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Annekathrin Kohout

@kohout

đŸ§šâ€â™€ïžwriter, art & (pop)cultural scientist 📚editor of @bildkulturen & 🗞pop. kultur & kritik ✍columnist at @taz.die_tageszeitung
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An alle, bei denen ich mich wochenlang nicht gemeldet habe, mysteriös Termine abgesagt oder gar nicht erst angenommen habe: I’m so sorry – aber hier ist der Grund! Ich hab mein Buch fertiggeschrieben, das im September bei @wagenbach_verlag erscheint đŸ„č😇🧚 Es geht um die Frage, was mit uns passiert, wenn wir dauernd auf alles reagieren (mĂŒssen). Es geht um die Ästhetik von Reaktionen: Stitches, Quote-Tweets, Infokacheln, Screenshot-Kommentare. Es geht um die Verantwortung, die wir tragen, wenn wir liken, sharen, canceln, deuten – manchmal im Affekt, oft strategisch. Es geht um den Kampf um Deutungshoheit in einer Zeit, in der jedes Wort, jede Geste, jedes Detail zum Politikum werden und fĂŒr einen wie auch immer gearteten Kulturkampf instrumentalisiert werden kann. Es geht um Misstrauen und Verdacht als neue Standardmodi der Rezeption. Es geht um eine neue Form von Zynismus: kalkulierte Mehrdeutigkeit, absichtsvoll missverstĂ€ndliche Posts, ironisierte Verantwortungslosigkeit – Kommunikation ohne Rede, nur noch Antworten. Es geht darum, wie wir alle – ja, auch ich – zu hyperreaktiven Menschen geworden sind. Ich freue mich auf dieses Buch. Und ich freue mich, wenn ihr es im Blick behaltet. Es ist ein bisschen persönlich, aber vor allem analytisch. Und ich hoffe, es wird euch genauso wach machen, wie es mich mĂŒde gemacht hat XD Coverbild ist von the one and only @arno.beck đŸ©·đŸ€đŸ’• xoxo
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1 year ago
Nach den letzten zwei Wochen beschleicht mich das GefĂŒhl, 2025 könnte das Jahr sein, von dem man spĂ€ter sagt, das Internet war danach nicht mehr das gleiche. Ab heute schreibe ich darĂŒber jeden Monat in meiner TAZ-Kolumne „Feed Interrupted“ - von Plattformmigration ĂŒber Rage Bait bis Social Media Fatigue. @taz.die_tageszeitung Erster Text ist online, darum geht’s: Zuckerberg verspricht „free expression“, Musk erklĂ€rt X zum Leuchtturm der Meinungsfreiheit. Doch das MĂ€rchen der ungezĂŒgelten Rede verkennt die RealitĂ€t: Wo Algorithmen und Marktlogik herrschen, wird jede Äußerung zur Ware - verpackt, kuratiert, verkauft – aber nicht frei. Vor allem: Das MĂ€rchen verkennt auch, dass soziales Verhalten in einem Umfeld, das Feedback und Reaktionen nicht nur ermöglicht, sondern permanent einfordert, nicht reguliert werden kann. Die eigentliche Frage ist: Wer erzĂ€hlt uns diese MĂ€rchen von der freien Rede - und warum gerade jetzt? WĂ€hrend von digitaler Befreiung gesprochen wird, werden im Hintergrund weiter fleißig Daten gesammelt. Je wilder die Debatte, desto höher das Engagement. Die „free expression“ ist ein trojanisches Pferd - das wir begeistert begrĂŒĂŸen. Die ganze Kolumne: Link in Bio & Story
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1 year ago
✹💛Die Vorschau ist da!💚✹ NĂ€chsten Monat erscheint mein neues Buch: eine Popkulturgeschichte des Nerds.đŸ€“đŸ‘€ Es geht um verschiede VorlĂ€ufer der Figur: den Philister, den Streber, den Freak oder den verrĂŒckten Professor – und den damit hĂ€ufig verbundenen Anti-Intellektualismus. Es geht um diverse AusprĂ€gungen: das Hacker-Genie, den Computer-Nerd, den neoliberalen Silicon Valley-Nerd oder den Gamer-Nerd. Es geht um Maschinenkritik und Technikoptimus. Es geht um die Liebe zur Popkultur. Aber es geht auch um die geschlechtliche und kulturelle IdentitĂ€t der Figur – die seit den 1990er Jahren immer wieder einer Kritik unterzogen wurde, nicht erst im Zuge der Piratenpartei oder der Gamergate-Debatte. Ob man es als Kritik oder unreflektierte Übernahme betrachtet: In Serien wie „Big Bang Theory“ und in Form der Satire wurde deutlich, dass Nerds auch mit Sexismus und Rassismus assoziiert sind. Wenn Sheldon Cooper heute als „political INcorrenct hero“ (Jack Kerwick) charakterisiert wird, ist das kein Kompliment (mehr). GerĂ€t der smarte Silicon Valley-Nerd im Licht dieser neuen Diskurse gar zum Alten Weißen Mann? 💔 👇👇👇 Danke @c.h.beckliteratur , Matthias Hansl fĂŒr das Lektorat 💕 und @valseide fĂŒr das Foto auf Bild 2 💝 und alle, die mich in den letzten Jahren bei der Entstehung des Buchs unterstĂŒtzt haben! ❀ Ich freue mich so!
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4 years ago
komme kaum zum posten gerade. aber das will ich doch teilen: neue kolumne ist diese woche online gegangen đŸ«Ž
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2 days ago
april april
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15 days ago
Die neue POP ist da! Mit Texten ĂŒber KI in der Kunst, SAT.1 Gold, Miley Cyrus, (anti-)faschistische Mode, Wearables, die Memifizierung von J.D. Vance und vieles mehr. Geschrieben von @veratollmann , @maren.lickhardt , @commanderlulu , @enzofrancoforte , @ideenfreiheit und vielen mehr. Ich selbst habe ĂŒber Hyperpersonalisierung geschrieben. Mich hat dabei folgende Spannung interessiert: Personalisierung wird gerne als radikalisierte Individualisierung gelesen (z.B. bei Reckwitz’ „Gesellschaft der SingularitĂ€ten”). Die Netzgemeinschaft beobachtet aber eher das Gegenteil – eine Homogenisierung durch (Hyper-)personalisierung. Alles sĂ€he gleich – generisch – aus. Wie viel Individualisierung steckt also in der Personalisierung?
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18 days ago
„Es gibt keine einfachen Lösungen, keine Patentrezepte, keine zehn Regeln fĂŒr bessere Kommunikation im digitalen Raum (auch wenn sie als kleinere Intervention gewiss nĂŒtzlich sind). Die KomplexitĂ€t der gegenwĂ€rtigen Kommunikationssituation lĂ€dt zur Skepsis insbesondere gegenĂŒber jenen ein, die allzu schnell wissen, wie wir ,besser‘ kommunizieren sollten. Aber meine Skepsis ist nicht gleichbedeutend mit Resignation.“ Annekathrin Kohout @kohout – Hyperreaktiv. Wie in sozialen Medien um Deutungsmacht gekĂ€mpft wird, erschienen bei WAGENBACH @wagenbach_verlag #bookstagramgermany #neuebĂŒcher #rauchzeichenagentur #annekathrinkohout #wagenbachverlag
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28 days ago
đŸ’„â€žWillkommen in der Reaktionskultur!“ Mit diesen Worten begrĂŒĂŸt die Kulturwissenschaftlerin Annekathrin Kohout zu Beginn ihres Buches die Lesenden und bietet sich sogleich als ReisefĂŒhrerin durch die abenteuerliche Welt der modernen Internetkultur an. Kulturkritikerin Ilva Skulte spricht bei „Meet the Author“ gemeinsam mit Kohout ĂŒber ihr Buch „Hyperreaktiv: Wie in Sozialen Medien um Deutungsmacht gekĂ€mpft wird.“ (Verlag Klaus Wagenbach, 2025). đŸ—“ïž Dienstag, 21. April um 19 Uhr 📍 Online, Link in der Bio 💬 Deutsch đŸŽŸïž Kostenlos In ihrem Werk nimmt Annekathrin Kohout unter die Lupe, wie Nutzer*innen sozialer Netzwerke mit dem Druck umgehen, sich pausenlos zu allerlei Ă€ußern zu mĂŒssen, erklĂ€rt, was es mit „Antwort ohne Rede“ auf sich hat, und geht der Frage nach, ob die FĂ€higkeit, pointiert in zynischen Memes zu kommunizieren, mit der politischen Überzeugung zusammenhĂ€ngt. Kohout verbindet geschickt Analytisches und Anekdotisches, wobei sie auch ihre eigene Doppelrolle als Userin und Beobachterin stets mit reflektiert. Erfrischend ist dabei, dass man der Autorin ein aufrichtiges Interesse an ihrem Forschungsgegenstand unentwegt anmerkt. âžĄïž Komm zu „Meet the Author“ und erfahre mehr ĂŒber Annekathrin Kohout und ihr Buch!
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29 days ago
neulich habe ich irgendwo gelesen, es sei kein gutes zeichen, dass wir uns so intensiv mit der frage beschĂ€ftigen, welche kriegspropaganda wirkungsvoller ist
 fĂŒr meine neue kolumne hĂ€tte ich diesmal trotzdem gerne ein paar zeichen mehr gehabt - weil es einfach so viel dazu zu sagen gibt. link in story und bio đŸ«Ž
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1 month ago
*face with tears of emotions* march photo dump
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1 month ago
Neue Kolumne ist online! Eigentlich wollte ich ĂŒber den ‚Becoming Chinese‘-Trend schreiben, dann kam aber ein Text ĂŒber Takes raus đŸ‘©â€đŸ”Ź
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2 months ago
hongkong-shenzhen-shanghai-hangzhou-seoul in a super tiny nutshell đŸ„čđŸ’ŠđŸ€
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2 months ago