21. Mai um 20 Uhr Filmhaus Köln – Illegal als Jüd*innen im Nationalsozialismus, untergetaucht; das ist manchmal so weit weg, als stünden wir alle im Museum.
Jetzt sind Menschen hier und da und da und fristen ihr Dasein als Illegale.
„Kein Mensch ist illegal“ sagten wir in Kampagnen und Gebeten, und der amtierende Papst Leo der XIV. bat um Vergebung bei den Schwestern und Brüdern, die von den hartherzigen Gesetzen betroffen sind, die sich vor den „Illegalen“ verschließen, sodass sie keine Hoffnung auf ihre Rettung haben sollen.
Die Mutter und das Kind, Jüdinnen, sollten getötet sein. Ausgelöscht als Ganzes unter dem Menschengeschlecht.
Jetzt sind es andere, die anderen das Recht zu sein absprechen. Nichts ist im Museum: täglich Aushungern und Bomben. Verbrechen gegen Völker.
Anschl. Gespräch mit Gerhard Schick (Regie), Esther Dischereit und Chana Freundlich
Lesung für Golden Shop
Am 16.5.2026 gab es die Soli-Lesung für Golden Shop in der Villa Sponte in Bremen. Calvin hatte das vorgeschlagen und das Team schleppte ununterbrochen Bänke und Stühle herbei — mehr als 100 Leute waren da.
Danke an alle: die Organisator innen, die spontanen Gastgeber innen, die T Shirt Verkäuferin, die Buchhändlerin, die Mittuenden, Radio Bremen und an das wunderbare Publikum !
Ihr hattet alle soviel gespendet, dass wir noch in der Nacht gerne die Anwältin angerufen hätten. Das haben wir dann doch nicht gemacht und tranken auf Golden Shop ein, zwei oder mehrmals…
Am 15.5. im Buchladen Rote Straße in Göttingen also am Tag vor Bremen, da waren auch soviele Leute gekommen, dass der Laden gar nicht alle aufnehmen konnte.
Wunderbar, wir machen weiter.
WIR MÜSSEN REDEN#8: 🔥
Solidarität unter Druck
Talk | Heiße Diskussion & warme Küche
Wann/Wo:
So, 24.05. / 19:30 h
Tickets & Infos:
/events/wir-mussen-reden-9-solidaritat-0/
Moderator*in Kathrin Ebmeier diskutiert mit den Gästinnen Jamila Al-Yousef und Esther Dischereit, während in einer improvisierten „Küche für alle“ ein gemeinsames Menü zubereitet wird. Im Anschluss ist das Publikum zum Essen und Gespräch eingeladen.
Begrenzte Sitzplätze, wir empfehlen eine frühe Buchung.
Wie steht es um Kunst- und Meinungsfreiheit hierzulande? Wie sprechen wir über Menschenrechtsverletzungen, Krieg und Genozid? Wie zeigen wir Mitgefühl – für Betroffene von Krieg ebenso wie für jene, die aufgrund politischer Positionierungen Ausladungen und Cancelling erfahren?
Seit dem 7. Oktober 2023 hat sich die Debatte über die Kriege in der WANA-Region auch in Deutschland stark zugespitzt. Besonders im Kunst- und Kulturbetrieb stehen Solidarität, Antisemitismus, Rassismus sowie Kunst- und Meinungsfreiheit in einem hoch polarisierten Spannungsfeld. Künstler werden ausgeladen, Veranstaltungen abgesagt, Institutionen geraten unter Druck.
Gemeinsam mit Gästen aus Kunst, Literatur und politischer Praxis sprechen wir über Solidarität im Spannungsfeld von Krieg, öffentlicher Debatte und Kulturbetrieb – und darüber, wie trotz zunehmenden Drucks zur Positionierung ein Dialog möglich bleiben kann.
Moderation: Kathrin Ebmeier
Zu Gast: Jamila Al-Yousef & Esther Dischereit
In Kooperation mit dem Sommerblut Kulturfestival
Die @indiebookchallenge schlägt im Mai 2026 vor, Bücher zu lesen, die wir einst angefangen, aber nicht zu Ende gelesen haben. Wir möchten euch ein Buch aus dem eigenen Verlag empfehlen: »Ein Haufen Dollarscheine« von @esther.dischereit .
»Was? Die vom @maro.verlag haben ihre selbst verlegten Bücher nicht ganz gelesen?« Nun – Ja und Nein ist die Antwort. Natürlich hat die Verlegerin Sarah den Roman gleich mehrfach durch – hinter diesem Post steckt aber eine, die den Verlag derzeit für ein paar Monate unterstützt – und die immer noch neue Lektüre in den Regalen findet. Und gerade lese ich eben »Ein Haufen Dollarscheine«.
Der Roman katapultiert die Leser:innen hinein in eine Familie, die über Berlin, Chicago, Heppenheim und Rom verteilt lebt. Aus der Perspektive eines Neffens und seiner Tante werden zerklüftete Beziehungen, ein Erbschaftsstreit und die absurde Bürokratie der Wiedergutmachung für Holocaust-Überlebende skizziert – Auswirkungen einer Geschichte der Verfolgung während der Zeit des Nationalsozialismus, denn: die Familie ist jüdisch. Die wechselnden Schauplätze und Erzählzeiten spiegeln die Komplexität von Familien, die über die Welt vertreut leben, wieder und stellen Lesende vor eine besondere Herausforderung – ein Anhang mit Überblick über die Protagonist:innen schafft jedoch Erleichterung. Allenfalls wartet ein intensives Leseerlebnis, das diesen Mai vollendet wird!
Wenn ihr neugierig geworden seid, Esther Dischereit persönlich zu treffen, habt ihr diesen Monat sogar doppelt Gelegenheit dazu: Zusammen mit Hengameh Yaghoobifarah @habibitus liest sie am 15. und 16. Mai um 19:30 Uhr in den vom Buchhandlungspreis ausgeschlossenen Buchläden @goldenshop.hb und dem Buchladen Rote Straße in Göttingen. Infos zu den Lesungen findet ihr auf der Website des MaroVerlags.
Habt auch ihr ein unabgeschlossenes, vergessenes oder andauerndes Leseprojekt zu Hause? Eine Bücherschrankleiche, die es wert ist, hervorgeholt zu werden? Einzige Voraussetzung der #indiebookchallenge: Das Werk soll in einem unabhängigen Verlag erschienen sein. Teilt gerne eure Wiederentdeckungen!
#indiebookchallenge #ibc #mai2026 #zuendelesen #ididit #UnabhängigeVerlage #BuchEmpfehlung
16.05. 19:30
SOLI- LESUNG FÜR DEN GOLDEN SHOP
Am 16.05. veranstalten wir in der Sponte (Osterdeich 59b) eine Soli- Lesung für den @goldenshop.hb um uns solidarisch zu zeigen und beim stämmen der entstandenen Prozesskosten zu helfen.
Sämtliche Einnahmen vom Einlass gehen direkt an den Golden- Shop. Kommt vorbei, zeigt euch solidarisch und nutzt diese Gelegenheit um euch über das geschehene Unrecht und den von rechten Kräften geführten Kulturkampf auszutauschen.
#villasponte #goldenshop #bremen
• Solilesung für die Prozesskosten gegen Weimer bzw. BRD lol: Esther Dischereit und Hengameh Yaghoobofarah am 16.5.26, Beginn 19:30 in der Villa Sponte (Osterdeich 59 B)
Eintritt gegen Spende.
👉 Esther Dischereit lebt in Berlin. Sie schreibt Prosa, Lyrik und Essays und ist Autorin von Theater- und Hörstücken. Mit »Joëmis Tisch. Eine jüdische Geschichte« und »Übungen jüdisch zu sein« wurde sie eine der wichtigsten literarischen Stimmen unter den Nachkommen der Shoa-Überlebenden in Deutschland. 2009 erhielt sie den Erich-Fried-Preis. Als Professorin lehrte sie an der Universität für angewandte Kunst in Wien, 2019 als DAAD Chair in Contemporary Poetics
an der New York University. Ihr aktuelles Buch »Ein Haufen Dollarscheine« ist ein verrücktes Familienszenario zwischen Berlin, Chicago, Heppenheim, Rom und wieder zurück.
👉 Hengameh Yaghoobifarah lebt und arbeitet in Berlin. Gemeinsam mit Fatma Aydemir hat Hengameh Yaghoobifarah 2019 den viel beachteten Essayband
»Eure Heimat ist unser Albtraum« herausgegeben. 2021 erschien der Debütroman »Ministerium der Träume« bei Blumenbar, der ein SPIEGEL-Bestseller wurde. 2023 folgte der Kolumnen-Band »Habibitus«, der auf der Shortlist für den Kurt-Tucholsky-Preis stand. In »Schwindel« erzählt Hengameh Yaghoobifarah so fluide, echt und witzig über queeres Begehren, wie niemand sonst es vermag. Eine kompromisslos heutige Liebesgeschichte von radikaler Lebendigkeit und ein irres Lesevergnügen.
Über die Gedichte Esther Dischereit: „Ich kaufe ein in diesem Laden“ in Blumen für Otello Über die Verbrechen von Jena, S.14 Secession, „Ich find das komisch“ in Im Toaster steckt eine Scheibe Brot, Vorwerk8 und in Sometimes a Single Leaf, S. 76 arc publications und „Die Gewesenen“, S. 130 ebenda
Eine Veranstaltung des Leo Baeck-Instituts Jerusalem. Es sprechen Dr. Irit Dekel und Dr. Lilach Naishtat am 29.4.2026
YouTube Link in Story Highlights unter: LINKS
@stewflorsheim schreibt: I’ll be reading my translations of the poetry of @esther.dischereit — a contemporary German-Jewish poet who is a child of a Holocaust survivor — at Temple Sinai in Oakland on April 29 at 7pm.
I’ll be accompanied by 3 other poets who will be reading their translations of Jewish poets from Argentina (Ana Maria Shua) and Poland ( Including Rajzel Zychlinsky).
The event is co-sponsored by the Bay Area chapter of Yetzirah, a national organization supporting Jewish poets. Everyone is welcome to come.
BLUMEN FÜR OTELLO — Über die Verbrechen von Jena
Performance Sounddesign zus. mit İpek İpekçioğlu (DJ İpek) Kultur Klub International Theater Osnabrück emma-thater / 08.05. um 19.30 h