Die Niederlande setzen das Verbot der Grundschleppnetzfischerei in der Doggerbank durch.
Die Doggerbank in der Nordsee ist als Natura-2000-Gebiet geschützt. Sie gilt ökologisch als "das Herz der Nordsee" und bietet über ihre knapp 18.000 km² vielen Arten die Kinderstube und ein einmaliges Habitat.
Großbritannien hat seinen Gebietsteil der Doggerbank, der zwei Drittel der Fläche ausmacht, bereits vor vier Jahren für die Grundschleppnetzfischerei gesperrt. Die Niederlande und Deutschland haben ihre Teile in einer Vereinbarung mit der Europäischen Union seit einem halben Jahr endlich ebenfalls reguliert: Danach sind etwa die Hälfte des deutschen Naturschutzgebiets Doggerbank (ca. 1.700 km² im sog. "Entenschnabel" der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone) und fast ein Drittel der niederländischen Doggerbank für Grundschleppnetzfischer gesperrt.
Dass dieses Verbot ernst zu nehmen ist, hat am 11. Mai 2026 das Bezirksgericht in Den Haag geurteilt: Eine allgemeine Ausnahmegenehmigung für diese Fischereitechnik niederländischer Fischer gilt nicht im geschützten Natura-2000-Gebiet der Doggerbank. Ausnahmegenehmigungen auf Basis von Umwelt-Unbedenklichkeitszertifikat existieren nicht - solche sind kaum vorstellbar, da es keine ökologisch unbedenkliche Grundschleppnetzfischerei gibt.
Damit gilt das Verbot ohne Ausnahme: Die Grundschleppnetzfischerei ist dort also wirklich und tatsächlich für alle niederländischen Kutter untersagt.
Der zuständige Minister Erkens wurde durch das Gericht aufgefordert, binnen sechs Wochen das Verbot faktisch durchzusetzen.
Nun wird sich zeigen, ob in den Niederlanden die Exekutive die Vorgaben der Gerichte umsetzt. Und auch, ob diese rechtliche Wertung für den deutschen Teil der Doggerbank von der deutschen Justiz und den Behörden geteilt wird.
Wir bleiben dran.
Einblicke in einen besonderen Abend🌊🤍
Was können Haie uns über den Schutz unserer Ozeane lehren? 🌊
Wir durften @kremerobrock in der @galerie_freitag_18.30 begrüßen – Expertin für Hai- und Meeresschutz, Unterwasserfotografin und Gründerin von @elasmoceanorg .
Sie hat uns mitgenommen in ihre Welt unter Wasser und eindrucksvoll gezeigt, welche zentrale Rolle Haie für gesunde Meere spielen – und wie auch wir Teil der Lösung sein können. 💙
#StimmeDerMeere #HaiSchutz #Meeresschutz #OceanLove #vortragsabend
Danke an @vintagemitkoepfchen für die schönen Sitzmöglichkeiten😊
Die Galerie Freitag 18.30 aus Aachen lud gemeinsam mit Stimmen der Meere zu einem besonderen Abend ein.
Marcella Hansch dürfte nicht erst seit ihrem Podcast „Stimmen der Meere“ vielen Meeresschützerinnen und Meeresschützern bekannt sein. Vor einigen Jahren war sie die treibende Kraft hinter dem Projekt The SeaCleaners. Dieses Kapitel liegt inzwischen hinter ihr, doch dem Meer bleibt sie weiterhin eng verbunden – unter anderem durch ihren aktuellen Podcast und den gleichnamigen Verein.
Friederike Kremer-Obrock war bereits zu Gast in Marcellas Podcast, woraus schließlich die Idee entstand, einen Vortrag in der Galerie Freitag 18.30 in Aachen zu veranstalten. In kleinem, exklusivem Rahmen berichtete Rike vor ausverkauftem Haus von ihren weltweiten Begegnungen mit Haien und anderen Meeresbewohnern. Gleichzeitig sprach sie über die Erfahrungen, die man macht, wenn man nicht wegschaut und den Dingen auf den Grund geht.
Eines wurde dem Publikum schnell klar: Industrielle Fischerei ist keine gute Idee. Nicht nur die Meere leiden massiv darunter, sondern auch die Menschen in Ländern, deren Bevölkerung auf Fisch als wichtige Nahrungsquelle angewiesen ist. Gegen Ende des Abends mehrten sich daher die Stimmen derjenigen, die künftig bewusst auf Fisch verzichten möchten – frei nach dem Motto: „Wenn man etwas weiß, kann man etwas verändern.“
Es war ein gelungener Abend im Zeichen des Schutzes unseres Ozeans.
🌊🐠 MISSION UNTERWASSER 🦈
Ein Tag voller Abenteuer, Natur und echter Unterwasser-Momente wartet auf euch!
Gemeinsam entdecken wir die faszinierende Welt im und am Kulki – mit Schnorcheln, Workshops, VR-Erlebnissen und ganz viel Spaß rund um Meeresschutz und Umwelt.
📍 Kulkwitzer See / Tauchbasis Leipziger Delphine
📅 30. August 2026
🕙 10–15 Uhr
Das erwartet euch: 🌿 Schnorcheln & Bestimmen
🦈 Workshops zu Meeres- und Haischutz
🥽 Erlebnis-Tauchen mit VR
🎨 Kreativ- und Mitmachangebote
Für Kinder, Familien und alle, die staunen und schützen wollen. 💧
Die Plätze sind begrenzt – jetzt anmelden!
👉 QR-Code im Beitrag scannen
oder hier informieren: /kidstag/
Erdüberlastungstag Deutschland – 10. Mai 2026
Es ist erst wenige Wochen her, dass Astronauten der NASA faszinierende Bilder eines ganz besonderen „Erdaufgangs“ hinter dem Mond veröffentlichten. Die Welt staunte und stellte erneut fest: Wir haben keinen „Planet B“. Weit und breit gibt es keine Alternative zu diesem einen Planeten, auf dem wir leben.
Am heutigen 10. Mai hat Deutschland jedoch bereits seine natürlichen Ressourcen für das gesamte Jahr aufgebraucht. Heute ist der Erdüberlastungstag für Deutschland. Er markiert den Zeitpunkt, an dem so viele natürliche Rohstoffe verbraucht wurden, wie die Ökosysteme der Erde innerhalb eines ganzen Jahres regenerieren können.
Ab morgen lebt Deutschland somit auf Pump – auf Kosten unseres Planeten und mit allen damit verbundenen Folgen. Würden alle Menschen so wirtschaften und konsumieren wie in Deutschland, bräuchten wir rechnerisch die Ressourcen von drei Erden. Die Folgen sind unter anderem Klimawandel, Dürren, Überschwemmungen, Hitzewellen, Starkregen sowie die Versauerung und Erwärmung der Ozeane.
Das Land Katar ist mit dem 4. Februar 2026 trauriger Spitzenreiter beim Ressourcenverbrauch. Nur wenige Länder überschreiten ihre jährlich verfügbaren Ressourcen nicht, darunter Nigeria, Nepal und Bangladesch.
Umso wichtiger ist es, unseren Lebensstil dringend anzupassen: weg von Kohle, Öl und Gas, hin zu konsequentem Ausbau erneuerbarer Energien. Das wäre zumindest ein wichtiger erster Schritt.
Quelle: Global Footprint Network
Ende des kommerziellen Walfangs
Im 20. Jahrhundert wurden durch kommerziellen Walfang fast drei Millionen Wale getötet. Die Folgen waren dramatisch: Viele Populationen brachen weltweit ein, einige wurden nahezu ausgerottet.
Besonders betroffen waren große Walarten wie Finnwale, Pottwale und Blauwale. Ihre Bestände wurden massiv dezimiert und haben sich bis heute vielerorts nicht vollständig erholt.
Als Reaktion darauf wurde 1946 das Internationale Übereinkommen zur Regelung des Walfangs (ICRW) verabschiedet und die Internationale Walfangkommission (IWC) gegründet. Frühere Regulierungsversuche blieben jedoch wirkungslos. Erst wachsender öffentlicher und politischer Druck führte zu einem Umdenken: Der Schutz der Großwale konnte nur durch ein vollständiges Ende des kommerziellen Walfangs erreicht werden.
1982 beschloss die IWC, die Fangquoten auf null zu setzen. Seit 1986 gilt damit faktisch ein weltweites Moratorium für den kommerziellen Walfang – ein entscheidender Schritt für den Schutz der Wale.
Doch dieses Verbot wird bis heute unterlaufen: Japan, Norwegen und Island betreiben weiterhin Walfang. Seit Inkrafttreten des Moratoriums wurden über 45.000 Wale getötet. Diese Praxis schwächt internationale Schutzbemühungen und gefährdet die langfristige Erholung der Bestände.
2026 markiert zwei bedeutende Jubiläen: 40 Jahre Walfang-Moratorium und 80 Jahre Internationale Walfangkommission.
Wir fordern:
– Ein endgültiges Ende des kommerziellen Walfangs durch Japan, Norwegen und Island
– Den konsequenten Schutz von Walen als Schlüsselarten im Kampf gegen Klima- und Biodiversitätskrise
– Ein klares Bekenntnis aller IWC-Vertragsstaaten zur dauerhaften Beendigung des Walfangs auf der 70. IWC-Tagung im September 2026
Vierzig Jahre nach Einführung des Moratoriums ist es an der Zeit, den Schutz vollständig umzusetzen.
Hier unterschreiben:
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Sharky Lövenich – Clean-up am 1. Mai
Am 1. Mai organisierten Oliver Szabo (@greencentive ) und Martin Becker (@sharkysportsclub Sharky) eine Müllsammelaktion rund um das Industriegebiet in Köln-Lövenich.
Gemeinsam mit Aktiven von Zero Waste Köln, Querwaldein und ElasmOcean wurde das Gelände von Müll befreit – und das Ausmaß war erschreckend: Europaletten, Plastikmüll, Hausrat, alte Bürostühle, Autoreifen, Planen sowie sogar Matratzen, ein Kühlschrank und ein weggeworfener E-Roller wurden gefunden. Auch die typischen Hinterlassenschaften eines LKW-Parkplatzes fehlten leider nicht.
Am Ende kamen drei große Müllberge zusammen, die von den städtischen Abfallbetrieben abgeholt wurden.
Für die Kinder gab es anschließend eine wohlverdiente Belohnung: Spiel und Spaß im Sharky-Schwimmbad sowie spannende Einblicke in die Welt der Haie bei ElasmOcean.
Ein gelungener Tag in familiärer Atmosphäre – und ein starkes Zeichen für gemeinsames Engagement für eine saubere Umwelt.
Nachhaltigkeit und Fußball - ein Mittag beim SV Waldhof Mannheim 07
Das 14. der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals / SDGs) lautet: „Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen.“ Der Fußballverein des SV Waldhof Mannheim 07 fühlt sich diesem Ziel verpflichtet und hat ElasmOcean eingeladen und unterstützt.
Am Tag des 119. Vereinsgeburtstags Anfang April 2026 waren wir mit einem fünfköpfigen Team in der Quadratestadt und haben beim Spiel der 3. Männer-Bundesliga gegen den MSV Duisburg unsere Botschaft am Haupteingang des Carl-Benz-Stadions angeboten. Immerhin 13.511 Zuschauer sind bei strahlendem Sonnenschein gekommen - und viele haben am Ende das Pfand ihrer Getränkebecher gespendet, indem sie die Becher in Sammelgitterboxen geworfen haben. So sind über 1.200 Euro für unsere Arbeit zusammen gekommen, was eine beachtliche Quote ist.
Auch wenn das Spielglück gegen Mannheim war und die Rhein-Ruhr-Gäste mit 1:4 deutlich gewonnen haben, war es ein schöner und für unser Team in der Sonne entspannter Mittag in Mannheim. Meer Infos findet ihr hier: /becherspende-zum-heimspiel-gegen-den-msv-duisburg/
Sportlichen Gruß nach Mannheim - für die Nachhaltigkeit!
Vorankündigung & Anmeldebeginn: Hai-Event in Bonn
Am Donnerstag, 4. Juni 2026 (Fronleichnam) sind wir von ElasmOcean erstmals zu Gast bei der Sharky Schwimmschule in Bonn, Im Bendel 4, 53175 Bonn
Eure Kinder wollen etwas über Haie und den Ozean erfahren und mit einem weißen Hai schwimmen? Dann reserviert einen Platz und kommt am Donnerstag, 4. Juni 2026 vorbei.
Wir Haitaucher und Meeresschützer von ElasmOcean sind erstmalig zu Besuch bei der Sharky Schwimmschule in Bonn und verbringen mit Euren Kindern einen spannenden Tag, in altersabhängigen Gruppen, zur jeweils mit Euch vorher vereinbarten Zeit (Beginn um 10:00 Uhr, 11:00 Uhr, 12:00 Uhr, 13:00 Uhr und 14:00 Uhr).
Eure Kids sollten zwischen sechs bis zwölf Jahre alt sein und Badesachen mitbringen.
Nach einigen spannenden Stunden mit vielen Spielen, Filmen, Basteln und Raterunden geht es mit „Haidemarie“ ins Wasser, unserem über zwei Meter großen Haimodell. Die Veranstaltung dauert ca. drei Stunden. Am Ende des Tages sind die Kids Junior-Meeresschützer und können Euch viele spannende Dinge rund um das Meer und Haie berichten.
Die Veranstaltung ist kostenlos, aber unser ElasmOcean-Team würde sich über eine Spende freuen.
Anmeldungen per E-Mail bis zum 29. Mai 2026 gerne an anmeldung[at]elasmocean.org
Wir wünschen Euch viel Spaß!
ElasmOcean im „Tauchtalk“-Podcast von Actionsport
Unsere Schulreferentin und Mitgliederbeirätin Claudia Damen war beim Podcast „Tauchtalk“ von Actionsport zu Gast. Entstanden sind zwei interessante Folgen zum Meeresschutz, zur Bildung über das Meer, zu persönlichen Hinter- und Beweggründen und ganz allgemein zur Faszination der Welt im Wasser. Claudia erklärt und beschreibt unsere schöne Arbeit wie auch die Widerstände, die wir in unserer täglichen ehrenamtlichen Arbeit erleben.
Bei Spotify
1. Folge: /episode/05MM2qGXF4tCBm86AGPsF2?si=9JnxPbcqQralokD8t7cJBg&context=spotify%3Ashow%3A28SBESFCZrhiFl05cYhlKA
2. Folge: /episode/67YD3OpfZPYqN4QNX8oQZ3?si=7TyPOCjIRjCuvMFIduRnuw&context=spotify%3Ashow%3A28SBESFCZrhiFl05cYhlKA
Bei Youtube
1. Folge: /watch?v=IQDvF44lsmg
2. Folge: /watch?v=4af44Lbekoc
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Die Lösung – Mode bewusst genießen
Die gute Nachricht: Du kannst was bewegen! Nachhaltiger Konsum bedeutet nicht, dass du nie wieder etwas Neues haben darfst. Es bedeutet, achtsamer zu wählen.
So wirst du Teil der Lösung:
Repair – Repair – Repair: Schenk deinen Lieblingsteilen ein zweites Leben. Ein Knopf ist schnell angenäht, eine Naht schnell geflickt. Und wenn du dies nicht kannst, suche dir eine Schneiderei deines Vertrauens.
Second-Hand First: Ob Flohmarkt, Vinted oder lokale Geschäfte – gebraucht kaufen schont Ressourcen und macht Spaß bei der Schatzsuche!
Qualität vor Quantität: Investiere in zeitlose Stücke, die Jahre halten. Das ist auf Dauer günstiger und schont die Umwelt.
Zertifikate checken: Achte auf Siegel wie GOTS oder Fairtrade, aber schau dir auch die Philosophie hinter der Marke an (auch Fast Fashion Marken nutzen manchmal Zertifikate).
Mode sollte unsere Werte widerspiegeln, nicht unsere Umwelt zerstören. Was ist dein wichtigster Tipp für einen nachhaltigen Kleiderschrank?
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Die Fakten – Warum Fast Fashion nicht tragbar ist
Ein 5€-Shirt hat einen hohen Preis – nur zahlen ihn andere. Das Modell „Fast Fashion“ basiert auf Überproduktion und Ressourcenverschleiß.
Die harten Fakten:
Wasser: Für ein T-Shirt werden 2.700 Liter Wasser verbraucht. Gleichzeitig verursachen Färbeprozesse 20 % der globalen industriellen Wasserverschmutzung.
Müll: Jede Sekunde landet weltweit eine LKW-Ladung Textilien auf dem Müll oder wird verbrannt. Das sind 86.400 Ladungen pro Tag!
Plastik: Über 35 % des Mikroplastiks im Ozean stammt aus Synthetikfasern unserer Kleidung.
Menschenrechte: Existenzsichernde Löhne sind in der Fast-Fashion-Welt die Ausnahme, nicht die Regel.
Wir produzieren zu viel, wir kaufen zu viel und wir werfen zu schnell weg. Zeit für einen Systemwechsel.
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