Santa Lucia Galerie der Gespräche
THOMAS SCHEIBITZ
Louis de Marsalle
Die Ausstellung wird wegen der anhaltend großen Nachfrage verlängert bis zum 28. Mai 2026.
Öffnungszeiten: Di-Fr 12-17 Uhr oder nach Vereinbarung. Hasenheide 54, Nähe U-Bhf Südstern.
Die Kunstfigur oder das Alter Ego — Louis de Marsalle — (von Ernst Ludwig Kirchner 1913 erfunden), steht hier Pate für die Einzelausstellung von Thomas Scheibitz in der Santa Lucia Galerie. Ein Pseudonym, ein Stellvertreter, um kritische Texte und Inhalte in eigener Sache zu veröffentlichen? Es geht im übertragenen Sinn um den Platz zwischen dem Künstler und einer Kunstfigur, als Frage von künstlerischen Äußerungen, Behauptungen oder Übersetzungen.
Der Künstler als Kurator, oder als der, der den Überblick seiner Sichtbarkeiten in der Hand haben will. Es ist eine interessante Grenze zwischen Behauptung oder Selbstkritik für die Öffentlichkeit – bzw. eben auch ein Schutzmechanismus für den Künstler / die Künstlerin, die ja generell zum Grenzgängertum aufgerufen ist.
Wenn eine Künstlerpersönlichkeit selbst kuratorisch das Werk präsentiert, verdichtet sie da neu, oder ordnet sie es bzw. hinterfragt sie es generell dabei? Und wie wird die Nachwelt mit diesen Aussagen, die als Behauptungen gelesen werden können, umgehen?
Ernst Ludwig Kirchner spricht bei der Erfindung der Figur Louis de Marsalle von der Lücke zwischen dem Ich und dem Mir. Ähnlich vielleicht Rrose Sélavy, der/die das Alter Ego von Marcel Duchamp war. Solche Figuren sollen Material zu den eigenen Werk generieren, Texte verfassen, Ausstellungen kuratieren und so den Künstlerrtypos „verdoppeln“. Heute würde man vielleicht von medialen Vervielfältigungen sprechen. Oder von Werkzeugen, die einen kleinen Abstand von Künstler und der Kunstfigur beschreiben.
Duchamp schreibt: „Ich war nie daran interessiert, mich in einem ästhetischen Spielgel zu betrachten. Meine Absicht war es, von mir selbst wegzukommen, obwohl ich mich dafür selbst benutze.“
Präsentiert von Neue Berliner illustrierte Zeitung \ NBiZ @neue_illustrierte
What currently sets “Radio Liberato” apart from other club music releases in Europe is a “credibilità di strada”—an authenticity rooted in the streets—characterized by Mediterranean bass music, a rejection of the system, self-empowerment, and an extreme diversity of styles. Liberato’s concerts demonstrate just how deeply rooted he is in the soul of the country. Tens of thousands of Liberato „ultras“ fans singing along syllable for syllable, countless fan clubs, and a viral omnipresence on social media speak for themselves. At the end of the “Radio Liberato” radio show, the host asks the singer which song he would personally prefer to perform on stage. He responds with a live recording of “Vuje me facite ascì pazz’,” which Liberato performed in 2023 on the vast Piazza del Plebiscito in Naples, thus closing the circle between the fictional dimension of the radio show and the collective dimension of the concerts.
The cover of “Radio Liberato” features a striking image of a black flag with a white rose being hoisted on an antenna mast atop a building. The person, presumably Liberato himself, is clad in paramilitary-style garb, as if belonging to the Black Bloc. Although Liberato’s radio show sounds like a “real” radio broadcast with all the familiar and standard features, it gives the impression of being a transmission from a pirate station. The secret remains; the mystery is transmissioned. Next stop: Napoli Fuorigrotta, where Liberato will play his only concert in 2026 in front of an audience exceeding 60,000 people.
Published in Frankfurter Rundschau, May 11, 2026.
Author: Max Dax
🎬 Gerade noch rechtzeitig vor my 🆎🚀… because »the must have« der Stunde!!!
Die @neue_illustrierte NIBZ
Ausgabe Nummer 07
magicseven Special Artedition (🚀:; is ja ’n a ARTJournal ! )
druckfrisch - direkt von den Erzeugern ->>> @johannes_beck_bildarchiv@minus.design.berlin@maxdax@maria.zastrow in der galerie st. Lucia abgeholt 🚀🚀🚀
Und los geht’s …
The famos Route: Berlin - Offenbach
@galleryweekendberlin@berlin
#sigurdarosso #so_mamarazzi #kulturhandelsvertretung #rasende_reportas
Rosso on Tour
Happy connections
(- Klöbbln, knüpfen, Stricken;)
credit: 1. Visual by @bernhardmartinstudio
1. Mai so_jobbing : Tag der Arbeit
@caepsele_visual_strategy
Santa Lucia Galerie der Gespräche will be open during Berlin Gallery Weekend 2026, each day from noon until 7 pm, celebrating the exhibition
Thomas Scheibitz
Louis de Marsalle
New paintings and sculptures
Hasenheide 54, near U-Bahn Südstern
We will also celebrate the release of issue #7 of Neue Berliner illustrierte Zeitung, featuring a 12-page portfolio / interview with Max Dax and Julius Sebastian Führ, focusing on Thomas Scheibitz and the 21st century.
The next issue of NBiZ is also featuring, among others, interviews with Marina Abramovic, Emma Rüther, Fahin Amir, Alphaville’s Marian Gold, Heike Behrend, and OpenAI’s Claude in a disillusioning conversation about the announced disappearance of cash in times of crypto currency and the upcoming introduction of the digital Euro currency.
Get your copy at Santa Lucia Galerie der Gespräche or at your nearest newsstand.
On Sunday, May 3, Thomas Scheibitz will be present at the gallery from noon until ca. 3 pm.
See you around and enjoy the second best coffee in town.
Radenko Milak zählt, seit er 2019 Bosnien und Herzegowina auf der 57. Biennale von Venedig vertreten hat, zu den gefragtesten Künstlern zeitgenössischer realistischer Malerei, zumal er in seinen Adaptionen bekannter Fotografien einen virtuosen Aquarellstil prägt. Seine Arbeiten beleuchten so komplexe Verhältnisse wie Modernisierung und Urbanisierung, und zeichnen dabei das Bild einer Welt, in der Transparenz zum Alltag geworden ist. Radenko Milak ist mit seinen Arbeiten in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, z. B. in der Collección SOLO in Spanien, der Albertina in Wien, der Antoine de Galbert Foundation in Paris oder der Moleskine Foundation in Mailand sowie in der Sammlung des Museums der Schönen Künste in Budapest. 2024 war er mit Roman Urbanjek nach Innsbruck zur International Biennial of the Arts eingeladen und war zu einem zweimonatigen Künstleraufenthalt bei der DC Foundation in Miami eingeladen. Im Oktober 2025 präsentierte er eine umfangreiche Einzelausstellung in der Galerie Ani Molnár in Budapest. Von Januar bis März 2026 zeigte das Haus am Lützowplatz, Berlin, seine Ausstellung „Post-Millennium Tension“, nachdem es 2014 zu einer ersten Einzelpräsentation in der Kunsthalle Darmstadt gekommen war.
Die Ani Molnár Galéria, Budapest, zeigt vom 23.–26. April 2026 seine Arbeiten auf der Art Brussels
RADENKO MILAK: POST-MILLENNIUM TENSION
Kat. Haus am Lützowplatz, hrsg. von Max Dax und Marc Wellmann
304 S. mit 210 Abb. in Duotone und 20 farb. Abb., Texte (englisch) von Udo Kittelmann, Marc Wellmann, Gespräch von Max Dax mit dem Künstler, Format 28 x 24 cm, Hardcover, 78.00 €, ISBN 978-3-86442-470-0
#radenkomilak
#maxdax
PHILIP TOPOLOVAC
RELIQUIEN
Aus Berliner Baugruben gesammelte, geschmolzene Glasfundstücke aus dem Zweiten Weltkrieg, 2009–2025
RELICS
Molten glass artifacts from World War II collected from construction pits in Berlin, 2009–2025
MONUMENTE
Zum Brunnen umgebauter Betonpfeiler im Bierhof Rüdersdorf am Berghain, Berlin. Hier der vereinfachte Nachbau des zum Brunnen umfunktionierten Betonpfeilers als Hofskulptur für das Haus am Lützowplatz, Berlin.
MONUMENTS
Concrete pillar converted into a fountain at the Rüdersdorf beer garden at Berghain, Berlin. Here, the simplified replica oft he concrete pillar converted into a fountain for the courtyard at the Haus am Lützowplatz, Berlin.
KLUGE Den Brunnen kenne ich von Fotos. Das ist ein vertikales Stahlbetonteil, auf das horizontale Stahlbetonteile aufgelegt werden können, sodass große Industriekathedralen entstehen können. Techno-Kathedralen wie das Berghain. Und dieser eine Stahlträger hat die Geschichte überlebt und steht jetzt einsam im Garten des Berghains, und das Wasser rinnt von diesem Brunnen herab, statt als fröhliche Fontäne in die Luft zu spritzen. Für mich ist dieser Brunnen einer der schönsten Brunnen Europas.
KLUGE I know the fountain from photos. It is a vertical reinforced-concrete element that can support other horizontal reinforced-concrete elements, making it possible to construct large-scale industrial cathedrals – techno cathedrals like Berghain. This one steel girder has survived history and now stands alone in Berghain’s garden, with water running down it instead of spraying cheerfully into the air. To me, this is one of the most beautiful fountains in Europe.
(aus/from: „Wir sollten unentweg sammeln“ / “We incessantly collect,” Max Dax im Gespräch
mit / in conversation with Alexander Kluge)
Fotografie: Violetta Walkobinger @vio.vio.photography ; Ingo Lawaczek
#trümmergrundstück
#berghainsäule
#alexanderkluge
#maxdax
PHILIP TOPOLOVAC
208 S., 195 farb. und 50 s/w Abb., Format 30 x 24 cm, Leinenband geprägt
ISBN 978-3-8642-472-4, 58.00 Euro
Texte (dt./eng.) von Christiane Heidemann, Anne Waak und mit einem Gespräch von Max Dax mit Alexander Kluge über Berliner Trümmergrundstücke!
Philip Topolovac arbeitet inbetween Archäologie, Kunst und Architektur. Archäologisch interessiert ihn die Bergung von Gebrauchsgegenständen aus der unmittelbaren Kriegszeit; die sammelt er eifrig und stellt die Fundstücke in eigenen architektonischen Modellen aus; mitunter lässt er Glasfunde auch als Murmeln einschmelzen. Architektonisch ist Philip Topolovac ein großer Anhänger von Appropriationen – Veduten, Modelle, alles findet in seinen berückenden skulpturalen Arbeiten Platz; den zum Brunnen umfunktionierten Betonpfeiler aus dem Garten des Berghhains hat er in seine Skulpturensammlung unter dem Titel »I’ve never been to Berghain«
aufgenommen.
#trümmergrundstück
#berghainsäule
#philiptopolovac
#maxdax
Thomas Scheibitz
(@thomasscheibitz.atelier )
3.4.-13.5., by appointment only,
@santaluciagalerie
Hasenheide 54, Berlin
Präsentiert von NBIZ @neue_illustrierte
Die Kunstfigur oder das Alter Ego — Louis de Marsalle — (von Ernst Ludwig Kirchner 1913 erfunden), steht hier Pate für die Einzelausstellung von Thomas Scheibitz in der Santa Lucia Galerie. Ein Pseudonym, ein Stellvertreter, um kritische Texte und Inhalte in eigener Sache zu veröffentlichen? Es geht im übertragenen Sinn um den Platz zwischen dem Künstler und einer Kunstfigur, als Frage von künstlerischen Äußerungen, Behauptungen oder Übersetzungen.
Der Künstler als Kurator, oder als der, der den Überblick seiner Sichtbarkeiten in der Hand haben will. Es ist eine interessante Grenze zwischen Behauptung oder Selbstkritik für die Öffentlichkeit – bzw. eben auch ein Schutzmechanismus für den Künstler / die Künstlerin, die ja generell zum Grenzgängertum aufgerufen ist.
Wenn eine Künstlerpersönlichkeit selbst kuratorisch das Werk präsentiert, verdichtet sie da neu, oder ordnet sie es bzw. hinterfragt sie es generell dabei? Und wie wird die Nachwelt mit diesen Aussagen, die als Behauptungen gelesen werden können, umgehen?
Ernst Ludwig Kirchner spricht bei der Erfindung der Figur Louis de Marsalle von der Lücke zwischen dem Ich und dem Mir. Ähnlich vielleicht Rrose Sélavy, der/die das Alter Ego von Marcel Duchamp war. Solche Figuren sollen Material zu den eigenen Werk generieren, Texte verfassen, Ausstellungen kuratieren und so den Künstlerrtypos „verdoppeln“. Heute würde man vielleicht von medialen Vervielfältigungen sprechen. Oder von Werkzeugen, die einen kleinen Abstand von Künstler und der Kunstfigur beschreiben.
Duchamp schreibt: „Ich war nie daran interessiert, mich in einem ästhetischen Spielgel zu betrachten. Meine Absicht war es, von mir selbst wegzukommen, obwohl ich mich dafür selbst benutze.“
Die Arbeiten von Thomas Scheibitz in dieser Ausstellung sind alle im Jahr 2026 entstanden und beziehen sich auf die oben genannten Überlegungen. Am Ende ist es doch ein Spiegelbild, was zum Selbstporträt wird.
pics by nbiz smt
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#nbiz
#thomasscheibitz
#santaluciagalerie
#maxdax