Für Beständigkeit, Tradition und Qualität steht das etablierte
@darkspringfestivalberlin , welches alljährlich im Frühjahr Berlin heimsucht und dies mit immer sehr liebevoll ausgewählten Bands aus dem düsteren Metier. Ob Newcomer oder Szene-Veteranen, das fünf Bands umfassende Line-up bürgt jedes Jahr für Überraschungsmomente. Diesmal freute ich mich wie irre auf die französische Goth-Rock Legende Corpus Delicti, die mit Klassikern wie „Sylphes“ in den goldenen Neunzigern einen riesigen Fußabdruck im Genre hinterließen. Aber der Reihe nach.
Den Auftakt machten die Italiener Varg | Veum (
@viv_vargiveum ) um Hapax-Musiker Michele, die mit ihrem elektronischen Dark Wave schnell für gute Energie sorgten. Zwar ordentlich gefüllt, hatte am Ende jeder Besucher immer ausreichend Luft und Platz zum Tanzen.
Die Wiener Maskenträger
@thedevilandtheuniverse kenne ich live und ihr martialischer Mix aus Industrial-Pop und Dark Wave war erneut sehr unterhaltend. Die Berliner
@golden_apes – welche auch das Fest organisieren – bildeten wie immer das Zentrum des Abends. Ihr dunkler Wave Rock – diesmal mit liebevoll integriertem Video-Hintergrund – fand seinen Zuspruch beim Publikum. Mir ist die Musik immer etwas zu spannungsarm, aber Geschmäcker sind eben verschieden.
Das deutsche Trio
@klez.e um Sänger/Gitarrist Tobias Siebert mag ich auf Album immer sehr, live fehlt oft etwas Dampf im Fundament. Trotzdem habe ich gerade die Songs der „Erregung“ und die tollen Cure-Gitarren wieder sehr genossen.
Dass nicht nur mich der Headliner
@corpusdelictimusic so aus den Socken jagte, habe ich zwar zu hoffen gewagt, aber es war dann tatsächlich pures Adrenalin so direkt vor der Bühne. Klassiker wie „Sarabande“ kamen, rockten und siegten. Sänger Sébastien nahm sich sogar das Mikro und ging mal direkt ins Publikum. Wie geil. Ein würdiges Finale mit glücklichem Publikum und erneut Respekt für dieses wundervolle Szene-Event an die Macher.
Text:
@rajko.1975 | Fotos:
@khociq
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