Eine Million Abos hat das
@y_kollektiv jetzt bei YT! Als wir 2016 damit an den Start sind, hätte ich nie gedacht, dass wir so viele (junge) Menschen mit Dokus im Netz erreichen. Danke von Herzen für euer Vertrauen und Feedback zu meinen Geschichten!
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Ein bisschen Hintergrund zu manchen meiner Y-Reportagen:
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Schon für #WildGermany wollte ich was über Zoophilie machen, aber damit konnten wir beim ZDF nie landen. Für das Q&A sprach ein Mann offen mit mir, für die Reportage war ich mit „Alfred“ unterwegs. Er ist verliebt in seine Hündin. Habe selbst einen Hund, nur definieren „Alfred“ und ich Tierliebe anders. Es kam oft die Frage, weshalb ich „Alfred“ nicht anzeige, er erzählt doch von sexuellen Aktivitäten mit Hunden. Zeuge bin ich davon nicht geworden. Wenn Journalist:innen beginnen ihre Protas auf Basis von schwer überprüfbaren Aussagen anzuzeigen, wird Journalismus nicht länger möglich sein.
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Um den Jahreswechsel 2016/17 war ich zum ersten Mal für die Doku im Hambacher Forst. Es war brutal kalt. Monate später war ich für ein Kapitel meines Buchs „Alles auf Anfang“ wieder im „Hambi". Mein Prota Tam hatte ich als offenen Typen im Gedächtnis behalten. Doch bei unserem Wiedersehen machte er einen anderen Eindruck auf mich: skeptisch, ausgebrannt. Klimaaktivismus kostet Kraft und Nerven. Aber der Wald steht noch, ich hätte es damals nicht für möglich gehalten.
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Ende 2016 haben wir das Konzept für #Rabiat by Y-Kollektiv geschrieben. Im Frühjahr 2018 feierte die erste Staffel im
@das_erste Premiere, auch der Pilot wurde gezeigt: „Netzwerk pervers“. In Erinnerung ist mir weniger mein erstes Mal Bondage geblieben, auch nicht die Sulkyfahrt durch Altona, sondern die einvernehmliche Prügelszene zwischen Pumuckl und ihrem Freund im Schlafzimmer. Im Film ist der Teil deutlich eingekürzt, die Tritte fehlen komplett.
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Fast alle meine Dokus würde ich heute anders erzählen. Ausgenommen „Unter Pädophilien“. Das Reporterglück war bei der Recherche auf meiner Seite. Den Sender zu überzeugen, dass in diesem Film kein Opfer auftauchen soll, war eine Herausforderung. Ein Weiterdreh, wie Menschen klarkommen, die als Kind missbraucht wurden, habe ich für Y gemacht: starke Frau.