Michael Fuchs

@michael_fuchs_mentoring

Mentor für innere Autorität 💬 WhatsApp-Channel: Michael Fuchs Mentoring 🏔️ Deep Dive Retreats 🤝🏻 1:1-Mentoring 💻
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Pippi Langstrumpf hat nie gefragt, ob sie darf. Sie hat einfach gemacht. Mit dieser unbändigen Leichtigkeit, die wir Erwachsenen uns mühsam wieder erarbeiten müssen. Ein Pferd hochgehoben, Piraten getrotzt, sich selbst Regeln aufgestellt und sie genauso beherzt wieder verworfen. Und das aus purer Neugier auf das Leben. „Ich mache mir die Welt, so wie sie mir gefällt.“ Als Kinder trugen wir alle dieses Feuer in uns: einen Stein anzuschauen und darin ein Raumschiff zu sehen, in eine Pfütze zu springen und dabei ein ganzes Abenteuer zu erleben, jeden Morgen aufzuwachen mit dieser wunderbaren Frage: Was erwartet mich heute? Dann übernimmt das Leben das Steuer. Mit ihm kommen Beruf, Erwartungen und Routinen, die sich so unauffällig in unseren Alltag schleichen, dass wir gar nicht merken, wie wir dabei langsam, aber sicher, den Teil von uns verlieren, der noch staunen kann. Bei manchen passiert das schleichend, bei anderen kommt es dicker: Eine Depression löscht genau diese Leichtigkeit aus, sich für etwas zu begeistern, die Energie, einer Idee nachzugehen, das Staunen vor dem Kleinen. Neugier ist kein Geschenk der Kindheit. Sie ist ein Muskel, den wir verlernt haben zu benutzen, weil das Leben uns so viele andere Dinge zu tragen gab. Pippi fragt sich nie, ob die Welt interessant ist. Sie entscheidet es jeden Morgen neu, mit vollem Ernst und ohne Erlaubnis. Was wäre, wenn wir das auch täten, vielleicht nur mit einer einzigen kleinen Frage am Tag: Was habe ich eigentlich noch nie wirklich verstanden? Was möchte ich endlich mal ausprobieren? Die Rückkehr zur Neugier ist oft der erste Schritt zurück zu sich selbst. Wann warst du zum letzten Mal neugierig? 📷 @leithartsolei
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13 hours ago
Drei Wochen Nepal, 4000 Meter Höhe – und eine Erkenntnis zu der Frage: Was verwandelt Menschen wirklich? Was es aus meiner Sicht NICHT ist: mehr Information, tiefere Selbstreflexion oder sprachlicher Trost. Ich glaube, Entwicklung passiert tiefer. Sie geschieht im Kontakt mit sich selbst, mit anderen, mit der Welt. Und sie braucht etwas, das wir in unserer Gesellschaft systematisch verlernen: die Bereitschaft, sich berühren zu lassen, ohne sofort alles einzuordnen. Wir haben gelernt, uns zum Projekt zu machen. Wir analysieren unsere Muster, benennen unsere Blockaden, optimieren unsere Gewohnheiten. Und bleiben dabei oft innerlich eingefroren. Weil Verstehen eben nicht dasselbe ist wie Veränderung. Rilke hat das einmal so formuliert: Verstehen ist der Trostpreis. Was mir auf dieser Reise klar geworden ist: Wir fangen an uns zu entfalten, wenn wir in Gegenwart eines anderen aufhören, uns permanent anpassen zu müssen. Wenn wir erleben dürfen, dass wir nicht funktionieren, stark sein oder spirituell wirken müssen. Wo etwas in uns – im Kontakt mit einem anderen Menschen oder der Natur – auftauen darf. Das nenne ich Werdungsresonanz. Und ich glaube, dass Retreats genau dafür ein Raum sein können. Transformation ist weder etwas Glamouröses noch ein spirituelles Feuerwerk. Eher das Gegenteil. Sie geschieht, wenn wir aufhören, jemand sein zu wollen und stattdessen einfach da sind – so verletzlich und unsicher, wie wir gerade sind. Diese Reise hat mir auch etwas anderes gezeigt. Ich wollte ursprünglich zum Mount Kailash – daraus wurde nichts, weil die chinesischen Behörden andere Pläne gemacht haben. Was folgte, war eine ganz andere Tour als geplant. Und irgendwann wurde mir klar: Diese Enttäuschung ist kein Scheitern, sondern eine Initiation. Der Moment, in dem Illusionen zerbrechen – über den Weg, über andere, über sich selbst – tut weh. Aber er führt genau dort hin, wo Reifung stattfinden kann: in die Bereitschaft, die Realität zu halten. Vielleicht bedeutet Erwachsensein genau das: offen zu bleiben, während wir erkennen, dass wir nichts festhalten können. #Retreat #Transformation #MichaelFuchs #Leadership Persönlichkeitsentwicklung
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7 days ago
Was du über deine Vergangenheit weißt, ist nur eine Geschichte, die du dir erzählst. Daniel Kahneman hat zwischen zwei Ichs unterschieden: dem erlebenden Selbst, das den Moment wahrnimmt – und dem erinnernden Selbst, das im Nachhinein bewertet, gewichtet und deutet. Was wir Vergangenheit nennen, ist fast immer das Werk des zweiten. Eine Konstruktion. Das klingt abstrakt. Es ist aber eine der praktischsten Erkenntnisse, die ich kenne. Denn wer versteht, dass seine Vergangenheit eine Interpretation ist, gewinnt die Freiheit zurück, sie neu zu erzählen. Unter anderem darum geht es in der Integral Hero’s Journey – wir stellen uns den Geschichten, die uns antreiben, begrenzen und formen. Der nächste Termin ist vom 3. bis 5. September - wie immer im @gaiaretreathouse in der Nähe von Kassel. Wer spürt, dass da etwas ist, das schon lange neu erzählt werden will, ist herzlich eingeladen. Infos und Anmeldung unter michaelfuchs.com. #Führung #Selbstführung #Kahneman #IntegralJourney #MichaelFuchs
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15 days ago
Wir können immer weniger ab. Das ist eine Beobachtung, die ich in meiner Arbeit mache und die mich ehrlich gesagt beunruhigt. Wir interpretieren Schweigen als Abstrafung. Wir erleben kritisches Feedback als Angriff. Wir fühlen uns überfordert, wenn jemand eine Entscheidung trifft, ohne sie uns sofort zu erklären. Ich glaube, das hat mit KI zu tun. Weil wir uns daran gewöhnen, dass wir immer eine Antwort bekommen – geduldig, strukturiert und ohne Widerspruch – verlieren wir die Fähigkeit, Reibung auszuhalten. Ambiguität zu ertragen. In einem Gespräch zu sitzen, das sich verhakt. Was mich dabei am meisten beschäftigt: Wir merken es kaum. Wir nennen es Kommunikation auf Augenhöhe. Oder psychologische Sicherheit. Oder eine gesunde Feedbackkultur. Manchmal ist es das. Aber manchmal ist es vielleicht auch schlicht Bequemlichkeit, die sich professionell verkleidet. Ich habe einen Artikel darüber geschrieben, was KI mit unseren Beziehungen in Organisationen macht. Und über die Frage, was Führung bedeutet, wenn das Interface zum verlässlichsten Gesprächspartner wird: /blog/fuehrung-im-zeitalter-kuenstlicher-naehe/ Wie erlebst du das – in deinem Team, in deiner Organisation? #MichaelFuchs #Mentoring #Leadership #KI #Organisationsentwicklung
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21 days ago
In meinem aktuellen Beitrag im campushunter KOMPAKT Magazin stelle ich eine These auf: 💡 Je leistungsfähiger KI wird, desto menschlicher muss Führung werden. Denn was Algorithmen übernehmen können: — Daten analysieren — Muster erkennen — Entscheidungen vorbereiten Was beim Menschen bleibt: — Werte vorleben — Vertrauen aufbauen — Verantwortung übernehmen Für Studierende und Berufseinsteiger bedeutet das: Selbstreflexion, Empathie und ethische Urteilskraft werden zu den entscheidenden Kompetenzen der nächsten Führungsgeneration. Wie seht ihr das – wird Humanität in euren Organisationen als strategischer Faktor erkannt? Link zum Artikel in der Story. 📷 @leithartsolei #MichaelFuchs #Führung #Leadership #KünstlicheIntelligenz #DigitalTransformation
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26 days ago
@michafritz und ich kennen uns seit fast 20 Jahren. Und trotzdem – oder vielleicht genau deshalb – gab es in diesem Gespräch Momente, die mich echt überrascht haben. Micha hat @vivaconagua mitgegründet – eine Organisation, die Trinkwasser als Menschenrecht begreift und dabei einen ungewöhnlichen Weg geht: keine Bilder vom Leid, sondern Musik, Kunst und Freude als Antrieb. Ich begleite ihn und die Organisation seit den Anfängen. Als Berater, Sparringspartner und längst als Freund. In diesem Interview haben wir über das geredet, worüber Freunde selten öffentlich reden: Was kostet es, immer Haltung zu zeigen? Wo verliert man sich selbst, wenn man die Welt verändern will? Und was hält zwei Menschen zusammen, die unterschiedlicher kaum sein könnten? Es hat mich sehr berührt. Danke! #michaelfuchs #mentoring #vivaconagua #freundschaft #authentizität
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28 days ago
Führung wird gerade auf eine mächtige Probe gestellt. Die KI übernimmt Analyse, Planung und Reporting und ist dabei auch noch schneller und präziser. Das wirft eine Frage auf, die viele Führungskräfte sich kaum zu stellen wagen: Was bleibt eigentlich von mir? In meiner Arbeit mit Führungskräften erlebe ich, dass diese Frage nicht bedrohlich sein muss – sondern auch befreiend sein kann. Denn sie lenkt den Blick auf das, was wirklich zählt: die Fähigkeit, in echten Dilemmata eine Haltung einzunehmen. Menschen einen Sinn zu geben. Verantwortung zu tragen. Wirklich präsent zu sein – in einem Gespräch, das jemanden verändert. Das ist der Kern von Führung. Ich habe fünf dieser Qualitäten zusammengestellt – Dinge, die ich immer wieder als entscheidend erlebe und die kein System je übernehmen wird. Welche davon fordert dich gerade am meisten? #MichaelFuchs #Führung #Leadership #KI #Organisationsentwicklung
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1 month ago
Ich glaube, wir stellen die falsche Frage. Wir diskutieren ja gerade intensiv, welche Kompetenzen in einer KI-gestützten Welt noch zählen. Die meisten Antworten kreisen um dasselbe: mehr Technologiekompetenz, schnellere Implementierung, bessere Tools. Was Organisationen aus meiner Sicht jedoch heute wirklich unterscheidet, ist nicht die Geschwindigkeit der Transformation. Sondern die Frage, ob sie den Übergang von der WISSENSorganisation zur WEISHEITSorganisation schaffen. Wissensorganisationen sind gut darin, Informationen zu sammeln, Prozesse zu optimieren und linear zu skalieren. KI kann das inzwischen besser als wir. „Wisdom Organizations“ können etwas anderes: Sie navigieren Komplexität, ohne sie zu simplifizieren. Sie halten Ambiguität aus. Sie übernehmen langfristige Verantwortung – auch wenn der kurzfristige Druck etwas anderes verlangt. Der entscheidende Unterschied liegt nicht im System. Er liegt in den Menschen, die das System führen. Menschliche Reife ist hier die strategische Kernkompetenz. Was beobachtest du in deiner Organisation – wird dieser Wandel gerade aktiv gestaltet, oder läuft er vor allem reaktiv ab? 📷 @leithartsolei #MichaelFuchs #Mentoring #KI #WisdomOrganization #Leadership
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1 month ago
KI kann alles berechnen. Nur nicht, was als nächstes entstehen will. Francisco Varela, der chilenische Neurowissenschaftler, hat sein Leben damit verbracht zu verstehen, wie Bedeutung entsteht. Sein Befund war radikal: Erkenntnis bildet die Wirklichkeit nicht ab. Sie bringt sie hervor. Ein lebendiges System – ein Mensch – erkennt, indem es sich in Beziehung zur Welt vollzieht. Nicht indem es Daten verarbeitet. Das klingt philosophisch. Aber es hat eine sehr konkrete Konsequenz für alle, die heute mit KI arbeiten: KI strukturiert vorhandene Bedeutung. Sie erzeugt keine neue. Jes Bertelsen geht noch einen Schritt weiter. Für ihn ist Bewusstsein keine feste Größe, sondern etwas, das sich entwickelt. Und wer gut entscheidet – wirklich gut entscheidet – kann viel Realität gleichzeitig wahrnehmen und integrieren. Kognitiv. Emotional. Körperlich. Und in einer Dimension, die sich schwer benennen lässt, aber jeder kennt, der schon einmal etwas entschieden hat, das noch keine Datenbasis hatte – und sich trotzdem als richtig erwiesen hat. Otto Scharmer nennt diesen Moment Presencing. Den Punkt, an dem Wahrnehmung und Zukunft zusammenfallen. Er unterscheidet drei Bewegungen: Downloading – wir reproduzieren, was wir schon wissen. Seeing – wir beobachten offen, was wirklich da ist. Und dann Presencing – wir verbinden uns mit dem, was entstehen will. KI bewältigt die ersten beiden Bewegungen außerordentlich gut. Muster erkennen, Perspektiven erweitern, Bekanntes strukturieren. Aber wer presencen will, braucht einen inneren Ort, aus dem heraus Sinn entsteht. Die Bereitschaft, loszulassen, was man bereits weiß. Und die Fähigkeit, wahrzunehmen, was noch keine Zahl hat. Das ist, glaube ich, die eigentliche Frage hinter all den Debatten über KI und Führung. Nicht: Was kann die Maschine? Sondern: Was bleibt am Menschen hängen, wenn die Maschine immer mehr übernimmt? Wann hast du zuletzt etwas entschieden, das noch keine Datenbasis hatte? 📷 @leithartsolei #Führung #KI #Leadership #MichaelFuchs #Mentoring
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1 month ago
Vergangenes Wochenende habe ich im Gaia Retreat House wieder die Integral Hero’s Journey begleitet. Es gibt einfach Workshops, bei denen ich hinterher selbst anders rausgehe als ich reingegangen bin. Dieser war so einer. Was mich am meisten beeindruckt hat: die Fähigkeit der Teilnehmenden, sich wirklich in den eigenen tiefen inneren Prozess zu begeben. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Es braucht Mut, Vertrauen – und ein Nervensystem, das es zulässt. Denn das Nervensystem ist der eigentliche Schlüssel zur inneren Aufrichtung. Wer sich selbst regulieren kann, kann sich auch wirklich zeigen. Und genau das passiert regelmäßig bei der Heldenreise: Menschen schalten ihren Autopiloten ab. Und plötzlich werden Dinge sichtbar, die lange im Verborgenen lagen: Der Optimist, der sich selbst mit Zuversicht übertüncht. Der Teamplayer, der über die eigenen Grenzen hinweggeht, um anderen zu gefallen. Der Macher, der zwischen Vollgas und totaler Erschöpfung pendelt – und sich fragt, warum er nicht zur Ruhe kommt. Wer seine Muster kennt, ist nicht mehr ihr Gefangener. Und am Ende einer Heldenreise steht oft genau das: die Erfahrung, die innere Steuerung zurückzugewinnen. Und die Erkenntnis, dass das leichter wird, wenn man es gemeinsam tut. Danke an alle, die dabei waren. 🙏 #IntegralHeroJourney #Leadership #Selbstführung #Authentizität #MichaelFuchs
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1 month ago
Tag 2 der Integral Hero’s Journey im @gaiaretreathouse ! Heute geht es um den Archetypen Kamerad und seine Schattenseiten: Diva & Opfer. Spannend (und ehrlich gesagt auch herausfordernd) zu sehen, wie subtil diese Muster in uns wirken können: Die Diva zeigt sich dort, wo wir Stärke inszenieren, Kontrolle halten und nach Anerkennung streben – oft, um unsere eigene Verletzlichkeit zu schützen. Das Opfer hingegen taucht auf, wenn wir uns klein fühlen, zweifeln und im Außen nach Bestätigung suchen. Beide haben etwas gemeinsam: Sie entfernen uns ein Stück von uns selbst. Und genau hier kommt der „Kamerad“ ins Spiel – der integrierte Anteil in uns, der Verbindung statt Ego wählt. Der Verantwortung übernimmt und bleibt, auch wenn es unbequem wird. 👉 Die vielleicht wichtigste Erkenntnis heute: Wachstum bedeutet, Schatten zu erkennen, zu integrieren und bewusster mit ihnen umzugehen. Ich bin gespannt: Wo begegnen dir Diva oder Opfer im Alltag – und wie gehst du damit um?
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1 month ago
Damit hätte ich nicht gerechnet ... Ich leite gerade einen Workshop im Schloss Hohenkammer. Tolle Location, spannende Gruppe – ein Hybrid-Format, das ich sehr mag: Klarer Rahmen, gemeinsames Erarbeiten und Präzisieren von Themen, und dann gezielt mit KI boosten. Volle Präsenz, hohes Tempo – und von mir immer wieder der Hinweis, was es künftig braucht: Rhythmus statt permanentem High-Speed. Dann: Pause. Ich gehe raus zum Kaffee – und sehe dort mein eigenes Buch liegen. Einfach so. Zwischen anderen Titeln. Sogar neben Covey – dem Klassiker aus einer Zeit, als ich gerade als Berater startete und man noch Visionen mit 5–10 Jahres-Horizont entwickelt hat. Das sind diese Momente, in denen man merkt – oder zumindest hofft: Die eigene Arbeit beginnt, unabhängig von dir zu existieren und Menschen zu erreichen. Das Buch liegt dort, weil es seinen Weg dorthin gefunden hat. Und das ist eigentlich der Kern von dem, was wir tun – egal ob als Führungskraft, Berater oder Unternehmer. Nicht etwas produzieren, das Aufmerksamkeit erzeugt. Sondern etwas schaffen, das einlädt. Das wirkt, auch wenn du nicht im Raum bist. Heute war so ein Moment. 🙏 Mein Buch „Starke Selbstführung als Weg zum Erfolg“ gibt es überall, wo es Bücher gibt. #Leadership #Führung #MichaelFuchs #StarkeSelbstführung #Beratung
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1 month ago