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You Can´t Put The Golden Spiral On Everything
___english in comments___
𝐴 𝑏𝑒𝑎𝑢𝑡𝑖𝑓𝑢𝑙𝑙𝑦 𝑏𝑎𝑙𝑎𝑛𝑐𝑒𝑑 𝑟𝑒𝑐𝑡𝑎𝑛𝑔𝑙𝑒
𝐴𝑔𝑔𝑟𝑒𝑠𝑠𝑖𝑣𝑒𝑙𝑦 𝑑𝑖𝑣𝑖𝑑𝑒𝑑 ℎ𝑎𝑟𝑚𝑜𝑛𝑦
𝐼𝑡 𝑠𝑢𝑐𝑘𝑠 𝑚𝑒 𝑟𝑖𝑔ℎ𝑡 𝑖𝑛𝑡𝑜 𝑖𝑡𝑠 𝑓𝑟𝑎𝑚𝑒
𝑆𝑡𝑜𝑝 𝑚𝑒 𝑓𝑟𝑜𝑚 𝑠𝑝𝑖𝑟𝑎𝑙𝑖𝑛𝑔.
𝑌𝑜𝑢 𝐶𝑎𝑛’𝑡 𝑃𝑢𝑡 𝑇ℎ𝑒 𝐺𝑜𝑙𝑑𝑒𝑛 𝑆𝑝𝑖𝑟𝑎𝑙 𝑂𝑛 𝐸𝑣𝑒𝑟𝑦𝑡ℎ𝑖𝑛𝑔 widmet sich unserer alltäglichen Selbstverständlichkeit im Umgang mit Objekten und zweifelt diese mittels künstlerischer Auseinandersetzung an. Unsere Aufmerksamkeit gilt dabei nicht dem, woran wir gewohnt sind, was wir nicht hinterfragen, sondern dem Eigentlichen, was wir betrachten. Hierbei wird die Norm durch visuelle Differenz herausgestellt – und so der Charakter des Objekts hervorgehoben, ohne es gänzlich zu entfremden. Es ist eine Homage an die Macht der Metapher und des Mythos, welche Objekten eine unvorhersehbare Autonomie verleiht und sie so mit neuen Interpretationen verknüpfen lässt. Die Vorstellungskraft wird zu einem Schlüsselwerkzeug, um eine Vielzahl von Wirklichkeiten zu gestalten.
Die Arbeiten der Ausstellung erforschen die Semantik und das charakterbildene Potenzial ästhetischer Untersuchungen. Aus der Verschmelzung von Kunst, Design und Handwerk entstehen Objekte und Konstellationen, welche dazu ermächtigt werden, ihr Verhältnis zu uns in Frage zu stellen. Sowohl die Artefakte als auch die Betrachtenden werden herausgefordert, sich selbst zu erforschen und die Grenzen des Gewohnten zu überwinden.
Kuratiert von: Anaïs Nyffeler & Jil Schuberth
Öffnungszeiten:
Vernissage/ Opening
22.02.2024 18-22 Uhr
23.02.2024 12-18 Uhr
24.02.2024 12-18 Uhr
25.02.2024 12-16 Uhr
Finissage: 14 Uhr
@anaisnyffeler@arvidjansen@brunoldspaceprogram@dara.morgendorffer@dergutejonas@embryo91@ernstaugustgraefe@eszter___szoke@global___________@hwyled@hyperarchiv@jilschuberth@johannesthl@marlon.nicolaisen@oscartulloch@sellinghoven@sl1m.filter@slnhammer@sophialaranimue@sophieleandrathomas@whitegauna@zoespehr
See you soon!! xx
01
Revealing Absence
Graduation Project by Jil Schuberth
@udkberlin@raumklasse_udk led by @gabi.schillig & Ruven Wiegert
Täglich sammeln und archivieren wir eine Vielzahl von Dingen, um weiteren Generationen Zugang zu Wissen zu ermöglichen, Dinge vor dem Verfall zu bewahren und um vergangene Geschichten in der Gegenwart zu skizzieren. Archive kreieren dabei Orte zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit, indem sie einen Raum der Repräsentation des Abwesenden formen. Aus ihnen entstehen bestimmte Geschichten, während andere nie erscheinen.
“Revealing Absence” eröffnet einen partizipativen archivarischen Arbeitsplatz, in dem Abdrücke und Schalungen von 15 Alltäglichen Objekten miteinander in Beziehung gesetzt werden. Indem die Betrachter*innen selbst in diesem Archiv tätig werden, wird durch aktive De- und Rekonstruierung der Archivalien versucht, hinter die Fassade eines Archivs und dessen Wissensproduktion zu blicken. Das Fehlen der Objekte in den Schalungen – die Lückenhaftigkeit im Archiv – regt die Imagination der betrachtenden Personen an, indem die Leerstellen der Archivalien mit immer wieder neuen Interpretationen gefüllt werden. Durch ihre Unvorhersehbarkeit und Unabgeschlossenheit kann die Imagination das Archiv in Bewegung setzen und zu einer performativen Praxis transzendieren – ohne klaren Anfang und mit unauffindbarem Ende. Ein transformativer Prozess von Werden und Vergehen von Archiven, ihren Fragmenten, Rhetoriken und Materialitäten.
Danke an alle die involviert waren und mir bei der Umsetzung geholfen haben! 🫶🏼
In The Carrier Bag Theory of Fiction (1986), Ursula K. Le Guin writes about simple containers as the primary invention of humanity in an alternative theory of its evolution, with which the collected could be carried home. She speaks of “storytelling” as a tool for world-making, turning away from linear, conflict-centered heroic stories and outlining a new narrative; that of the collectors. In that sense, the containers become subjects and representatives of storytelling.
“II” is a spatial installation where a modular column – made out of containers – is at the center. In contrast to the architectural column, it is movable. It does not freeze history, but can be divided, deconstructed and reconstructed at any time. A monument and at the same time a story that has infinite beginnings but no ending.
Its visual development was led by coincidence and fluid material experiments, representing “collecting”, “covering” and “keeping”: Starting with ink on paper, leading to sculptures made with wax, plaster and cement. Furthermore, virtual 3D sculpting was used to bring the abstraction even further, resulting in an animation where one moves with an endless column.
semester project 2021/22 by Jil Schuberth and Anaïs Nyffeler, @raumklasse_udk
Prof. Gabi Schillig and Ruven Wiegert