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Netzwerk aus Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Journalist*innen & Aktivist*innen zu pluralistischer Erinnerungskultur
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Erste Impressionen von unserem Festival »Voices Rising: Memory Unsilenced« – After the Carnations: Cycles of Decolonisation and Democratic Futures in der Biblioteca de Alcântara – José Dias Coelho in Lissabon. In Lissabon konnten wir eindrücklich erleben, wie die Erinnerung an historische Zäsuren wie die Nelkenrevolution über Generationen hinweg gelebt, weitergegeben und neu gedeutet wird – und sich bis heute als verkörperte Erinnerung fortsetzt, die durch kollektive Präsenz im öffentlichen Raum praktiziert wird. In den Gesprächen, Performances und Begegnungen wurden dabei immer wieder vielfältige europäische Perspektiven auf zentrale Fragen des Erinnerung an die Kolonialgeschichte Europas mit einander verknüpft. Im Zentrum standen dabei die zentrale Rolle Portugals im europäischen Kolonialismus sowie Implikationen der Dekolonisierungsprozesse in portugiesischen, deutschen und anderen europäischen Kontexten. Das Festival in Lissabon war ein eindrückliches Beispiel für das, was Cross-Community Sharing bewirken kann: Communities, die Wissen, Ressourcen und Reichweite miteinander teilen und Erinnerung gemeinsam als lebendigen, vernetzten Prozess gestalten, der von vielen getragen wird. Genau hier kann das CPPD als Netzwerk einen Beitrag leisten: als Plattform, die Akteur*innen über Grenzen hinweg vernetzt und gemeinsam Strategien für eine reflektierte, pluralistische Erinnerungspraxis entwickelt. *** In den kommenden Tagen werden wir tiefere Einblicke in die einzelnen Formate und Schwerpunkte geben. Das Dynamic Memory Lab »Cycles of Decolonisation« ist nach Stationen in Berlin und Madrid bis September 2026 in der Biblioteca de Alcântara – José Dias Coelho in Lissabon zu sehen. Wir danken allen Beteiligten in Lissabon herzlich: Dr. Cátia Severino (@officialcatiaseverino ), André Soares (@andre_castro_soares ), Dr. Iolanda Évora, Dr. Ibou Diop (@ibou_c_diop ), Renee van Bavel (@reneevanbavel ), Ana Gomes dos Santos, Gilberto Gil Martins & dem Coletivo de Teatro da Biblioteca de Alcântara – José Dias Coelho (@biblioteca_alcantara_blx ). Fotos: Luis Barreira
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19 days ago
Die Coalition for Pluralistic Public Discourse (CPPD) ist ein kollaboratives Netzwerk und eine produktive Plattform von 97 Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Journalist*innen und Aktivist*innen, die auf unterschiedlichste Weise zu Pluralen Europäischen Erinnerungskulturen arbeiten und forschen. Ziel des Netzwerks ist die Entwicklung und Etablierung einer pluralen europäischen Erinnerungskultur.
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5 months ago
15. Mai 1948/49: Nakba Tag zum Gedenken an die Flucht und Vertreibung der Palästinenser*innen aus dem früheren britischen Mandatsgebiet Palästina in den Jahren 1948/1949 „Wir tragen die Nakba in uns wie einen schweren Rucksack, gefüllt mit Steinen, und jeder Stein steht für etwas, das wir verloren haben: unser Zuhause, Menschen, die wir liebten, Sicherheit, Perspektiven, Würde, eine Zukunft … Nichts definiert das palästinensische Volk so sehr wie die Nakba, die „Katastrophe“: die Flucht und Vertreibung von über 700.000 Menschen zwischen 1948 und 1949 und die damit verbundene Zerstörung palästinensischer Gesellschaftsstrukturen und Kultur. Seither sind wir ein staatenloses, heimatloses, in alle Himmelsrichtungen zerstreutes Volk, das die losen Fäden seiner Identität nur mit Mühe zusammenhalten kann. Allzu oft werden wir gefragt, wer denn eigentlich diese „Palästinenser“ seien, ob wir überhaupt ein „richtiges Volk“ wären – zerstreut und fragmentiert, wie wir sind, und ohne je einen eigenen Staat gehabt zu haben.” CPPD-Mitglied Joana Osman (@joana_osman_author ) erinnert in ihrem Dossier a den Nakba Tag. Nachzulesen hier: /plgk-eintrag/nakba/ #cppd #erinnerungsfutur #futureofremembrance #erinnerungskultur
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2 days ago
Am 21. Mai findet unsere dritte und letzte Veranstaltung unserer (Un)Bequem Reihe statt! 19:00, Depot – Kunst und Diskussion (Breite Gasse 3, 1070 Wien) Während die Verbrechen der Nationalsozialist*innen vermeintlich aufgearbeitet sind, schreitet der Rechtsruck in Europa voran und die Zahl rassistischer und antisemitischer Vorfälle, keinesfalls nur von rechts, steigt. Die damit zusammenhängende menschenfeindliche Politik trifft nicht alle gleich und Zugänge, sie zu verstehen sind vielfältig. Deutungsmuster stehen oft in Konkurrenz zueinander. Kann uns das Konzept der pluralen Erinnerung weiterhelfen, um die Gewalt der postnazistischen und postkolonialen Gesellschaft zu begreifen? Ziel der Diskussion ist es, unterschiedliche Perspektiven dazu miteinander ins Gespräch zu bringen. Podiumsdiskussion mit Tobias Herzberg, Arjun Pfaffstaller, Ljiljana Radonić und Anne Wiederhold-Daryanavard Moderation: Simon Nagy
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2 days ago
Eindrücke von unserer Veranstaltung in Lissabon: »Voices Rising: Memory Unsilenced – After the Carnations: Cycles of Decolonisation and Democratic Futures«. Schön war’s! Wir danken allen Beteiligten herzlich: Dr. Cátia Severino (@officialcatiaseverino ) André Soares (@andre_castro_soares ), Dr. Iolanda Évora, Dr. Ibou Diop (@ibou_c_diop ), dem Team der Biblioteca de Alcântara – José Dias Coelho (@biblioteca_alcantara_blx ) insbesondere Ana Santos und Gil Martins, Renee van Bavel (@reneevanbavel ) dem Coletivo de Teatro und dem Chor der Biblioteca de Alcântara – José Dias Coelho, den anwesenden DML-Beitragenden Dan Thy Nguyen (@danthynguyendirector ) und Jonas Weber Herrera (@jonasweberherrera ) sowie allen angereisten CPPD-Mitgliedern. Außerdem danken wir dem Goethe-Institut Lissabon und der Deutschen Botschaft für ihre Anwesenheit. Ein besonderer Dank gilt dem Auswärtigen Amt für die Unterstützung unserer Arbeit. Video: Bárbara Martons
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4 days ago
*Voids and Voices* richtet sich an die dritte und vierte Generation von Holocaustüberlebenden und macht ihre Stimmen und Perspektiven sichtbar. Teilnehmenden erkunden biografische Leerstellen, familiäre Brüche und weitergegebene Erinnerungen – und entwickeln dabei eigene Zugänge und eine persönliche Sprache für das Thema. So trägt das Projekt zu einer lebendigen und zeitgemässen Erinnerungskultur bei, die nicht nur bewahrt, sondern auch kommende Generationen aktiv mitdenken und mitsprechen lässt. Ein Projekt des @ziid.zurich Founder: @dinawyler Co-Lead: @annafersztand Finanzierung: @cppd_dialogueperspectives_ Kooperationspartner: @afzethz und @uzh.ch
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5 days ago
In der aktuellen Podcast-Folge sprechen Ibou Diop und Iolanda Évora über Perspektiven portugiesischer und deutscher Erinnerungskultur und setzen sie in Beziehung zu einer europäischen Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe. Ibou Diop (@ibou_c_diop ) ist Kurator für partizipative Kunst- und Diskursformate in Senegal und Deutschland mit Fokus auf zeitgenössische Kunst und gesellschaftliche Teilhabe. Iolanda Évora ist Sozialpsychologin, koordiniert den Forschungsbereich „Race, Ethnicity & Civic Participation“ im europäischen Projekt Democracy in Action und war zuvor Leiterin des Projekts Afro-Port. Jetzt reinhören! Fotocredit: Humberto Brito (Iolanda Évora), Thabo Thindi @thabothindi (Ibou Diop)
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5 days ago
In der CPPD-Podcastfolge ERINNERUNGSFUTUR sprechen Iolanda Évora und Ibou Diop über koloniale Kontinuitäten, Erinnerungskultur, gesellschaftliche Teilhabe und Machtverhältnisse. Ausgehend von Portugal und Deutschland diskutieren sie Erinnerung als politische Praxis und die Frage, wie marginalisierte Perspektiven neue Narrative und demokratische Zukünfte eröffnen können. Bei der Folge handelt es sich um eine Aufzeichnung von Ausschnitten des Podiumsgesprächs „After the Carnations – Cycles of Decolonisation and Democratic Futures“, moderiert von Cátia Severino, das am 24. April 2026 in der Biblioteca de Alcântara – José Dias Coelho in Lissabon als Teil des CPPD-Festivals „Voices Rising: Memory Unsilenced“ stattgefunden hat. Das Panel fand auf Portugiesisch und Deutsch statt. Im Transkript sind die jeweiligen Übersetzungen nachzulesen. *** Bei ERINNERUNGSFUTUR berichten Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Journalist*innen und Aktivist*innen über ihre Arbeiten zu und Perspektiven auf Erinnerungskulturen in Deutschland und Europa. Die Reihe ist Teil des Podcasts der DialoguePerspectives e.V. *** Sprecher*innen: lolanda Évora, Ibou Diop | Editorial team: Hannah Blumas, Nihal Çalışır; Audio-Edit: Gal Yaron Mayersohn; Film Glitch by Snowflake ©2017 Licensed under a Creative Commons Attribution-Noncommercial (3.0) license; Illustration: Rosa Viktoria Ahlers; Kurator*innen: Jo Frank, Johanna Korneli, Max Czollek | © 2026 DialoguePerspectives e.V. |
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5 days ago
Rückblick: CPPD Festival »Voices Rising: Memory Unsilenced« Dynamic Memory Lab »Cycles of Decolonisation« Den Abschluss des ersten Festivaltages bildete die Eröffnung des Dynamic Memory Lab »Cycles of Decolonisation«, kuratiert von Dr. Cátia Severino und André Soares. Das DML ist das zentrale Ausstellungsformat der CPPD: Es arbeitet ortsspezifisch, reagiert auf lokale Erinnerungsbedarfe und versteht sich als prozesshaftes Format – im Unterschied zu abgeschlossenen Ausstellungsnarrativen. Das Dynamic Memory Lab „Cycles of Decolonisation“ lädt seine Besucher*innen ein, sich mit dem Erbe des europäischen Kolonialismus und seinen heutigen Erscheinungsformen auseinander zu setzen. Die Ausstellung legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Strukturen der Entmenschlichung, die bis heute wirksam sind. Sie versucht, die mit der Entmenschlichung verbundene Unsichtbarkeit aufzubrechen und rückt den menschlichen Aspekt in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit. Am Beispiel von Lieferfahrer*innen zeigen sie uns die heutigen Erscheinungsformen, in denen das Erbe des europäischen Kolonialismus bis in die Gegenwart fortbesteht. „Cycles of Decolonisation” veranschaulicht, wie zeitgenössische Wirtschaftssysteme koloniale Dynamiken wiederholen können, auch ohne die direkte Gewalt und territoriale Besetzung, die mit der historischen Kolonialisierung verbunden sind. Ein ausführlicher Bericht zur Veranstaltung ist auf unserer Website zu finden. Die Ausstellung ist bis zum 19. September in der Biblioteca de Alcântara – José Dias Coelho in Lissabon zu sehen. Fotos: Luis Barreira @lcbphotos
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11 days ago
Rückblick: CPPD Festival »Voices Rising: Memory Unsilenced« Podiumsgespräch “After the Carnations – Cycles of Decolonisation and Democratic Futures” Den Auftakt des Abends bildete das Podiumsgespräch “After the Carnations – Cycles of Decolonisation and Democratic Futures”. Moderiert von Dr. Cátia Severino, brachten Dr. Iolanda Évora und Dr. Ibou Diop in dem auf portugiesisch und deutsch geführten und simultan übersetzten Gespräch unterschiedliche Perspektiven portugiesischer und deutscher Erinnerungskultur zusammen und setzten sie in Beziehung zu einer europäischen Auseinandersetzung über den Umgang mit dem kolonialen Erbe. Dabei gingen sie auch der Frage nach, was es bedeutet, wenn dabei Erinnerung und Erinnerungskultur nicht länger allein von Institutionen gestaltet wird, sondern von Gemeinschaften, künstlerischen Praktiken und zivilgesellschaftlichem Engagement. Ein ausführlicher Bericht zur Veranstaltung ist auf unserer Website zu finden. Fotos: Luis Barreira *** Retrospetiva: Festival CPPD «Voices Rising: Memory Unsilenced» PAINEL DE DISCUSSÃO “Depois dos Cravos – Ciclos de Descolonização e Futuros Democráticos” A noite teve início com o painel de debate «After the Carnations – Cycles of Decolonisation and Democratic Futures». Moderado pela Dra. Cátia Severino, o debate, conduzido em português e alemão e traduzido simultaneamente, reuniu as diferentes perspetivas da cultura da memória portuguesa e alemã, estabelecendo uma relação com o debate europeu sobre a forma de lidar com o legado colonial. Neste contexto, exploraram também a questão do que significa o facto de a memória e a cultura da memória já não serem moldadas apenas por instituições, mas sim por comunidades, práticas artísticas e o empenho da sociedade civil. Um relatório detalhado do evento pode ser encontrado no nosso site. Fotos: Luis Barreira @lcbphotos
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12 days ago
Rückblick: CPPD Festival »Voices Rising: Memory Unsilenced« Künstlerische Positionen Erste Impressionen zum Festival haben wir bereits geteilt – nun folgen Einblicke in die einzelnen Programmpunkte. Das Eröffnungsprogramm war künstlerisch dicht besetzt. Ein Chor interpretierte zentrale politische Lieder u. a. von José Afonso, José Mário Branco und Adriano Correia de Oliveira, eng verbunden mit Diktatur und der Nelkenrevolution. In der szenisch-performativen Lesung „Caderno de Memórias Coloniais” wurden Auszüge aus Isabela Figueiredos Werk interpretiert – eine offene, schonungslose Sicht auf den späten portugiesischen Kolonialismus, koloniale Gewalt in Mosambik und das politische Klima der „Rückführung“ hunderttausender Menschen aus Angola und Mosambik nach Portugal. Die Lesung verband persönliche Erinnerung mit politischer Geschichte und zeigte die Ambivalenzen kolonialer Machtverhältnisse. Die Beiträge machten Geschichte hörbar und schufen einen kollektiven Raum des Erinnerns und Widerstands. In ihrer Live-Performance “RIBBONS” im Garten der Biblioteca nähte Renee van Bavel (@reneevanbavel ) gesammelte Gedenkschleifen aus internationalen Erinnerungsorten zu einem fortlaufenden, kollektiven Kunstwerk. Die Arbeit verbindet unterschiedliche Geschichten und Formen des Gedenkens zu einer gemeinsamen, transnationalen Erzählung und lädt als offene Praxis zum Nachdenken über Erinnerung, Gegenwart und Zusammenhalt ein. Ein ausführlicher Bericht zur Veranstaltung ist auf unserer Website zu finden. Fotos: Luis Barreira
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16 days ago
25 April 1974: Dia da Liberdade “On 25 April 1974, the Armed Forces Movement overthrew the Estado Novo dictatorship and initiated the PREC – the Ongoing Revolutionary Process (1974 – 1976). Portuguese society was reshaped by mass mobilisation, occupations, and a profound political transformation. At the centre of this revolutionary horizon stood the “three D’s”: Democratise, Develop, and Decolonise. To democratise meant securing political freedoms and fundamental rights. To develop implied overcoming structural inequality and economic backwardness. Yet it was the third D — Decolonise — that posed the deepest challenge, for it required confronting five centuries of empire.” André Soares (@andre_castro_soares ) and Cátia Severino (@officialcatiaseverino ) from the CPPD Network wrote a Dossier about Dia da Liberdade. Read the full article here:/plgk-eintrag/o-d-que-falta-da-utopia-a-negacao/ #cppd #erinnerungsfutur #futureofremembrance #erinnerungskultur
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22 days ago