Was sagen Wörter wie „Klimakleber“, „Wutwinter“ oder „Zeitenwende“ über die Zeit aus, in der wir leben? Welche Rollen spielen sie in Gesellschaft und Diskurs? 🌍🗯
Im SPRACHREPORT stellt sich Autorin und wissenschaftliche IDS-Mitarbeiterin Petra Storjohann diesen Fragen und wirft dabei einen genaueren Blick auf Neologismen und (Neo-)Diskurse der 2020er-Jahre. Sie verdeutlicht: Sprache bildet gesellschaftliche Wirklichkeit nicht nur ab, sondern sie gestaltet sie aktiv mit. 💡
Neugierig geworden? Den vollständigen Beitrag findet ihr über den Link in unserer Bio.
#IDSMannheim #Sprachreport #Neologismen #SpracheImWandel #Diskurs #OWID #Wortschatz
✨ Kürzliche Nachwuchsangebote und -aktionen am IDS ✨
Unter dem Motto „KI – WissKomm – Karriere“ fand im April der 3. IDS-Nachwuchstag
statt. Nachwuchsforschende erhielten in diesem Rahmen praxisnahe Einblicke in den reflektierten Einsatz von KI-Tools, digitale Wissenschaftskommunikation sowie aktuelle Anwendungen von KI in der Forschung. Vielen Dank an alle Teilnehmenden für ihr Interesse, an die Vortragenden für die spannenden Einsichten und an unser IDS-Organisationsteam für die Planung und Durchführung! 🤩👏 Foto: IDS
Auch in diesem Jahr boten wir am IDS wieder Programme zum Girls’Day und Boys’Day an: Unter dem Motto „Sprache mit Computern erforschen: Deine Reise in die Korpus- und Computerlinguistik!“ erhielten Schülerinnen Einblicke in die Berufsfelder der Computerlinguistin und Korpuslinguistin; beim Angebot „Wortwelten und Wissenschaft: Dein Boys'Day in der Sprachforschung“ lernten Schüler Forschung im Bereich der angewandten Sprachwissenschaft kennen. Wir freuen uns, dass beide Angebote großen Anklang gefunden haben! Herzlichen Dank an unsere Kolleg/-innen für die spannenden Angebote, an unsere studentischen Hilfskräften für die Unterstützung und an unser Orgateam für die Vorbereitung und Durchführung! 🧡🤝 Fotos: IDS | @der_girlsday@der_boysday
#IDSMannheim #Nachwuchsforschende #WissKomm
Heute vor 81 Jahren, am 8. Mai 1945, endete mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg. "Der in der Nachkriegszeit im Diskurs der Täter und der Nichttäter häufige Gebrauch des zeitdeiktischen heute im Sinn von 'jetzt, nachdem der Krieg und die nationalsozialistische Herrschaft beendet sind' dokumentiert die Wahrnehmung einer Zäsur im Sinn eines deutlichen Bruchs zwischen Vergangenheit und Gegenwart."[1] Es existiert das "Davor" der Kriegs- und das "Heute" der unmittelbaren Nachkriegszeit. Die verschiedenen Verwendungsweisen stellen wir euch im heutigen Post vor. ✍️
Das Wort "heute" und weitere Schlüsselwörter aus dem Schulddiskurs der frühen Nachkriegszeit sind über unser Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch (OWID) im Wörterbuch „Schulddiskurs 1945-55“ zu finden. 🔗 Über den Link in der Bio gelangt ihr zum Wörterbuch!
#IDSMannheim #8Mai #TagderBefreiung #Lexik #Schulddiskurs
[1] Eintrag "heute" im Wörterbuch "Schulddiskurs 1945–55", </artikel/309216> (Stand: 8.5.2026).
#IDSunterwegs: Vor Kurzem waren unsere Mitarbeiterinnen Dr. Rahaf Farag und Dr. Janin Rössel zur Kick-Off-Veranstaltung "Wissen wächst im Wir – Partizipative Forschung an der Universität Mannheim" eingeladen und hielten einen Vortrag zu "Sprachforschung meets Citizen Science mit dem Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS)". Sie gaben Ein- und Ausblicke zum Forum Deutsche Sprache sowie zu unseren Aktivitäten und Erfahrungen im Bereich Citizen Science. 🧐 @uni_mannheim
Wir haben uns über die vielen bereichernden Impulse gefreut und danken Corinna Braun und Julia Derkau herzlich für die Organisation dieses spannenden Events! 🧡🤝
#IDSMannheim #UniversitätMannheim #CitizenScience Fotos: Rössel
#IDSunterwegs: Unsere Mitarbeiterinnen Carolin Müller-Spitzer und Sara Corain (Empirische Genderlinguistik, Abteilung Lexik) besuchten kürzlich das Eurac-Forschungszentrum in Bozen (@euracresearch ). Carolin Müller-Spitzer hielt dort einen Vortrag zu „Gender-inclusive language in German. Empirical analyses and linguistic evaluation" (v.a. zu Studien aus dem Projekt Empirische Genderlinguistik) und Sara Corain präsentierte Studien aus ihrer Dissertation. Ein herzlicher Dank für den guten Austausch gilt der „Gender & Terminology“-Gruppe (zu sehen auf dem Foto)! 🤝🤩
Im Rahmen des Aufenthaltes ist unter anderem ein Interview mit Carolin Müller-Spitzer und Andrea Abel (Bozen, Mitglied des Internationalen Wissenschaftlichen Beirats des IDS) entstanden. Ihre Antworten auf Fragen rund um genderinklusiven Sprachgebrauch sowie den Umgang von Gesellschaft, Institutionen und Politik damit lest ihr über den Link in unserer Bio (Eurac Research Magazin online)! 🔗
#IDSMannheim Foto: Müller-Spitzer
#ForumUnterwegs Auch in diesem Jahr sind wir wieder mit einem Stand bei der "Tafel der Nationen" dabei! Die Reiss-Engelhorn-Museen (@rem_mannheim ) veranstalten diesen Aktionstag im Zeichen des friedlichen Miteinanders, des Austauschs und des gegenseitigen Kennenlernens nun das zweite Jahr in Folge.
🗓 9.5.2026 von 11 bis 16 Uhr
📍Toulonplatz C5, direkt vor den REM
🎉 Neben einem bunten Bühnenprogramm können die einzelnen Stände von verschiedenen Mannheimer Vereinen und Institutionen besucht werden.
Unser Stand vom IDS & Forum Deutsche Sprache ist wieder mit dem Forschungslastenrad vertreten. Kommt vorbei, dreht an unserem Glücksrad und werdet Teil der Forschung!
🔗 Mehr Infos findet ihr unter dem Link in der Bio.
#remmannheim #tafeldernationen #forumdeutschesprache #idsmannheim
Wie arbeitet man eigentlich mit Sprachdaten? 🤔
Letzte Woche besuchten Studierende des Zertifikatskurses „Data Literacy“ der @uni_mannheim das IDS. Der interdisziplinäre Kurs steht Bachelor- und Masterstudierenden aller Fakultäten offen und vermittelt Kompetenzen rund um den Umgang mit Daten. Bei der Exkursion drehte sich alles um „Daten in der Sprachwissenschaft“. 🗂️📚
Anhand konkreter Beispiele zeigte das IDS-Team, wie Sprachdaten erhoben, aufbereitet, analysiert und interpretiert werden. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die Arbeit am IDS sowie in aktuelle Projekte durch Dr. Christine Möhrs, Johanna Vogel, Helena Konstanze Budde und Dr. Laura Herzberg.
Der Besuch wurde gerahmt vom Forum Deutsche Sprache – inklusive Baustellenbesichtigung am Alten Meßplatz als Startpunkt und Einblicken in den aktuellen Planungsstand als Endpunkt der Exkursion. Dabei wurde deutlich, wie Informationen und Kompetenzen rund um Sprachdaten künftig auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. 🤩
#Sprachwissenschaft #IDSMannheim #ForumDeutscheSprache #DataLiteracy #UniversitätMannheim #Forschung Fotos 1 und 2: Möhrs, Foto 3: Vogel
📖 In „Der Ursprung der Welt“ zeichnet die Autorin Liv Strömquist (@leifstromquist ) die Kulturgeschichte der Vulva nach – von der Bibel bis Freud, vom unbeholfenen Biologieunterricht bis hin zur aktuellen Tamponwerbung.
➡️ Prof. Dr. Carolin Müller-Spitzer und Dr. Pamela Pachl (IDS) sprechen im Buchclub der @kunsthallema über die Arbeit von Liv Strömquist. Es geht dabei auch um Themen, die das Werk der Künstlerin Kaari Upson (aktuelle Sonderausstellung) berühren: der männlich geprägte Blick auf den weiblichen Körper, Zuschreibungen zu Körperteilen, die männliche und patriarchale Sichtweisen spiegeln. Wie werden solche Zuschreibungen durch Sprache manifestiert und institutionalisiert? Und was braucht es, um weibliche und feministische Denkhorizonte im Sprachgebrauch allgemein und über den Körper speziell zu verankern?
📖 Buch-Club: Liv Strömquist: Der Ursprung der Welt
📆 Mittwoch, 06.05.2026, 18:00 Uhr
📌 Kunsthalle Mannheim
Mit: Prof. Dr. Carolin Müller-Spitzer und Dr. Pamela Pachl (Leibniz-Institut für Deutsche Sprache)
🎟️ 7 €
Mehr Infos und Ticketverkauf findet ihr auf der Website der Kunsthalle Mannheim (Link in der Bio).
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#IDSunterwegs: Vom 13. bis zum 17. April fand in Usbekistan an der Staatlichen Pädagogischen Universität Chirchiq die erste „IDS-Sommerschule zur empirischen germanistischen Linguistik“ statt. 👩🏻🏫🤝
🤩 Katharina Dück, Stefan Engelberg, Christian Lang und Roman Schneider unterrichteten vor etwa 30 Dozierenden, Promovierenden und Examenskandidat/-innen zu korpuslinguistischen Methoden im Bereich der Grammatik, der Lexikologie und der Sprachminderheitenforschung. Vorgestellt wurden dabei auch die Korpora und die korpusbasierten Sprachinformationssysteme des IDS.
🙌 Die Sommerschule war eine Veranstaltung im Rahmen der seit 2022 bestehenden Kooperation des IDS mit den Germanistiken an acht usbekischen Universitäten. Die Kooperation reflektiert das Interesse des IDS an einer gegenwärtig sehr dynamischen Germanistik in Usbekistan, die von ihren Studierendenzahlen her zu den größten weltweit zählt. Die Sommerschule wurde ergänzt durch einen thematisch ähnlichen Kurzworkshop an der Staatlichen Universität Buchara. An beiden Universitäten wurde mit den Rektoraten die Fortsetzung der Kooperation für weitere fünf Jahre beschlossen.
#IDSMannheim Fotos: Dück
Heute seht ihr Teil 2 unseres Jahrestagungsquiz: Auf unserer #IDSJT26 haben wir die Teilnehmenden außerdem zu einem ganz bestimmten Konzept aus der Gesprächsforschung und zu unserer Datenbank für Gesprochenes Deutsch befragt. 👀 Wie gut sich die Teilnehmenden damit auskennen, erfahrt ihr im Video!
Ein großes Danke an alle, die sich unseren Fragen gestellt haben. 🧡
ℹ Um "Newsmarks" und mehr ging es auf unserer Jahrestagung 2026 im Vortrag "Sprachübergreifende Forschung an natürlichen Gesprächsdaten" von Beatrice Szczepek Reed (Universität Lancaster).
ℹ "Mehrsprachige Korpora für die DGD: Potenziale und Herausforderungen" thematisierten Mark-Christoph Müller und Siegwalt Lindenfelser (beide IDS) in ihrem Vortrag. Das neue mehrsprachige Vergleichskorpus sozialer Interaktion im Alltag „Parallel European Corpus of Informal Interaction (PECI)“ in Deutsch, (britischem) Englisch, Italienisch und Polnisch ist verfügbar in der DGD unter: /dgd/pragdb.dgd_extern.welcome Registriert euch heute und erkundet dieses und 44 weitere Korpora in der DGD!
#IDSMannheim
🆕✨ Kürzlich erschienen: SPRACHREPORT-Ausgabe 1/2026! 🔗 Die neue Ausgabe findet ihr über den Link in unserer Bio! #OpenAccess
🔎 Im Heft erwarten euch diese Beiträge:
▫️ Vedad Smailagić, Katharina Dück, Heiko F. Marten und Albrecht Plewnia stellen in ihrem Artikel „Die deutsche Sprache im Land X“ die Erforschung von Deutsch in verschiedenen Regionen der Welt unter Berücksichtigung unterschiedlicher Perspektiven vor.
▫️ Nejra Elkaz betrachtet politisches Framing, ein strategisches Instrument der politischen Kommunikation, und analysiert in ihrem Artikel „Sprache als Mittel der Meinungslenkung“ anhand von Wahlkämpfen der Parteien Die Linke und AfD in den Jahren 2017 bis 2019.
▫️ „Welche Phraseologismen prägen in der Ukraine und Deutschland den Kriegsdiskurs in den Massenmedien rund um Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine?“ (S. 30), fragt Larysa Kovbasyuk in ihrem Aufsatz.
▫️ 'Veganuary', 'Greenflation', 'Tiktoker' oder etwa der gesamte Bereich der Künstlichen Intelligenz sind Beispiele für „Neologismen und (Neo-)Diskurse der 2020er-Jahre bis 2025“, also für jüngere lexikalische Innovationen, die Petra Storjohann in ihrem Artikel der Rubrik „Wörter und Wörterbücher“ thematisiert und einordnet.
▫️ Dennis Wegerhoff testet in seinem Beitrag „Wissen ohne Wahrheit: Sprach-KIs und epistemische (Un-)Sicherheit“ sechs KI-Modelle anhand von computerlinguistischen Methoden.
▫️ Im Artikel „Soziale Interaktion in der virtuellen Realität – neue Perspektiven in der multimodalen Interaktionsanalyse“ interessieren sich Helena Konstanze Budde und Florence Oloff für den Einfluss moderner Technologien auf unsere Kommunikationsprozesse.
Wir wünschen eine spannende und unterhaltsame Lektüre! ☺️
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