Sie prägt die deutsche Wirtschafts- und Energiepolitik. Jetzt ist die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zu Gast im unendlichen Podcast »Alles gesagt?«.
Katherina Reiche wurde 1973 in Luckenwalde in Brandenburg geboren. Ihre Mutter ist Physikochemikerin, ihr Vater Chemieingenieur; beide führten das Familienunternehmen, das bereits vom Großvater aufgebaut worden war. Reiche machte Abitur mit der Note 1,0 und studierte Chemie in Potsdam. Später wurde sie CDU-Politikerin, war lange Bundestagsabgeordnete, arbeitete in führenden Positionen in der Energiewirtschaft und ist heute Bundeswirtschaftsministerin.
Im Gespräch mit Christoph Amend und Jochen Wegner erzählt die Bundeswirtschaftsministerin von ihrer Kindheit in der DDR, vom Aufwachsen in einer Unternehmerfamilie, deren Betrieb erst zwangsverstaatlicht und nach der Wiedervereinigung zurückgegeben wurde. Sie spricht über das Lebensgefühl zwischen Anpassung und Eigensinn, über Schule, Kirche und die Erfahrung, als »Kapitalistenkind« aufzufallen. Außerdem vom Mauerfall, den Umbrüchen der Nachwendezeit und davon, warum gerade ihre Generation zugleich besonders frei und besonders geprägt aus dieser Zeit hervorging.
Katherina Reiche erklärt, weshalb sie sich zunächst für ein Chemiestudium entschied, obwohl sie eigentlich Tiermedizin studieren wollte, und wie sie von dort aus ihren Weg in Politik und Wirtschaft fand. Sie spricht über ihren Blick auf Industrie, Energie und unternehmerische Verantwortung — und darüber, warum sie sich in einer Raffinerie fast so zu Hause fühlt wie andere Menschen im Wohnzimmer.
Nach drei Stunden und drei Minuten beendet Katherina Reiche das Gespräch, denn das kann bei »Alles gesagt?« nur die Gästin.
➡️ Die neue Folge hört ihr über den Link in der Bio oder überall, wo es Podcasts gibt.
#wirtschaft #wirtschaftskrise #politik #podcast
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#newsletter #zuversicht #diezeit
Welche Abi-Note habt ihr eigentlich?
In den Anfangsjahren von »Alles gesagt?« haben die Hosts Jochen Wegner und Christoph Amend eher zufällig angefangen, ihre Gästinnen und Gäste, so sie denn Abitur (oder Matura) haben, nach ihrer Durchschnittsnote zu fragen. Daraus wurde im Podcast eine kleine Tradition – und jetzt haben sie in der Abizeit die besten Passagen aus acht Jahren »Alles gesagt?« in einer Sonderfolge zusammengestellt.
Unter anderen sind dabei: eine Nobelpreisträgerin und ein Astronaut, zwei Bundeskanzler und ein Ministerpräsident, Wissenschaftlerinnen und Unternehmer, Hape Kerkeling und Nora Tschirner, Daniel Kehlmann und Eva Menasse, Sophie Passmann und Cornelia Funke, Doris Dörrie und Wim Wenders. Und Charles Schumann, der bekannteste Barbetreiber des Landes. Ach ja, und warum Friedrich Merz bis heute seine Abi-Note nicht verrät – das immerhin hat er auch verraten.
🎧 Die Sonderfolge hört ihr über den Link in der Bio und überall, wo es Podcasts gibt.
📸: Debora Mittelstaedt, Nils Leon Brauer
#abitur #abiprüfung #podcast #allesgesagt
Bei der Liveaufzeichnung unseres unendlichen Interviewpodcasts »Alles gesagt?« mit Scott Galloway in Hamburg ging es um die die digitale Welt und alles, was dazugehört: Macht, Geld, Einfluss – und wer am Ende dafür bezahlt.
Mit ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner und Christoph Amend, Editorial Director der ZEIT, sprach der weltweit bekannte Podcaster, Marketingprofessor, Bestsellerautor und Gründer von neun Unternehmen auch über die zerstörerische Wirkung sozialer Medien. @profgalloway beschrieb, wie sie Wut, Polarisierung und gesellschaftliche Spaltung verstärken.
Im Gespräch ging es auch um Chancen, Herkunft und sozialen Aufstieg. Für Galloway hängt Erfolg auch stark von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab – und nicht nur von individueller Leistung.
➡️ Die ganze Livefolge von »Alles gesagt?« mit Scott Galloway könnt ihr bald auf zeit.de und allen Podcast-Plattformen hören und bei YouTube auch anschauen.
#livepodcast #omr #allesgesagt
Er wurde weltweit bekannt als der »Turnschuh-Minister« und prägte als Vizekanzler und Außenminister die deutsche Politik. Jetzt ist Joschka Fischer zu Gast in einer Sonderfolge des unendlichen Podcasts »Alles gesagt?« – (Fast) »Alles gesagt?«, live aufgenommen im Rahmen des 80. Geburtstags der ZEIT im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg.
Im Gespräch mit ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner und Christoph Amend, Editorial Director der ZEIT, berichtet Fischer von den Straßenschlachten in Frankfurt, seiner grundsätzlichen Skepsis gegenüber Autoritäten und dem Moment, als er den USA ein deutliches »I’m not convinced« entgegenhielt. Fischer analysiert die heutige Gefahr durch den erstarkenden Nationalismus und erklärt, warum Deutschland angesichts einer neuen Weltordnung wieder lernen muss, Machtpolitik zu betreiben.
➡️ Die ganze Livefolge von (Fast) »Alles gesagt?« könnt ihr über den Link in der Bio anschauen oder anhören auf zeit.de und überall, wo es Podcasts gibt.
#außenpolitik #europa #neueweltordnung #livepodcast
In dieser Folge von »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner dem Sozialpsychologen Jonathan Haidt die Frage: »Sind unsere Kinder glücklicher ohne soziale Medien?«
Mehrere Länder haben damit begonnen, Smartphones aus dem Unterricht zu verbannen und ein Social-Media-Verbot für Jugendliche zu erlassen. Maßgeblich dafür verantwortlich sein dürfte Haidt, der seit Jahren vor den Gefahren von Smartphones und sozialen Medien warnt und zu eben jenen Maßnahmen rät.
Jonathan Haidt, 62, ist ein US-amerikanischer Sozialpsychologe und Professor an der renommierten NYU Stern School of Business. Sein 2024 erschienenes Buch Generation Angst über die Schäden, die Smartphones und soziale Medien bei Kindern anrichten, stand mehr als 100 Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times. 2026 ist sein Kinderratgeber Generation Glücklich erschienen, den er gemeinsam mit der US-Autorin Catherine Price verfasst hat.
Im Podcast begründet Haidt, warum er soziale Medien für so gefährlich für Jugendliche und Kinder hält: Auf Plattformen wie Snapchat oder Instagram sind Jugendliche Sextortion ausgesetzt, also sexueller Erpressung. Alleine Snapchat berichte von rund 10.000 Hinweisen auf Sextortion-Vorfälle – pro Monat, sagt Haidt. Auch Cyberbullying, also die Schikane durch Mitschüler, sei ein großes Problem für Jugendliche. Anders als früher, als sich Schikane vorwiegend im lokalen Umfeld bewegte, verstärken soziale Medien das Problem immens.
Haidt sorgt sich auch um die indirekten Effekte sozialer Medien auf Jugendliche: Die Zahl der Angststörungen, Depressionen und Selbstverletzungen unter Jugendlichen haben seit dem Jahr 2010 massiv zugenommen. Für Haidt ist der Fall klar: Das ist genau die Zeit, als Smartphones sich auf der ganzen Welt ausbreiteten und Social-Media-Plattformen wie Facebook beliebt wurden.
🎧 Die neue Folge von »Nur eine Frage« findet ihr über den Link in der Bio, auf zeit.de und überall, wo es Podcasts gibt.
Produktion: ifbbw, Pool Artists
Visuelle Produktion: Michael Pfister, Lila Barth
Redaktion: Lisa Hegemann, Jens Lubbadeh
#socialmediaverbot #digitalegewalt #cyberbullying #podcast
Er wurde weltweit bekannt als der »Turnschuh-Minister« und prägte als Vizekanzler und Außenminister die deutsche Politik. Jetzt ist Joschka Fischer zu Gast in einer Sonderfolge des unendlichen Podcasts »Alles gesagt?« – (Fast) »Alles gesagt?«, live aufgenommen im Rahmen des 80. Geburtstags der ZEIT im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg.
Josef Martin Fischer wurde 1948 in Gerabronn geboren. Seine Eltern kamen als Heimatvertriebene aus Ungarn nach Deutschland; der Familie gehörte eine Metzgerei. Die Schule brach er vorzeitig ab, da er das starre System und Lehrer ohne echte Autorität verachtete. Nach Jahren als Taxifahrer in Frankfurt, die ihn nach eigenen Worten zum politischen Realisten machten, wurde er 1985 in weißen Nikes – die heute im Ledermuseum in Offenbach stehen – als erster grüner Umweltminister Hessens vereidigt.
Im Gespräch mit Jochen Wegner und Christoph Amend blickt Fischer auf die »schönste Tellerwäscher-Vita der deutschen Nachkriegspolitik« (Süddeutsche Zeitung) zurück – vom Sponti und Taxifahrer bis ins Auswärtige Amt. Er berichtet von den Straßenschlachten in Frankfurt, seiner grundsätzlichen Skepsis gegenüber Autoritäten und dem Moment, als er den USA ein deutliches »I’m not convinced« entgegenhielt. Fischer analysiert die heutige Gefahr durch den erstarkenden Nationalismus und erklärt, warum Deutschland angesichts einer neuen Weltordnung wieder lernen muss, Machtpolitik zu betreiben.
Außerdem erzählt er, warum er heute skeptischer auf die Welt blickt als früher und warum er dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, anders als sein damaliger Kanzler Gerhard Schröder, schon früh misstraute. Er spricht über seine emotionale Bindung zu Ungarn, seine Zeit als »letzter Rock ›n‹ Roller« der Politik und sein im Mai 2026 erscheinendes Buch »Wer sind wir?«, in dem er die Führungsfrage für Europa stellt.
🎤 Die Livefolge (Fast) »Alles gesagt?« von der Geburtstagsfeier der ZEIT hört ihr über den Link in der Bio oder überall, wo es Podcasts gibt.
#joschkafischer #politik #allesgesagt #livepodcast
🎤 Scott Galloway ist am 5. Mai live zu Gast in Hamburg bei »Alles gesagt?« und erklärt die digitale Welt und alles, was dazugehört: Macht, Geld, Einfluss – und wer am Ende dafür bezahlt. Als weltweit bekannter Podcaster, Marketing-Professor, Bestseller-Autor und Gründer von neun Unternehmen klärt er über die Strategien der Tech-Giganten auf und beschreibt, wie aus Innovation Monopole werden, aus Plattformen politische Akteure und aus Aufmerksamkeit ein Geschäftsmodell.
Welche Techkonzerne werden die KI-Ära dominieren – und wer verliert die Kontrolle? Was passiert, wenn das Vertrauen in Institutionen, Märkte und Medien weiter erodiert? Und ist Amerika eigentlich noch das Land der Chancen oder längst ein System, das allmählich verschleißt?
Von seiner Keynote beim OMR-Festival kommt Scott Galloway (@profgalloway ) direkt auf die Bühne der ZEIT und spricht live im unendlichen Interviewpodcast mit Christoph Amend, Editorial Director der ZEIT, und ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner – so lange, bis er findet, dass alles gesagt sei.
📍Hamburg – 05. Mai 2026, 13 Uhr, Laeiszhalle Kleiner Saal
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#livepodcast #allesgesagt
Joschka Fischer war bei Alles gesagt? Er wurde weltweit bekannt als der „Turnschuh-Minister” und prägte als Vizekanzler und Außenminister die deutsche Politik. Jetzt ist er zu Gast in einer endlichen Sonderfolge unseres eigentlich unendlichen Podcasts: „(Fast) Alles gesagt?“, live aufgenommen im Rahmen des 80. Geburtstags der ZEIT im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Jetzt auf zeit.de und allen Podcast-Plattformen.
Im Gespräch blickt Fischer auf die „schönste Tellerwäscher-Vita der deutschen Nachkriegspolitik” (Süddeutsche Zeitung) zurück – vom Sponti und Taxifahrer bis ins Auswärtige Amt. Er berichtet von den Straßenschlachten in Frankfurt, seiner grundsätzlichen Skepsis gegenüber Autoritäten und dem Moment, als er den USA ein deutliches „I’m not convinced” entgegenhielt. Fischer analysiert die heutige Gefahr durch den erstarkenden Nationalismus und erklärt, warum Deutschland angesichts einer neuen Weltordnung wieder lernen muss, Machtpolitik zu betreiben.
Außerdem erzählt er, warum er heute skeptischer auf die Welt blickt als früher und warum er dem russischen Präsidenten Putin, anders als sein damaliger Kanzler Gerhard Schröder, schon früh misstraute. Er spricht über seine emotionale Bindung zu Ungarn, seine Zeit als „letzter Rock’n’Roller” der Politik und sein im Mai 2026 erscheinendes Buch “Wer sind wir?“, in dem er die Führungsfrage für Europa stellt.
Josef Martin Fischer wurde 1948 in Gerabronn geboren. Seine Eltern kamen als Heimatvertriebene aus Ungarn nach Deutschland; der Familie gehörte eine Metzgerei. Die Schule brach er vorzeitig ab, da er das starre System und Lehrer ohne echte Autorität verachtete. Nach Jahren als Taxifahrer in Frankfurt, in denen er nach eigenen Worten zum politischen Realisten wurde, wurde er 1985 in weißen Nikes – die heute im Ledermuseum in Offenbach stehen – als erster grüner Umweltminister Hessens vereidigt.
Fotografie: Phil Dera
Warum fließt die Zeit nur in eine Richtung? Wann hört sie auf zu existieren? In dieser Folge von »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner dem theoretischen Physiker Martin Bojowald eine der fundamentalsten Fragen überhaupt: »Gibt es Zeit?«
Martin Bojowald wurde 1973 in Nordrhein-Westfalen geboren. Er forscht und lehrt an der Penn State University in den USA und gilt als einer der führenden Köpfe der Schleifenquantengravitation – einer Theorie, die versucht, Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie mit der Quantenmechanik zu vereinen. Bereits kurz nach seiner Doktorarbeit formulierte Bojowald grundlegende Ideen, die ihm weltweit Aufmerksamkeit einbrachten: So glaubt der Physiker, dass vor unserem Universum ein anderes Universum existiert hat. Es könnte also eine Zeit vor der Zeit gegeben haben.
Im Podcast erläutert Martin Bojowald, was Zeit zu erklären so schwierig macht: Einerseits komme sie uns so alltäglich und natürlich vor. »Wir reden ständig über die Zeit, es klingt völlig selbstverständlich – aber wenn man genau hinsieht, ist es alles andere als leicht, Zeit wirklich zu definieren oder sie direkt zu messen.« Denn Uhren messen nicht die Zeit, sondern beobachten immer nur Veränderungen von Materie: die Bewegung von Uhrzeigern, den Zerfall von Atomen, die Rotation der Erde. Aber was ist Zeit dann überhaupt? Bojowald muss passen: »Tatsächlich haben wir keine wirklich gute Definition von Zeit.«
Rätselhaft ist zudem eine besondere Eigenschaft, die Zeit besitzt: Als einzige der vier Dimensionen hat sie nur eine Richtung – von der Vergangenheit in die Zukunft, aber niemals umgekehrt. Warum? »Es gibt zurzeit keine wirkliche Erklärung dafür«, sagt Bojowald.
➡️ Die neue Folge von »Nur eine Frage« findet ihr über den Link in der Bio, auf zeit.de und überall, wo es Podcasts gibt.
#quantenphysik #wissen #wissenschaft #zeit #n1f