Das Programm des 5. Medienwissenschaftlichen Symposiums der DFG „Medien der Faschisierung“
@vigonigram
Mit Asli Telli, Christine Krischan Hanke, Elena Vogman, Eylem Çamuroğlu Çiğ, Felix Brinker, Felix Raczkowski, Henning Schmidgen, Jasmin Degeling, Julia Eckel, Johanna Schaffer, Kathrin Peters, Katrin M. Kämpf, Katrin Köppert, Maja Figge, Markus Stauff, Morten Paul
@paul.morten , Philipp Hohmann, Nanna Heidenreich
@nachnennung , Peter Vignold, Roland Meyer
@bildoperationen , Sara Morais dos Santos Bruss
@saramosaramo_ , Simon Strick, Vera Mader - und Judith Keilbach, Mary Shnayien, Tobias Matzner, Ulrike Bergermann als Kommentierende.
Aus dem Call: „Faschismus kommt gegenwärtig (wieder) aus der Mitte der Gesellschaft: Von den Wahlsiegen rechtspopulistischer und faschistischer Parteien bis zum Erstarken supranationaler ethnonationalistischer Bewegungen ist in den letzten Jahren eine breite gesellschaftliche und demokratisch legitimierte Faschisierung sichtbar geworden. »Faschisierung« als Prozess wirft einerseits genealogische Fragen nach den Quellen und Zuläufen auf, andererseits sind Medien als zentrale Prozessträger und Katalysatoren dieser Entwicklung zu befragen: Vernetzte Aktivitäten auf Social Media Plattformen sowie kolonial-kapitalistische Geschäftsmodelle der Tech-Industry sind an der Organisation gesellschaftlicher Unterstützung für ein Spektrum rechter, autoritärer bis faschistischer Bewegungsparteien mitbeteiligt. Sie erzeugen Synergien zwischen politischer Ökonomie, Medieninfrastruktur und Faschisierung.
…
Das Symposium soll deren Ausbreitung, Attraktivität und Radikalität in Verzahnung mit medialen Entwicklungen analysieren. Es gilt, ein Konzept von Faschismus als Feld heterogener sozialer, politischer und medialer Prozesse zu entwickeln, in denen sich Ideologien der Ungleichheit und Gewaltorientierung, des Völkischen und der Vormacht, nationaler Reinheit und Wiedergeburt, und deren Strategien und Organisationen in Verbindung mit medial-technischen Bedingungen entfalten. Zugleich muss sich die Medienwissenschaft selbstkritisch auf ihre machtaffinen Genealogien und Leerstellen hin überprüfen.“