2016-2026
10 Jahre Locked-In von @gruppe_cis
„Und warum beschäftigen wir uns wieder mit Körpern, deren glatte Oberfläche uns nicht reizt?“
Ein kollektives Schreiben auf Video.
Eine 10-köpfige Besetzung aus Künstler:innen dreht 10 Bewegtbilder.
Eine Werkwoche Dreharbeiten auf der Probebühne des @theaterrampe .
Ein Jahr Vorbereitung.
Anna, Christiane, Clara, Paula, Manja, Marlene, Valentin, Sabrina, Ines, Vanessa <3
Quelle: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (Hrsg.): PRACTICE PROCESS PROGRESS (=Publikationen der Meisterschülerinnen und Meisterschüler des Weißenhof-Programms der ABK Stuttgart, Band 1), Stuttgart 2017, S.147.
Der politische Wille richtet sich erkennbar auf eine Mäßigung der öffentlichen Hand. Konkret heißt das: Kürzungen im sozialen Bereich, insbesondere bei den freiwilligen Leistungen kommunalen Handelns. In Stuttgart getragen von einer Mehrheit aus CDU, Bündnis 90/Die Grünen und Freien Wählern.
Das damit einhergehende und von Politiker:innen vielleicht sogar am Horizont herbeigesehnte Erstarken der privatwirtschaftlichen Hand ist eine Rückkehr des Mäzens. (Gewollt geschlechtlich ungerecht formuliert.) Im Fall der Kommune Stuttgart wohl am besten ausgedrückt durch die Förderung des Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft im BDI e.V.: Die Förderinitiative Kulturkessel in Zusammenarbeit mit Mercedes Benz. Spenden erscheinen hier als „Förderung“, ohne jedoch öffentliche Mittel ersetzen zu können oder zu wollen. Sie unterliegen anderen Logiken: Selektivität statt Allgemeinheit, Image statt Verpflichtung, Spendenbescheinigungen.
In Kreisen der Kulturschaffenden haben wir darüber immer mal wieder nachgedacht. Also vielleicht dieses Jahr mal angehen. Eine Idee, dessen Autor ich alleine nicht bin: Freiwillige solidarische Beiträge, einkommensabhängig, explizit nicht projektbezogen, sondern strukturerhaltend.
Langes Blabla, kurzer Sinn: Die gewerkschaftliche Hand fehlt in zivilgesellschaftlichen Unternehmungen. Solidarische Finanzierung jenseits staatlicher und privatwirtschaftlicher Logiken ist möglich. Ver.di macht es vor.
- Beschäftigte zahlen einen Mitgliedsbeitrag von einem Prozent ihres regelmäßigen Bruttoverdienstes.
- Selbstständige leisten einen einkommensabhängigen Beitrag auf vergleichbarer Grundlage.
Ein Mitgliedsbeitrag von 1 Prozent des Bruttolohns mag für manche viel klingen, in Summe aber ein erheblicher Unterschied in der Wirkung.
Für @prisma.cannstatt (vertreten durch Fläche e.V.) würde eine solche solidarische Finanzierung keinen Ersatz öffentlicher Mittel bedeuten, aber einen qualitativen Unterschied: Planungssicherheit, Unabhängigkeit von Mäzenatentum und eine klare Verankerung in den Interessen derjenigen, die Zivilgesellschaft tragen.
Der Sparhaushalt 26/27 betrifft uns alle - einige Bereiche jedoch existenziell. Die angespannte Haushaltslage darf nicht dazu führen, kulturelle Einrichtungen in ihrer Existenz zu gefährden oder die Bildung kaputt zu sparen. Es droht Personalabbau und die drastische Reduzierung des kulturellen Angebotes, bis hin zur existenziellen Gefährdung einzelner Akteure.
Der Kulturförderetat beträgt schon jetzt weniger als 1% des Gesamthaushaltes. Mit Kürzungen wäre im Hinblick auf den Gesamthaushalt finanziell nichts zu gewinnen. An Kultur kürzen heißt, mit wenig Geld viel kaputt machen. Wir fordern, die Kürzungen im Doppelhaushalt 26/27 zu reduzieren, um einen nachhaltigen Schaden an der Stadt Stuttgart abzuwenden.
! Unterzeichnet jetzt die Petition und schließt euch an! Denn nur gemeinsam sind wir Viele!
Den Link findet ihr in der Bio!
Good to know: Am 8. Dezember um 8 Uhr bringen wir im Rathaus unseren Protest zum Ausdruck bei der zweiten, nichtöffentlichen Lesung zum Haushalt 26/27. Mit möglichst viel Krach, in Kostümen und trotzdem guter Laune! Kommt mit!
@theaterrampe@annagohmert@nanahuelsewig@frau_stulle@pavelsvart@specialdeffects@projektraum_ostend@anna_molly_official@diestaatstheaterstuttgart
Fläche e.V. geht nicht gänzlich leer aus. @prisma.cannstatt erhält laut Haushaltsentwurf 20 % weniger (im Vergleich zum laufenden Betrieb 2025).
Die Fixkosten sind damit gedeckt. Heißt nun aber auch, dass 50% der Fördermittel für Fläche e.V. direkt an die Stadt fließen – über Miete und Nebenkosten an das Liegenschaftsamt Stuttgart.
Personelle Auslastung ist akut. Und das Ehrenamt als zivilgesellschaftliche Pflicht kann mich kreuzweise.
Zum Entwurf des Haushaltsplans 2026/27:
Über 6 % Kürzungen im Kulturbereich pro Jahr stehen im Raum.
An Kultur, Bildung und Sozialem zu sparen, kostet viel zu viel! Der Anteil des Kulturförderetats (49 Mio) beispielsweise macht im Verhältnis zum Gesamthaushalt (5,4 und 5,8 Mrd in 2024 und 2025) bisher weniger als 1% aus.
Mit Kürzungen wäre im Hinblick auf den Gesamthaushalt finanziell nichts zu gewinnen, für die Kultur jedoch – und damit auch für die Zukunft unserer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft – sehr viel zu verlieren.
🏗 Die Stadt investiert Millionen in Image- und Verwaltungsprojekte, aber streicht Kulturförderung um 5 Mio €.
➡️ Ein Bruchteil der Marketing-Budgets = Rettung der Kulturlandschaft.
📄 Quelle: Teilhaushalt 410 (Kulturamt), S. 2.
🎓 Mit 1 Mio € aus dem Kommunikationsbudget könnte man das gesamte Projekt „Spot On – auf die Jugend der Großstadt“ (0,14 Mio € Bedarf) siebenfach finanzieren.
📄 Quelle: Teilhaushalt 510 (Jugendamt), S. 5–6.
🌇 Ein Prozent des Bau- oder Liegenschaftsetats würde reichen, um alle „offenen Bedarfe“ des Jugendamts (4,87 Mio € 2026) zu decken.
📄 Quelle: Teilhaushalt 510 (Jugendamt), S. 3.
🎶 Während das Kulturamt 5 Mio € einsparen soll, steigen die Verwaltungsausgaben für Befragungen & Monitoring um fast 0,2 Mio € jährlich.
➡️ Vielleicht wäre Kultur selbst das besser Monitoring? (Steile These, I know)
📄 Quelle: Teilhaushalt 410 (Kulturamt), S. 3; Teilhaushalt 120 (Statistisches Amt) Anlage 3
VERSCHOBEN auf 2026!
C:CR – Cannstatt:Corner Radio
@ PRISMA (vertreten durch Fläche e.V., i.V. Valentin Leuschel)
Workshop Weekend - Hörspielproduktion
Vom 28. bis 30. November arbeitet das neu gegründete C:CR – Cannstatt:Corner Radio an einem experimentellen Hörformat, das Klang, Text und Musik miteinander verbindet. Mit dabei sind @fullbeansradio , ein unabhängiges Community-Radio aus Stuttgart, und @cracks.stuttgart , ein Projekt von selbständigen Kulturschaffenden, @wuerttembergischerkunstverein und dem @fitz.stuttgart .
In kleinen Gruppen entstehen Geschichten, Sounds, Jingles und eine Musikauswahl. Wir begleiten euch von der ersten Idee bis zur fertigen Aufnahme.
Programm:
28. November | PRISMA (Bad Cannstatt): Redaktion & Produktionsvorbereitung
15 - 18 Uhr mit Full Beans Radio (i.V. @jlowrose ) & CRACK:S (i.V. Jonas Bolle)
29. November | PRISMA (Bad Cannstatt): Sprechtraining & Textrecording
Uhrzeit tba mit Jule Hölzgen (Sprechtrainerin) & Full Beans Radio
30. November | PRISMA (Bad Cannstatt): Jamsession & Soundrecording im Tonstudio
11 - 15 Uhr mit Musiker @jonas_bolle (CRACK:S)
Der Workshop richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene (bis 25 Jahre), die Lust haben, mit Sprache und Klang zu experimentieren, zu improvisieren und gemeinsam etwas Neues zu entwickeln. Das Hörspiel wird auf fullbeansradio.com zum Nachhören hochgeladen.
Die Treffen finden an drei Nachmittagen in Bad Cannstatt.
📧 Anmeldung per Mail an [email protected]
Gefördert vom @sjr_stuttgart
Letzte Woche 80 Zuhörer:innen online und 20 Zuhörer:innen vor Ort in der @kunststiftung_bw .
Heute online im Full Beans MAGAZIN.
Link in BIO bei @fullbeansradio
„Wehrmacht Papa unbekannte Frauen“
vom 21. Oktober 2025
Valentin Leuschel im Gespräch mit Paula Kohlmann. Über Formen des Erinnerns, bundesdeutsche Archive und das Potenzial der Kunst darin.
Fotos: Johannes Nobis
Kunstclub 2025
LIVE-RECORDING
„Wehrmacht Papa unbekannte Frauen“
Dienstag, 21.10.2025
um 19:00 Uhr
in der @kunststiftung_bw
mit Valentin Leuschel, Paula Kohlmann
und Jessica Lipp (Technik/Full Beans Radio)
„Wehrmacht Papa unbekannte Frauen“ ist der Titel des Gesprächs zwischen Valentin Leuschel und Paula Kohlmann, das für das Radio aufgezeichnet wird. Im Format des Kulturjournals sprechen die beiden über Valentin Leuschels Arbeit: In seinem aktuellen Projekt setzt er sich künstlerisch mit der Geschichte der sogenannten Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg auseinander. Mit besonderem Fokus auf die Biografie seines Großvaters. Seine Recherche begann mit einem Briefumschlag, den sein Onkel mit den Worten Wehrdienst Papa unbekannte Frauen beschriftet hatte. Ein Gespräch über archivarisches Wissen und Demaskierung, sowohl familiär als auch institutionell.
Mit dabei ist auch @fullbeansradio – ein unabhängiges Community-Radio aus Stuttgart, das online sendet und einen offenen Raum für kulturelle Vielfalt, musikalische Experimente und gesellschaftlichen Austausch schafft.
Foto: @dominique__brewing
Was die AI über cyborg_bachmann sagt.
#Variante 1:
Zwischen Kunst und Alltag: Valentin Leuschel gestaltet Ausstellungen, Publikationen und Projekte, die Gesellschaft zum Nachdenken bringen.
#Variante 2:
Kunst, Kollektiv, Resonanz – Valentin Leuschel prägt die Stuttgarter Szene mit Ausstellungen, Projekten und Publikationen.
#Variante 3:
Kunst, Projekte, Impact. Valentin Leuschel macht’s.
#Variante 4:
Zwischen Raum und Idee – Valentin Leuschel formt Kunst, die spricht.
#Variante 5:
Projekte, Publikationen, Perspektiven: Valentin Leuschel in Aktion.
#Variante 6:
Kunst, Kollektiv, Gesellschaft – alles bei Valentin Leuschel.