DANTONS TOD von Georg Büchner (Regie: Frank Castorf) angereichert mit Cheatcode Heiner Müller.
Premiere aka erster Durchlauf 25.04.2025
@staatsschauspieldresden
Na, wer hätte das gedacht (Spoiler: ich): Die graue Eminenz des europäischen Theaters entpuppt sich als sehnsüchtiger Junge, der am Ende des Tages, nach endloser Keiferei und Schreierei in den Äther/Spiegel, liebenswürdiger ist als gedacht… und tatsächlich so brilliant ist wie sein Ruf.
In meiner ersten Arbeit mit Castorf und seinem wackeren Team realisiere ich vielleicht ein bisschen zu spät, dass von mir kein typisches „Volksbühne-Depri-Licht“ erwartet wird - sondern der eigene Charakter, Mut und Impuls. Das merke ich mir für nächstes Mal… nicht so vorsichtig sein… und mich darauf einstellen, dass ich einen nicht unerheblichen Teil des Lichts eine Stunde vor Einlass programmieren werde. Adrenalin. It‘s all process.
Ansonsten… über 6 Stunden Dauerfeuer bis zur völligen Leere getragen von einem Ensemble zum Niederknien, ein 10/10-Bühnenbild vom „Setdesigner to end all Setdesigners“
@aleksandar_denic_ , unfassbare Kostüme und ein wichtiger Satz zum Thema N-Wort von
@adrianaperetzki_preta , ein zuckersüßes Kamera- und Schnitt-Team um
@andreas.deinert und #maryvonneriedelsheimer , tolle Musik vom einzigen Nicht-Narzisten im Raum
@william.minke und eine Produktionsleitung und Regie-Assistenz ohne die das ganze Kartenhaus jederzeit eingestürzt wäre (looking at you, Elsa Hartmann & Sebastian Klink)… kurzum, ein sehr sehr bereichernder Ritt und dennoch eine Bestätigung dafür, dass die Theaterwelt schon irgendwie putzig ist.
MVP der Produktion ist natürlich
@coorentinmuller - alle lieben Coco.
Sehr gute Fotos kommen von Sebastian Hoppe