DAS GROSSE LEID, DAS KLEINE LEBEN
eine ✨Mediensatire✨ von @jovana.reisinger für @deutschlandfunk und @deutschlandfunkkultur
Die zweite 🔗Reisingersche-Hörspiel-Groteske🔗 (denn was bleibt uns anderes übrig) als direkte Reaktion auf die Rezeption von PLEASURE wird live im Radio gesendet:
Am Samstag, 18.10.25, im DLF, 20:05 Uhr
sowie Sonntag, 19.10.25 in Dlf Kultur, 18:30 Uhr
Online seit 17.10. überall, wo es Podcasts gibt
Danke an @grimm.christine für die zweite carte blanche, die Unterstützung, das Vertrauen und diese Möglichkeit. Danke an das unfassbare Team im Studio ♡ Auf das nächste!!!
Es sprechen:
Erzählerin @eva_bay_
Produzent @manuelmairhofer
Assistentin @larasperber
Regisseurin @lluluisa
Moderatorin @windischpower
Pförtner @patrick.joswig
Kameramann @caspar_maria_russo
Sprecherin Jingle @johannamariazehendner
sowie Barbara Becker, Susanne Papawassiliu, Swantje Reuter, Rosario Bona, Torsten Föste, Jovana Reisinger und das gesamte Team von Ton und Technik.
Komposition @balbina_nanana und @leoeisenach (ein Traum, wieder mit euch arbeiten zu dürfen!!)
Regieassistenz @swantjeraeuber
Dramaturgie @grimm.christine
Besetzung @bonjourkathi , Jutta Kommnick
Technische Realisierung Andreas Stoffels, Gunda Herke
✰ ✰ ✰ ✰ ✰
• Groteske • Aus einer harmlosen Talkshow-Vorbereitung wird ein alptraumhafter Machtkampf aus Quotendruck und Eitelkeit. Denn die Autorin verspätet sich, dabei geht die Show gleich los. Ein Hörspiel über die Untiefen der Medienbranche.
New Roomate soon. Freu mich riesig!
Dennoch habe ich sehr viele Gedanken zu diesem Beruf und dem Kinderkriegen. Ich habe Zeit und könnte arbeiten. Die wenigsten Produktionen trauen sich Schwangere Schauspielerinnen anzustellen, aber gleich mal vorab: es ist absolut möglich! Der oder die rauchende, saufende Kolleg*in, no offence friend’s, ist evtl. ein größeres Risiko für eine Produktion.
Und was die Filmausfallversicherung betrifft, auch da ist es möglich versichert zu werden. Habe es gerade erlebt, weil es coole Regisseur*innen, die sich dafür einsetzen gibt.
Und was ein Beschäftigungsverbot wegen Corona betrifft: Nein. Es gibt kein generelles Beschäftigungsverbot! Für Festangestellte kann das ja toll sein, aber für Freischaffende einfach nicht. Es gibt weder einen Sozialversicherungsschutz noch Geld. Mal wieder merke ich wie schwierig die Gesetze für Schauspieler*innen sind. Und weil sich gerade so Vieles ändert, sollte da auch etwas passieren. Kinderkriegen soll kein Luxus sein auf den eine Freischaffende sparen muss. Und Obacht, jetzt der größte Funfact: Wenn man gerade nicht angestellt ist, gibt es auch kein Mutterschaftsgeld die Wochen vor und nach der Geburt, aber ein Arbeitsverbot. Die Schwangere fällt dann in die Kategorie Hausfrau. Ich habe wirklich lange nachgedacht, ob ich mir damit schade, wenn ich die Freude, dass ich ein Baby bekomme teile. Gedanken wie: „dann werde ich vielleicht nicht mehr besetzt. Die ist raus, die bekommt ein Baby bla bla.“ Und dann wurde ich wütend. Bei den männlichen Kollegen denkt sich das niemand.
Ich freu mich einfach nur riesig, dass ich ein Baby bekomme und liebe meinen Beruf. Das soll sich nicht ausschließen. Weder während der Schwangerschaft noch danach. Die meisten Schauspielerinnen versuchen aus Angst, so wie ich auch, ganz lange geheim zu halten, dass sie ein Kind kriegen. Das ist doch scheisse.
Glückwünsche nehme ich gerne an. Jobs auch.