie meinen Post findet: „Der Aufbau – „Ich bin nicht Speaker, aber meine Freundin ist es, und die hat mir ein Ticket gegeben“ – ist ein netter self-deprecating move. Das Problem: Der Weg dahin ist zu mäandrig. Die Pointe kommt zu spät und wird durch zu viele Schachtelsätze verschleppt.“ Weder Wolf Schneider noch Anne Katrin hätten es freundlicher gesagt. Bis morgen, ich freu mich auf euch!
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12 days ago
Ich wollte nur kurz vermelden, dass es auch nette Menschen und hilfsbereite Polizisten gibt. Ein großes Glück für Menschen wie mich, die relativ häufig Schlüssel, Hunde, Koffer oder Portemonnaies verlieren. I mean: Sie hätten mit dem Moped wegfahren können. Sie hätten die Helmbox öffnen und meinen Laptop mitnehmen können. Weil mir die ganze Sache natürlich erst Stunden später auffiel, hatte in der Zwischenzeit ein netter Polizist bereits versucht, meine Daten über den GPS-Tracker zu finden. Außerdem ist er mal schnell zur Geschäftsstelle des Mopedanbieters DANCE rübergelaufen, um zu fragen, ob die meine Adresse haben. Woraufhin Dance mir eine Email schrieb, wo meine Schlüssel liegen. In meinen Storytelling-Workshops erzähle ich oft vom Good-News-Paradox: Menschen geben in Umfragen an, sie wollen mehr gute Nachrichten lesen. Besser klicken tun aber Angst und Wut. Hat was mit Evolution zu tun. Auch mit Algorithmen. Anderes Thema. Beide Wahrheiten schließen sich nicht aus. Die große Frage ist, wie man als Publisher, Partei oder Organisation damit umgeht. Ich beschließe jetzt und hier: Ich teile öfter mal gute Geschichten mit euch. Weil es sie gibt! Weil sie mich froh machen. Und euch vielleicht auch. Und wenn ihr mal irgendwo Schlüssel, Hunde oder Koffer findet - gebt sie ab! Ihr glaubt nicht, wie gut der Tag für jemanden dadurch wird. 💜
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22 days ago
Ich würde schon sagen, dass ich Dank der @lagedernation meinen Status als schnöde Geisteswissenschaftlerin massiv aufgewertet habe und locker aus dem Stand das Erste Staatsexamen bestehen würde. Alles Gute an @if0xx und @philipbanse zu 10 Jahren rechtspolitischen Proseminarpodcast. 💜 Ps: Stehe auf dem Foto bereits auf meine äußersten Zehenspitzen.
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1 month ago
Ich hatte gerade einen Call mit einem Kunden. Terminabsprache, Agendaplanung und Gedöns. Ganz am Ende sagt der männliche Kommunikationschef, er habe gerade bei Instagram gesehen, dass mich der Fall Ulmen/ Fernandes offenbar sehr beschäftigt. Und dann hat er einfach den Raum aufgemacht. Mir zugehört, nachgefragt, sich Zeit genommen. Eine Kleinigkeit, aber an so einem Tag, in so einer Zeit eine Geste, die sich gut angefühlt hat. Danke dafür. Meine privaten DMs sind voll mit dem Thema. „Wir sind noch nicht wütend genug“ - ein Satz, der immer wieder bei meinen Freundinnen auftaucht. Ich habe nicht das Gefühl, ich kann der Debatte gerade noch eine Umdrehung mehr geben. Einen Eindruck möchte ich aber mit euch teilen: Männer sind fassungslos. Frauen macht es Angst. Weil es so nah ist. Deshalb möchte ich gerade die Männer hier noch einmal ermutigen, auch im Business-Kontext einfach mal nachzufragen. Was sonst noch hilft (so wie eigentlich immer im Leben): nicht alleine mit seinen Gefühlen zu bleiben. Hakt euch unter. Hört zu. Macht euch Mut. Seid gemeinsam wütend.
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1 month ago
Was wir aus dem Fall Manuel Hagel über Kipppunkte in Kampagnen und Therapiebedarf lernen können.
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2 months ago
Ach herrje, jetzt hab ich was im Auge! 🥹 Ich hatte so ein flattriges Herz, als ich mich im Februar vor zwei Jahren selbstständig machte. Und 56,8 Millionen Fragen: Werden die Leute mich buchen? Kann ich meine Familie versorgen? Ist das, was ich kann, auf dem freien Markt etwas wert? Könnte ich weniger arbeiten, aber genauso viel verdienen? Wird es mir Spaß machen? Kann ich mich weiterentwickeln? Werde ich jemals wieder ruhig schlafen?? 2 Jahre später habe ich all die Antworten: Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Danke fürs Dabeisein, Daumendrücken, an-mich-Glauben, buchen, empfehlen, Mut machen! ❤️
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2 months ago
Das müsst ihr euch mal vorstellen: Ein Medien-Mann Mitte 60 schreit eine Frau Anfang 20 am Telefon an. Er wird persönlich, grob, und endet mit den Worten: „Du weißt ja gar nicht, mit wem du es zu tun hast!“ Die junge Frau schreibt mir bei WhatsApp. Dass sie gerade bei der Arbeit auf der Toilette sitzt und weint. Ich bin so wütend, dass ich mit dem Auto rechts ranfahren muss. Ich bin Millennial. Den Großteil meines beruflichen Lebens habe ich in einer Sandwichposition zugebracht: Ich leitete Teams, Ressorts oder Referate, in denen viele junge Leute arbeiteten. Meine Chefs waren wiederum Boomer. „Alte Schule“, würden sie augenzwinkernd über sich selbst sagen. Alte Schule bedeutete in meiner Welt: meistens cholerisch, autoritär und häufig ausgestattet mit einem fragilen Ego. Viele Boomer kommen nicht gut damit zurecht (um es mal freundlich zu formulieren), wenn sich junge Frauen nicht EXAKT an ihre Spielregeln halten. Sie sollen demütig und dankbar sein, fleißig, aber nicht fordernd. Und bitte immer freundlich lächeln. Am Ende geht es um Macht. Die Kollegin, die ich mit dem cholerischen Medien-Mann vernetzte, ist selbstbewusst. Sie denkt schnell, vertritt klar ihre Meinung und kennt ihren Wert. Ich hätte es besser wissen müssen. (Vielleicht gründe ich eines Tages ein Spin-Off zu „How To Story” und nenne es „How To Boomer”. ) Den Satz: „Du weißt nicht, mit wem du es zu tun hast“, finde ich so unfassbar entlarvend. Kein Mensch mit echter Macht und gesundem Selbstwert würde das zu einer 40 Jahre jüngeren Person sagen. Schon gar nicht schreien. Egal, ob man sich gerade in etwas einig ist oder nicht. An alle jungen (und älteren) Frauen, die das gerade hören müssen: Hört auf zu weinen. Kommt raus da aus dem Klo, sofort! Es liegt nicht an euch. 💜
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2 months ago