»Das Gefühl, das mich beim Gedanken an diese Stadt befällt, die so lange meine Heimat und die meiner Familie war, ist nur schwer zu greifen.«
IRINA SCHERBAKOWA
LESUNG & STREAM AM DONNERSTAG
Am 21.5. um 19 Uhr stellt IRINA SCHERBAKOWA im Gespräch mit ALICE BOTA ihr neues Buch »DER SCHLÜSSEL WÜRDE NOCH PASSEN« vor. Die Textpassagen liest KATJA AMBERGER.
Nach Ausbruch des Angriffskrieges auf die Ukraine musste Irina Scherbakowa, Friedensnobelpreisträgerin und Gründerin der Menschenrechtsorganisation »Memorial«, in kürzester Zeit ihre Heimat verlassen; im deutschen Exil führt sie heute ihre Arbeit als Aktivistin und Schriftstellerin (»Die Hände meines Vaters« u.a.) fort. Ein altes Leben lässt sich nicht in zwei Koffer packen, stellt sie klar – was bleibt, ist die Erinnerung: Als autobiografisches Sachbuch versammelt »Der Schlüssel würde noch passen« (Droemer) Erlebtes, Szenen und Schilderungen aus Moskau vor Putins Autokratie, während der kurzen 1990er-Jahren der »Perestroika«. Es ist der eindrucksvolle Rückblick einer Zeitzeugin, ein Bericht »über eine verpasste Chance und die Lehren für die Gegenwart« (Die Zeit).
»Irina Scherbakowa gibt eine persönliche und detaillierte Antwort auf die Frage, wie der russische Staat im 20. Jahrhundert seine Bürger missbraucht hat und wie er das weiterhin tut, solange die alten Verbrechen nicht aufgearbeitet sind.«
SZ
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»Ihr Herz ist überall: in ihren Ohren, der Brust, den Fingerspitzen.« EVA PRAMSCHÜFER
LESUNG & STREAM AM MITTWOCH
Am 20.5. um 19 Uhr stell EVA PRAMSCHÜFER im Gespräch mit MONA AMEZIANE ihr Buch »WEISSER SOMMER« vor.
Als #BookTokerin inspiriert sie über 25.000 Follower zum Lesen, als freie Journalistin analysiert sie die »literarische Subkultur« im Internet (SZ u.a.). Nun legt Eva Pramschüfer ihr Romandebüt vor: »Weißer Sommer« (Rowohlt) erzählt von Alma und Théo, die sich lieben – eigentlich. Denn ihr Miteinander ist in die Brüche gegangen, von dem coup de foudre in der französischen Abendsonne, den gemeinsamen Lebensjahren eines jungen Künstlerpaars, ist nicht viel übrig. Oder? In starken Farben zeichnet Eva Pramschüfer die Chronik einer modernen Liebesgeschichte zwischen zwei Ländern, zwischen Anfang und Ende, Festhalten und Loslassen.
#evapramschüfer #weissersommer #literaturhausmünchen #monaameziane
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»Lehmans erster Blick am Morgen galt der aktuellen Bestsellerliste, er wollte prüfen, auf welcher Position sein neuestes Buch stand.«
(KARINE TUIL »DIE LIEBESHUNGRIGEN«)
LESUNG & STREAM AM DIENSTAG
Am 19.5. um 20 Uhr stellt KARINE TUIL im Gespräch mit BRITTA SANDBERG (Der Spiegel) ihren Roman »DIE LIEBESHUNGRIGEN« vor. Die deutschen Passagen liest Katharina Bach (Münchner Kammerspiele).
Dan Lehman – abgewählter französischer Präsident – ist depressiv und alkoholsüchtig. Seine Frau hingegen feiert als Schauspielerin ein spektakuläres Karrierehoch, was die Laune des Ex-Politikers nicht gerade hebt. In »Die Liebeshungrigen« (dtv // dt. von Maja Ueberle-Pfaff & Alexandra Baisch) verhandelt die französische Star-Autorin Karine Tuil (»Diese eine Entscheidung«, u.a.) meisterhaft aktuelle Zeitgeschichte. Sie durchleuchtet zerstörerische Machtstrukturen, blickt hinter die Fassade des glamourösen Eliten-Paris und schreibt dabei klug und mitreißend über die Liebe.
»Ein schonungsloser Roman über das machtdurstige Polit- und Filmmilieu.«
Le Figaro
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»Es ist mein Wunsch, Sie daran zu erinnern, dass ich stets davon überzeugt war und noch immer davon überzeugt bin, dass ein Künstler, der mit geistigen Werten lebt und umgeht, angesichts eines Konflikts, in dem die höchsten Werte der Humanität und Zivilisation auf dem Spiel stehen, sich nicht gleichgültig verhalten kann.«
(PABLO PICASSO, 1937)
DIE LESUNG AM MONTAG
AM 18.5. um 19 Uhr stellt PAUL INGENDAAY im Gespräch mit KNUT CORDSEN sein Buch »ENTSCHEIDUNG IN SPANIEN. DER GROSSE KAMPF DER LITERATUR 1936-1939« vor.
Spanien, 1936: Auf den Militärputsch durch Francisco Franco folgt ein Blutvergießen, das drei Jahre andauern soll. Dessen Fronten stellen die Weichen des 20. Jahrhunderts. Um die faschistische Machtübernahme aufzuhalten, wagen sich Intellektuelle, Künstlerinnen und Aktivisten nicht nur aus Spanien, sondern aus aller Welt ins Gefecht des Bürgerkriegs. Ihre Namen: Klaus und Erika Mann, George Orwell, Ernest Hemingway, Pablo Picasso, Miguel Hernández, Willy Brandt, Simone Weil. In seinem szenischen Sachbuch »Entscheidung in Spanien« (C.H.Beck) begibt sich Paul Ingendaay, langjähriger FAZ-Korrespondent in Madrid, auf die Spuren großer Persönlichkeiten und ihrer beispiellosen Dokumentation einer Tragödie – von »Guernica« bis »Wem die Stunde schlägt«. Denn der Spanische Bürgerkrieg, so der Autor, »gehört zu den wenigen Kriegen, deren Geschichte die Verlierer geschrieben haben«.
❗️Ausverkauft. Restkarten gegebenenfalls an der Abendkasse.
»Den faschistischen Körper gibt es nicht. Er ist ein Wunschtraum. Einer, der im Dritten Reich mit sehr viel Brutalität durchgesetzt werden sollte – die gelobte Rasse gab es ja noch gar nicht. Die sollte erst hergestellt werden. Und: Ein faschistischer Körper ist einer, der offensichtlich Freude daran findet, andere zu erniedrigen.« (DAGMAR HERZOG)
GÜNTHER ANDERS-PREIS FÜR KRITISCHES DENKEN
Am Mittwoch (13.5.26 um 19 Uhr) wird im Literaturhaus der GÜNTHER ANDERS-PREIS FÜR KRITISCHES DENKEN an DAGMAR HERZOG verliehen. Neben ihrem preiswürdigen und in namhaften Verlagen publizierten Werk hat Dagmar Herzog die Jury zuletzt auch mit einem bestechenden Debattenbeitrag zum weltweiten Erstarken des Faschismus »Der neue faschistische Körper« – überzeugt. Die Laudatio hält Michael Hagner. Den Abend moderiert Christian Dries.
Für ihre herausragenden Studien zu Sexualität, Macht und Biopolitik im 20. Jahrhundert erhält die New Yorker Historikerin Dagmar Herzog den Günther Anders-Preis für kritisches Denken 2026. In ihrem jüngsten Buch »Der neue faschistische Körper« (Wirklichkeit Books / Aus dem Englischen von LJ Jeschke) zeigt sie, dass moderne rechte Ideologien stark über Körperbilder funktionieren – über Vorstellungen von Gesundheit, Stärke und Geschlecht. Der Rechtsradikalismus der Gegenwart zeichne sich unter anderem durch Behindertenfeindlichkeit und Anti-LGBTQ-Politik aus sowie durch die »Lust an Aggression, Gemeinheit und Gewalt«.
Dagmar Herzog spricht mit Christian Dries (Vorsitzender der Internationalen Günther Anders-Gesellschaft) über die Frage, wie sich den neuen autoritären Körperidealen historische Aufklärung und gesellschaftliche Solidarität entgegensetzen lassen. Die Laudatio hält der renommierte Wissenschaftshistoriker Michael Hagner.
Eine Veranstaltung der Internationalen Günther Anders-Gesellschaft und der C.H.Beck Kulturstiftung. In Kooperation mit der Stiftung Literaturhaus.
🎟️ EINTRITT FREI (Anmeldung erforderlich unter [email protected])
This is what a Moomin workshop looks like at Kinderkunsthaus in collaboration with @lithaus 👀
don‘t miss our next event:
DI, 02.06. | 10 – 16 UHR | FÜR 8- BIS 12-JÄHRIGE | FERIEN-WORKSHOP
Literaturhaus & Atelier: Wunderbare Welt der Mumins
Kinderkunsthaus in Kooperation mit der Stiftung Literaturhaus
#Kinderkunsthaus #Mumin #Moomin #tovejansson
»›Vermissen Sie Ihre Heimat nicht?‹, fragte Wanda. ›Wollen Sie nicht nach Hause zurückkehren?‹ ›Nach Hause?‹, wiederholte Mrugalski. ›Was soll das sein? ‹«
(MATTHIAS NAWRAT »DAS GLÜCKLICHE SCHICKSAL«)
LESUNG & STREAM AM DIENSTAG
Am 12.5. um 19 Uhr stellt MATTHIAS NAWRAT im Gespräch mit EDGAR SELGE seinen Roman »DAS GLÜCKLICHE SCHICKSAL« vor. Den Abend moderiert Katrin Lange (Literaturhaus München).
Er gehört zu den »interessantesten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur« (Die Zeit), seine Sprache ist »von äußerster Präzision und poetischer Strahlkraft« (Jurybegrünung Berliner Literaturpreis 2026): Matthias Nawrat (»Der traurige Gast« u.a.). In »Das glückliche Schicksal« (Rowohlt) lässt er Wanda, eine polnische Sozialpsychologin, 1983 in den Westen reisen. In Venedig will sie den dort im Exil lebenden Philosophen und Wissenschaftler Henryk Mrugalski zu seiner Forschung zu befragen. Oder verhören?
Zwischen Wanda und Mrugalski steht ein Verdacht – und eine Verbindung, die über den Augenschein hinausreicht.
Im Gespräch mit Matthias Nawrat: Edgar Selge, gefeierter Schauspieler und Autor (»Hast du uns endlich gefunden«) – und begeisterter Nawrat-Leser. Es moderiert BAS-Leiterin Katrin Lange.
🎟️ Tickets unter literaturhaus-muenchen.reservix.de
✨Literaturhaus meets DOK.fest München✨
MO 11.5. / 19 Uhr
»INGEBORG BACHMANN - JEMAND, DER EINMAL ICH WAR«
🎥 Filmvorführung (95 min.)
Regie: Regina Schilling
Mit: Sandra Hüller
95 min.
❗️AUSVERKAUFT
FR 15.5. / 19 Uhr
»GLÜCK GEHABT!«
BUCHPREMIERE MIT FRANZ XAVER GERNSTL
Moderation: Caro Matzko
❗️AUSVERKAUFT
SO 17.5. / 11 Uhr
»BEGEGNUNGEN IM KNAST«
FILM & TALK IN MEMORIAM GEORG STEFAN TROLLER
Film: 44 min.
Lesung & Gespräch: Moritz Holfelder & Daniel Sponsel
🎟️ Tickets über literaturhaus-muenchen.reservix.de/events
"Anytime someone asks a writer for advice, there is already a problem. I don't know anything. I make questions and I make stories but it's people who might happen upon my work who are going to have the answers. Not me," said Percival Everett at our joint event with Literaturhaus München.
Together with Michael Ebert, editor in chief of Süddeutsche Zeitung Magazin, they discussed Everett's career path from his early influences to his later works, his upbringing and approach to writing as well as how time on a ranch shaped his perspective.
📺 Watch their candid conversation at the link in bio.
Words of welcome by Tanja Graf, director of Literaturhaus München, and Nana Bahlmann, the Academy's senior arts advisor.
📸 Literaturhaus München
#americanacademy #percivaleverett #literature #fiction
Heute Abend in der Buchhandlung CoLibris (Neuhausen // München) lesen vier Autor*innen aus ihren noch unveröffentlichten Texten. Und sie geben Einblick in ein Seminar der Bayerischen Akademie des Schreibens. Und diskutieren die dauergültige Frage: Kann man schreiben lernen?
Mit Christian Engel, Fabienne Imlinger, Carmen Kovacs & Armin Wühle
Fr 8.5.26 // 19.30 Uhr // CoLibris Buchhandlung
Leonrodstr.19
»CoLibris präsentiert die Bayerische Akademie des Schreibens (BAS)«
Moderation: Katrin Lange