Nach einem tödlichen Verkehrsunfall auf der Südautobahn (A2) bei Traiskirchen (Bezirk Baden) in der Nacht auf Sonntag hat die Landespolizeidirektion Niederösterreich am Montag einen Zeugenaufruf gestartet. Personen, die die Unfallstelle vor Eintreffen der Exekutive verlassen haben oder über den Crash Auskunft erteilen können, wurden gebeten, sich bei der Autobahnpolizeiinspektion Tribuswinkel (Tel.: 059133-3314) zu melden.
Bei dem Unfall war ein 42-Jähriger ums Leben gekommen. Der Mann aus dem Bezirk Neunkirchen wurde bei einem Überschlag aus seinem Pkw geschleudert und von nachkommenden Fahrzeugen überrollt. Der Link zum Artikel ist in der Bio.
Der 70. Eurovision Song Contest war vor allem für die Sicherheitsbehörden eine große Herausforderung. Allein 500 "ernst zu nehmende" Cyberangriffe gab es, die alle abgewehrt werden konnten, zog die Polizei am Montag Bilanz. 22.000 Personen wurden sicherheitsbehördlich überprüft, 74 Anzeigen erstellt und 16 Personen festgenommen, resümierte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).
Die meisten Anzeigen, nämlich 57, erfolgten wegen Verstößen gegen das Verwaltungsrecht. 17 Anzeigen waren wegen Verstößen gegen das Strafrecht ergangen, sagte der Wiener Landespolizeivizepräsident Dieter Csafan.
78 Personen wurden einer Identitätsfeststellung unterzogen. Von den 16 Festgenommenen waren 14 Teilnehmer einer Versammlung am Finaltag bei der Hauptbücherei, die gegen das Vermummungsverbot (Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz) verstießen, sagte Csafan. Die Verdächtigen hätten "trotz Abmahnung die Örtlichkeit nicht verlassen". Die Festnahmen erfolgten aufgrund verwaltungsrechtlicher Verstöße. Link in Bio.
Soldat:innen der israelischen Marine haben erneut ein Boot mit Aktivist:innen der internationalen Gaza-Hilfsflotte geentert, wie am Montag auf einer Live-Videoübertragung der "Global Sumud Flotilla" zu sehen war. Laut ihres eigenen Trackers war die Flotte westlich von Zypern unterwegs. Die Veranstalter:innen sprachen von einer Attacke Israels auf ihre Boote, die sich etwa 250 Seemeilen von Gaza entfernt in internationalen Gewässern ereignet habe.
Das israelische Nachrichtenportal ynet berichtete, die Marine habe die Kontrolle über Boote der Hilfsflotte übernommen. Die Aktivist:innen an Bord sollten festgenommen und auf ein Schiff der Marine gebracht werden, auf dem sich ein "schwimmendes Gefängnis" befinde. Von dort sollten sie in die israelische Hafenstadt Ashdod gebracht, und dann vermutlich abgeschoben werden.
Es ist der zweite Vorfall innerhalb weniger Wochen. Die israelische Marine hatte am 30. April bei Kreta bereits mehr als 20 Schiffe der aktuellen "Global Sumud Flotilla" in internationalen Gewässern geentert, mehr als 175 Menschen laut Berichten mehr als 36 Stunden lang auf den Schiffen festgehalten und sie dann gegen ihren Willen nach Griechenland gebracht. Offenbar mussten einige anschließend danach medizinisch versorgt werden.
Die griechische Regierung stand daraufhin in der Kritik, das Vorgehen der israelischen Streitkräfte unterstützt zu haben und Hilferufe der Boote ignoriert zu haben. Link in Bio.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte die Klimakrise aus Sicht einer Expertenkommission zur gesundheitlichen Notlage internationaler Tragweite ausrufen. Das fordert die von der WHO selbst eingesetzte paneuropäische Kommission. "Die WHO muss der Bekämpfung der Klimakrise mehr Aufmerksamkeit widmen. Abwarten im Verlauf der Katastrophe macht keinen Sinn", sagte der deutsche Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach, der in der Kommission sitzt, am Sonntag.
Jährlich sorgten die Folgen der Verbrennung fossiler Brennstoffe in Europa für 600.000 Todesfälle, dazu kämen 60.000 Hitzetote. "Es wird Zeit, dass wir erkennen, dass wir es mit einem medizinischen Notfall zu tun haben."
Der Bericht, über den zunächst der Spiegel berichtete, sollte am Sonntagnachmittag der WHO übergeben werden. Diese hält am Montag ihre jährliche Weltgesundheitsversammlung ab. Link in Bio.
In Österreich gibt es zwar einen Schutz vor Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund der sexuellen Orientierung. Im privaten Bereich ist das aber nicht der Fall: So kann etwa homo- oder bisexuellen Menschen aufgrund ihrer Sexualität straffrei die Mitnahme im Taxi, die Bedienung in einem Restaurant oder eine Mietwohnung verweigert werden. Dieses "Levelling-Up" ist zwar seit Jahren auch eine Forderung der SPÖ, hat es - zur Enttäuschung zahlreicher Organisationen - aber nicht ins schwarz-rot-pinke Regierungsprogramm geschafft. Link in Bio.
Man nehme an, dass der Wal schon mindestens eine Woche tot sei, wahrscheinlich länger, hieß es vom Ministerium. Der Verwesungszustand würde nicht nur einen möglichen Transport, sondern auch eine Untersuchung erschweren.
Die dänische Behörde hatte zuvor schon mitgeteilt, es gebe keine Pläne, den Wal zu entfernen oder den Kadaver genauer zu untersuchen. Der tote Wal werde derzeit nicht als Problem eingeschätzt. Außerdem bestehe die Gefahr einer Explosion. Expert:innen zufolge können tote Wale explodieren, weil im Zuge der Verwesung Gase entstehen, die durch die dicke Speckschicht ihrer Haut nicht entweichen können.
Am Wochenende waren Badegäste auf den Wal geklettert und hatten für Fotos posiert, wie auf Aufnahmen des Senders News5 zu sehen war.
Das siebenjährige Mädchen, das Ende April stark untergewichtig in die Innsbrucker Klinik eingeliefert wurde, soll offenbar keine Schule besucht haben. Wie die Tiroler Tageszeitung am Samstag unter Berufung auf das Land berichtete, war auch die Kinder-und Jugendhilfe mehrfach mit der Familie in Kontakt. Das Mädchen wurde Ende April von den Eltern in lebensbedrohlichem Zustand in die Klinik gebracht. Die Eltern befinden sich in Untersuchungshaft.
Die Eltern hätten nach Angaben der Tiroler Bildungsdirektion Heimunterricht beantragt, hieß es in der Tiroler Tageszeitung. Nachdem ein verpflichtendes Gespräch mit der zuständigen Schule nicht stattgefunden habe, habe die Bildungsdirektion angeordnet, dass das Kind wieder die Schule besuchen müsse, allerdings sei die Erstklässlerin nie zum Unterricht erschienen. Ob das Konsequenzen hatte, wurde mit Hinweis auf den Datenschutz nicht bekanntgegeben.
Die Kinder- und Jugendhilfe soll bereits vor zwei Jahren auf eine mögliche Vernachlässigung des Mädchens aufmerksam gemacht worden sein. Weitere Auskünfte dazu könne das Land, ebenfalls aufgrund von Datenschutz und Verschwiegenheitspflicht, nicht geben, hieß es in dem Bericht. Link in Bio.
Hilfe in Krisen
Telefonseelsorge: 142, telefonseelsorge.at, Beratung per Telefon (0–24 Uhr), E-Mail oder Chat (16–23 Uhr)
Kriseninterventionszentrum: 01/406 95 95, kriseninterventionszentrum.at, Beratung für Menschen in Krisen via Telefon (Montag bis Freitag 10–17 Uhr) oder E-Mail
Sozialpsychiatrischer Notdienst Wien: 01/313 30, psd-wien.at, Soforthilfe für Menschen in Krisen in Wien
Helpline des Berufsverbands österreichischer Psychologen: 01/504 80 00, boep.or.at, Beratung am Telefon (Montag bis Freitag 9–16 Uhr) und via E-Mail
Rat auf Draht: 147, rataufdraht.at, Beratung für Kinder und Jugendliche am Telefon (0–24 Uhr), per E-Mail und Chat
Servicetelefon der Wiener Kinder- und Jugendhilfe: 01/4000 80 11, Beratung bei Fragen, Sorgen, Konflikten und Krisen in Familien, Vermittlung zu den Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe in Wien (Montag bis Freitag 8–18 Uhr)
Männerinfo Krisenhelpline (anonym und kostenlosm Chat oder Anruf, 0-24) 0800 400 777
Er galt als der womöglich älteste Hund der Welt – nun ist der französische Zwergspaniel Lazare im Alter von 30 Jahren gestorben. "Er ist letzte Nacht in meinen Armen eingeschlafen", sagte seine Besitzerin Ophélie Boudol am Freitag. Lazare wurde nach Angaben der Tierschützerin Anne-Sophie Moyon am 4. Dezember 1995 geboren.
Er verbrachte den größten Teil seines Lebens bei derselben Besitzerin, bis diese starb. Der Hund landete schließlich in einem Tierheim nahe Annecy. Dort wurde Lazare im April von Boudol adoptiert, die ursprünglich ein Haustier für ihre Mutter suchte, sich dann aber in den Hund verliebte, der ein Jahr älter war als sie selbst. Wenige Wochen später starb der Hund nun. Der Zwergspaniel trug zuletzt Windeln, konnte weder hören noch sehen und schlief fast den ganzen Tag. Link in Bio.
Die Meisterfeier des FC Bayern auf dem Marienplatz wurde am Sonntag von Fans des Lokalrivalen 1860 München sabotiert. Während die Starkicker rund um Manuel Neuer und Harry Kane vom Rathausbalkon ihren Fans zujubelten, wurde über die Anhänger:innen hinweg ein großes Banner mit einem umgestalteten Vereinswappen aufgezogen. Nicht "FC Bayern München" sondern "FC Bauern Hurensöhne" stand auf dem Wappen zu lesen.
Die Aufschrift war ausschließlich aus der Vogelperspektive zu erkennen und wurde von TV-Kameras eingefangen. Auf dem Logo war zudem die Zahl 1860 zu sehen – ein Hinweis darauf, dass wohl Anhänger:innen des Stadtrivalen TSV 1860 München hinter der Aktion stecken. Link in Bio.
Der Geburtenrückgang in Österreich hält weiterhin an. "Die Geburtenrate wird wohl auch noch weiter hinuntergehen", sagte der Demograph Kryštof Zeman gegenüber der APA. Dafür sprechen die von ihm, Caroline Berghammer und Kollegen erstellten Datenanalysen für eine neue Ausgabe des "Geburtenbarometer" der Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Auch die Entwicklung, dass immer mehr junge Frauen kinderlos bleiben wollen, werde sich wohl noch verstärken, so ihre Annahme.
Das "Geburtenbarometer" des Instituts für Demographie der ÖAW, das sich bei den visuell aufbereiteten Analysen vor allem auf Daten der Statistik Austria stützt, ist online für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Im Kapitel "Kinderwunsch" reichen die Daten auf Basis der österreichischen Mikrozensuserhebungen nur bis 2021, doch die Zahlen sprechen ebenso für einen Trend: "Seit 2016 stieg der Anteil der Frauen ohne Kinderwunsch deutlich an. Im Jahr 2021 plante fast jede fünfte Frau im Alter von 20 bis 40 Jahren, kinderlos zu bleiben", heißt es dort. Mitte der 1980er-Jahre waren es noch in etwa sieben Prozent. Sorgen über den Klimawandel, die Covid-19-Pandemie und steigende Lebenshaltungskosten dürften laut den Forschenden zu dem Anstieg beigetragen haben. Nicht einberechnet ist hier jener Anteil der Frauen, die ungewollt kinderlos bleiben, etwa aus gesundheitlichen Gründen – damit könne die Kinderlosigkeit in Zukunft noch höher ausfallen, wird Demographin Caroline Berghammer in einer Mitteilung zitiert. Link in Bio.
Die französische Polizei warnt aktuell vor einem ungewöhnlichen Risiko auf den Straßen: betrunkenen Rehen. Besonders im Frühling würden manche Wildtiere vergorene Früchte oder verwesende Pflanzen fressen und dadurch desorientiert wirken.
Laut einer Studie von Forschenden der University of Calgary und der University of Exeter aus dem Jahr 2020 bauen viele Säugetiere Alkohol deutlich schlechter ab als Menschen, weil ihnen bestimmte Enzyme fehlen. Die Behörden rufen deshalb dazu auf, besonders nachts und in Waldgebieten vorsichtig zu fahren.
Eine Kuhherde hat Sonntagmittag im Bereich eines ausgeschilderten Weidegebietes in Oberlienz in Osttirol ein Ehepaar attackiert. Die 67-jährige Frau wurde dabei so schwer verletzt, dass sie noch an Ort und Stelle verstarb, berichtete die Polizei. Ihr 65-jähriger Ehemann erlitt schwere Verletzungen. Die Besatzung eines Notarzthubschraubers flog ihn in die Innsbrucker Klinik.
Der genaue Unfallhergang war vorerst noch unklar und Gegenstand von Ermittlungen, hieß es. Im Weidegebiet befand sich eine mittlere, zweistellige Anzahl an Kühen. Mehrere Bauern hatten sich dabei zusammengeschlossen.