Gestern war globaler Klimastreik! Unter dem Motto #PeopleNotProfit sind allein in Freiburg 8.000 Menschen auf die Straße gegangen um gegen den fossilen Kapitalismus und für Klimagerechtigkeit und Frieden zu demonstrieren. Danke!! 💚
Danke auch besonders an alle die das durch unzählige Stunden Arbeit in ihrer Freizeit möglich gemacht haben 💚
Ich war dieses mal nicht so sehr involviert wie die letzten male, trotzdem war es auch für mich manchmal etwas stressig. Ich habe leider weder die Kundgebung noch den Demozug richtig mitbekommen da ich zusammen mit @ava.rch Banner, Ordner*innen und mobile Anlagen in dem Demozug eingeschleust habe. Nach dem der Demozug dann am Europaplatz vorbei war, musste ich leider dort bleiben um auf unserer Materialien dort aufzupassen... Trotz dieser etwas blöden Aufgabe zwischendurch hat es mir insgesamt spaß gemacht.
Zusammen konnten wir ein wichtiges Zeichen gegen ein ausbeuterisches System und für Klimagerechtigkeit setzen. Aber genug war das leider noch nicht. Gerade jetzt ist es wichtig so schnell wie möglich auf Erneuerbare umzusteigen, nicht nur für das Klima, sondern auch für den Frieden! Die Gas und Öl-Importe aus Russland müssen so schnell wie möglich gestoppt werden um Putins krieg nicht noch weiter zu finanzieren. Jahrzehnten von fossiler Politik und dem verschlafen der längst überfälligen Energiewende haben uns energetische von einem kriegstreiberischen Autokraten abhängig gemacht. Es braucht jetzt sozial und klimagerechte Lösungen um aus dieser Abhängigkeit raus zu kommen.
Die aktuelle Situation zeigt, dass es von Anfang an keine gute Idee war, auf Gas als "Brückentechnologie" zu setzten.
Fotos 1/3: @rufjanos
Foto 2: @gretaswelt
#fridaysforfuture #klimastreik #reichthaltnicht #freiburgforfuture #freibug #climatestrike
Lützi Bleibt!!
Unter dem kleinen Dorf Lützerath in NRW liegen Millionen Tonnen Braunkohle, die RWE abbauen will. Dafür soll das Dorf weichen. Am Samstag war ich dort und habe mich am Protest gegen den Abriss und gegen NRWEs fossilen Kapitalismus beteiligt.
Es lohnt sich auf jeden Fall, da mal vorbeizuschauen oder auch länger zu bleiben, jede*r ist willkommen und wird gebraucht.
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#lützibleibt #climatechange #climateaction #climatejustice #klima #protest #stopclimatechange #klima #klimagerechtigkeit #fridaysforfuture
Freitag war #Klimastreik. Damit so ein großes Event funktioniert, arbeiten hunderte Menschen schon Monate davor und am Tag selber sehr hart. Einige wenige in Positionen vor der Kamera, die meisten aber – wie ich buchstäblich – hinter der Kamera. Danke an euch, dass ihr dabei wart.
📸: @ben_rott
DANKE!! 💚💚
Ich würde hier gerne noch mehr schreiben und alle aus diesem wunderbaren Team markieren, aber ich hab meine rechte Hand kaputt gemacht, deswegen einfach nur: Danke!
#allefürsklima #klimastreik #fridaysforfuture #freiburg #uprootthesystem
Der 27. Januar ist der internationale Tag zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Heute vor 76 Jahren wurde das KZ Auschwitz befreit. Dort wurden mindestens 1,1 Millionen Menschen brutal ermordet. Diesen und ca. 5 Millionen weiteren Opfern der Holocausts gedenken wir heute. Aus den Erinnerungen und Worten müssen Tate im antifaschistischen Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus folgen. Denn brennende Flüchtlingsunterkünfte und die Anschläge in Hanau und Halle haben gezeigt das es auch heute noch Menschen gibt die so eine menschenverachtende Ideologie vertreten.
#weremember #niewieder #antifa #antifaschismus
Ich möchte heute über mein Auge und strukturelle Diskriminierung von Menschen mit Behinderung sprechen.
Ich bin mit einem extrem seltenen Gendefekt auf die Welt gekommen, der zu einer Fehlbildung meines Linken Auges führte. Als Baby musste ich dreimal am Auge operiert werden, ohne großen Erfolg. Ich bin also praktisch seit meiner Geburt auf einem Auge blind. Im Alltag habe ich eigentlich keine Probleme mit dieser Behinderung. Das einzige, was mich wirklich stört, sind die Menschen die mich komisch anstarren, dumme Bemerkungen machen oder ohne mein Okay dafür Witze darüber machen. Das gibt mir oft das Gefühl nicht "normal" zu sein und ist auch eine Form der Diskriminierung. Ich will für dieses Thema Sensibilisieren und mehr Akzeptanz schaffen, deswegen dieser post.
Eine andere Form der Diskriminierung die ich erleben muss(te) ist im Sportunterricht. Da ein Großteil der 3D-Wahrnehmung über das Stereoskopische (mit zwei Augen) sehen läuft, kann ich nicht wie jede*r zweiäugige Mensch 3D Sehen. Das schränkt mich, außer bei Ballsportarten, eigentlich nicht ein. Aber genau da liegt das Problem: Sport Lehrer*innen (und das Schulsystem) wissen nicht wie sie damit umgehen sollen. Ich wurde sehr lange im Sportunterricht in Ballsportarten gleich bewertet wie meine nicht-eingeschränkten Mitschüler*innen. In der Kursstufe ist das jetzt anders. Da alles mit ins Abi zählt, es keine rechtliche Möglichkeit für die Berücksichtigung von Behinderungen in der Benotung des Sportunterrichts gibt kann ich nicht am Sportunterricht Teilnehmen. Persönlich freue ich mich darüber ein bisschen da ich Schulsport eh nicht leiden konnte. Allerdings bin ich auch enttäuscht, dass Menschen mit Behinderung nicht die Möglichkeit haben am Sportunterricht teilzunehmen und mit ausgleich benotet zu werden, wenn sie das wollen. Das ist ganz klar strukturelle Diskriminierung durch das Schulsystem.
Falls ihr noch Fragen zu meinem Auge und meinen Erfahrungen damit habt gerne in die Kommentare. Ich bin da offen und beantworte gerne (respektvolle) Fragen :)
Danni bleibt!
Durch den Danni gibt es jetzt eine große Schneise um eine unnötige Autobahn zu bauen. Doch der Widerstand wird weiter gehen!
#dannibleibt
#klimaschutz #climatejustice #fridaysforfuture #freiburg
Über das Wochenende war ich im Dannenröder Forst (Danni) und habe versucht den Wald zu verteidigen. Der Danni ist ein ca. 300 Jahre alter, gesunder Mischwald in Hessen der für eine irrsinnige Autobahn gerodet wird. Der Plan die Autobahn A49 zu bauen ist 40 Jahre alt, seit Beginn der Planungen wehren sich Bürger*innen der umliegenden Dörfer dagegen, in den letzten Jahren klagten viele Umweltorganisationen gegen den Planfeststellungsbeschluss, in letzter Instanz wurde festgestellt das der Bau gegen Grundwasser und Naturschutzrecht verstößt, allerdings trotzdem gebaut werden darf, weil der Plan alt ist und deutsches Recht sehr dehnbar ist. Seit 2019 ist der Wald besetzt, angefangen hat es mit wenigen, kleinen Barrios (=Baumhausdörfer) aber der Widerstand ist immer weiter gewachsen, durch die Besetzung konnte die Rodung letztes Jahr verhindert werden, dieses Jahr greift die Staatsgewalt allerdings mit allen Mittel durch und räumt und rodet seit dem 1. Oktober den Danni und die Wälder in der Umgebung. Ich war ende Oktober das erste Mal dort und habe für ein paar Tage in einem Baumhaus gelebt, das Leben dort war wie eine Utopie, jede*r konnte so sein wie sie*er will. Ich habe mich noch nie so Frei gefühlt, keine Regeln, keine Verpflichtungen, keine Diskriminierung trotzdem hat das zusammenleben sehr gut funktioniert. Meine schönste Erinnerung ist die an die Schaukel in dem Barrio Oben, ich saß dort mit meiner Bezugsgruppe abends im Dunklen, wir haben geredet, gelacht und nachgedacht, später kam ein Mensch mit einer Gitarre vorbei und wir haben gemeinsam gesungen, dieser Moment hat mir viel Hoffnung gegeben und gezeigt was alles möglich ist. Aus dieser wundervollen Utopie ist jetzt eine Dystopie geworden. Als ich am Samstag die durch die Polizei zerstörte Schaukel am Boden gesehen habe musste ich weinen, war unglaublich wütend und habe mich aber auch extrem hilflos gefühlt. Wir konnten uns zwar am Wochenende gemeinsam mit Ende Gelände der Rodung und Räumung in den Weg stellen, am Montag ging es dann aber mit voller Gewalt weiter. Ca. 300 Polizist*innen haben das letzte Barrio "Oben" gestürmt, umzäunt und angefangen zu Räumen. [Weiter in den Kommentaren]