Vom Dienstmädchen zur Fotografin: Terezija/Therese Mostler lebte in vielerlei Hinsicht ein ungewöhnliches Leben. Sie betrieb ein eigenes Fotolabor in Ljubljana, dann in Mureck, kleidete sich progressiv, ließ sich scheiden und lebte am Ende teilweise im Freien, später in einer Hütte. Und das alles in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts!
Nach ihrem Tod geriet sie in Vergessenheit. In den letzten Jahren haben grenzüberschreitende Akteur*innen begonnen, Fotos von Terezija/Therese Mostler zu sammeln und Spuren zu sichern.
Mehr dazu findest du im Museum für Geschichte: „Sammlungen, weiblich gelesen“ noch bis 29.03.!
In der Steiermark waren viele Frauen im fotografischen Gewerbe tätig. Oft blieben sie jedoch wenig sichtbar. Im Frauen*monat März 2026 nähern wir uns im Museum für Geschichte der Lebensgeschichte der steirischen Fotografin Terezija/Therese Mostler.
„Sammlungen, weiblich gelesen. Intervention zum Frauen*Monat März - #2 Terezija/Therese Mostler“
Neu im Museum für Geschichte
Sie wurde in der heute slowenischen Štajerska geboren. Ihr Fotoatelier betrieb sie zuerst in Ljubljana, ab 1911 in Mureck. Bald verschoben sich die politischen Grenzen. Doch die Fotografin bewegte sich weiterhin zwischen den Räumen, zwischen der slowenischen und der deutschen Sprache. Nach ihrem Tod geriet sie in Vergessenheit. In den letzten Jahren haben grenzüberschreitende Aktivist*innen begonnen, Fotos von Terezija/Therese Mostler zu sammeln und Spuren zu sichern.
Eine Kooperation mit dem Museum des Wahnsinns / V sodelovanju z Muzejem norosti, Trate (SLO) @muzejnorosti
Mit einer künstlerischen Arbeit von Saša Bezjak / Z umetniškim delom Saše Bezjak @sasa.bezjak
Letzte Woche ist unsere Ausstellung "Alles Arbeit. Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit" vom Museum für Geschichte Graz nach Wien ins Haus der Geschichte Österreich gesiedelt! Sie ist dort für ein ganzes Jahr zu sehen. Große Freude! ✨✨
https://hdgoe.at/alles-arbeit
Fotos: eSeL- Joanna Pianka/hdgö, cc by-nc 4.0
HALBE/HALBE - 1. Mai, 11h
Was feiern wir am 1. Mai? Rundgang durch die Ausstellungen „24/7“ und „Alles Arbeit“ mit Eva Tropper, Samuel Hofstadler und Katrin Ebner
Der 1. Mai erinnert als Feiertag an die Erfolge der Arbeiter*innenbewegung, unter anderem an die Einführung des 8-Stunden-Tages. Doch was bedeutet der 1. Mai für uns heute? Wie steht es derzeit, angesichts einer grundlegend veränderten Arbeitswelt, um Fragen von Solidarisierung und den gemeinsamen Kampf um faire Arbeitsbedingungen? Und wie sehen Antworten auf diese Fragen aus, wenn man unter ‚Arbeit‘ nicht nur Erwerbstätigkeit, sondern auch unbezahlte Sorgetätigkeiten versteht?Im Rundgang durch die Ausstellungen ‚24/7‘ im Kunsthaus Graz und ‚Alles Arbeit‘ im Museum für Geschichte diskutieren wir die Relevanz des 1. Mai in der Gegenwart
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Treffpunkt: Kunsthaus Graz, Foyer
Beide Ausstellungen sind am 1. Mai ganztägig bei FREIEM EINTRITT zu besuchen!