Der Konzertsaal als Spielfeld 🤗
In Let‘s play: connection loading stellt Musik die Brücke zwischen analogen und digitalen Welten her. 😎 Das Publikum begibt sich Online oder vor Ort in ein musikalisches Stimmungslabor und erspielt mit den Musiker:innen Momente der Verbindung, Berührung und Entdeckung. Ein packender, transdimensionaler Konzertabend zwischen den Welten - in dem man mittendrin und Teil des Ganzen ist.
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Let‘s play: connection loading ist der Gewinner:innenbeitrag des Wettbewerbs „Let‘s get digital“, ausgeschrieben von der MDW Wien und dem Wiener Konzerthaus.
29/09/22 | 19:30 Uhr | Berio-Saal
Infos und Tickets ➡️ konzerthaus.at
Besetzung:
Ella Estrella Tischa: Transmedia/Interactive Directress/ Konzept
Christina Mäckelburg: Digital Stagedesign / Digital Conferencière/ Konzept
Hannah Baumann: Oboe/ Konzept
Franziska Hiller: Sopran/ Konzept
Johannes Worms: Bariton/ Konzept
Nasti: Klavier
Wir freuen uns sehr, in dieser Woche das Programm im mPop @mozartfestwuerzburg mitzugestalten.
Alles dreht sich um das Thema „Freundschaft in Tönen“. Passend, denn die drei godots sind vor allem eines: Freund*innen.
Wie Freundschaft künstlerische Prozesse beflügelt – das und vieles mehr erfahrt und erlebt ihr vom 09. bis 14. Juni im mPop (Augustinerstraße 2).
Kommt gerne vorbei!
#würzburg #musik #freundschaft
IX. danke
viele menschen haben uns beim künstlerischen prozess intensiv unterstützt. durch worte oder offene ohren, durch handlung und taten; durch räume, die wir nutzen durften; durch kaffeepausen; durch kritisches beobachten, raten und abraten und nicht zuletzt durch finanzielle unterstützung.
letztlich müssen wir als künstler:innen entscheidungen selber treffen. auf eigenes risiko. etwas hinstellen, und dann frei lassen. davon sind wir immer noch beflügelt. also: DANKE!
@tonali_hh@tonalisaal@gigantic_breakfast
bilder: @theoneandonlypiep
VIII. backstage
für uns als team war die zeit sehr intensiv und die tage lang. die positive spannung während der performance verlangsamte die zeit. am ende war da jubel und erleichterung. all das ist genauso wichtiger bestandteil des prozesses und soll gezeigt werden!
das, was wir hier auf die bühne gebracht haben, hat uns unendlich viel gelehrt und als kollektiv uns wachsen lassen.
bilder: @theoneandonlypiep
VII. die digitale bühne
nicht nur im saal, sondern auch auf unserem digitalen spielfeld @gather_town fand die premiere statt. unser onlinepublikum hat sich in form von selbstgestalteten avataren aus den verschiedensten orten zugeschaltet und durch @maci.messer wundervoll gestaltete landschaften und räume bewegt. chrissi hat dabei mit großer unterstützung von @nicingr und @abdelammeer hindurchnavigiert, sodass kein avatar verloren ging. 👾
bilder: @theoneandonlypiep
VI. premiere !
in 90 minuten spielten wir uns gemeinsam mit dem digitalen und analogen publikum durch die unterschiedlichsten aggregatzustände von nähe, intimität und dem menschlichen verlangen nach verbindung.
eine zentrale rolle spielte dabei die musik von l.v. beethoven, p. vasks und f. poulenc. der liedzyklus „an die ferne geliebte“, „berührungen“ für oboe solo und die monooper „la voix humaine“ konfrontierten das publikum mit projektionsflächen und erwartungshaltungen, der nähe zum selbst und dem leid, das durch eine gestörte verbindung entstehen kann.
bilder @theoneandonlypiep
VI. wien baby!
zwei tage aufbau. parallel dazu musikalische und szenische proben.
im berio saal des @wienerkonzerthaus entstand das spielfeld zu „Let’s play: Connection loading“: auf dem hügel, im sinnigen wald, die liebesgewalt.
jedes spielfeld rückt einen aspekt von nähe und verbindung musikalisch, darstellerisch und partizipativ in den mittelpunkt.
bilder: privat & @theoneandonlypiep
V. einfach machen
In zwei testphasen haben wir „Let’s play: connection loading“ erprobt, hinterfragt und ständig verändert. es ist toll, aber auch kräftezehrend kollektiv und so lange an einem projekt zu arbeiten. letztlich sollten es 11 Monate werden von der ersten idee bis zur premiere.
oft arbeiteten wir remote an dem projekt, digital verbunden, örtlich getrennt. ein kommunikatives netzwerk zwischen wien, hannover, berlin, stuttgart, leipzig und paris aufgespannt.
bilder: @theoneandonlypiep
IV. try and error
eine große herausforderung wurde die technische umsetzung von „Let’s play: connection loading“.
@ellaestrellaella entwickelte den ersten run für den bühnenaufbau und technical set-up an der @hfs_ernst_busch der das ganze projekt maßgeblich prägte. dabei wurde sie von @the_fritzgerald wahnsinnig unterstützt. das team wuchs also stetig weiter und aus ideen auf papier wurde langsam realität: der erste prototyp called ‚metapolis transit‘ ward also geboren und hatte im juli 22 premiere in berlin
bilder: @theoneandonlypiep
III. das team wächst
innovative ideen sind super, sie müssen aber auch umgesetzt werden - vor allem, wenn das wort hybrid fällt.
für die gestaltung unserer digitalen bühne kam @maci.messer in unser team. sie erschuf die digitale traumwelt, die das bühnenbild der analogen bühne letztendlich beeinflusst hat.
unser digitales publikum konnte sich dank chrissis besonderen gestaltungsfähigkeiten so durch im analogen nie nachzubauenden wunderlandschaften bewegen.
bilder: @theoneandonlypiep
II. das konzept
nach und nach wurde aus unserem brainstorming ein konzept
die erste idee: das konzert als spiel. der konzertsaal als spielfeld. ziel des spiels: eine verbindung zwischen dem anlogen und dem digitalen raum durch musik, eine verbindung zwischen digitalem und analogen publikum - von hängenden zoommeetings inspiriert: connection loading
das spielfeld für die analoge konzertperformance war klar: der berio saal des wiener konzerthauses. wie sollte das digitale äquivalent aussehen? die wahl fiel auf die videokonferenzplattform gather.town, auf der man einen 2d raum nachbauen kann. die tools von gather.town wurden außerdem nach und nach inspiration für das analoge bühnenbild
und noch immer die offene frage: wie und wodurch verbinden wir sinnlich den analogen und den digitalen raum?
I. frame and freedom
was wollen wir eigentlich? am anfang von „Let’s play: Connection loading“ stellten wir uns unseren ängsten vor dem leeren blatt und vor allem unmengen an fragen wie
was verstehen wir als kollektiv überhaupt unter dem begriff konzert?
was zeichnet ein hybride performance aus?
worin unterscheiden sich analoge und digitale räume? was verbindet sie?
was bedeutet nahbarkeit zu den künstler:innen? wie stellt man intimität im digitalen raum her?
wie können sich analoges und digitales publikum innerhalb einer performance miteinander verbinden?
post-its und marker zählen wir seither zu unseren kollektivmitgliedern