Erica Zingher

@ericazingher

✍️ Journalistin & Autorin | Kolumnistin @taz.die_tageszeitung | Podcasterin @zeit 🗣️ Moderatorin 📩 Anfragen per Mail
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Meine neue @taz.die_tageszeitung Kolumne über die russischen Angriffe Mitte der Woche auf die Ukraine, auf das historische Zentrum von Lwiw. Allerallerallerstestens jetzt muss der Letzte im Westen verstanden haben: Es gibt keine sicheren Orte in der Ukraine. Umso enttäuschender habe ich die Rede des Bundespräsidenten etwas zeitgleich zum Jubiläum des Auswärtigen Amts empfunden. Selbstkritische Worte bzgl. seiner Russlandpolitik, deren Ergebnisse bis heute wirken? Immer noch ausbaufähig. 🔗 Link in Bio
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1 month ago
Ich habe die letzten Seiten meines Romanmanuskripts fertiggestellt. Was für ein schräges Gefühl! Jetzt heißt es: überarbeiten, überarbeiten, überarbeiten. Aber auch: Ich habe wieder Zeit und Lust auf andere Projekte, Moderationen und Texte. 
Also: Meldet euch gern für eure nächste Veranstaltung oder euer nächstes Projekt!
 Und weil das in letzter Zeit in Anfragen wieder Thema war: Als Selbstständige will und kann ich nur mit fairer Bezahlung arbeiten. Nein, nicht kostenlos – auch nicht, weil ich euch cool finde. Und nein, ich moderiere auch kein Panel für 150 Euro.
 Und an alle freien Kolleginnen und Kollegen: Lasst euch in Verhandlungen nicht übers Ohr hauen. Wenn wir unsere Arbeit unter Wert verkaufen, drücken wir die Preise für alle nach unten. Dann heißt es von Veranstaltern schnell: „Aber XY hat doch auch für 200 Euro ein Panel mit vier Personen in einer anderen Stadt moderiert.“

Verkauft euch nicht unter Wert. Ein gutes Honorar zu verhandeln ist am Ende auch solidarisch mit anderen.
 Oder, um es mit den Worten von @slata.roschal zu sagen: Ohne Honorar läuft gar nichts.
 📸: @lisaojda (schreibt ihr für cute Analogfotos von euch!!)
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2 months ago
Habe lange überlegt, ob ich diese Kolumne schreiben soll. Von eigenen Krankheiten erzählen? Den Erfahrungen im Gesundheitssystem? Ist doch viel zu privat. Als Journalistin war mir natürlich schon immer klar: das Thema ist politisch, gerade wenn es um (chronisch) kranke Frauen geht. Ich bin mit einer Mutter aufgewachsen, die sich seit Jahrzehnten an den Strukturen im Pflegesektor aufreibt, habe meine halbe Kindheit in Krankenhäusern und Arztpraxen verbracht, weil ja, ich leider das Pech habe chronische und nicht-chronische Krankheiten anzuziehen. Und dann begleitete mich immer so ein Gefühl, dass noch etwas anderes nicht stimmt: Aber Ärzte haben abgewiegelt, mir gesagt, das sei halbsowild und überhaupt, Schmerzen seien bei Frauen halt normal. Irgendwann glaubt man das. Nach langem Kampf dann die Diagnose: Endometriose u. Adenomyose. Wenn bei Frauen Beschwerden runtergespielt werden – dafür gibt es den Begriff Medical Gaslighting. @katja_lewina hat dazu aktuell geschrieben. Als Schmerzmittel nicht mehr helfen wollten, fand ich mich in einer Schmerzklinik wieder. Aber guess what: auch da versagt das System. Frauen mit Endometriose fallen durchs Raster. Das einzig gute: dass ich die süßeste Zimmernachbarin hatte, mit der ich wenigstens lachen und rumhängen konnte. Mehr dazu in meiner @taz.die_tageszeitung Kolumne. Was sind eure Erfahrungen? PLS Keine ungefragten Tipps oder Ferndiagnosen, so deprimierend es ist, ich hab alles ganz gut im Griff, danke!! 🔗 Link in Bio
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2 months ago
Wer steckt hinter dem Feminismus? Na klar - “die Juden”! In dieser Episode beleuchten wir die enge ideologische Verflechtung von Antifeminismus und Antisemitismus. Wir zeigen auf, wie beide Weltbilder Ausdruck der Ablehnung von Gleichberechtigung und gesellschaftlichem Fortschritt sind. Klären, wie sie sich heute im Rechtsextremismus wiederfinden. Gehen den historischen Wurzeln solcher Verschwörungsmythen nach und nehmen die Gruppierung der Incels in den Blick.
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3 months ago
Bondi Beach. Eine Woche ist der antisemitische Anschlag nun her. Letzte @taz.die_tageszeitung Grauzone für dieses Jahr. Passt auf euch auf! 🔗 Link in Bio
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4 months ago
Bis heute kann ich nicht überwinden, wie die Reaktionen – oder besser: Nicht-Reaktionen – vieler internationaler (Frauenrechts-)Organisationen auf die Gewalt ausfielen, die israelische Frauen am 7. Oktober und danach erlebten. Das Zweifeln und Leugnen in der öffentlichen Debatte wurde für viele zu einer zweiten Gewalt. Die Geiselhaft ist für die Befreiten zwar vorbei – das Trauma aber wirkt weiter im Körper. Und auch das Schicksal der Männer darf nicht unsichtbar werden. Daran erinnern uns Zeugnisse wie die von Rom Braslavski. Nur weil die öffentliche Aufmerksamkeit schwindet, dürfen wir nicht wegschauen. Das ideologische System, in dem diese Gewalt möglich war, muss sichtbar gemacht – und Verantwortliche endlich juristisch verfolgt werden. Meine @taz.die_tageszeitung Kolumne von letztem Wochenende
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5 months ago
Ich durfte Anfang des Jahres für die @arte.tv Reihe „Konfliktzone“ über Transnistrien sprechen, die Republik Moldau und die Gefahr dort durch russische Einflussnahme. Der Beitrag „Transnistrien: Pulverfass im Osten Europas“ ist jetzt erschienen. Am Sonntag wird in Moldau ein neues Parlament gewählt. Es ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Wahlen seit langem. Eine, die nicht nur Einfluss haben wird auf das kleine Land selbst. Ausschnitt hier im Beitrag. 🔗 Link zum kompletten Video in Bio
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7 months ago
KOLOT – קולות – STIMMEN – jetzt auf ! Das von Marina Chernivsky entwickelte Projekt KOLOT reflektiert in narrativen Interviews die Folgen der Massaker des 7. Oktober 2023 auf die jüdische Gemeinschaft in Europa und beleuchtet die Gleichzeitigkeit und Nachwirkungen von Gewalt in jüdischen Biografien. KOLOT ist eines der ersten Projekte in Deutschland, das sich in dokumentarischer und künstlerischer Form mit dem 7. Oktober und seinen Auswirkungen auf die jüdische Gemeinschaft auseinandersetzt. KOLOT versteht sich als audiovisuelles Archiv und als zeitgeschichtliches Dokument. Die im Rahmen des Projekts produzierten Videos bilden ein Mosaik persönlicher Erzählungen – individuelle Stimmen, die zugleich kollektive Zeugnisse jüdischen Lebens in Deutschland nach dem 7. Oktober 2023 abbilden. Konzept und Regie: @marinachernivsky (@ofek_beratung ) Kooperation: @juedischesmuseumberlin Filmische Beratung: Dr. Lea Wohl von Haselberg (Filmuniversität Babelsberg) Videoproduktion: @crossgenerationmedia Das Projekt wird von OFEK e.V. getragen und durch die Förderung des @bmi_bund aufgrund eines Beschlusses des @bundestag ermöglicht. #Oct7Massacre #קולות #Voices #Stimmen #OralHistory#interviews #jewishlife #germany #jüdisch #deutschland#JewishVoices #IsraeliVoices #AfterOctober7#JewishLifeInGermany #JewishPerspectives#IsraeliPerspectives #JewishStories #Antisemitismus
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9 months ago
Bevor die ersten Schnappatmung bekommen: Nein, ich feiere keinen Krieg. Ich erfinde auch keine Bedrohungen. In meiner @taz.die_tageszeitung Kolumne schreibe ich über Israels Großangriff gegen Iran – und darüber, wie viele reflexhaft das iranische Regime verteidigen, nur weil es in ihr antiisraelisches Weltbild passt. Das muss man intellektuell erstmal hinkriegen. Ich kann mir nicht ansatzweise vorstellen, wie es ist, in Todesangst um seine Liebsten zu sein, die man nicht einmal erreichen kann. Und gleichzeitig erleben zu müssen, wie sich EU-Politiker dafür feiern, mit dem iranischen Außenminister zu sprechen – als wäre das ein Erfolg. Wohin sollen solche Gespräche führen? Deals mit Regimen? Verträge mit Gottesstaaten? Wer glaubt, ein menschenverachtendes System wie das iranische ließe sich durch „Dialog“ zähmen, ist entweder naiv oder zynisch. Es ist kaum zu beschreiben, wie es sich anfühlt, in Angst zu sein um Freunde und Verwandte. Und die ganzen ach so emotionalisierten und natürlich super informierten Insta-Blablas zu lesen, von Leuten, die wirklich keinen Peil haben. Schon in den ersten Stunden nach Veröffentlichung habe ich Hassnachrichten bekommen. Unterstellungen, ich hätte Irans Vernichtungsdrohungen erfunden. Ich sei „rassistisch“, weil ich religiösen Fanatismus kritisiere. Diese Reaktionen sind nicht neu. Sie kommen fast auf jeden Text. Egal, was man schreibt – man wird zur Projektionsfläche für Hass und Antisemitismus. Aber diesmal trifft es anders. Die Fähigkeit, ein Regime zu verteidigen, nur um die eigene hasserfüllte Erzählung von Israel aufrechtzuerhalten, ist moralisch und intellektuell bankrott. 📎 Link in Bio
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10 months ago
Der Nahostkonflikt wird oft eindimensional dargestellt. Für viele ist er zur Bühne für moralische Selbsterhöhung geworden – auf Kosten der Betroffenen, in Gaza wie in Israel. In meiner neuen Kolumne für @taz.die_tageszeitung schreibe ich über den medialen Fokus auf den Krieg. Warum trifft uns Leid so unterschiedlich? Welche Rollen spielen Schuldabwehr, Verdrängung und politische Gewohnheiten? Streiten, diskutieren, anprangern, empört sein – all das ist verständlich. Aber es geht auch um Perspektiven, Prioritäten und die Frage, wie wir über Gewalt sprechen – und mit welcher Motivation. Ehrlich zu reflektieren ist unbequem. Aber nur so kann ein Diskurs entstehen, der die Komplexität anerkennt und das Wesentliche nicht aus den Augen verliert. 🔗Link in Bio
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11 months ago
Bald ist 8. Mai und schon jetzt inszenieren sich Vertreter Russlands als Opfer angeblicher deutscher Verbote und Ausschlüsse für Zeremonien. Fakt ist: es gibt eine Empfehlung, sie und belarussische Offizielle nicht einzuladen. Es gibt genug, dass es am 8. Mai als Gedenktag zu hinterfragen und kritisieren gibt. Wer erinnert da an was? Schließlich wurden die Deutschen mehrheitlich nicht befreit, sondern besiegt. Putin instrumentalisiert das Gedenken an den Sieg über den Nationalsozialismus, um den eigenen Angriffskrieg zu legitimieren. Von russischen Offiziellen ist deshalb kein ernsthaftes Gedenken zu erwarten (war es auch btw lange vor 2022 nicht). Meine neue @taz.die_tageszeitung Kolumne dazu 🔗 in Bio
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1 year ago
Neue „Grauzone“-Kolumne @taz.die_tageszeitung Über die Verwirrungen der Jusos, die sich einreihen in viele peinliche und vor allem unsolidarische Positionen und Aussagen der letzten Jahre. 🔗 Link in Bio
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1 year ago