Viele von uns haben ganz andere SĂ€tze beim Lernen erlebt:
Warum hast Du noch nicht?
Jetzt mach doch mal!
Warum hast Du schon wieder?
Stell Dich nicht so an.
Das ist doch nicht so schwer.
Das musst Du doch können.
FĂŒhlen sich alle nicht so toll an oder?
Mit meinen SĂ€tzen oben funktioniert es viel besser! Welchen benutzt Du gerne? Oder hast Du noch einen wichtigen hinzuzufĂŒgen?
Anzeige/ Kommentiere mit LINK oder SCHULE oder đ« (bisschen Abwechslung muss auch mal sein) und ich schicke Dir den Link zu!
Wenn Du darauf keine Lust hast, kannst Du es auch einfach googeln âSchulstart Carolineâ genĂŒgt đ
Das Buch ist geeignet, wenn man ein Kind hat ab 4 Jahren und auch noch in der ersten Klasse (weil man da noch gut Zeit hat ggfs. etwas nachzuholen.) Bei Zweit- und DrittklÀsslern mit Schulproblemen, kannst Du hier nachlesen, welche VorlÀuferfÀhigkeiten evt. noch gefehlt haben.
Alles, alles Gute fĂŒr den Schulstart wĂŒnsche ich Dir!
Hier der von mir zitierte Artikel im deutschen Ărzteblatt.
/themen/kinder-und-jugendliche/psychische-belastung-bei-jungen-menschen-auf-hochststand-1e053b4f-a93c-474c-b164-2c76c02ef335
Die Studie heiĂt âJugend in Deutschland 2026â unter der Leitung des Jugendforschers Simon Schnetzer herausgegeben und fachlich von Dr. Kilian Hampel, Prof. Dr. Nina Kolleck und Prof. Dr. Klaus Hurrelmann begleitet.
Hier der ganze Meinungsartikel von Bill Ready im Time Magazine: /article/2026/03/19/pinterest-ceo-governments-should-ban-social-media-for-kids-under-16/
(Ich erwÀhne das so oft, weil ich es einfach krass finde. Wenn jetzt schon die Chefs von Social Media-Konzernen davor warnen, wie viele Warnungen brauchen wir denn noch?!)
Hier der Artikel zur Untersuchung durch Stiftung Warentest: /nachrichten/stiftung-warentest-warnt-vor-spiele-apps-fuer-kinder-100.html
Viele der Argumente im Video konnte ich schĂ€rfen durch die LektĂŒre der BĂŒcher âDopamine Nationâ von Anna Lembke und âDopamine Kidsâ von Michaeleen Doucleff (besonders das zweite fĂŒr Eltern sehr zu empfehlen, gibt es glaube ich auch bald auf Deutsch)
Der Konzern Meta (Facebook, Instagram, Whatsapp) hat im letzten Jahr einen Reingewinn von 83 Milliarden US-Dollar gemacht. 83 Milliarden. Da sind viele Milliarden fĂŒr PR und Lobbyismus ĂŒbrig, um uns weiter zu verkaufen, dass das doch alles âgar nicht so schlimm istâ und sich die Kinder heutzutage âhalt online vernetzenâ (wĂ€hrend sie im Endeffekt immer einsamer und depressiver werden!) und die Kinder doch ein âRecht auf freie digitale MeinungsĂ€uĂerungâ haben (obwohl es die lĂ€ngst nicht mehr gibt, weil eh die Algorithmen entscheiden, wer was und wie viel zu sehen bekommt.)
Bitte glaubt lieber z.B. der deutschen Gesellschaft fĂŒr Kinder-und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, die ganz klar sagen: âKein eigenverantwortlicher Besitz und unregulierter Gebrauch internetfĂ€higerSmartphones fĂŒr Kinder vor 14 Jahrenâ
Ein schlechter Tag, eine schlechte Woche oder sogar herausfordernde Monate sind oft nicht reprĂ€sentativ fĂŒr das Gesamtbild.
đźEntscheidungen, die in solchen Zeiten getroffen werden, beruhen meist auf negativen Emotionen und einem verzerrten Blick auf die RealitĂ€t.
đ Wenn man mitten in einer schwierigen Situation steckt, scheint das Aufgeben die einfachste Lösung zu sein. Doch diesem Impuls zu folgen, ist meist nicht rational und allzu oft bereut man dieses Aufgeben dann irgendwann!
đ«€ (âHm so schlimm war es damals doch nicht, wenn ich da weitergemacht hĂ€tte, wo wĂŒrde ich dann heute stehen?â)
đ Deshalb schlage ich Kindern vor, mit dem Aufgeben zu warten, bis ein guter Tag kommt. Ein guter Tag ist nicht nur ein Moment, in dem man sich besser fĂŒhlt, sondern auch eine Zeit, in der man klarer und mit einem breiteren Bewusstsein ĂŒber die eigene Situation nachdenken kann.
âïž Es ist ein Tag, an dem man sowohl Erfolge als auch Misserfolge im richtigen VerhĂ€ltnis sieht und dadurch eine ausgewogenere Entscheidung treffen kann.
đȘ Wenn man an einem guten Tag entscheidet, aufzuhören, dann ist dies eine bewusste Wahl, die nicht aus Frustration oder MĂŒdigkeit resultiert.
đ«¶ Es ist eine Entscheidung, die aus einer Position der StĂ€rke und Klarheit getroffen wird. Man verlĂ€sst dann eine Situation, weil man wirklich bereit dazu ist, nicht weil man ĂŒberfordert oder emotional ausgelaugt ist.
âŁïž Vor allem weil ich so viele dieser SĂ€tze zu Kindern sage: âGib niemals auf.â âIch gebe alles nur nicht auf.â âDu hast 3 Möglichkeiten: nachgeben, aufgeben, alles geben.â finde ich es sehr wichtig auch darĂŒber zu sprechen, wann man dann doch aufgeben kann und sollte.
đŹ Hast Du mal etwas aufgegeben, was Du am Ende bereut hast?
(PS: Es versteht sich von selbst, dass wenn Du irgendeinen Grund zur Annahme hast, dass Deinem Kind bei einer NachmittagsaktivitĂ€t etwas angetan wird (im Sinne von Misshandlung etc.), Du es selbstverstĂ€ndlich sofort aus dieser Situation befreien solltest und nicht etwa auf einen âguten Tagâ wartest. 𫣠Mir geht es hier nur um die ânormalenâ doofen Tage, wo man mit Misserfolg und eigene
Lernen, dass man Dinge auch ohne Bock machen kann. Lernen, sich zu ĂŒberwinden. Zu merken: das Ăberwinden wird mit jedem Tag leichter und irgendwann merke ich es nicht mal mehr, weil es mir wahrhaftig in Fleisch und Blut ĂŒbergegangen ist. DAS ist mein Ziel.
Das kann ich anhand eines Instruments, dem Jonglieren oder einem ZauberwĂŒrfel trainieren. Ganz egal!
Hauptsache diese Erkenntnis wĂ€chst und wird so zum stĂ€rksten Motor fĂŒr das gesamte restliche Leben. Nichts, wirklich nichts von Wert im Leben, keine FĂ€higkeit, nicht mal eine Beziehung bekomme ich ohne MĂŒhe, Zeit und Anstrengung investiert zu haben.
Wie ist das bei Euch mit dem Instrument (oder etwas anderem) ĂŒben?
Ich habe natĂŒrlich, wie wir alle eigentlich, auch Sachen, die ich aufschiebe.
𫣠Am schlimmsten ist fĂŒr mich alles, was mit Buchhaltung, Steuern, Post öffnen und amtlichen Dingen etc. zu tun hat.
đŹ Nun bin ich ja aber selbststĂ€ndig, was bedeutet: ich komme wirklich wirklich nicht drum herum.
đUnd es ist jedes Mal ein Angang! Immer noch!
âŁïž ABER: was mir wirklich jede Woche hilft ist der 10-Minuten-Trick.
ⰠIch stelle mir meinen Timer auf 10 Minuten und sage mir ganz ehrlich. Ok 10 Minuten schaffst Du. Und wenn es nach den 10 Minuten immer noch Àtzend ist, dann höre ich eben wieder auf oder mache etwas anderes. Aber selbst dann ist es toll, weil 10 Minuten Buchhaltung ist besser als gar nicht! Dann habe ich immerhin einen Brief fertig gemacht oder eine Rechnung geschrieben oder ein paar Belege abgelegt.
đ Das ist viel mehr, als ich geschafft hĂ€tte, wenn ich mir vorgenommen hĂ€tte: âHeute mache ich die gesamte Schreibtischarbeit!â
đ Meistens ist es aber so, dass ich dann fast 30 Minuten am Schreibtisch die Dinge mache. Weil soo schlimm sind sie halt auch nicht, nur der Angang, der ist der schlimme.
đđ» Deswegen: ich liebe liebe liebe den 10-Minuten-Trick und es ist sehr sehr wichtig, dass Dein Kind den kennt. Bitte bitte bring Deinem Kind diesen Trick schon frĂŒh bei.
đ€ Er kann einen weit bringen und ĂŒber so manche Aufschiebertis hinweghelfen.
đ«” Und Du stellst Dir jetzt bitte auch gleich den Timer und machst 10 Minuten von der Sache, die du die ganze Zeit aufschiebst. Da gibtâs was - ich weiĂ es!
Meiner Erfahrung nach lassen sich Probleme beim ErklÀren in 99% der FÀlle durch Befolgen eines der Tipps oben lösen!
đ Ăberleg mal, wenn es bei Euch hakt, an was liegt es wohl am ehesten?
Tipp 6 ist mein liebster und den lieben alle kleinen und groĂen Kinder! Bissle Humor dazu, dann lĂ€uft der Hase đ
Ausschnitt aus meinem letzten Newsletter: Deshalb gilt beim Lernen: alles, alles, alles jemand anderem erklÀren.
Super gut eignen sich dafĂŒr Tiere. Also echte! Wenn man so was da hat. Tiere sind nĂ€mlich sehr geduldig und wenn manâs falsch macht, auch nie böse. Kleine Kinder können alternativ ihrem Kuscheltier etwas erklĂ€ren. Das ist auch sehr lieb und weich.
Ich habe keine lebendigen Tiere, dafĂŒr Schleichtiere auf dem Schreibtisch und wenn ich etwas erklĂ€rt habe, darf das Kind sich im Anschluss aussuchen, welchem Tier es das nun erklĂ€ren wird. Dem schlecht gelaunten Esel (âBoah ist das nervig, jetzt muss ich mir schon wieder was anhören.â) oder dem lahmen Schaf, das bisschen schwer von Kapee ist (âhÀÀÀÀh?? wieee? versteh ich nicht! bitte nochmal erklĂ€renâ) oder dem hibbeligen Hundewelpen (springt hauptsĂ€chlich rum und stellt dauernd nervige Zwischenfragen). In diesen FĂ€llen ĂŒbernehme ich dann die Rolle der Tiere (ihr könnt natĂŒrlich noch ganz andere, eigene Tierpersönlichkeiten entwickeln) und das Kind versucht den Stoff dem Tier zu erklĂ€ren. Das sorgt fĂŒr viele Lacher und vor allem viel Lernzuwachs!
đŹ Wie lĂ€uft ErklĂ€ren bei Euch ab? Hast Du noch einen weiterfĂŒhrenden Tipp? Dann teile ihn mit uns!
Sprecht ihr ĂŒber diese Frage?
Ab 13 Jahren spreche ich viel und ausgiebig darĂŒber. Man kann eigentlich gar nicht genug darĂŒber sprechen. đ
Ich finde es immer sehr wertvoll, weil es auch ziemlich egal ist, ob man das dann tatsĂ€chlich wird. Wichtig ist eigentlich nur eine Vorstellung davon zu entwickeln, damit man auf ein Ziel hinarbeiten kann! Wie es am Ende ausgeht, ist eigentlich nebensĂ€chlich. Aber eine Vision fĂŒrs eigene Leben haben und die immer wieder zu verfeinern/anzupassen, das finde ich sehr kraftvoll.
Und was will Dein Kind/Jugendlicher mal werden?
Schreib-Retreat in der Uckermark mit meiner Freundin und Co-Autorin @piafreypia âŁïž wir sind richtig weit gekommen, aber es ist auch noch echt viel⊠gut, dass wir Geschichten ĂŒbers Herausforderung ĂŒberkommen, aus Fehlern lernen und Durchhalten schreiben. Da kann man gar nicht anders als weiterzumachen!
Highlight: GesprĂ€ch mit SaĆĄa StaniĆĄiÄ @howtowaitforalongtime fĂŒr unser Buch! Seine eigene Geschichte ist auch so toll! Am besten nachzulesen in âHerkunftâ, super Buch ab 11 Jahren ĂŒber Mobbing ist âWolfâ (auch das Hörbuch ist klasse!)
Danke Euch so fĂŒr die vielen Tipps, die kritischen, hilfreichen Anmerkungen und vor allem das Anspornen! âŁïž
Falls Du neu dabei bist: wir schreiben ein Jugendbuch mit wahren Geschichten von echten Menschen, die Herausforderungen ĂŒberkommen haben und TROTZ vieler, verschiedener Stolpersteine ein gelungenes Leben fĂŒhren. Es geht nicht so sehr um Erfolg im klassischen Sinne von Leistung, PopularitĂ€t usw. sondern mehr ums: nicht aufgeben, an sich glauben, weitermachen, offen sein, an sich arbeiten und dann mit ein bisschen GlĂŒck und mithilfe anderer an einem guten Ort ankommen. Und sehen: bei ganz vielen Menschen war ĂŒberhaupt nicht âklarâ, dass sie werden, was sie heute sind!
Abstand lassen!
Wie klappt das bei Euch?
Wenn Dein Kind das Problem hatte und jetzt genĂŒgend Abstand lĂ€sst, freue ich mich, wenn Du Deine Erfahrung teilst! Also, ob es einfach irgendwann geklappt hat oder mit welchen Methoden ihr das hinbekommen habt!
âWas passiert mit dem Gehirn bei der Nutzung von ChatGPT?
Forscher des MIT luden 54 Teilnehmer ein, in vier Sitzungen Essays zu schreiben. Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt: eine nutzte ChatGPT, eine Google und eine ausschlieĂlich ihre DenkfĂ€higkeit. In der letzten Sitzung tauschten die Gruppen die Rollen. Die Ergebnisse der Forscher sollten uns allen zu Denken geben.
Die Essays der ChatGPT-Nutzer wiesen durchweg eine geringere OriginalitĂ€t und Tiefe auf als die derjenigen, die die Suchmaschine nutzten oder ohne Hilfsmittel schrieben. Noch auffĂ€lliger war, dass die Hirnscans bei den ChatGPT-Nutzern eine verminderte kognitive AktivitĂ€t zeigten. Hirnregionen, die mit Aufmerksamkeit, GedĂ€chtnis und höherem Denken in Verbindung stehen, waren deutlich weniger aktiv.â
(Zitat und deutsche Ăbersetzung aus diesem Artikel: /sites/robertbtucker/2025/06/20/is-chatgpt-making-us-stupid/
Und hier die Studie dazu: https://www.media.mit.edu/publications/your-brain-on-chatgpt/
Es sollte uns allen zu Denken geben! Ich verstehe jeden SchĂŒler, jede SchĂŒlerin, die das nutzt. HĂ€tten wir wahrscheinlich alle auch so gemacht, deshalb ist es so wichtig darauf hinzuweisen: wenn man KI so âbilligâ nutzt, schadet man sich selbst. Dabei ist es eben so groĂartig, wie KI auch sein kann und mit welchen Prompts sie einen tatsĂ€chlich schlauer machen kann, weil man eine 24/7 Profi-Lehrkraft an der Seite hat.
Deshalb lautet meine Frage an meine SchĂŒler:innen: willst Du dĂŒmmer oder schlauer werden?
Wie ist Deine Meinung dazu? Freue mich ĂŒber weitere Perspektiven zum Thema!
PS: Wenn Du lernen möchtest, KI so zu nutzen, dass Dein Kind oder Deine SchĂŒler:innen dadurch SCHLAUER werden, dann mach doch mal meinen Mini-Kurs âLernen mit KIâ (15 âŹ/ Link im Profil)
Wichtig: kurze Runden, nicht ĂŒbertreiben. Schwierigkeitsgrad direkt anpassen, gerne abwechselnd (also das Kind Aufgaben stellen lassen). Fehler direkt korrigieren und einmal richtig wiederholen lassen. Gute Laune! Freude am Lernen und der Herausforderung! Fehler sind Helfer und Beweise, dass man gerade etwas lernt! đ€
Was hast Du noch fĂŒr schöne kleine Lernideen fĂŒrs Auto / den Spaziergang / die Busfahrt?