Zwei Schriftsteller und ein Literaturwissenschaftler; zwei mit Ostbiografie, der dritte aus der Schweiz. Das Motto von literaTurm 2026, OstWestText wird in dieser Veranstaltung so freihändig wie nirgendwo sonst gedeutet. Und dies nicht nur, weil hier Wissenschaft auf literarische Praxis stößt, sondern weil wir zwei Romanautoren dabei haben, die sich den Erschütterungen unserer Gegenwart aus höchst unterschiedlichen Perspektiven nähern. Jonas Lüscher, indem er der Technik zu poetischen Weihen verhilft und mit „Verzauberte Vorbestimmung“ (
@hanserliteratur ) nicht nur das ganze 20. Jahrhundert, sondern auch die Geschichte der Industrialisierung durchläuft. Dabei macht er auf den Spuren der Eltern von Peter Weiss Station in Warnsdorf, damals noch Sudentenland. Dieses ehemalige Zentrum der Textilindustrie, auch „Klein Manchester“ genannt, liegt nur knapp 50 Kilometer von der Stadt entfernt, aus der Ingo Schulze nicht nur stammt, sondern die er in seinem jüngsten Roman „Die rechtschaffenen Mörder“, dem Porträt eines Dresdner Antiquars auf politischen Abwegen, auch literarisch verewigt hat. Wie überhaupt der Osten Deutschlands eines seiner Lebensthemen ist, das er auch in seinem für den Herbst angekündigten Roman „Das Wasser im August“ (
@sfischerverlage ) verhandelt. Und schließlich Dirk Oschmann, Professor für Germanistik an der Universität Leipzig, der mit „Der Osten. Eine westdeutsche Erfindung“ (
@ullsteinbuchverlage ) einen Bestseller gelandet hat, der einen Nerv trifft – vor allem, aber nicht nur in Ostdeutschland.
⏱️ | Dienstag · 9. Juni 2026 · 20 Uhr
🏠 | TaunusTurm · Skadden · Taunustor 1 · 20. OG
💶 | 18 Euro, ermäßigt 8 Euro
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Jonas Lüscher ©️ Peter-Andreas Hassiepen | Dirk Oschmann ©️ Jakob Weber | Ingo Schulze ©️ Gaby Gerster