Teheran, meine Hood, in der ich groß geworden bin, wird der Spielplatz von zwei totalitären brutalen Regierungen und ich bin einfach fassungslos.
Ich konnte mir in meinen schlimmsten Alpträumen sowas nicht vorstellen.
Ich bin extrem traurig, wütend, enttäuscht - und fühle mich dem Ganzen einfach machtlos.
Meine Familie, die in Teheran lebt, hat bereits das Haus verlassen, in der Hoffnung, dass sie in der kleinen Städtchen nicht das Ziel von israelischen Raketen zu werden.
Die Mama schickt immer wieder Voice- und Videonachrichten, gibt ein Lebenszeichen und zeigt damit, dass deren „Alltag normal weitergeht“.
Ich mach sorgen um die Famlie und Freunde, die alten Schulkameraden und meine „همزبون هام“ Ham-Sabun. also Menschen, mit denen ich die selbe Sprache teile, nämlich (persisch/Farsi).
Mal wieder wird einer meiner Heimaten angegriffen und bald ist wahrscheinlich diese Sensation für uns, die privilegierten Menschen im Westen, vorbei. Ähnlich wie der Russlandkrieg in der Ukraine wird das Ganze nur eine Schlagzeile der Zeitung, ein Swipe auf dein For You Page gewesen sein.
Ich verabscheue diese Einseitigkeit
Die einseitige Berichterstattung deutscher Großmedien …
Die einseitige Empathieemfindung mancher Leute, die sich nur auf einer Seite stellen, als ginge es um ein Fußballderby einer Großstadt
Die einseitige Straße der Hoffnung, die im Augenlick zu einer dunklen Sackgasse führt.
Ich verfluche diesen Gott verdammten Krieg, in dem keiner „Gewinnen“ wird. Aber verlieren tun diejenigen am meisten, die am allerwenigsten mit dem Scheiß zu haben und jemals hatten.
Nämlich unschuldige Zivilsten, vor allem Kinder …
#iran